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"Promi Big Brother"

Sascha Heyna: Kolleg*innen "enttäuscht" vom späten Coming-out

Beim Shoppingsender QVC kann man nicht nachvollziehen, warum der "Promi Big Brother"-Teilnehmer seine Homosexualität so lange geheim hielt. "Ich war tief betroffen, enttäuscht und persönlich angefasst", erklärte die lesbische Studioleiterin Silvia El Sheikh.


Sascha Heyna gehört seit 2001 zum Moderatorenteam des Shoppingsenders QVC, außerdem hat er sich als Sänger einen Namen gemacht (Bild: Sat.1 / Willi Weber)

Mit seinem tränenreichen Coming-out in der Auftaktfolge der Sat.1-Show "Promi Big Brother" hat der QVC-Moderator und Sänger Sascha Heyna bei Kolleg*innen für Verwunderung gesorgt. Er sei "enttäuscht, fassungslos und traurig", erklärte Sascha Lauterbach, der seit neun Jahren für den Shoppingsender arbeitet, gegenüber der "Bild"-Zeitung (Paywallartikel).

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In der Sat.1-Sendung war Heyna am Freitag von zwei anderen Kandidat*innen auf seine sexuelle Orientierung angesprochen worden. Im Gespräch mit Komiker Udo Bönstrup outete er sich schließlich. "Ich bin seit 15 Jahren mit meinem Freund zusammen. Ganz ehrlich, jetzt ist es raus", sagte der 45-jährige Kölner in der Sendung. "Ich bin bis dato nie im Fernsehen aufgetreten und habe gesagt: 'Ich bin schwul'. Er habe zwar oft darüber nachgedacht, sich zu outen, sich aber dann doch nicht getraut: "Ich arbeite schon in einem sehr konservativen Genre" (queer.de berichtete).

"QVC ist kein konservatives Genre"

Heynas Kollege Lauterbach, der selbst schwul ist und Sendungen moderiert, kann dieses Versteckspiel nicht nachvollziehen. "Das ist wirklich Quatsch, QVC ist kein konservatives Genre", sagte der 40-Jährige. Beim Sender erlebe er "Toleranz von der obersten Chefetage bis zur Security". Mit seinem Partner sei er seit neun Jahren zusammen, "da gab es nie Probleme", so Lauterbach. Auch von Zuschauer*innen habe es noch nie homophobe Kommentare gegeben.

"Ich war tief betroffen, enttäuscht und persönlich angefasst, als ich seine Worte gehört habe", erklärte auch die lesbische QVC-Studioleiterin Silvia El Sheikh zu Heynas Coming-out. "Ich gebe mir Mühe, für Toleranz und Diversität zu stehen, und so führe ich auch meine 170 Mitarbeiter", sagte die 49-Jährige der "Bild"-Zeitung. "Das ist auch Grundpfeiler unseres Unternehmens."

Lebenspartner von Coming-out "megaüberrascht"

Bei "Promi Big Brother" hatte Heyna unter Tränen auch von seinem Lebenspartner Markus geschwärmt. Der wiederum war vom Coming-out "megaüberrascht", wie er am Samstag als Gast in der "Big Brother – Die Late Night Show" erzählte. "Es haben viele Leute geschrieben und angerufen und gesagt: 'Das war es jetzt'."

Sein Partner und er hätten sich zuvor nie öffentlich zu ihrer Homosexualität geäußert, weil es nie ein Thema gewesen sei. Das späte Coming-out verteidigte Markus mit den Worten: "Er hat ja nie gesagt, dass er nicht schwul ist." Dass sich der QVC-Moderator und Sänger nun entschieden hat, über seine sexuelle Orientierung zu reden, könnte aus seiner Sicht daran liegen, dass sie schon 15 Jahre zusammen seien: "Und vielleicht hat er gedacht, wenn er nicht darüber spricht, dann ist es Selbstverleugnung."

Sascha Heyna gehört seit 2001 zum Moderatorenteam des Shoppingsenders QVC in Düsseldorf, wo er Livesendungen moderiert. Ende Juli kündigte er an, sich in Zukunft anderen Aufgaben widmen zu wollen. Sein erstes Album "Himmelszelt" mit einer Mischung aus Pop und Schlager veröffentlichte er 2008 auf Anraten der Sängerin und Schauspielerin Isabel Varell. Seitdem hat der Kölner sechs weitere Longplayer veröffentlicht. (cw)

Glomex-Video | Sascha Heyna outet sich

Wöchentliche Umfrage

» Hat sich QVC-Moderator Sascha Heyna zu spät geoutet?
    Ergebnis der Umfrage vom 10.08.2020 bis 17.08.2020


#1 mmuxiAnonym
  • 10.08.2020, 06:05h
  • ja,das haben wir uns schon längst gedacht, aber Sascha was dich ausmacht bist du so wie du bist. Bei QVC gefiel uns sehr deine Ehrlichkeit selbst wenn es für den Hersteller nicht Verkaufsförderung war.Leider haben viele deiner ehemaligen Kollegen nicht den Mumm.Wir wünschen dir und deinem Schatz alles r
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#2 Peck_SProfil
  • 10.08.2020, 08:07hFrankenthal
  • Ich kenne 13jährige Queers mit größerem Selbstbewusstsein, als diesen Erwachsenen, der obwohl schon in der Mitte seines Lebens angekommen, in Tränen ausbricht, sobald er nach seinem Schwulsein gefragt wird. Ich finde es gleichermaßen mitleiderregend wie peinlich.
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#3 SnoopyAnonym
#4 mesonightAnonym
  • 10.08.2020, 08:55h
  • ich bin eher überrascht, dass die leute dachten, er wäre hetero, warum verleugnet man jahrelang seinen partner? finde ich schlimm. #jensriewa... :-)
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#5 TheDadProfil
  • 10.08.2020, 09:37hHannover
  • ""erklärte auch die lesbische QVC-Studioleiterin Silvia El Sheikh zu Heynas Coming-out. "Ich gebe mir Mühe, für Toleranz und Diversität zu stehen, und so führe ich auch meine 170 Mitarbeiter", sagte die 49-Jährige""..

    Das genügt mir dann auch schon um alle Einschätzungen die Herr Heyna hier abgibt als persönliches Mimimi abzulegen..

    ""Ich gebe mir Mühe"" genügt dann auch schon im persönlichem Umgang, denn wir alle sind Menschen mit Eigenschaften und Eigenarten, und uns allen gelingt auch nicht in allen Situationen immer alles für alle korrekt..

    Aber man kann sich Mühe geben..
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#6 Ralph
  • 10.08.2020, 09:47h
  • Wenn jetzt Leute eingeschnappt sind, weil der Typ ihnen die ganze Zeit was vorgegaukelt hat und sein Umkippen zur Wahrheit jetzt mit heftigen fiktiven Vorwürfen an sie und seinen Arbeitgeber verbindet, dann kann ich das gut verstehen. Erst recht mutet es seltsam an, dass er angesichts seiner lesbischen Chefin Angst vorm Going Public gehabt haben will. Andererseits: Hüten wir uns bitte, einen QVC-Moderator zum Fernsehstar hochzujubeln, der wichtiger für uns sei als ein Sack Reis in China.
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#7 DietliAnonym
  • 10.08.2020, 11:16h
  • Mein erster Eindruck als ich den Mann sah war sofort.....der ist Schwul.
    War für mich offensichtlich.
    (Hab mich aber auch schon bei manchen geirrt)
    Aber warum sollte man sich outen?
    Ist doch egal wen man lieb hat !
    Es outet sich ja auch keiner bei seinen Eltern/Freunden.... Ich steh auf Frauen.
    Wenn mich (52) zB. mein Bruder fragen würde ob ich schwul bin würde ich- ja- sagen aber warum sollte ich ihm das unbedingt mitteilen ?
    Wenn ihn jemand seine Kollegen direkt gefragt hätte dann hätte er es wohl auch bestätigt.
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#8 MoralapostelAnonym
  • 10.08.2020, 12:59h
  • Sorry aber das er Gay ist wusste man(n) doch schon. Er hat keine Hetero-Optik und mir was das gleich klar das er Gay ist.

    Schade finde ich es nur das er ein sinnloses Versteckspiel daraus gemacht hat aber ich bin mir sicher, dass seine Kollegen*innen hinter seinem Rücken es längst wussten.

    Na besser spät als nie.
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#9 seb1983
  • 10.08.2020, 13:34h
  • Antwort auf #8 von Moralapostel
  • Das dürfte vertraglich alles geregelt sein.

    Wer muss mit wem ins Bett gehen, wer fängt mit wem Streit an, wer liefert wann sein großes Geständnis.

    Entweder hat Herr Heyna damit überhaupt erst Interesse an seiner Teilnehme beim Produktionsteam erweckt oder seine Gage in die Höhe getrieben.
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#10 marcocharlottenburgAnonym
  • 10.08.2020, 14:04h
  • Mal unabhängig von der Frage, ob man nun schon vorher erkennen konnte, ob er schwul ist oder nicht, steht uns zu darüber zu befinden, ob er sich nun hätte früher outen sollen? Ich glaube nicht. Jeder entscheidet das für sich, wann und ob!
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