Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://www.queer.de/detail.php?article_id=36745
Home > Kommentare

Kommentare zu:
Martina Navratilova unterstützt transphobes Gesetz


#1 DramaQueen24Ehemaliges Profil
  • 04.08.2020, 13:44h
  • Habe lange in Idaho gelebt, weiß, wie die dort ticken. Umso unverständlicher ist es für mich, dass eine Frau wie Martina Navratilova, die immer für unsere Rechte eingetreten ist, sich einer ultrakonservativen Meinung anschließt.
  • Antworten » | Direktlink »
#2 FashionistaEhemaliges Profil
  • 04.08.2020, 14:14h
  • Hmmm, so mancher Tennisfan gab aufgrund ihrer Leistungen in ihrer aktiven Zeit kritische, nicht homofeindliche Kommentare, ab. Wäre mal interessant zu wissen, wie ihre damaligen Testosteronwerte waren...
  • Antworten » | Direktlink »
#3 nicht neuAnonym
  • 04.08.2020, 14:22h
  • aber das folgt doch einem bekannten muster in der lesbischen community? wer nicht 100% cis-weiblich ist, wird als feind betrachtet.
  • Antworten » | Direktlink »
#4 GirlygirlEhemaliges Profil
#5 Katrin
  • 04.08.2020, 17:01h
  • Ich kann mir vorstellen, dass sie zu viele Progestine und Anabolika genommen hat. Eine Spätfolge der synthetischen Karriereunterstützer ist Verblödung im Alter.
  • Antworten » | Direktlink »
#6 Taemin
  • 05.08.2020, 12:33h
  • Die Petentinnen gehen davon aus, dass Transfrauen auf Grund dem männlichen Geschlecht zuzuordnender körperlicher Eigenheiten durch größere Kraft, Ausdauer usw. als Cisfrauen einen Vorteil haben und das dem Geist sportlicher Fairness wiederspricht. Das sollte als sachliches Argument anerkannt und nicht sofort mit Abscheu vom Tisch gewischt werden. Es fragt sich aber: Ist das Argument stichhaltig? Müsste man sportmedizinisch untersuchen. Ich habe jedenfalls Zweifel, denn sehr viele Sportlerinnen (Cisfrauen) sind durchaus stärker als Cismänner und Transfrauen. Und es fragt sich: Ist das Argument politisch klug? Denkt man erst mal darüber nach, kultiviert es nämlich die Mär vom schwachen, unterlegenen weiblichen Geschlecht.
  • Antworten » | Direktlink »
#7 BruthaAnonym
  • 05.08.2020, 16:43h
  • Antwort auf #6 von Taemin
  • 100m-Lauf
    Frauen: Florence Griffith-Joyner, 10,49 s
    Männer: Usain Bilt, 9,58 s

    Marathonlauf
    Frauen: Brigid Kosgei, 2:14:04 h
    Männer: Eliud Kipchoge, 2:01:39 h

    Hochsprung
    Frauen: Stefka Kostadinowa, 2,09 m
    Männer: Javier Sotomayor, 2,45 m

    Weitsprung
    Frauen: Galina Tschistjakowa, 7,52 m
    Männer: Mike Powell, 8,95 m

    Schwimmen Kurzbahn 50m Freistil
    Frauen: Ranomi Kromowidjojo, 22,93 s
    Männer: Caeleb Dressel, 20,24 s

    Schwimmen Kurzbahn 400m Lagen
    Frauen: Mireia Belmonte, 4:18,94 min
    Männer: Daiya Seto, 3:54,81 min

    Gewichtheben Zweikampf
    Frauen: Tatjana Kaschirina, 348 kg
    Männer: Lascha Talachadse, 484 kg
  • Antworten » | Direktlink » | zu #6 springen »
#8 Taemin
#9 Anonyma
  • 05.08.2020, 20:08h
  • Antwort auf #8 von Taemin
  • "Na ja, diese Zahlen zu Grunde gelegt, muss man Navratilova Recht geben."

    Warum? Die Zahlen von "Brutha" belegen nur die längst bekannten Leistungsunterschiede zwischen cis Männern und cis Frauen. Trans Frauen kommen in diesen Zahlen aber gar nicht vor. Genau das wäre aber notwendig, wenn man wirklich sachlich diskutieren wollte, denn alleine schon die Hormonbehandlung hat - vor allem langfristig - deutliche Auswirkungen auf die körperliche Leistungsfähigkeit. Dazu kommen dann noch die trans Frauen, die mit Pubertätsblockern behandelt wurden, die also niemals irgendwelchen Testosteroneinflüssen ausgesetzt waren. Die fallen bei der Diskussion aber interessanterweise immer unter den Tisch (was kein Wunder ist, denn die Behandlung mit Pubertätsblockern möchten diejenigen, die trans Frauen aus dem Sport herausdrängen wollen, ja auch verbieten). Man könnte sicherlich einiges an Forschung betreiben, über die man dann auch sachlich diskutieren könnte. Und wenn man wollte, dann könnte man auch brauchbare Regeln finden, die trans Frauen die Teilnahme am Sport ermöglichen. Aber mal ehrlich: Den Leuten, die Navratilova unterstützt, geht es doch gar nicht um Sachlichkeit. Die wollen nur das Narrativ transportieren, dass trans Frauen Männer sind. Und mit diesem Narrativ wollen sie trans Frauen so weit wie möglich aus dem sozialen Alltag herausdrängen. Das ist das eigentliche Ziel, das diese Leute haben. Und welche Wirkung das alles schon jetzt hat, kann man auch an einer Zahl sehen - an der Zahl der ermordeten trans Menschen in den USA: 2019 waren es (mindestens) 27. 2020 sind es bereits (mindestens) 26. Und wir haben erst August...

    www.hrc.org/resources/violence-against-the-trans-and-gender-
    non-conforming-community-in-2020
  • Antworten » | Direktlink » | zu #8 springen »
#10 antosProfil
  • 05.08.2020, 21:43hBonn
  • Antwort auf #9 von Anonyma
  • Klarer, finde ich, kann man es kaum formulieren:

    >> Man könnte sicherlich einiges an Forschung betreiben, über die man dann auch sachlich diskutieren könnte. Und wenn man wollte, dann könnte man auch brauchbare Regeln finden, die trans Frauen die Teilnahme am Sport ermöglichen. Aber mal ehrlich: Den Leuten, die Navratilova unterstützt, geht es doch gar nicht um Sachlichkeit. Die wollen nur das Narrativ transportieren, dass trans Frauen Männer sind. Und mit diesem Narrativ wollen sie trans Frauen so weit wie möglich aus dem sozialen Alltag herausdrängen.<<

    Eine besondere Perfidie liegt darin, dass das Ganze dann auch noch im Namen einer (sportlichen) >Fairness< geschieht.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #9 springen »
#11 Anonyma
  • 06.08.2020, 02:49h
  • Antwort auf #10 von antos
  • "Eine besondere Perfidie liegt darin, dass das Ganze dann auch noch im Namen einer (sportlichen) >Fairness< geschieht."

    So ist es. Und leider fallen sehr viele auf diese vorgeschobene "Fairness" herein, weil sie sich durch die ständige mediale Konditionierung schon gar nicht mehr vorstellen können, dass viele trans Frauen körperlich einfach nur der sogenannten "weiblichen Norm" entsprechen.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #10 springen »
#12 Taemin
  • 06.08.2020, 10:06h
  • Antwort auf #9 von Anonyma
  • Es ist unfair und an der Sache vorbei argumentiert, im Rahmen dieser Frage Morde aufs Tapet zu bringen.

    Es muss eben wissenschaftlich untersucht werden, ob dem Vorteil von Cismännern gegenüber Cisfrauen auch ein Vorteil von Transfrauen gegenüber Cisfrauen (und übrigens auch ein Nachteil von Transmännern gegenüber Cismännern) besteht. Aber statt dessen sofort Zeter und Mordio schreien "Transphobie!" ist fehl am Platze. Es geht um eine Sachfrage, die anhand wissenschaftlicher Prüfung beantwortet werden kann. Welche Folgerungen dann zu ziehen sind, wird anschließend zu diskutieren sein.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #9 springen »
#13 Anonyma
  • 06.08.2020, 13:33h
  • Antwort auf #12 von Taemin
  • "Aber statt dessen sofort Zeter und Mordio schreien "Transphobie!" ist fehl am Platze. Es geht um eine Sachfrage, die anhand wissenschaftlicher Prüfung beantwortet werden kann."

    Mir wäre es auch deutlich lieber, wenn wir das Thema ausschließlich als Sachfrage mit einer wissenschaftlichen Antwort diskutieren könnten, denn das würde bedeuten, dass ich mir all die Sorgen um meine Zukunft nicht machen müsste. Die Realität sieht aber leider ganz anders aus. Dr. Vinny Chulani, Arzt und Direktor des "Phoenix Children's Hospital Adolescent Medicine Program", brachte es in einem Interview [1] treffend auf den Punkt: "This law in Idaho has to be viewed in the context of the march that we are seeing in legislative houses across the country. Let's not be ignorant, right? This is part of a larger anti-transgender agenda. Let's not deceive ourselves that it's anything other than that.". Und HB 500 ist auch nicht das einzige anti-trans Gesetz in Idaho. Es gibt auch noch HB 509, das trans Menschen verbietet, den Geschlechtseintrag in der Geburtsurkunde zu ändern [2] (kennen wir das nicht aus Ungarn?). Und Idaho ist auch nicht der einzige US-Bundesstaat mit solchen Gesetzen/Gesetzesvorhaben [3]. Seit Anfang des Jahres wurden mehr als zwei Dutzend solche Gesetzesvorlagen in den USA eingebracht und die primären Ziele sind:

    1. jungen trans Menschen den Zugang zum Sport zu verbieten
    2. die medizinische Behandlung von jungen/minderjährigen trans Menschen zu verbieten.

    Aber ja, natürlich: Ich "schreie" selbstverständlich nur "Zeter, Mordio und Transphobie!"... Ganz ehrlich: Ich habe diese Ignoranz sowas von satt, das kannst Du Dir gar nicht vorstellen.

    [1]
    www.them.us/story/why-banning-trans-people-from-sports-is-wr
    ong


    [2]
    www.queer.de/detail.php?article_id=35813

    [3]
    www.them.us/story/anti-lgbtq-bills-2020
  • Antworten » | Direktlink » | zu #12 springen »
#14 ursus
#15 ursus
#16 ursus
  • 06.08.2020, 14:30h
  • Antwort auf #9 von Anonyma
  • "Die wollen nur das Narrativ transportieren, dass trans Frauen Männer sind. Und mit diesem Narrativ wollen sie trans Frauen so weit wie möglich aus dem sozialen Alltag herausdrängen."

    "at the same time that this was happening, we had a very similar house bill here in Arizona, House Bill 2706, which was entitled 'Save Women In Sports Act.'"

    Das zeigt ein weiteres Narrativ auf, auf das du auch sicher schon hingewiesen hast: Trans Frauen als Gefahr, vor der "echte" Frauen beschützt und gerettet werden müssen. Ich finde es völlig berechtigt, angesichts solch einer organisierten (!) Dämonisierungskampagne auch die Morde an trans Menschen anzusprechen. Den Zusammenhang zu leugnen fände ich naiv.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #9 springen »
#17 Anonyma
  • 06.08.2020, 17:40h
  • Antwort auf #16 von ursus
  • Danke für die wichtige Ergänzung - und auch für Deine Unterstützung :-). Vielleicht versteht Ralph jetzt ja ein bisschen besser, warum ich die Morde an trans Menschen angesprochen habe. Mich wundert sowieso ein bisschen, warum er so reagiert, wo er doch anfangs (#6: "Denkt man erst mal darüber nach, kultiviert es nämlich die Mär vom schwachen, unterlegenen weiblichen Geschlecht.") ganz vernünftige Gedanken hatte... Na ja, was soll's. Da steckt man nicht drin.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #16 springen »
#18 stromboliProfil
  • 07.08.2020, 13:44hberlin
  • Antwort auf #9 von Anonyma
  • "Aber mal ehrlich: Den Leuten, die Navratilova unterstützt, geht es doch gar nicht um Sachlichkeit. Die wollen nur das Narrativ transportieren, dass trans Frauen Männer sind. Und mit diesem Narrativ wollen sie trans Frauen so weit wie möglich aus dem sozialen Alltag herausdrängen. Das ist das eigentliche Ziel, das diese Leute haben."
    Gibt es hierzu das narrative äquivalent von "trans männer die frauen sind", und haben sie die selbe wirkung auf transfeindliches gebaren.

    Zuvor schreibst du : " Man könnte sicherlich einiges an Forschung betreiben, über die man dann auch sachlich diskutieren könnte. Und wenn man wollte, dann könnte man auch brauchbare Regeln finden, die trans Frauen die Teilnahme am Sport ermöglichen."
    Wieso eigentlich wird dies von allen seiten her verhindert. UNd wie sollten nach deiner meinung nach die untersuchungen aussehen.
    Warum z.b. keine spezifischen untersuchungen hierzu mit dem ziel, klarheit darüber zu schaffen was biologische herkunft und die transition an körperlicher änderung verursacht.
    Wann beginnt dann in einem sportlichen leistungsvergleich eigentlich eine körperliche transition ..
    Oder soll die die forschung bestätigen was du als dein ideal vorgibst.
    Gibt es denn unter herrschenden bedingungen auch wirklich eine wertfreie forschung. Bei den sich abzeichnenden polarisierungen im disput wage ich dies mittlerweile zu bezweifeln.

    So stellt sich denn auch in jedem einzelfall noch die frage: Hat es bei den leistungssportler*innen zuvor im heranwachsenden alter etwa einen medikamentösen eingriff gegeben( pubertätsblocker z.b. oder testoteron) und lassen sich hiervon auswirkungen auf das sportliche leistgungsverhalten im erwachsenenzustand ableiten.
    Vielleicht kämen wir so auch ein stück weit weg von der sich wiederholenden erzählung von "trans Frauen sind Männer" als einen ebenso narrativen begründungsboomerang.

    Das ganze natürlich unter dem vorbehalt , nur eine gleichstellung an bestehende verhältnise zu fordern statt eine solches gesellschaftsmodell insgesamt in frage stellen zu wollen.
    Untersuchen wir also die jeweiligen gruppen nach ihren lebensläufen entsprechend sich entwickelnden fähigkeiten, wenn wir schon auf einem, auf gegenseitiger dominanz siegerideologie basierenden leistungssport, als richtschnur unserer leiostungsgesellschaft aufbauen wollen.
    Das optimale aus uns herausholen!
    Ganz OBEN stehen; um jeden preis.

    Dann ergibt sich natürlich unter den verlierern die frage, mit welchen legalen und nicht legalen mitteln konnte der andere und warum nicht ich...
    Aber da wären wir wieder bei der cis-dopingfrage.

    Mich jedenfalls kotzt mittlerweile dieses unreflektierte drängen nach siegertreppchen um jeden preis, dieses teilhaben wollen an diesem wettlauf um höchste "ehren".
    Damit aber auch die übernahme all jener ritualien und prinzipien, die UNSERE unterdrückung ständig wie ein roter faden durchzieht.

    Wir haben uns vollständig losgelöst von jener ethischen verpflichtung , schluss zu machen mit der übernahme hetero-kapitalischtischer dogmen und leitlinien.
    Wir orientieren uns an deren leitfiguren und streben nach einer gleichsetzung.

    Und da wo wir auf widerstand treffen, wird der ruf nach betroffenheitssolidarität immer lauter.
    Dabei verlieren wir aus den augen , unter eben diesen "heteronormativen und kapitalistischen maßstäben" unterdrückt zu werden.
    "Befreiung" durch anerkennung jener vorgaben-richtlinien und geboten, die bisher zu unserer unterdrückung nützlich wurden.
    Dabei nicht nur anerkennend handelnd, sondern selbst an den unterdrückungshebeln beisitzen wollend.
    Und das trifft alle gesellschaftlichen schichten, ob mann-frau, schwul/lesbisch, trans und cis.
    Ob anzustrebendes frauenbild , angestrebtes männerbild oder die kleingesellschaftliche organisationsform "familie"; alle nicht heterosexuell veranlagten zieht es scheints in den heteronormierten kapitalistischen himmel.
    Leistungsgeil wird so umbruch und neubestimmung vergeigt.
    Die kommentarlose hinnahme eben dieser reproduktiven leistungsgesellschaft insgesamt und am beispiel des leistungssportes, zeigt wie verkommen und anspruchslos unsere emanzipationsagenda mittlerweile rum kommt.
    Wir beschränken uns aufs "teilhaben wollen" in allen bereichen gesellschaftlichen handelns, statt das handeln dort zu bekämpfen.

    Das dort projezierte bild der neuen menschen bestehend aus enttoxierten männer und empowermentierten frauen und non binary empfindenden, misst sich aber gleichzeitig weiter an dem biologischen abbild von - männlich -weiblich- , bart und brüste, penis und vagina.
    Das entsprechende passing wird zur forderungsgrundlage weiterer angleichender medikationsformen.
    Man will als das idealbild durchgehen als das der heterosexismus sich seine ikonien geschaffen hat.
    Soziales passing ist deshalb auch ein mentales passing an der sich dann eigene spätere erwartungshaltung incl. politischem fordern manifestiert.
    Wenn aber das äussere so weitgehende wirkung auf gesellschaftliche akzeptanz hat, was hat dann die vermittlung durch miteinander reden noch für eine bedeutung.
    Was also geschieht bei einem dating bei dem wie von anonyma beschrieben: "trans bei einem dating um sein leben fürchten muss."
    Fehlendes "passing"?
    Nicht miteinander über trans kommunizieren.
    Die gewaltursache tatsächlich nur in der hetero-cismär vom "mann der frau oder der frau die mann spielen will" zu entdecken ist.
    Oder ist es in der instabilen cis-heterofixierung zu deuten, die den trans oder homophoben zum ausrasten bringt. Dies übrigens nicht nur bei männern gegenüber transmenschen, sondern auch seitens frauen vorgebracht, die keifernd transfrauen beschimpfen und bespucken...
    Aber was auch immer sich psychologisch deuten lässt, es hängt sich an der kommunikationsfähigkeit- der sprachlosigkeit - des betreffenden phoben arschloches auf.

    Ich stelle mir deshalb , ohne die schuld nun dem opfer zuzuschieben die frage: ist eine während eines dating ( internet..) nicht kommunizierte transition auslöser für einen transphoben übergriff? Oder würde eine zuvorige kommunikation hierüber solches verhindern. Sicher, es könnten absagen - entmutigungen folgen, aber ist nicht jedes dating auch ein vorabsondieren nach wunschpartner*innen.

    Solche allgemein gültigen überlegungen ( weil auch auf andere minderheiten wie z.b. schwule übertragbar...) unterliegen aber scheint mir dem dont ask-dont tell gebot seitens der transcommunity, die jegliches fragen über person und vorlieben von voneherein als "insult" ausschliest.
    Zudem genitale sexualität im zusammenhang mit dating natürlich gar nicht relevant ist..
    mann-frau* spricht über blumen arrangements und klavier etüden von chopin.

    Ich denke , wir können mit einem solchen totalverweigerungsgebot nicht die permanent auftauchenden fragen beantworten, noch lösungsvorschläge erarbeiten die über die mittlerweile gängigen verbotsregeln hinausgehen.
    Also werden diese artikel und diskussionen weiter sich im kreise drehn.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #9 springen »
#19 Anonyma
  • 07.08.2020, 23:01h
  • Antwort auf #18 von stromboli
  • Uff... Ich muss offen gestehen, dass ich mich von Deinem doch ziemlich langen Kommentar ein klein wenig überfahren fühle und ich weiß ehrlich gesagt nicht, wie ich Dir jetzt am besten antworten soll... Grundsätzlich teile ich viele Deiner politischen Ansichten absolut und halte auch einen grundlegenden gesellschaftlichen Wandel für lange überfällig. Gleichzeitig fühle ich mich (und meinen Körper) als trans Frau dabei von Dir instrumentalisiert... Und das gefällt mir gar nicht. Was hat denn mein Körper oder mein "Passing" mit all dem zu tun? Was genau erwartest Du von mir, was erwartest Du von uns trans Frauen und Männern?

    Ich will mal versuchen, Dir "Passing" ein wenig zu erklären: Für Dich scheint "Passing" zu bedeuten: "Man will als das idealbild durchgehen als das der heterosexismus sich seine ikonien geschaffen hat.". Für mich bedeutet "Passing" einfach nur: Überleben. Mein "Passing" ermöglicht es mir, dass ich mich da draußen in der Welt frei bewegen kann, ohne verprügelt, totgeschlagen, erschossen, vergewaltigt oder beschimpft zu werden. Mein "Passing" ermöglicht es mir, im Alltag ganz entspannt und problemlos mit anderen Menschen sozial zu interagieren. Mein "Passing" ermöglicht es mir, auf 20 Jahre ohne einen einzigen transphoben Übergriff im Alltag - nicht mal eine Beleidigung - zurückblicken zu können. Kurz: Mein "Passing" ermöglicht es mir, zu LEBEN.

    Mein "Passing" ermöglicht es mir aber auch, einfach in einen hetero Club zum Tanzen zu gehen und dort von Männern angeflirtet zu werden (bin halt leider versehentlich das personifizierte "heterosexistische Idealbild": schlank, blond usw. - da kann ich aber echt nix für, ist einfach so passiert). Und diese Männer wollen einfach partout nicht merken, dass ich trans bin... An dieser Stelle hätte ich dann jetzt mal eine rein "technische" Frage: Wie soll ich in dieser Situation bitte vorab kommunizieren, dass ich trans bin? Soll ich mir ein Schild umhängen? Und wie soll ich erkennen, ob die Typen vielleicht transphob sind? Soll ich vielleicht einfach lieber verschweigen, dass ich trans bin? Und was, wenn es dann doch irgendwie rauskommt und die Typen durchdrehen? Soll ich mich bewaffnen? Einen Selbstverteidigungskurs oder Kampfsport (auweia, das wird knifflig) machen? Was wäre Dein Vorschlag für einen guten Umgang mit so einer Situation?

    Aber um wieder auf die größere politische Dimension zurückzukommen...

    Du willst die Leistungsgesellschaft und den Kapitalismus abschaffen? Eine neue, gerechtere Gesellschaft ohne Unterdrückung aufbauen? Kein Problem - ich bin dabei! Du willst meinen Körper, mein Leben dafür instrumentalisieren? Vergiss es - ohne mich.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #18 springen »
#20 stromboliProfil
  • 08.08.2020, 16:17hberlin
  • Antwort auf #19 von Anonyma
  • " Was hat denn mein Körper oder mein "Passing" mit all dem zu tun? Was genau erwartest Du von mir, was erwartest Du von uns trans Frauen und Männern?"
    Meinerseits erwarte ich, äusserlichkeiten betreffend, überhaupt nichts von transmenschen ( aber auch von den restlichen menschengruppen, weil wie schon von mir beschrieben, dass "passing" gar nicht von mir als "problem" und konflikterzeugung gedacht wird ) .
    Was aber im verinnerlichten selbstwert sowohl bei transmenschen als auch in meiner eigenen gruppe eine durchaus wichtige rolle spielt.
    Besonders wo der umgang mit der heterobestimmten restwelt selbst zum sich ständig "vergleichen zwingt.
    " "Man will als das idealbild durchgehen als das der heterosexismus sich seine ikonien geschaffen hat.""

    Andererseits weis ich über dich so gut wie gar nichts! Was eine inhaltliche zuordnung ( ausser der tatsache das du transfrau bist..) erschwert.
    Redet da wer als Transhetero oder als Transhomo, In welchen entsprechenden datingsforen finden dann die von dir beschriebenen konflikte statt.
    Sind das heteromänner/heterofrauen die dich bedrohen oder schwule.
    Wenn wir uns über die richtung mal einigen könnten, aus der das bedrohliche kommt, ohne ins allgemeine zu verfallen, wäre dies ein schritt zur vereinfachung und vertiefung des konfliktpotentials.
    Denn pauschalierend sind wir ja ALLE opfer einer normativen systematik.

    Ohne da über transgefühle hinweg zu diskutieren: der schwule mann hat da ein durchaus vergleichbares problem, wenn er sich mit seiner heteromitmännergesellschaft vergleicht.. siehe das leidige männlich sein wollen, "bitte keine tunten",das nicht auffallen, kompaktibel sein.
    Was schlußendlich dann auch dem ziel auf sexuellen kontakt dienen soll .
    Also auch ein PASSING.
    Und hier wie auch in der transsituation, geschehen dann die für uns/euch unfassbaren ausgrenzungen und anfeindungen. Was über manche unverfrorenheit, mit der ablehnungen im digitalen und oft auch im analogen rüber kommen, auch teil jener narzistischen verletzbarkeit wird, mit der wir uns selbstkritisch beschäftigen müssen.
    Eine meiner erfahrungen hierzu ist, dass nicht mein anderssein zum konflikt führt, sondern das beim gegenüber offenbar werdende unwohlsein, hervorgerufen durch mich, mit seiner eigenen sexualität angesichts einer diametral entgegengesetzten selbstverständlichkeit konfrontiert zu werden, die seine unsicherheit ob der beständigkeit des straightmännlich seins, in bedrohliche abgründe abstürzen lassen.
    Ich weis allerdings nicht wie die situation von frauen gegenüber transmännern abläuft... Ob es da gleiche selbstwertkonflikte gibt.
    Hier reden wir dann von heterosexualität, in meinem beispiel jedoch von homosexuellem begehren.
    Hinzukommt vielleicht noch das von mir als emanzipierten vorgetragene sicherheitsgefühl , was sich auch in meiner fähigkeit des kommunizierens und damit in der selbstbewussten anmache zeigt.
    Andererseits ist gerade mein zielgerichtet sein, meine chuzpe auch wieder ein überraschungseffekt der mir schutz bietet .
    Ansonsten reicht ein blick in mein profil ,um zu sehen, dass ich eine wandelnde reklamesäule schwuler tattoothemen bin.
    Das muss nicht jeder, es ist nur mein ausdruck meiner selbstverständlichkeit, die sich NIERGENDWO versteckt. Insofern doch ein schild vor sich hertragen. Und ja, es mir wichtig schon in den ersten sätzen mein anderssein dem gegenüber zu vermitteln. Das klärt die verhältnisse in meinem sinne.
    Ich halte es als eine selbstverständlichkeit, gleich der, mit der der heterosexuelle sich als "selbstverständlich" gefühlt einbringt.
    Als minderheit muss man da schon mal mit seinem ego wuchern.

    Ich beobachte dies als phänomen der selbstdarstellung, in denen bildlich das angekommensein in der jeweiligen identität betont werden soll. Du beschreibst es ja selbst sehr schön : " (bin halt leider versehentlich das personifizierte "heterosexistische Idealbild": schlank, blond usw. - da kann ich aber echt nix für, ist einfach so passiert)."
    Gleichzeitig aber berichtest du von erlebnissen die trotz deines idealbildes dich in bedrohliche weil transphobe situationen bringen.
    An dir kann es nicht liegen was die äusserlichkeiten anbelangt; was also löst phobie aus.

    Mir ist hierzu dein satz aus einem andern beitrag sinngemäß in erinnerung: " jedes dating ist potentiell eine gefühlt/erlebte bedrohung, so man sich als transfrau zu erkennen gibt".
    Sprich, jedes sich nach "draussen" begeben, stellt eine gefahr für deine selbstwahrnehmung dar, die in einem immerwährenden prozess überwunden sein will..
    Das ist ein aus meinen schwulen selbsterfahrungen vergleichbarer prozess.
    Geht sogar in die frühen selbsterfahrungsgruppen zurück, die ich in den 70zigern durchlebte.
    Meine ( entstanden aus der "RotzSchwul" ffm, mit supervision durch einen analytiker) hat als eine ihrer kernproblematiken die immerwährende widerkehr dieser selbstdiagnose durchlaufen: die welt da draussen wartet nur darauf, mir ob meines "norm(alen) abweichens" feindlich entgegen zu treten. Also bereits im kennenlernen, die gefahr lag abgelehnt zu werden. Das wurde auch durch erlebnisse gestützt.
    Was häufig dazu führte, dass "kennenlernen " überhaupt abzukürzen oder schlußendlich ganz zu vermeiden. Der nun folgende innere rückzug wurde mit den zu erwartenden negativreaktionen erklärt.
    Es hat für mich und viele meiner mittherapierten viel zeit und selbstüberwindung gebraucht, um uns aus diesem geistigen gefängnis selbst zu befreien.
    Nicht das umgehängte schild macht die sichtbarkeit. Die art der vermittlung ist der schlüssel.
    Dabei lernen, nicht der nabel der welt zu sein, also die kränkung annehmen und auch ablehnungen zu verarbeiten, um die wiederum im eigenen erfahrungsprozess gewinnbringend einzuordnen.
    ------------ ------------------ .----------------------

    www.queer.de/detail.php?article_id=36529&kommeinzel=5784
    91


    ""Im Umkehrschluss, würde das ja bedeuten, dass man einen Trans* mit exzellentem Passing sein Trans nicht abnimmt...""
    "Und genau das berichten einige trans Schauspielende ( siehe halle berry thread) . Sie wurden nicht besetzt, weil sie angeblich nicht" trans genug" aussehen."

    Was sagt uns ein solcher einwand?
    Liegt in der frage nach der herkunft, der lebensvorgeschichte vor der vollendung im transitionbewusstsein, nicht auch der rückblick auf das was zuvor war. Gibts da keine spuren mehr, alles ausgelöscht.
    Das sind fragen die nur ihr beantworten könnt, aber die beantwortung ist ein wichtiger teil der aufarbeitung des emanzipativen prozesses, den wir alle durch machen so wir uns der norm entsagen.

    Also noch mal ; mach mich nicht an begriffen wie passing fest. Es sind hiesige mitforist*innen, die aus ihrer transsicht über "passing" schreiben.
    Z.B um die notwendigkeit von pubertätsblockern zu erklären.
    Was mir zeigt, wie abhängig von solchen selbstbildern wir alle sind.
    Andererseits für mich ausser frage steht wer, wo, wie, sich darstellen will. Auch hier gilt : absolute selbstbestimmung.

    Und ich will das noch mal erweitern , indem ich die sexualität wieder in die diskussion einführe.
    Darüber reden, was wir vom anderen erwarten und sich fragen, wie lässt sich diese erwartung realisieren ohne den andern zu bedrängen oder zu unterdrücken. Dies führt uns auch zur frage, wie reden wir über unsere bedürfnisse, begehren und damit sexuellen orientierungen.
    Aber auch hier wiederum gilt es über die gesellschaftspolitische rückkopplungen nachzudenken. Darüber, was gesellschaftliche normen letzendlich von uns und unserer selbstzbestimmtheit abfordern und so mindern oder gar unmöglich machen.
    Das erbracht, bin ich dann ganz solidarisch an deiner /eurer seite auch weil im eigenen leben, entrechtung erlebt und durchkämpft.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #19 springen »
#21 Anonyma
  • 08.08.2020, 19:27h
  • Antwort auf #20 von stromboli
  • "Andererseits weis ich über dich so gut wie gar nichts! Was eine inhaltliche zuordnung ( ausser der tatsache das du transfrau bist..) erschwert.
    Redet da wer als Transhetero oder als Transhomo, In welchen entsprechenden datingsforen finden dann die von dir beschriebenen konflikte statt.
    Sind das heteromänner/heterofrauen die dich bedrohen oder schwule."

    Sorry, ich dachte das wäre schon deutlich genug geworden: Ich bin eine hetero trans Frau, Schwierigkeiten machen hetero Männer und die Orte des Geschehens sind in der Regel die alltäglichen Stätten der Begegnung im realen Leben wie Clubs, Bars, Cafés, Parties usw. - man lernt sich halt ganz analog und offline kennen, stellt fest, dass man sich gegenseitig mag... Und wenn dann irgendwann klar wird, dass ich trans bin, wird das zum Problem. Online-Dating ist dann für hetero trans Frauen wie mich nochmal wieder ein ganz anderes Thema. Da treiben sich hauptsächlich Kerle rum, für die wir nichts anderes als ein sexueller Fetisch sind. Und darauf hab' ich echt keine Lust.

    "An dir kann es nicht liegen was die äusserlichkeiten anbelangt; was also löst phobie aus."

    Meiner Erfahrung nach ist die fragile Hetero-Männlichkeit des Gegenübers das Problem. Die Angst, nicht mehr wirklich "straight" zu sein, wenn man(n) mit einer trans Frau zusammen ist. Die meisten Kandidaten haben einfach nicht die sprichwörtlichen "Eier", dazu zu stehen, dass ihre Freundin trans ist. Und ganz besonders ausgeprägt ist dieses Problem bei denen, die über eine gewisse "mediale Vorbildung" verfügen - z.B. durch Filme, in denen trans Frauen von cis Männern gespielt werden, oder eben auch durch die aktuelle anti-trans Propaganda mit dem Narrativ "trans Frauen sind eigentlich Männer". Das alles führt zu einer Überforderung, auf die der eine hetero Mann mit Rückzug, der andere aber mit Aggression reagiert - die meisten trans Frauen werden nicht von irgendwelchen Fremden misshandelt oder ermordet, sondern von ihren männlichen Partnern.

    Insgesamt denke ich, dass meine Erfahrungen und Deine, die Du so beschreibst:

    "Eine meiner erfahrungen hierzu ist, dass nicht mein anderssein zum konflikt führt, sondern das beim gegenüber offenbar werdende unwohlsein, hervorgerufen durch mich, mit seiner eigenen sexualität angesichts einer diametral entgegengesetzten selbstverständlichkeit konfrontiert zu werden, die seine unsicherheit ob der beständigkeit des straightmännlich seins, in bedrohliche abgründe abstürzen lassen."

    ... gar nicht so weit auseinander liegen. Und deswegen finde ich eigentlich, dass sich trans Frauen und schwule Männer gar nicht so sehr untereinander kabbeln sollten, wie es leider oft der Fall ist. Das hilft am Ende nur denen, die uns - divide et impera - aufspalten wollen, um uns besser unterdrücken zu können.

    "Liegt in der frage nach der herkunft, der lebensvorgeschichte vor der vollendung im transitionbewusstsein, nicht auch der rückblick auf das was zuvor war. Gibts da keine spuren mehr, alles ausgelöscht."

    Hmmm, das ist so eine Sache, die ich immer nicht so wirklich verstehe... Dieses komische "Vorher/Nachher-Ding"... *kopfkratz* Ich war ja vor der sogenannten "Transition" kein anderer Mensch als danach. Und ich hab' auch ein bisschen den Eindruck, dass die "Transition" aus der "Cis-Perspektive" ein wenig überbewertet und mystifiziert wird (sieht man ja auch daran, dass sich viele Filme auf das Thema fixieren). Meine Lebensvorgeschichte würde ich mit heutigem Vokabular jedenfalls als "genderqueer punk" beschreiben - und die "Transition" als (logische/schlüssige/alternativlose/whatever) Konsequenz. Kein Drama, einfach nur ein Schritt unter vielen...

    Hab' einen schönen Sonntag! :-) (Und ja, das kommt wirklich von Herzen.)
  • Antworten » | Direktlink » | zu #20 springen »
#22 stromboliProfil
#23 stromboliProfil
  • 08.08.2020, 20:25hberlin
  • Antwort auf #21 von Anonyma
  • "Und deswegen finde ich eigentlich, dass sich trans Frauen und schwule Männer gar nicht so sehr untereinander kabbeln sollten, wie es leider oft der Fall ist."
    Wie wärs mit "brücken bauen".
    Einfach mehr von sich selbst berichten ( auch wenn es noch das postulat der "privatsphäre gibt ) ohne sich entblößt zu fühlen.
    Zudem ist dieses forum durch seinen duktus hin zu sich verselbstständigenden "gewissheiten belasstet, dass keine fragen zulässt oder zu dem hinweis führt., man möge sich in zeiten von internet doch bitte selbst schlau machen.
    Sicher, wer wissenschaftlich arbeiten will und nicht in der forschung tätig ist, sollte solche hinweise befolgen.
    Was aber ist mit jenen, die sich wie in einem analogen gespräch, auf eine meinung hinarbeiten, indem sie die meinung des anderen hint/erfragen.
    Den ohne fragen, keine antworten, sondern meinungsübernahme aus erster und zweiter hand.
    Wobei immer die gefahr der verengung auf eine ideologische interpretation besteht, die uns , durch geschichte gebeutelt , zum hinterfragen bringen sollte.
    Auch dann, wenn auf den ersten blick alles mit der eigenen idee(ologie) überein stimmt.
    Ich jedenfalls suche nach diesen anfängen meiner bewegungsgeschichte, als wir noch "analog uns gegenüber saßen und darüber sprachen, was uns angst und freude bereitete.
    Es half auch unterschiede zu erkennen und vor allem anzuerkennen.
    Na wie immer, auch dir einen guten tag.. möge die sonne über die scheinen :-)
  • Antworten » | Direktlink » | zu #21 springen »
#24 ursus
  • 09.08.2020, 00:34h
  • Antwort auf #20 von stromboli
  • Lass mich nur kurz anmerken, dass ich die Zielrichtung deiner Kommentare sehr viel besser einordnen und nachvollziehen kann, wenn du, wie hier, eigene Erfahrungen einbringst. Wir sind in manchem gar nicht so weit auseinander, wie du nach unseren letzten Disputen vermutlich denkst.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #20 springen »
#25 SolanaceaeAnonym
  • 28.08.2020, 13:05h
  • Antwort auf #4 von Girlygirl
  • Man kann bei solchen Aussagen natürlich immer nur das eigene Umfeld und die eigenen Erfahrungen beurteilen.

    Und ja, alle meiner allerschlimmsten Diskriminierungen kamen von lesbischen Frauen. Nicht lesbische Frauen und Männer (Egal welcher Sexualität) dagegen haben mich stets mit dem allergrößten Respekt behandelt.Das heißt anders herum natürlich nicht, dass alle lesbischen Frauen so sind.

    Klar, verallgemeinerungen sind immer doof, und treffen auch immer falsche. Aber ja, solch eine Tendenz gibt es uns gegenüber leider. Zumindest ist das die Erfahrung von vielen meiner Freund*innen und bekannten.

    Allerdings habe ich auch eine Freundin ( ja, eine Trans* Frau) die mit einer CIS Frau zusammen ist, und die anderes berichtet von ihrem Freundeskreis. Aber so unterschiedlich kann Wahrnehmung sein.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #4 springen »
#26 SolanaceaeAnonym
  • 28.08.2020, 13:17h
  • Ich möchte aber auch mal eine positive Geschichte hierzu schreiben.

    Ich bin Windsurferin. Als "Mann" bin ich sogar deutsche Meisterin geworden (Ja, die weibliche Form ist Absicht). Dabei spielt Kraft wirklich überhaupt keine Rolle. Körperlich waren mir fast alle Männer überlegen. Aber ich habe ein wundervolles Wind und Material Gespür. Ich habe meine Wettkämpfe immer im Kopf und mit meinen Gefühlen gewonnen, niemals mit meinem Körper.

    Als ich vor einigen Jahren meine Transition begann, habe ich mich vom Wettkampfsport distanziert.

    Letztes Jahr gab es dann eine kleine Vereinsregatta. Ich habe mich in der Offenen Klasse, also eigentlich bei den Männern angemeldet, unter anderem auch, weil bei den Männern einer mitfuhr, der ebenfalls ein sehr guter Surfer war. Meine Frau wollte aus dem gleichen Grund, also der Konkurrenz, auch bei den Männern starten.

    Aber sowohl unser, als auch unser befreundeter Verein, mit dem die Regatta zusammen ausgerichtet wurde hat entschieden "Nein. Deine Vergangenheit ist egal. Du bist eine Frau, also startet ihr beide bei den Frauen. Wir möchten dich so behandeln wie es sich gehört und richtig ist".

    Es gibt also auch ganz, ganz tolle Menschen. Allerdings wird hier natürlich auch kein Geld verdient. Aber das kennen wir ja bereits aus anderen bereichen. Sobald Geld im Spiel ist werden Menschen zu Arschlöchern (Bitte entschuldigt, ist eigentlich nicht meine Ausdrucksweise)
  • Antworten » | Direktlink »

» zurück zum Artikel