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Polizeibericht

Trans Frau in Berlin-Kreuzberg beleidigt und mit Stein beworfen

Die 29-Jährige wurden am Mittwochabend gegen 20.45 Uhr in der Friedrichstraße aus einer Gruppe junger Männer beschimpft und attackiert. Der Staatsschutz ermittelt.


Die Berliner Polizei macht anders als viele andere deutsche Polizeibehörden mögliche homo- oder transfeindliche Hintergründe von Straftaten gezielt publik (Bild: Sebastian Rittau / flickr)

Am Mittwochabend wurde eine trans Frau in Berlin-Kreuzberg beschimpft und mit einem Stein beworfen. Dies meldete die Polizei der Hauptstadt am Donnerstag.

Nach bisherigen Erkenntnissen wurde die 29-Jährige gegen 20.45 Uhr in der Friedrichstraße aus einer Gruppe junger Männer heraus aufgrund ihrer geschlechtlichen Identität beschimpft. Anschließend warf eine Person aus der Gruppe einen Stein in ihre Richtung, dem sie allerdings ausweichen konnte.

Als die Männer bemerkten, dass die 29-Jährige die Polizei alarmierte, ergriffen diese die Flucht. Die weiteren Ermittlungen führt – wie bei Hasskriminalität üblich – der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt Berlin. Nähere Angaben zu den mutmaßlichen Tätern wurden im Polizeibericht wie bei Erstmeldungen üblich nicht gemacht.

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Mehr LGBTI-feindliche Gewalt in Berlin erfasst

In Berlin werden immer mehr homo- und transfeindliche Angriffe erfasst. Wie das Antigewaltprojekt Maneo im Mai mitteilte, wurden ihm allein im vergangenen Jahr 559 Fälle gemeldet (queer.de berichtete). Damit erhöhte sich die Zahl um 46 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Davon richteten sich den Angaben zufolge 395 Taten gegen Schwule und männliche Bisexuelle. Hier betrug der Anstieg 38 Prozent. 83 Delikte hätten sich gegen trans Personen gerichtet und 47 gegen Lesben oder weibliche Bisexuelle, erklärte Maneo weiter.

Die Berliner Polizei macht anders als viele andere deutsche Polizeibehörden mögliche homo- oder transfeindliche Hintergründe von Straftaten gezielt in ihren Pressemitteilungen publik. Sowohl Polizei als auch Staatsanwaltschaft der Hauptstadt besitzen zudem eigene Ansprechpersonen für sexuelle und/oder geschlechtliche Minderheiten. Damit soll Homo- und Transsexuellen, die traditionell ein eher kritisches Verhältnis zur Polizei haben, das Stellen von Anzeigen nach LGBTI-feindlichen Übergriffen erleichtert werden. (cw/pm)



#1 jannnnnAnonym
  • 30.07.2020, 17:48h
  • Wieso splittet ihr die Gruppe der Gewaltopfer, wenn ihr Maneozahlen verwendet, immer in schwule/bi Männer, lesbisch/bi Frauen und trans* Leute auf?
    Wenn ich als trans* Schwuler bedroht werde, wie wird das dann erfasst? Muss ich die Angreifer bitten mir genau darzulegen, ob sie mich gerade ausschließlich als schwul, als trans*, als beides oder vielleicht eher als vermeintliche trans Frau einsortiert haben? Das ergibt doch keinen Sinn.

    (Habe tatsächlich mal an einer Umfrage teilgenommen, erinnere mich nicht ob die nicht sogar von Maneo kam, bei der ich wirklich die gleichen Fragen 2x ausfüllen sollte, 1x als trans*, 1x als schwul...)
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#2 CanadianSarahAnonym
#3 Pink FlamingoAnonym
#4 UrberlinerAnonym
  • 31.07.2020, 10:49h
  • Antwort auf #3 von Pink Flamingo
  • Berlin ist nach wie vor eine sehr lebenswerte und sichere Stadt. Es kommt nur, wie in allen Metropolen, sehr darauf an, wo man wohnt bzw. unterwegs ist. In Berlin sind Neukölln, Schöneberg und Wedding die Bezirke mit dem Löwenanteil an LGBT*IQ-feindlichen Übergriffen.
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#5 Pink FlamingoAnonym
  • 31.07.2020, 13:49h
  • Antwort auf #4 von Urberliner
  • Schon richtig.Ich wohne in Charlottenburg. Im Philosophen Dreieck. Bin kein gebürtiger Berliner und ich liebe diese Stadt immernoch sehr. Habe 16 Jahre mitten im Leinekiez/Neukölln gewohnt. Weiß also sehr wohl, wenn ich darüber schreibe, wie sich doch Berlin leider sehr zum Nachteil verändert. Warum sind denn so wahnsinnig viele Ur-Berliner weggezogen? Ich weiß es. Darf es aber hier nicht kundtun. In der Hauptstadt gibt es nur noch 30% Ur-Berliner, um mal dabei zu bleiben.
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#6 Homonklin_NZAnonym
  • 31.07.2020, 14:43h
  • Antwort auf #1 von jannnnn
  • Das ist wirklich seltsam, denn da wirst Du dann 2x gezählt. Besser wäre es dann doch, eine Sparte "Intersektionalität" zu haben, weil jemand aus unterschiedlichen Motiven (Homophobie, Transphobie, Rassismus u.Ä.) beleidigt oder angegriffen werden kann. Das einfach zum Nächstgreifbaren einzuschätzen verfälscht Ergebnisse.

    Die tatsächlichen Tätermotive je nach Reading/Passing, Kleidung oder Hautfarbe, Verhalten ect. zu unterscheiden ist noch schwieriger. Manchmal reicht es ja aus, grade zur selben Sekunde in die Richtung gesehen zu haben, wo die Tätergruppe lang kam, schon das kann heute ein Auslöser für Aggression sein. Selbst schon so in D erlebt.
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