Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?36748

Stuttgart

"Liebe Menschen!" – Der Kampf um geschlechtergerechte Sprache

Weiblich? Männlich? Weder noch? Auch im Stuttgarter Rathaus soll die Sprache sensibler werden. Das Gender-Sternchen ist nicht die einzige Neuerung. Stirbt die Anrede "Sehr geehrte Damen und Herren" bald aus?


Im Stuttgarter Rathaus soll es sprachlich gerechter zugehen (Bild: Fred Romero / flickr)

Eigentlich wollte Ursula Matschke ihren ersten Urlaubstag am Comer See genießen. Doch jetzt klingelt ständig das Telefon in der Lombardei. Immer wieder rufen Journalist*innen an. Es geht um das Gender-Sternchen, um die richtige Anrede, um "Sprachpolizist*innen". Es geht um Männer und Frauen und alles, was es eben noch so gibt. Und um die Frage, was Wörter mit einer Gesellschaft machen. Ursula Matschke hebt tapfer immer wieder ab – auch, um sich zur Wehr zur setzen. "Ich bin keine Sprachpolizistin", sagt die 64-Jährige.

Nein, eigentlich ist Matschke Leiterin der Abteilung Chancengleichheit und Diversity bei der Stadt Stuttgart. Sie wird angerufen, weil sie vor ihrem Urlaub gemeinsam mit dem städtischen Arbeitskreis LSBTTIQ die Gemeindedrucksacke 277/2020 erarbeitet hat. Hinweise auf zehn Seiten zur "Umsetzung der geschlechtersensiblen Sprache" für die Stadtverwaltung. Damit soll die Sprache im Stuttgarter Rathaus gerechter mit Blick auf die Geschlechter werden. Betroffen ist der gesamte Schriftverkehr – von E-Mails über Broschüren bis zu Drucksachen und Formularen. Beispiele:

- Das Gender-Sternchen (Politiker*innen) soll nun alle Geschlechter und Identitäten sichtbar machen.

- Rollen-Klischees sollen künftig vermieden werden – so soll statt "Mutter-Kind-Parkplatz" lieber der Begriff "Familienparkplatz" verwendet werden, statt "Mädchenname" lieber "Geburtsname".

- Der Leitfaden empfiehlt als Alternative zur Anrede "Sehr geehrte Damen und Herren" geschlechterneutrale Formulierungen wie "Sehr geehrte Teilnehmende" oder "Liebe Menschen".


Die Handreiche hat nur Empfehlungscharakter. Trotzdem regt sich Protest. "Da muss man sich schon fragen, ob wir keine anderen Sorgen haben", sagt etwa die baden-württembergische Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU). "Ich hätte mir gewünscht, dass Fritz Kuhn sich mit der gleichen Verve um die Sicherheit und die Beleuchtung am Eckensee gekümmert hätte wie um die Frage, ob man die Anrede verändern soll", sagte sie mit Blick auf den grünen Oberbürgermeister und die Krawalle in der Stuttgarter Innenstadt.


Ministerin Susanne Eisenmann soll nächstes Jahr als CDU-Spitzenkandidatin bei der Landtagswahl Ministerpräsident Kretschmann herausfordern (Bild: Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg)

Selbst Kuhns Parteikollege Winfried Kretschmann zog vor wenigen Tagen über "Sprachpolizisten" her – allerdings unabhängig von den Gender-Regeln der Stadt (queer.de berichtete). "Jeder soll noch so reden können, wie ihm der Schnabel gewachsen ist", sagte der Ministerpräsident. Ihm falle es nicht leicht, stets die weibliche Form zu nennen, wenn er etwa von Polizisten und Polizistinnen spreche.

- Werbung - Video - Abheben und Frankreich und die Welt entdecken

Mehr als nur Mann und Frau

Für die Stadt Stuttgart gibt es aber mehr als Mann und Frau. In städtischen Formularen, in denen das Geschlecht abgefragt wird, sollen künftig neben den Feldern "weiblich", "männlich" auch die Optionen "divers" und "ohne Angabe" angeboten werden. Bei Abfrage der Anrede stehen künftig "Frau", "Herr", "Guten Tag + Vorname und Nachname" oder nur "Guten Tag" zur Auswahl.

Stimmt ab! Nach dem Aus für ?Sehr geehrte Damen und Herren? geht es nun auch dem Mutter-Kind-Parkplatz an den Kragen!…

Gepostet von FDP Baden-Württemberg am Dienstag, 4. August 2020
Facebook / FDP Baden-Württemberg | Auch die FDP ist kein Fan von geschlechtergerechter Sprache

Immer mehr Kommunen veröffentlichen solche Leitfäden. In Hannover, München oder Kiel gibt es bereits Regeln für geschlechtersensible Sprache. Eine Landeshauptstadt müsse da Vorbild sein, sagt Ursula Matschke. Seit 2001 setzt sie sich in der Schwabenmetropole für Gleichstellung ein. Sie wundert sich nicht mehr über Beschwerden und wütende Kommentare. "Es ist schon ein bisschen ein Reizthema, so wie sexistische Werbung", sagt sie. Gesellschaftliche Veränderungen gefielen eben nicht allen. Man mache aber weder die Sprache kaputt noch wolle man den Leuten irgendetwas verbieten. "Aber ich muss schon aufpassen, was ich sage und wen ich damit verletze." Sprache sei eben ein "wichtiger Seismograph für die Einstellung".

Inwieweit ein Sternchen mitten im Wort für ausgleichende Gerechtigkeit zwischen Männern und Frauen in der Sprache sorgen kann, mag umstritten sein. Aber es gebe eben eine kleine Gruppe, die einfach gehört werden wolle, sagt Matschke. Denen will man nun mehr Sichtbarkeit verschaffen – und sei es durch ein kleines Sternchen.


Auch die AfD, für die sogar das Autobahn-"Fahrbahnende" ein "Gender-Wahnsinn" ist, macht wie gewohnt Stimmung gegen Geschlechtergerechtigkeit



#1 Ralph
  • 04.08.2020, 16:54h
  • Der Mädchenname ist ja amtlich schon vor Jahrzehnten entsorgt und durch den Geburtsnamen ersetzt worden, als bei der Eheschließung auch der Familienname der Frau angenommen werden konnte. Dass man das in Stuttgart jetzt erst gemerkt hat, verdutzt. "Sehr geehrte Teilnehmende" oder "Liebe Menschen" als Begrüßung klingt zum einen gespreizt, zum andern unbeholfen. Ebenfalls seit Jahrzehnten ist der Gruß "Verehrte Anwesende" oder "Liebes Publikum" in Gebrauch. Da scheint jemand eine längst stattgehabte sprachliche Entwicklung nicht mitbekommen zu haben und uns jetzt schlechter klingende Alternativen aufschwatzen zu wollen, um den vermeintlichen Beweis eigener Geistestätigkeit vorzugaukeln.
  • Antworten » | Direktlink »
#2 hugoAnonym
  • 04.08.2020, 21:06h
  • Man sollte aber bedenken, dass es einen Unterschied zwischen Berufsbezeichnung, Amtsbezeichnung oder Bildungsgrad und den Personen, die diesen Beruf ausüber, das Amt bekleiden oder den Titel erworben haben, gibt.
    Diese Bezeichnungen sind nunmal geschlechtsneutral.
    Wenn ich ein Zimmer zu tünchen habe, fordere ich eine Maler an. Der Bertrib kann mir dann einen Mann, eine Frau oder eine diverse Person schicken!
  • Antworten » | Direktlink »
#3 antosProfil
#4 Ralph
  • 05.08.2020, 12:12h
  • Antwort auf #2 von hugo
  • A propos Amtsbezeichnung: Als ich 1988 verbeamtet wurde, konnte eine Frau der Besoldungsgruppe A 11 noch wählen, ob sie Amtmann, Amtfrau oder Amtmännin sein wollte. Was zunächst mal skurril erscheint, zeigt bei genauerem Nachdenken, dass damals der Wortteil "-mann" in der Amtsbezeichnung gar nicht mehr als geschlechtsangebend verstanden wurde.
  • Antworten » | Direktlink »
#5 alien humanAnonym
  • 05.08.2020, 13:10h
  • Antwort auf #2 von hugo
  • Die meisten dieser Bezeichnungen sind auf Deutsch nicht geschlechtsneutral. *Malkraft oder sowas wäre z. B. halbwegs geschlechtsneutral, analog zu z. B. Putzkraft oder so. Aber diese Berufsbezeichnungen ist auf Deutsch nicht üblich, soweit ich weiß - deswegen das Sternchen vor dem Wort.
    Natürlich musst du privat nicht gendergerecht sprechen oder schreiben, wenn du das nicht möchtest, aber das kannst du, wenn du das so willst.
    Und würde es dich wirklich stören, wenn da z. B. steht "Malerinnen, Mal_er_innen und Maler" oder etwas Ähnliches, oder irgendeine der vorhandenen verkürzten Schreibweisen? Im Endeffekt geht es in deinem Beispiel ja um die benötigte Dienstleistung, warum sollten die entsprechenden Personen dabei nicht korrekt und gendergerecht bezeichnet werden?
  • Antworten » | Direktlink »
#6 Ralph
  • 07.08.2020, 14:33h
  • Antwort auf #5 von alien human
  • Schon seltsam. Jahrhundertelang war es ein großer Vorteil der deutschen Sprache, dass sich fast jedes Wort in eine männliche und eine weibliche grammatikalische Form bringen lässt. Jetzt wird das auf einmal vielfach als Nachteil gedeutet und das Englische, dem gleichartige Möglichkeiten fehlen, als Vorbild dargestellt. Sollten diejenigen, die heutzutage "gendergerechte Sprache" propagieren, es sich nicht einfacher machen und die Abschaffung des männlichen und des weiblichen Genus in der Sprache fordern, so dass alle Hauptwörter Neutrum werden? Also z.B. statt "der Busfahrer"/"die Busfahrerin" schlicht "das Busfahr"?
  • Antworten » | Direktlink »
#7 ursus
  • 07.08.2020, 15:30h
  • Antwort auf #6 von Ralph
  • "Jahrhundertelang war es ein großer Vorteil der deutschen Sprache, dass sich fast jedes Wort in eine männliche und eine weibliche grammatikalische Form bringen lässt."

    Wenn das eine differenzierte Betrachtung werden soll, dann dürfen wir auf dieser grundsätzlichen Ebene aber weitere Fragen nicht aussparen:

    - Für WEN genau war das von Vorteil, und worin bestanden diese Vorteile?

    - Für wen war das wiederum mit Nachteilen verbunden und worin bestanden diese?

    - Wer kam neben Männern und Frauen bislang überhaupt nicht vor?

    - Wenn dieser Vorteil angeblich so groß ist, wie kommt es dann, dass viele Sprachen sehr gut ohne grammatikalisches Gender funktionieren?

    - Wie oft werden wir durch diese grammatikalische Besonderheit gezwungen, Geschlecht zu erwähnen, wo es überhaupt keine Rolle spielt und was sind die gesellschaftlichen Konsequenzen davon?

    "Jetzt wird das auf einmal vielfach als Nachteil gedeutet"

    Das wird nicht einfach so "gedeutet". Diese Nachteile sind vielfach erwiesen. Wie ich schon schrieb: Die Behauptung "es gibt eigentlich überhaupt kein Problem" ist für mich angesichts jahrzehntelanger Forschung und vielfacher individueller Erfahrungen inakzeptabel.

    "Sollten diejenigen, die heutzutage "gendergerechte Sprache" propagieren, es sich nicht einfacher machen und die Abschaffung des männlichen und des weiblichen Genus in der Sprache fordern, so dass alle Hauptwörter Neutrum werden?

    Es wundert nicht mehr, dass du darüber nicht informiert bist, aber solche Versuche gibt es selbstverständlich. Sie sind, da sie einen noch stärkeren Eingriff in unsere grammatischen Gewohnheiten erfordern, meines Wissens nicht über experimentelle Stadien innerhalb kleiner Sprachgruppen hinausgekommen, im Gegensatz zu Sternchen, Unterstrich und Doppelpunkt, die sich in der Praxis immer größerer Sprachgemeinschaften mittlerweile zunehmend bewähren.
  • Antworten » | Direktlink »
#8 Ralph
  • 08.08.2020, 16:56h
  • Antwort auf #7 von ursus
  • Dass z.B. im Englischen bei "teacher" oder "cook" unklar bleibt, ob es sich um einen Mann oder eine Frau handelt, beseitigen im Deutschen "Lehrer/Lehrerin" oder "Koch/Köchin" jede Unklarheit.

    Es stimmt, dass nichtbinäre oder zwischengeschlechtliche Menschen sich weder in der einen noch in der anderen Form wiederfinden. Sie auf ein Sternchen, einen Unterstrich oder einen Doppelpunkt zu reduzieren, halte ich allerdings für unwürdig. Mich erstaunt, dass ich das offenbar allein so sehe. Dass immer heftiger werdende Kämpfe für diese Sonderzeichen ausgefochten werden, die bestenfalls als würgendes Geräusch in der Kehle wiedergegeben werden können, zeigt, dass die von Dir angedeuteten Alternativen gar nicht ernsthaft in die Öffentlichkeit getragen werden. Es ließe sich durchaus vorstellen, "Lehren" oder "Kochen" oder "Arzten" oder "Pflegen" durch bloße Substantivierung des zu Grunde liegenden Verbs als Bezeichnung nichtbinärer oder zwischengeschlechtlicher Menschen zu gewinnen. Eine Stellenanzeige könnte bspw. auf "Verkäufer/Verkäuferin/Verkäufen" lauten oder für Arbeitgeber, die sich gar nicht bewegen wollen, auf "eine Stelle im Verkauf". So ließen sich sowohl "Verkäufer (m/w/d)" als auch die *_: Hieroglyphen vermeiden und man hätte für die Betroffenen ein richtiges Wort wie für Männer und Frauen auch. Menschen zu interpunktionalen Zeichen machen, das ist Herabwürdigung. Im Übrigen sollte bedacht werden, dass dies in der breiten Öffentlichkeit eine sehr neue Diskussion ist, die durchaus auch mit weniger Hass und Aggression geführt werden kann und sollte.
  • Antworten » | Direktlink »
#9 stromboliProfil
  • 08.08.2020, 17:21hberlin
  • Antwort auf #8 von Ralph
  • ich bin beim versuch im behördlichen schriftverkehr mit der ansprache " liebe menschen" geschlechtergerecht zu schreiben, an grenzen gestoßen. Im antwortschreiben wurde auf die höfliche anrede "sehr geehrter herr" bestanden.
    Vielleicht war die geschlechtergerechte sprachform meinem sachbearbeitungsmitmenschen doch zu unpräzise oder aber mein behördliches anliegen doch zu übertrieben.
    Es wurde jedenfalls abgewiesen.

    Mir persönlich war die an mich gerichtete anrede schnuppe.
    Teile übrigens deinen einwurf "Es stimmt, dass nichtbinäre oder zwischengeschlechtliche Menschen sich weder in der einen noch in der anderen Form wiederfinden. Sie auf ein Sternchen, einen Unterstrich oder einen Doppelpunkt zu reduzieren, halte ich allerdings für unwürdig."
    Und ja, es fehlt "für die Betroffenen ein richtiges Wort wie für Männer und Frauen auch..."
    Du bist also nicht allein.
  • Antworten » | Direktlink »
#10 ursus
  • 08.08.2020, 18:04h
  • Antwort auf #8 von Ralph
  • "Dass z.B. im Englischen bei "teacher" oder "cook" unklar bleibt, ob es sich um einen Mann oder eine Frau handelt, beseitigen im Deutschen "Lehrer/Lehrerin" oder "Koch/Köchin" jede Unklarheit."

    Wo das Geschlecht wichtig ist, kann es in jeder Sprache auch markiert werden. In welchen Situationen ist es denn aber überhaupt von entscheidender Wichtigkeit, das Geschlecht der Person zu markieren? In wievielen anderen dagegen nicht? Was macht das mit unserem Denken, immer markieren zu müssen? Und dann noch binär? Welchen angeblichen Vorteil hat es, diese Markierung per Grammatik zu erzwingen, auch wenn sie gerade völlig unerheblich ist?

    Wie schon geschrieben, Sprachen ohne Gender bekommen eine solche Markierung auch hin. Für mich ist eine Sprache sogar wesentlich präziser, wenn sie es mir freistellt, Geschlecht nur dort zu markieren, wo ich das auch für notwendig halte. Ich sehe das ganz klar als einen Vorteil. Es ist flexibler.

    "Es stimmt, dass nichtbinäre oder zwischengeschlechtliche Menschen sich weder in der einen noch in der anderen Form wiederfinden."

    Immerhin das ist inzwischen angekommen, wie schön.

    "Sie auf ein Sternchen, einen Unterstrich oder einen Doppelpunkt zu reduzieren, halte ich allerdings für unwürdig. Mich erstaunt, dass ich das offenbar allein so sehe."

    Wie viele nichtbinäre Menschen hast du denn dazu nach ihren Meinungen befragt?

    Ich weiß, dass es dazu wohl keine repräsentativen Umfragen gibt, aber meine kleine private Statistik kommt auf etwa 95% Zustimmung zu "Gender"-Zeichen und Ablehnung der Nichterwähnung durch binäres Sprechen / Schreiben. Die meisten fühlen sich vor allem herabgewürdigt, wenn man auf dem binären Sprechen beharrt.

    "die bestenfalls als würgendes Geräusch in der Kehle wiedergegeben werden können"

    Entschuldige, aber das ist jetzt wirklich ignorant. Bis vor ein paar Tagem wusstest du noch nicht einmal, dass man das aussprechen KANN, und jetzt maßt du dir, vermutlich ohne jemals jemanden so sprechen gehört zu haben, ein derartig hämisches abwertendes Urteil an? Das ist eine rein polemische Abwehr, die leider so gar nichts mit einer offenen Haltung zu tun hat.

    "... zeigt, dass die von Dir angedeuteten Alternativen gar nicht ernsthaft in die Öffentlichkeit getragen werden."

    In der Öffentlichkeit, in der ich mich bewege (beispielsweise Schriftmedien, Radio, Aktivismus, Wissenschaft) findet das längst statt. Ernsthaft. Daran ändert es nichts, dass du das einfach leugnest oder ins Lächerliche ziehst.

    "... man hätte für die Betroffenen ein richtiges Wort wie für Männer und Frauen auch."

    Wie schon geschrieben: Menschen arbeiten daran.

    "Im Übrigen sollte bedacht werden, dass dies in der breiten Öffentlichkeit eine sehr neue Diskussion ist"

    Dessen bin ich mir sehr bewusst. In einer kleineren Öffentlichkeit läuft sie aber seit ca. 2003. Ganz so kurz ist das nicht. Wer sich informieren wollte (und seit ein paar Jahren dürfte fast jede_r mal damit konfrontiert worden sein) und einen Internetanschluss hat, konnte das mittlerweile tun.

    "... die durchaus auch mit weniger Hass und Aggression geführt werden kann und sollte."

    Und, wenn wir schon beim Wünschen sind, mit weniger Häme, mehr Sachkenntnis und mehr Neugier. Dass so viele Menschen urteilen, ohne sich überhaupt erst einmal informiert zu haben, hilft der Diskussion jedenfalls nicht weiter.
  • Antworten » | Direktlink »