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"Happy pride!"

Schwedischer Chartstürmer Darin outet sich als schwul

Darin startete seine Karriere Anfang des Jahrtausends als Teenager in einer Castingshow und gehört heute zu den beliebtesten Sängern des Königreichs.


Darin ist bereits sein halbes Leben lang im schwedischen Musikgeschäft aktiv (Bild: Instagram / darinofficial)

Der schwedischer Singer-Songwriter Darin Zanyar, der hauptsächlich nur mit seinem Vornamen bekannt ist, hat sich am Montag via Instagram als schwul geoutet. Anlass ist die CSD-Woche in Stockholm. "Jeder auf der Welt sollte die Möglichkeit haben, stolz und akzeptiert derjenige zu sein, der man ist. Ich weiß, wie schwierig das sein kann. Es hat eine Weile gebraucht, aber ich bin stolz darauf, schwul zu sein. Happy pride!", so der 33-Jährige in englischer Sprache auf seiner Instagram-Seite.

Darin wurde in seinem Heimatland 2004 durch seine Teilnahme bei der Castingshow "Idol", der schwedischen Version von "Deutschland sucht den Superstar", schlagartig bekannt. Am Ende belegte der in Stockholm geborene Sänger mit kurdischen Wurzeln den zweiten Platz und erhielt im Anschluss seinen ersten Plattenvertrag mit Sony.

2010 nahm er auch am schwedischen Vorentscheid zum Eurovision Song Contest teil. Sein Lied "You're Out of My Life" schaffte es auf den vierten Platz bei "Melodifestivalen". 2011 schrieb Darin außerdem den "Idol"-Siegersong "All This Way", der Platz eins der schwedischen Charts eroberte. Interpretin war Amanda Fondell.

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Charterfolge insbesondere in Schweden

Sieben seiner acht Studioalben kletterten bis auf den ersten Rang der schwedischen Charts. Sein bislang erfolgreichster Song in Deutschland war "Insanity", der es 2007 bis auf den 20. Platz der hiesigen Charts schaffte.

Seine letzten beiden Alben "Fjärilar i magen" (Schmetterlinge im Bauch) und "Tvillingen" (Zwillinge) wurden ausschließlich in schwedischer Sprache veröffentlicht, wodurch ein internationaler Erfolg praktisch unmöglich war. In vielen seiner neuen Songs erzählt er sehr persönliche Geschichten. Die 2018 veröffentlichte Single "Identitetslös" (Identitätslos) handelt etwa davon, dass er als Mitglied einer ethnischen Minderheiten nie so recht wusste, wohin er in der Gesellschaft gehöre. (dk)

Direktlink | Darins neuestes Lied "En säng av rosor" (Ein Bett aus Rosen) wurde dieses Jahr veröffentlicht



#1 audeasAnonym
  • 04.08.2020, 19:48h
  • Gratuliere ihm zu diesem aufrichtigen und befreienden Schritt. Es macht mich glücklich zu sehen, dass queere Leute, deren Wurzeln einer ethnischen Minderheit zuzuordnen sind, sich so sichtbar machen - das macht Mut.

    P.S. sehr schöner Mann
  • Antworten » | Direktlink »
#2 DominikAnonym
  • 05.08.2020, 05:19h
  • Antwort auf #1 von audeas
  • Na ja, so sichtbar isses ja erst jetzt. Der gute Mann ist 33. Jahrelang wurden in den Songs und Musikvideos "Girls" angeschmachtet und ein "Mädchenschwarm"-Image vermarktet.

    Ich frage mich bei solchen Geschichten manchmal schon, welchen Charakter man eigentlich so haben muss, um jahrelang für die Karriere bewusst täuschen und lügen zu können. Denn so isses ja letztendlich: Man spielt jahrelang nur eine Rolle und weiß am Abend, dass man heute doch wieder nur alle hinters Licht geführt hat. Als Medien- und Musikstar war er zudem in einer privilegierten Position, erst recht im liberalen Schweden, hat aber trotzdem jahrelang gelogen.

    Nun denn, jetzt isses raus. Wie gut, dass es Instagram gibt. Der kostenlose Vermarktungskanal für alle, für die es künstlerisch wie umsatztechnisch sonst nicht (mehr) so gut läuft.
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#3 Petrillo
  • 05.08.2020, 13:41h
  • Antwort auf #2 von Dominik
  • So ein Quatsch!

    Manch einer braucht halt etwas länger, um fest zu stellen, wie er wirklich "tickt" und es soll sogar Bisexuelle geben, die sich zeitlebens nicht für ein anderes Geschlecht entscheiden.

    Wenn Darin sich erst mal um seine Karriere gekümmert hat, ist das sein gutes Recht - auch ein Sir Elton John hat mal eine Frau geheiratet, als schon alle Welt wußte, dass er schwul ist.
    So what, besser spät als nie!
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