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"Promi Big Brother"

Sascha Heyna outet sich als schwul

In der Auftaktfolge der Sat.1-Show "Promi Big Brother" sprach der QVC-Moderator und Schlagersänger am Freitagabend unter Tränen erstmals öffentllich über seine Homosexualität.


Sascha Heyna gehört seit 2001 zum Moderatorenteam des Shoppingsenders QVC, außerdem hat er sich als Sänger einen Namen gemacht (Bild: Sat.1 / Marc Rehbeck)

Spektakuläres Coming-out bei "Promi Big Brother": In der Auftaktfolge der Sat.1-Show sprach der QVC-Moderator und Sänger Sascha Heyna am Freitagabend erstmals öffentlich über seine Homosexualität.

Den Stein ins Rollen brachte seine Mitbewohnerin Emmy Russ. "Bist du schwul?", fragte die 21-jährige "Beauty and the Nerd"-Teilnehmerin den 45-Jährigen im Flüsterton. Heyne fühlte sich überrumpelt und wich der Frage zunächst aus: "Wie sieht denn jemand aus, der schwul ist? Ich rede nicht darüber", blockte er ab.

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"Ich bin seit 15 Jahren mit meinem Freund zusammen"

Im Gespräch mit Komiker Udo Bönstrup fasste sich der QVC-Moderator später dann doch ein Herz. "Ich bin seit 15 Jahren mit meinem Freund zusammen. Ganz ehrlich, jetzt ist es raus", sagte Heyna. "Ich bin bis dato nie im Fernsehen aufgetreten und habe gesagt: 'Ich bin schwul'. Er habe zwar oft darüber nachgedacht, sich zu outen, sich aber dann doch nicht getraut: "Ich arbeite schon in einem sehr konservativen Genre."

Unter Tränen schwärmte Heyna von seinem Partner Markus: "Bis jetzt konnte ich meine kleine Familie verdrängen und jetzt, wenn ich darüber nachdenke, dann vermisse ich sie auch", sagte er in der Sat.1-Show. "Markus, der braucht nichts sagen, ich weiß was er denkt. […] Du hast da jemanden, den du mehr als 100 Prozent vertrauen kannst. Markus ist der, mit ganz großem Abstand, wichtigste Mensch."

16 Kandidat*innen konkurrieren um 100.000 Euro

Sascha Heyna gehört seit 2001 zum Moderatorenteam des Shoppingsenders QVC in Düsseldorf, wo er Livesendungen moderiert. Sein erstes Album "Himmelszelt" mit einer Mischung aus Pop und Schlager veröffentlichte er 2008 auf Anraten der Sängerin und Schauspielerin Isabel Varell. Seitdem hat der Kölner sechs weitere Longplayer veröffentlicht.

Neben Heyna, Russ und Bönstrup sind 13 weitere mehr oder weniger bekannte Promis bei "Promi Big Brother" dabei. Dabei handelt es sich um "Berlin – Tag und Nacht"-Laiendarstellerin Elene Lucia Ameur, Realitydarstellerin Jenny Frankhauser, DJ Senay Gueler, Partysänger Ikke Hüftgold, Kelly-Family-Mitglied Kathy Kelly, Ex-Tennisspielerin und SPD-Politikerin Claudia Kohde-Kilsch, "Love Island"-Teilnehmer Mischa Mayer, Moderatorin und Realitydarstellerin Adela Smajic, GZSZ-Darstellerin Jasmin Tawil, Ex-Spielerfrau Simone Mecky-Ballack, Kickbox-Weltmeister Ramin Abtin, Sportreporter Werner Hansch sowie die Dragqueen Katy Bähm (queer.de berichtete). Noch bis zum 28. August geht es um den Gewinn, die Trophäe und eine Siegprämie von 100.000 Euro. Die Moderation teilen sich Marlene Lufen und Jochen Schropp, der sich 2018 als schwul geoutet hat (queer.de berichtete). (cw)

Wöchentliche Umfrage

» Hat sich QVC-Moderator Sascha Heyna zu spät geoutet?
    Ergebnis der Umfrage vom 10.08.2020 bis 17.08.2020


#1 TheDadProfil
  • 08.08.2020, 11:49hHannover
  • ""Spektakuläres Coming-out""..

    Es gibt ja Menschen die sich nicht outen müssen..
    Damit verbietet sich dann auch ein solches "tränen-reiches" Medienspektakel..
    Wenn der Herr Heyna nicht in der Lage ist eine solche Frage mit einem einfachem "Ja" oder "Nein" zu kontern, dann soll er sie doch bitte einfach ignorieren, denn das riecht, nein, das stinkt ja schon nach "skripted Reality", und die Tränen-Ballade erweist nun wirklich Niemandem einen Dienst, denn sie erweckt immer noch den Eindruck dass man sich für seine Sexuelle Identität irgendwie "entschuldigen" oder gar schämen muß, und setzt damit für junge LGBTTIQ*-Menschen ein völlig falsches Zeichen..

    Da ist nichts "spektakuläres"..
    Da ist nur Spektakel..
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#2 IndigoAnonym
  • 08.08.2020, 13:06h
  • Antwort auf #1 von TheDad
  • "... die Tränen-Ballade erweist nun wirklich Niemandem einen Dienst, denn sie erweckt immer noch den Eindruck dass man sich für seine Sexuelle Identität irgendwie "entschuldigen" oder gar schämen muß, und setzt damit für junge LGBTTIQ*-Menschen ein völlig falsches Zeichen."

    Waren so in etwa auch meine Gedanken beim Lesen dieses Artikels.
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#3 DominikAnonym
  • 08.08.2020, 13:14h
  • Ganz ehrlich, ich find's peinlich, wenn ein 45jähriger Z-Promi sein "Coming-Out" im Trash-TV vermarktet, so als sei er immer noch ein unsicherer 15jähriger Teenager. In der Kölner Szene habe ich ihn schon öfters herumlaufen sehen und vor Jahren war mir auch mal ein Gayromeo-Profil von ihm aufgefallen. Peinlich, aber wenn man sonst nichts kann, muss man sich halt mit tränenreichen "Personal Stories" über Wasser halten.
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#4 stromboliProfil
#5 daVinci6667
  • 08.08.2020, 15:01h
  • Es ist ok Spätzünder zu sein. Nicht jeder schafft als Teenager sein Coming-out, besonders wenn er das Pech hat in ein konservativ-religiöses Umfeld hineingeboren zu sein. Doch irgendwann in der ersten Hälfte der Zwanziger hörts definitiv auf mit meinem Verständnis. Dann habe Ich meine liebe Mühe mit sogenannten Männern die nicht mal zu ihrer sexuellen Orientierung stehen können. Zumal wenn sie in der westlichen Hemisphäre leben.

    «Ich bin seit 15 Jahren mit meinem Freund zusammen« 

    Das freut mich. Doch jetzt erst das Coming-out? Wie hat sein Freund das Versteckspielen all die vielen Jahre ausgehalten? Oder ist der auch so ein Schrankie wie Sascha? Puh, all diese sinnlos verbrauchte Energie.

    Eine Schande das solche Geschichten 2020 überhaupt noch möglich sind.
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#6 BommelAnonym
  • 08.08.2020, 16:17h
  • Na ja, manchen Männern sieht man einfach an, dass sie schwul sind. Und der Herr Sascha gehört sowas von dazu, der muss sich nun wirklich nicht noch extra outen. Peinlich, dieser Heulsusenauftritt. Da hört man im Hintergrund das Drehbuch rascheln
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#7 Ralph
  • 08.08.2020, 16:33h
  • Deutschland ist erschüttert.

    Himmel, wenn einen das wer fragt, dann sagt man ja oder nein, je nach dem, was stimmt, aber was soll denn im Jahre 2020 ein solch peinlich-suseliger Auftritt.
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#8 ZenkimausAnonym
  • 08.08.2020, 18:48h
  • Hmm war das nicht ein offenes Geheimnis? Jetzt stutzt aber die Republik. Besonders die älteren Damen bei QVC
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#9 KerzmanProfil
  • 09.08.2020, 03:49hPrinceton
  • Antwort auf #4 von stromboli
  • >>> hallo , wieder da... Ich hatte schon das schlimmste befürchtet angesichts deines langen wegbleibens. <<<

    Schließe mich dem untertänigst an; bereits am 20. Juli schrieb ich hier (unter dem alias >iuventus non nocet<) im thread >Prof. Kutschera erneut vor Gericht<:
    > Ich habe seit langem keine Kommentare von Herrn Dad gelesen; er hätte sicherlich Wichtiges zu dieser Problematik schreiben wollen. Ich hoffe, es geht ihm gut!<
    Also welcome back, sir, und ich wiederhole mich, ich hoffe, es geht Ihnen gut!
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#10 seb1983
  • 09.08.2020, 10:44h
  • Gut dass sowas quasi unter Ausschluss der Öffentlichkeit gesendet wird.

    Kurz recherchiert, der Trend bei den Reality Formaten ist für mich am Endpunkt angekommen:
    Promi Big Brother 2020 und ich kenne keinen einzigen der Kandidaten.

    Das scheint eine Blase zu sein in der die Sender eigene "Promis" erzeugen, die dann wiederum in den eigenen gescripteten Formaten weiter genutzt werden nebst Instagram und Gala Vermarktung.

    Drama in Folge 2:
    "Werner Hansch gesteht Spielsucht"
    ahja.....
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