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Interview

"Es kann keine Fortsetzung von 'Call Me By Your Name' geben"

"CMBYN"-Autor André Aciman erzählt im Interview, warum sein neuer Roman "Find Me" eigentlich keine Fortsetzung ist, warum viele vom Buch enttäuscht und woher ihm schwule Charaktere so vertraut sind.


Szene aus der Verfilmung von "Call Me By Your Name": Die Romanze zwischen Elio (Timothée Chalamet, re.) und Oliver (Armie Hammer) entzückte vor rund zweieinhalb Jahren Zuschauer*innen und Kritiker*innen (Bild: Sony Pictures)

André Aciman liest aus seinem Buch "Find Me" (Bild: Library of Congress Life / flickr)

"Call Me By Your Name" ist für manche die schwule Liebesgeschichte des Jahrzehnts. Die Erwartungen an eine Fortsetzung waren deshalb wohl extrem hoch. Wie sind Sie mit diesem Druck umgegangen?

Entweder bin ich extrem stoisch oder unverantwortlich, denn es gab keinen Druck. Ich wollte schon lange noch eine Geschichte über Elio und Oliver schreiben. Und kurz nach der Veröffentlichung von "Call Me By Your Name" wurde mir klar, dass ich im Grunde wieder "Call Me By Your Name" schreibe. Und das konnte ich nicht machen. Das ergab keinen Sinn. Also habe ich das aufgegeben. Ich habe wieder damit angefangen, als ich in einem Zug saß, und dort traf ich diese Frau, die zwar zwei Stationen später ausgestiegen ist, aber sie hat mich inspiriert. Und ich habe die Geschichte eines Mannes geschrieben, der in einem Zug eine Frau trifft. Und dann, natürlich, trifft er, das habe ich später gemerkt, seinen Sohn. Und wer könnte dieser Sohn sonst sein als Elio? Und da wurde mir alles klar.

Als Sie "Find Me" angefangen haben, war also gar nicht klar, dass das die Fortsetzung von "Call Me By Your Name" wird?

Genau. Ich wollte nie eine Fortsetzung schreiben, weil sich das so untertänig anfühlt. Ich mache mich immer darüber lustig und sage, es ist wie "Rocky 2", "Rocky 3", "Der Pate 2", "Der Pate 3". So ein Schriftsteller bin ich nicht. Ich wollte eher dieselben Charaktere als Inspiration für etwas nehmen, was noch in ihrem Leben passieren kann. Auch wenn es ganz am Ende, und ich möchte das Ende nicht vorgreifen, etwas gibt, das irgendwie zu "Call Me By Your Name" passen muss.

Deshalb ist "Find Me" auch keine konventionelle Fortsetzung. Würden Sie es überhaupt als Fortsetzung bezeichnen? Zumindest wird der Roman so vermarktet.

Das Marketing macht das immer. (lacht) Und alle Rezensenten haben irgendwie das Wort Fortsetzung benutzt. Ich sage gerne, dass es von "Call Me" inspiriert ist, denn genau das ist es. Es ist keine Fortsetzung, es kann keine Fortsetzung von "Call Me By Your Name" geben. Ich denke, der Film selbst schließt die Geschichte ab, und das Buch selbst schließt es auf eine bestimmte Weise ab. Ich möchte nur einige Momente neu einfügen.

Als Sie "Call Me By Your Name" beendet haben, wussten Sie da, dass Elio und Oliver sich wiedersehen werden?

Ja, das wusste ich. Und das einer der Punkte, worüber ich mich mit vielen Lesern auseinandergesetzt habe. Weil das Ende von "Call Me By Your Name" darauf hindeutet, dass sie sich für immer trennen. Aber das ist nur, was Elio denkt. Er denkt, er wird sich von allem verabschieden, was zwischen ihnen passiert ist. Das ist nicht unbedingt so. Ich habe den Roman viel optimistischer und zuversichtlicher beendet als die meisten Leser dachten. Ich wollte es offen lassen.

Einige Rezensionen zu "Find Me" klingen herzzerreißend. Einige Leser*innen waren sehr enttäuscht. Haben Sie solche Reaktionen vielleicht sogar provoziert?

Nein, aber ich verstehe im Nachhinein, warum so viele Menschen enttäuscht waren: "Wir hatten erwartet, Oliver und Elio zu treffen, und plötzlich haben wir hundert Seiten über den Vater, der ein älterer Mann ist, wen interessiert das? Wir wollen die jungen Typen wieder." Letztendlich haben mir viele Leute geschrieben, dass "Find Me" bewegender sein könnte als "Call Me By Your Name", weil es deutlich tiefgründigere Themen anspricht als bloß Liebe und Anziehung. Zuerst war die Reaktion "Gott, was ist passiert?", jetzt heißt es eher: "Wir lieben es, das ist noch besser."

Was für tiefgründigere Themen meinen Sie?

Ich denke, im Buch geht es um die Frage der Zeit. In "Call Me By Your Name" auch, aber nicht auf dieselbe Weise. Hier gibt es Raum für Mirandas Vater, für Michel, den neuen Lover von Elio, sogar für Sami. Dies sind Menschen, die erkennen, dass sie am Ende ihres Lebens angelangt sind und absolut kein Recht haben, mehr zu verlangen, als die jüngeren Menschen bereit sind zu geben. Der Vater von Miranda ist ein wunderbarer Charakter. Er meint, dass das Leben nicht mit dem Tod aufhören sollte. Mit anderen Worten, dein Kind oder Geliebter kann dein Leben fortsetzen. Deine Träume sterben nicht mit dir. Sie reichen bis in die nächste Generation. Deshalb liebe ich auch den Charakter des kleinen Jungen ganz am Ende des Buches, der irgendwie eine Auferstehung von Sami ist und natürlich ein symbolisches Kind von Elio und Oliver wird.

In Ihren Geschichten geht es nicht nur um die Zeit. Eines der wiederkehrenden Themen ist, die Liebe zu verlieren und Angst davor zu haben – ob bei Elio oder Paul und Giovanni aus "Fünf Lieben Lang" oder Sami und Miranda in "Find Me". Warum? Haben wir nicht ohnehin mehr Angst, die Liebe zu verlieren als sie zu genießen?

Einige Menschen, die Glück haben, wissen, wie man das Leben so genießt, während es passiert. Mit anderen Worten: Ich beneide diese Menschen, weil sie voll im Hier und Jetzt leben. Ich tue das nicht, und deshalb wissen meine Charaktere nicht, wie man Dinge in der Gegenwart genießt. Da ist immer ein Rückblick auf vergangene Dinge, und da ist auch immer das Gefühl zu ahnen, dass etwas nicht passieren kann oder nicht halten wird. Nur ein Beispiel: Die Liebe von Michel und Elio. Sie wissen, dass das nicht von Dauer ist. Es gibt keinen Grund dafür, aber sie spüren, dass sie irgendwie Angst vor dem Verlust haben. Es gibt ein Gefühl der Angst, das ich verstehe. Ich war schon immer so. Schon als Kind wusste ich, dass eine Person und ich vielleicht im nächsten Monat nicht mehr zusammen sein werden.

Weil Sie so oft umgezogen sind?

Vielleicht ist das einer der Gründe. (Pause) Ich lebe in der Möglichkeitsform. Die Wirklichkeitsform ist mir zu einfach, das reicht mir nicht. Die Möglichkeitsform ist das, was vielleicht nicht passiert, was nicht passieren kann, was passieren soll oder wie auch immer man es nennen will. Es gibt also dieses Zeitgefühl, das die meisten Menschen haben, wenn sie von 9 bis 17 Uhr arbeiten und nach Hause gehen und Kinder haben. Ich lebe nicht so. Ich habe immer mit einem Fuß an einem Ort und einem anderen Fuß an einem anderen Ort gelebt, ein Fuß in einer Zeitzone und der andere in einer anderen Zeitzone. Und manchmal natürlich in noch viel mehr.

Ein Fuß ist gerade in New York. Wo ist der andere?

Nun, wegen Covid muss der andere Fuß auch in New York bleiben. Aber das ist er natürlich nicht. Ich war gestern zehn Tage auf dem Land, und ich mag das überhaupt nicht, weil ich das Meer mag. Ich mag das Mittelmeer, kein anderes Meer. Und so sehne ich mich danach, am Strand zu sein, normalerweise in Italien. Aber natürlich ist Italien irgendwie auch nur ein Ersatz für Ägypten, weil ich in Ägypten geboren wurde. Aber Ägypten war auch nur ein Ersatz für einen idealen anderen Ort, den ich nicht benennen kann. In Ägypten war ich nie glücklich. Ich wollte in Europa sein. Ich bin immer einen Fuß woanders. Und so geht es auch meinen Figuren, die nicht einer einzigen Religion, einer Nationalität, einer Muttersprache und natürlich auch einer Sexualität angehören.


"Find Me" ist Ende Juli in deutscher Übersetzung bei dtv Literatur erschienen

In einem anderen Interview haben Sie gesagt, dass jeder über die Welt schreibt, mit der er vertraut ist. Wie vertraut sind Ihnen schwule Charaktere?

Sehr vertraut, weil ich viele Schwule kenne, die sich mir gegenüber im Laufe der Jahre sehr geöffnet haben. Und natürlich habe ich mich manchmal von Männern angezogen gefühlt, aber ich hatte nie eine ernste schwule Beziehung, obwohl ich weiß, dass ich leicht eine hätte haben können.

Finden Sie es manchmal seltsam, dass ein heterosexueller Mann und Vater einen der wichtigsten zeitgenössischen schwulen Romane geschrieben hat?

Ich denke, ein Autor ist wie ein Schauspieler. Sie versetzen sich in den Körper, den Geist und die Seele der Charaktere, die sie sich ausgedacht haben, sie entwickeln und leben sie. Du lebst das wirklich. Als ich es geschrieben habe, war ich tatsächlich in Elio verliebt. Und ich war in Oliver verliebt. Ich war in beide gleichzeitig verliebt. Ob ich es seltsam finde? Ja, es ist wahrscheinlich der meistgelesene schwule Roman, der von einem verheirateten Mann mit Kindern geschrieben wurde. Es ist genau das, was ein Schriftsteller tut. Ich schreibe über die Dinge, die ich am besten kenne, wie die Orte, die ich kenne, die Menschen, die ich getroffen habe und so weiter, und die Ereignisse, die in meinem Leben passiert sind. Gleichzeitig stelle ich mir gerne vor, welche anderen Möglichkeiten es gibt. Was sind die anderen Leben, die ich hätte leben können? Was sind die anderen Erfahrungen, die ich nie gemacht habe und die ich mir wünschen würde? Als ich ein Kind war, interessierte ich mich sehr für Russland. Und ich habe eine Kurzgeschichte über einen jungen Mann in Russland geschrieben. Ich wusste nichts über Russland. Aber der Punkt ist, dass Sie Ihr eigenes Russland erfinden können. Und wenn Sie ein guter Schriftsteller sind, können Sie die Leute tatsächlich davon überzeugen, dass Ihr Russland das authentischste Russland auf der Welt ist.

Ihre Charaktere verlieben sich sehr schnell. Sie glauben an die Liebe auf den ersten Blick, oder?

Es gibt keine andere Art von Liebe. Ich hasse es, wenn Leute mir gesagt haben: "Du liebst mich nicht, du kennst mich nicht." Natürlich kenne ich dich nicht, weil ich dich gerade erst kennengelernt habe. Aber etwas an der anderen Person bringt mich dazu, die stärksten Gefühle und Zuneigung zu spüren. Ich glaube nicht, dass sich Gefühle entwickeln, dass sie zur Liebe werden. Die erste Begegnung ist immer die wichtigste. Wenn man in der ersten Minute nicht angezogen wird, wird man es nie.

Seit "Call Me By Your Name" haben Sie einen Expertenstatus in Sachen Liebe. Die Leute stellen Ihnen alle möglichen Fragen dazu. Sehen Sie sich selbst in dieser Rolle?

Überhaupt nicht. Ich weiß nichts. Sie sollten mit meinen Söhnen sprechen, die sind Ende 20. Die denken, dass ich absolut nichts über irgendwas weiß. In vielerlei Hinsicht bin ich kein Experte für Liebe. Ich sollte niemandem einen Rat geben. Ich weiß sehr wenig. Je älter ich werde, desto mehr wird mir klar, dass ich nie etwas über Liebe gewusst habe. Ich wusste wahrscheinlich mehr, als ich Anfang 20 war. Nicht weil ich es vergessen habe, sondern weil ich an allem zweifle, was ich weiß. Das Vertrauen, das ich mit 21 Jahren hatte, ist völlig weg.

Wie kommt das? Was war das Letzte, woran Sie gezweifelt haben?

Ach, um Gottes willen. Ich war überzeugt, dass ich viele Jahre in jemanden verliebt und von dieser Person besessen war. Besessen. Ich dachte es wäre Liebe. Dann wurde mir klar, dass es wahrscheinlich nichts als eine Obsession ist. Und irgendwann langweilte mich genau diese Person, in die ich mich einst verliebt hatte.

In einem anderen Interview sagen Sie, dass Sie viel von Oliver und Elio gelernt haben. Was genau haben Sie von den beiden gelernt?

Ich habe gelernt, dass man Mut braucht, egal wie taktvoll man mit der Person umgeht, zu der man sich hingezogen fühlt. Das ist eine Sache, die ich von Elio gelernt habe, der so mutig war, sich Oliver zu öffnen. Im Grunde spielte ich Szenen aus meinem Leben nach, in denen ich der anderen Person sagen wollte, dass ich sehr verliebt war. Und ich mochte, wie ich es aufgeschrieben habe. Manchmal, wenn ich an mir selbst gezweifelt habe, dachte ich: Nein, nein, nein, du hast es schon einmal gesagt. Du hast dich nur ein wenig verändert, seit du es in "Call Me By Your Name" geschrieben hast. Und die Ironie an der Sache ist, dass die Person, die gemeint war, mir sagte, dass sie sich in dieser Szene wiedererkannt hat.

Luca Guadagnino hat im März eine Fortsetzung des Films bestätigt. Basiert dieser Film auf "Find Me"?

Das glaube ich nicht. Ich weiß nicht, welche Pläne er hat. Wir hatten seit, oh Gott, wahrscheinlich einem Jahr keinen Kontakt, und er kam nicht auf mich zu. Und ich verstehe das. Ich vermute, dass er seine eigenen Pläne hat. Ich glaube, er hat mir einmal gesagt, dass er ein paar Jahre warten wollte, um die Charaktere ein wenig altern zu lassen. Aber wir haben nicht wirklich darüber gesprochen, und ich glaube nicht, dass er "Find Me" als Vorlage nehmen will.

Armie Hammer, der Oliver spielt, sagte einmal über den Film: "Es war so etwas Besonderes. Warum belassen wir es nicht einfach dabei?" Haben Sie jemals gedacht, dass dieser Satz auch für eine Fortsetzung des Buches gelten könnte?

Das könnte er sicherlich, ja. Aber das Gute daran ist, dass die Fortsetzung oder Nicht-Fortsetzung des Buches sehr gut angekommen ist. Ich denke, die Leser waren immer noch voll dabei, sie wollten wissen, was aus ihnen wird.

Können Sie uns etwas über Ihre kommenden Projekte verraten?

Über das eine möchte ich nicht sprechen, weil ich abergläubisch bin, und wenn ich es doch tue, geht es schief. Es gibt aktuell zwei Projekte, und ein drittes ist in den Startlöchern. Ein Projekt erscheint in der Audible-Version. Es ist ein Roman, der ausschließlich als Hörbuch geschrieben wurde und absolut hinreißend ist. Ich mag die Art, wie er vorgelesen wurde. Das wird Ende August auf Englisch veröffentlicht. Dann gibt es noch eine zweite Geschichte, die ich geschrieben habe und die auch auf Audible erscheinen wird, in der es um eine Frau geht. Und die dritte ist eine Geschichte über einen Mann und eine Frau, beide Mitte 60, die sich in einem Geschworenenzimmer treffen und sich anfreunden. Ich habe versucht, etwas ganz anderes zu machen. Ein Buch ist magischer Realismus, das zweite ist aus der Perspektive einer Frau geschrieben, und das dritte handelt von Menschen, die älter sind. Ich liebe es zu experimentieren, so wie ich mit "Call Me By Your Name" experimentiert habe. Ich hatte keine Ahnung, wirklich keine Ahnung, dass es ein Bestseller wird.

Infos zum Buch

André Aciman: Find Me – Finde mich. Roman. Aus dem amerikanischen Englisch von Thomas Brovot. 296 Seiten. dtv Literatur. 2020. Hardcover: 22,00 € (ISBN: 978-3-423-28230-7). E-Book: 19,99 € (ISBN: 978-3-423-43749-3)
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#1 WanndererAnonym
  • 09.08.2020, 07:03h
  • Endlich! Jetzt wird mit der Vorstellung aufgeräumt, dass die Fortsetzung so sein müsse, wie alle das erwartet haben. Aciman hat auch vollkommen recht. Wenn er einfach eine platte Fortsetzung geschrieben hätte, hätten auch alle rumgenörgelt, dass die Figuren nicht so sind, wie sie sie sich vorgestellt hätten. Und so ist das Buch so geworden, wie es jetzt ist.
    Und klar regen sich jetzt alle auf, weil sie denken, sie hätten ein Anrecht darauf, dass es so wird, wie sie es sich vorgestellt haben. Aber es ist halt wieder ein typischer Aciman geworden. Es geht um Liebe, es wird viel geredet (man merkt da den Einfluss von französischen Avantgardefilmen) und es gibt wieder haufenweise Anspielungen, die man entschlüsseln kann. Vielleicht nicht ganz so anspruchsvoll wie bei CMBYN, aber auch wieder auf einem hohen Niveau (
    frau-hemingway.de/hitze-heidegger-herzschmerz-ruf-mich-bei-d
    einem-namen-von-andre-aciman/)


    Und es gibt halt wirklich die Rezensionen, die es auch als Meisterwerk sehen:
    ze.tt/find-me-die-call-me-by-your-name-fortsetzung-ist-ein-m
    eisterwerk/


    Wenn man es also nicht krampfhaft als Fortsetzung sehen muss, ist es trotz einiger Klischees am Anfang, wo es um den Vater geht, doch ein gutes Buch.
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#2 Ralph
  • 09.08.2020, 10:56h
  • Zutreffend sagt der Autor, dass ein Schriftsteller ähnlich wie ein Schauspieler in fremde Charaktere schlüpft und deshalb die eigene Heterosexualität nicht daran hindert, schwule Figuren zu erfinden und agieren zu lassen. Das große Aber hat er indes vergessen. Seine eigene Heterosexualität erringt am Ende doch die Oberhand, indem er geradezu zwanghaft einen seiner Protagonisten zur Hete macht. Kann er sich ein glückliches schwules Paar denn gar nicht vorstellen? Hängt er denn immer noch der verlausten These an, Homosexualität sei eine Phase, die die einen überwinden, während die anderen darin steckenbleiben? Gerade das hat in mir am Ende des (ersten) Romans ein so saures Gefühl erregt.
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#3 alien humanAnonym
  • 09.08.2020, 14:29h
  • Was für ein langweiliger und toxischer Film. Beach Rats fand ich unvergleichlich besser. Mindestens sehen die Darsteller nicht aus wie Kinder oder Minderjährige, die eigentlich nicht arbeiten dürften. Auch ein ungemütlicher Film, aber besser. Ob die Darsteller dort alle Volljährig sind, weiß ich allerdings nicht.
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#4 lunarAnonym
#5 WanndererAnonym
#6 FinnAnonym
#7 Ralph
#8 schwulenaktivist
#9 TheDadProfil