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Einzelkommentar zu:
"Es kann keine Fortsetzung von 'Call Me By Your Name' geben"


#2 Taemin
  • 09.08.2020, 10:56h
  • Zutreffend sagt der Autor, dass ein Schriftsteller ähnlich wie ein Schauspieler in fremde Charaktere schlüpft und deshalb die eigene Heterosexualität nicht daran hindert, schwule Figuren zu erfinden und agieren zu lassen. Das große Aber hat er indes vergessen. Seine eigene Heterosexualität erringt am Ende doch die Oberhand, indem er geradezu zwanghaft einen seiner Protagonisten zur Hete macht. Kann er sich ein glückliches schwules Paar denn gar nicht vorstellen? Hängt er denn immer noch der verlausten These an, Homosexualität sei eine Phase, die die einen überwinden, während die anderen darin steckenbleiben? Gerade das hat in mir am Ende des (ersten) Romans ein so saures Gefühl erregt.
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