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Bad in der Menge

Loona ignoriert beim Bremer Pride-Festival Corona-Regeln

Die "Bailando"- und "Hijo de la luna"-Interpretin hatte letztes Wochenende einen sehr intimen Auftritt – zu intim, wie viele heute finden.


Die in der queeren Community sehr populäre Sängerin Loona gab sich am letzten Wochenende etwas zu leger (Bild: Alex Sinner / wikipedia)

Die niederländische Popmusikerin Loona steht in der Kritik, weil sie am letzten Wochenende beim "Pride Festival Bremen" in Deutschlands größtem Autokino auf der Bürgerweide ausgelassen feierte, ohne sich an Abstandsregeln zu halten. Das Event war als erstes "Car Pride Festival" der Republik beworben worden.


Werbung für das "Pride Festival" (Bild: www.xxl-autokino.de/programm/bremer-pride)

Die 45-jährige hat laut RTL ein Bad in der Menge genommen und ließ sich nach einer Augenzeugin "pausenlos anfassen und umarmen". Der Sender veröffentlichte Videos der Veranstaltung. Auf der Bühne soll Loona zudem behauptet haben, dass es in Bremen kein Corona gebe. Dies entspricht nicht der Wahrheit: Laut "buten un binnen" gibt es derzeit in Bremen und Bremerhaven 65 aktuelle Corona-Infektionen. Außerdem habe Loona nach RTL-Angaben gesagt: "Ich habe eh nichts, keine Sorge, ich bin gesund."


(Bild: RTL)

Auf der Instagram-Seite von Loona ist derzeit ein kurzes Ankündigungsvideo zum Event zu sehen, in dem sich die Sängerin enthusiastisch über ihren bevorstehenden Auftritt zeigt. Sie erklärt unter anderem, dass es genügend Platz gebe, dass man "neben den Autos richtig feiern" könne.

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"Naiv, dumm, respektlos"

In den Kommentaren zu dem Ankündigungsvideo gibt es jetzt viel Kritik an Loonas Verhalten beim Konzert. "Das, was du in Bremen gemacht hast, ist naiv, dumm und absolut respektloses Verhalten gegenüber allen Krankenschwestern, Pflegern, Ärzten und Menschen, die sich um Coronainfizierte kümmern müssen!", schrieb etwa eine Nutzerin aus Dresden. Ein anderer erklärte: "Du solltest dich schämen, in Coronazeiten auf Maske und Abstand zu verzichten."

Das "Car Festival" wurde von einem Partyveranstalter organisiert und steht nicht in Verbindung zum CSD Bremen, der am 21. und 22. August stattfinden soll. Der Pride-Verein plant eine Kundgebung und einen Demozug, weist aber bereits jetzt darauf hin, dass Maskenpflicht bestehe und Abstand gehalten werden müsse.

Loona war eigentlich in den Neunzigerjahren der Bandname des Musikprojektes um Sängerin Marie-José van der Kolk, das vor allem in deutschsprachigen Ländern Erfolge feierte. 1998 schaffte die Band mit "Bailando" und "Hijo de la luna" zwei Nummer-eins-Hits in den deutschen Charts. Später erreichten auch noch die Songs "Latino Lover" und "Rhythm of the Night" die Top-Ten. Seit 2008 führt van der Kolk Loona als Solo-Projekt weiter. (cw)

Direktlink | Typisch Neunzigerjahre: "Bailando" war 1998 der größte Hit von Loona



#1 PeerAnonym
  • 06.08.2020, 11:22h
  • Das sind solche Menschen, denen für ihr Image und ihre Karriere alles egal ist - auch die Gesundheit ihrer Zuschauer.

    Leute, die so rücksichtslos agieren, sollte man nicht noch mal zu solchen Events einladen. Auch nach Corona nicht, denn dann sind die auch in anderen Bereichen rücksichtslos.
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#2 KumpelAnonym
#3 VadderAnonym
  • 06.08.2020, 17:34h
  • By the way:

    Der Song hijo de la Luna ist eine imho ziemlich schwache Coverversion. Im Original stammt der Song von der spanischen Band Mecano
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#4 StrafzahlungAnonym
  • 07.08.2020, 17:14h
  • "Naiv, dumm, respektlos" treffen es ganz gut, finde ich. Und geldgierig: Jetzt kennen sicher mehr Menschen den Namen dieser C-"Prominenten".

    Wo ist der Beschluss der Stadt Bremen, "Loonas"asoziales Verhalten mit einer vierstelligen Geldstrafe zu ahnden?
  • Antworten » | Direktlink »
#5 remixbeb