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Noord-Brabant

Homo-Hasserin gießt kochendes Wasser über lesbische Asylbewerberin

In den Niederlanden protestieren LGBTI-Aktivist*innen nach der Attacke auf eine lesbische Nigerianerin in einem Flüchtlingsheim.


Happy erhielt bei der homophoben Attacke Verbrennungen zweiten Grades (Bild: LGBT Asylum Support)

Die niederländische Organisation LGBT Asylum Support hat am Wochenende auf eine homosexuellenfeindliche Attacke auf eine lesbische Nigerianerin aufmerksam gemacht. Rund 20 Menschen haben in Gilze en Rijen in der südniederländischen Provinz Noord-Brabant für einen besseren Schutz von LGBTI-Geflüchteten demonstriert. Anlass sei die Attacke auf die 23-jährige Nigerianerin Happy gewesen, die offenbar aus Homophobie in einem Flüchtlingsheim in der 26.000 Einwohner zählenden Stadt von einer Landsfrau mit kochendem Wasser übergossen worden war. Dabei habe sie Verbrennungen zweiten Grades erlitten.

Laut LGBT Asylum Support hatte Happy eine ebenfalls lesbische Freundin namens Esther und deren Sohn in dem Heim besucht. Die Mutter und deren junges Kind sollen das eigentliche Ziel der Attacke mit dem Wasserkocher gewesen sein: "Die Angreiferin, die auch aus Nigeria stammt, versuchte Wasser über die andere lesbische Frau und ihren 18 Monate alten Sohn zu schütten", erklärte Sandro Kortekaas, der Vorsitzende der Flüchtlingshilfsorganisation. "Ihre Freundin ist dann dazwischengesprungen und hat weitflächige Verbrennungen zweiten Grades in ihrer rechten Achselhöhle und an ihrem Gesäß erlitten." Laut Kortekaas habe die Angreiferin während der Attacke ihre Opfer mehrmals "dumme Lesben" genannt, weshalb man von einem homosexuellenfeindlichen Verbrechen ausgehe.

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Vorwürfe gegen Holland-BAMF

Die Aktivist*innen beschuldigten die Flüchtlingsbehörde COA, nach der Attacke falsch reagiert zu haben. So habe man das Opfer dazu bewegt, trotz Schmerzen sofort das Heim zu verlassen und zu ihrer Unterkunft zu fahren. Sie habe trotz ihrer Verletzungen eine beschwerliche fünfstündige Zugfahrt auf sich nehmen müssen. Der verletzten Frau sei auch gesagt worden, sie sei in den nächsten sechs Monaten im Flüchtlingsheim Gilze nicht mehr willkommen, weil sie angeblich den Besuch bei ihrer Freundin nicht richtig angemeldet habe.

COA wies die Vorwürfe laut der Tageszeitung "De Telegraf" zurück. Man habe sofort erste Hilfe geleistet und ermittle nun in dem Fall. Die andere lesbische Frau und ihr Kind seien in eine andere Einrichtung verlegt worden.

LGBT Asylum Support startete nach dem Vorfall die Social-Media-Kampagne #HartvoorHappy (Ein Herz für Happy), um auf die schwierige Situation von queeren Geflüchteten in niederländischen Heimen hinzuweisen.

De Nigeriaanse lesbische asielzoekster Happy werd in AZC Gilze met kokend water overgoten door een heteroseksuele...

Gepostet von LGBT Asylum Support am Samstag, 8. August 2020
Facebook / LGBT Asylum Support

In den letzten Jahren gab es immer wieder Berichte über LGBTI-feindliche Gewalt in Flüchtlingsheimen. Mehrere Städte, darunter etwa Köln und München, haben deshalb eigene Unterkünfte für queere Geflüchtete eingerichtet. (dk)



#1 GemeingefährlichAnonym
  • 10.08.2020, 13:21h
  • Wer zu solchen Taten fähig ist und so eine Gesinnung hat, sollte unverzüglich abgeschoben werden.

    Solche Leute sind eine Gefahr für die Allgemeinheit und eine tickende Zeitbombe.
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#2 GronkelAnonym
  • 10.08.2020, 13:22h
  • "In den letzten Jahren gab es immer wieder Berichte über LGBTI-feindliche Gewalt in Flüchtlingsheimen. Mehrere Städte, darunter etwa Köln und München, haben deshalb eigene Unterkünfte für queere Geflüchtete eingerichtet."

    Eigene Flüchtlingsheime für LGBTI als Notwendigkeit wegen Gewalt. Na das kann ja was mit der Integration werden.
    Wenn schon die körperliche Unversehrtheit in einer vollkommenen staatlich kontrollierten Umgebung (Flüchtlingsheim) nicht gewährleistet werden kann und Homohasser mit Gewalt erfolgreich LGBTI vertreiben können, sehe ich schwarz für das gemeinsame Zusammenleben.
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#3 Alexander_FAnonym
  • 10.08.2020, 13:54h
  • Antwort auf #2 von Gronkel
  • Angesichts solcher Vorfälle kann man aber auch sehen, wovor die unsrigen in solchen Ländern fliehen und weshalb es richtig ist, sie aufzunehmen und zu schützen. Es ist davon auszugehen, dass diese Frau weit Schlimmeres in ihrem Herkunftsland erleben musste.
    Dass ihre heterosexuellen Landsleute solchen weltanschaulichen Ballast mitbringen, ist auch sehr erschreckend. Umso wichtiger ist es, diesem Ballast so früh wie möglich zu begegnen. Die Frage ist natürlich auch, wie und ob das in der Flüchtlingshilfe geschieht und ob eine Unterbringung wie diejenige, die Flüchtlinge erfahren aka. solchen Lektionen förderlich ist.
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#4 DramaQueen24Profil
  • 10.08.2020, 14:10hBerlin
  • Zeit, dass Homophobie und Transphobie in Ländern als Asylgrund anerkannt wird, und Betroffene in geschützte Häuser kommen können. Vielleicht könnten wir, mit Hilfe des Staates (Staatsknete) da was machen?
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#5 DramaQueen24Profil
#6 ursus
#7 FinnAnonym
  • 10.08.2020, 15:00h
  • >>>>> Der verletzten Frau sei auch gesagt worden, sie sei in den nächsten sechs Monaten im Flüchtlingsheim Gilze nicht mehr willkommen
    [...]
    Die andere lesbische Frau und ihr Kind seien in eine andere Einrichtung verlegt worden.<<<<<

    Wie immer in solchen Fällen:
    das Opfer muss weg, während die Täter bleiben dürfen.

    Das ist das völlig falsche Signal:
    Damit zeigt man den Tätern, dass sie im Recht sind und dass die anderen die schlimmen sind, die entfernt werden müssen.

    Stattdessen sollten die Täter verlegt und natürlich auch angeklagt werden. Und da das Übergießen mit kochendem Wasser sogar ein Mordversuch ist, muss man in diesem Fall sogar an Abschiebung denken.
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#8 Maximilian01Anonym
  • 10.08.2020, 16:08h
  • Erschreckend, dass das einzige was uns dazu noch einfällt, gesonderte LGBT-Heime sind.

    Es gibt ein massives Problem mit den Werten, die Leute mitbringen. Bisher gelingt es nicht genug (weder hier noch in Holland scheinbar) diesen "weltanschaulichen Ballast" so zu bearbeiten, dass LGBT danach in Ruhe gelassen werden.

    Arbeite in einer Stelle mit Asylbezug und habe wiederholt Gewalt von den Leuten da erlebt.
    Die Kollegen: "Wir haben mit der Person gesprochen". Wenn das die Reaktion auf Gewalt ist, muss man sich nicht wundern, dass Grenzen setzen nicht gelingt!
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#9 Carsten ACAnonym
  • 10.08.2020, 16:37h
  • Wer so etwas ungeheuerliches und brutales tut, hat damit bewiesen, in Europa nichts zu suchen zu haben.
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#10 Carsten ACAnonym
  • 10.08.2020, 16:40h
  • Antwort auf #5 von DramaQueen24
  • jaja, die Täter hatten alle so ein schlimmes Leben. bla bla bla

    Was die ihren Opfern schlimmes antun, thematisierst Du nicht.

    Fakt ist:
    egal, was einem in der Vergangenheit passiert ist, man hat auch immer noch ein eigenes Gehirn und ein eigenes Gewissen. Und wer das nicht mehr hat und stattdessen nur Menschen, die nicht dem eigenen Weltbild entsprechen, vernichten will, hat hier nichts zu suchen. Punkt.

    Auch zum Wohl der Mehrheit der friedlichen Migranten, die sowas nie tun würden!!
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