Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://www.queer.de/detail.php?article_id=36804
Home > Kommentare

Kommentare zu:
Biden nominiert LGBTI-freundliche Kamala Harris


#1 goddamn liberalAnonym
  • 12.08.2020, 11:23h
  • Also:

    Ich finde sie toll, die meisten Medienleute finden sie toll und sie ist auch eine in jeder Hinsicht tolle Person.

    Trotzdem gieße ich hier mal Essig in den kalifornischen Wein:

    Sie ist einerseits eine PoC, andererseits eine vollakademische Tochter von Vollakademiker*innen. Ihr Vater war sogar Prof an einer absoluten Elite-Uni.

    Es ist also für das gegnerische Lager leider ziemlich leicht, bei nicht-privilegierten Arbeitslosen und Arbeitern (v.a. europäischer Herkunft, etwa im Rust Belt) Abneigungen gegen eine abgehobene klassistische Küsten-Elite und ihre Spleens zu wecken.

    Na ja, Joe Biden hat ja auch einen gewissen Gewerktschafts-Touch. Hoffentlich hilft's.
  • Antworten » | Direktlink »
#2 LunaAnonym
  • 12.08.2020, 11:33h
  • Biden nominiert zu Zeiten von BLM Protesten eine Staatsanwältin, die die moderne Skalverei in amerikanischen Gefängnissen gefördert und unterstützt hat.

    Diese Nominierung zu feiern weil sie PoC ist grenzt an Verspottung
  • Antworten » | Direktlink »
#3 goddamn liberalAnonym
  • 12.08.2020, 12:10h
  • Antwort auf #2 von Luna
  • Ich fühle mich mehr als verspottet, wenn BLM aus den USA ohne Weiteres nach Deutschland übertragen wird.

    Das geht faktisch nicht.

    Angesichts von von 30 Millionen toten europäischen Menschen, die auf Kosten des NS-Regimes gehen.

    Auch angesichts von PoC in SS-Uniform:

    de.wikipedia.org/wiki/Legion_Freies_Indien

    Ja,ja, Fakten, Fakten, Fakten.

    Wem schwarze und andere Leben wirklich wichtig sind, der sollte beachten, dass Kamala Harris eine Gegnerin der Todesstrafe ist.

    Das ist im primitiven und ungerechten Justizsystem der USA ja immerhin ein Lichtblick.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #2 springen »
#4 KratzbürsteAnonym
  • 12.08.2020, 13:18h
  • LGBTI-freundlich??? Eine Person, die als Richterin trans Frauen die Transition im Gefängnis nicht ermöglicht hat, ganz im Gegenteil?
  • Antworten » | Direktlink »
#5 Girlygirl
  • 12.08.2020, 13:43h
  • Antwort auf #1 von goddamn liberal
  • Wenn du in den USA als Politiker/in zu etwas Großem bringen möchtest, musst du Geld oder zumindest reiche Unterstützer/innen haben. Das politische System ist ein komplett anderes als in Deutschland. Dort vermarkten sich die Kandidat/innen selber, wohingegen hier eine Parteienlaufbahn de facto verpflichtend ist. Und wer Trump wählt, weil er angeblich bürgerlich oder nahbar ist, vergisst, dass Trump nur in Hinblick auf Intellekt arm ist.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #1 springen »
#6 goddamn liberalAnonym
  • 12.08.2020, 13:53h
  • Antwort auf #5 von Girlygirl
  • "Und wer Trump wählt, weil er angeblich bürgerlich oder nahbar ist, vergisst, dass Trump nur in Hinblick auf Intellekt arm ist."

    Stimmt.

    Aber sag das nicht mir, sondern Teilen der Arbeiterklasse im Rust Belt.

    'Bürgerlich' würde ich hier übrigens durch (scheinbar) volksnah ersetzen.

    In den USA nennt man das 'Blue collar credibility'.

    Und an der muss die Bildungsbürgerin und Professorentochter Kamala Harris halt noch feilen.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #5 springen »
#7 audeasAnonym
#8 TheDadProfil
  • 12.08.2020, 14:15hHannover
  • Antwort auf #4 von Kratzbürste
  • ""LGBTI-freundlich??? Eine Person, die als Richterin trans Frauen die Transition im Gefängnis nicht ermöglicht hat, ganz im Gegenteil?""..

    Richterin zu sein ist ein Job mit einer Funktion :
    Die Verteidigung geltenden (!) Rechts..

    Ob ihr dieses Recht persönlich gefällt steht dabei nicht wirklich zur Debatte..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #4 springen »
#9 LunaAnonym
  • 12.08.2020, 14:59h
  • Antwort auf #3 von goddamn liberal
  • Auf Deutschland übertragen? Es geht im Artikel nicht um Deutschland und es wird auch nichts übertragen.
    Gegen die Todesstrafe sein ist natürlich wichtig aber wenn schwarze Menschen immer noch wegen Kleinigkeiten lebenslang kostenlos im Gefängnis arbeiten ist das nur ein kl Trost
  • Antworten » | Direktlink » | zu #3 springen »
#10 Still_IthEhemaliges Profil
  • 12.08.2020, 15:01h
  • Antwort auf #8 von TheDad
  • "Die Verteidigung geltenden (!) Rechts..

    Ob ihr dieses Recht persönlich gefällt steht dabei nicht wirklich zur Debatte.."

    Solche Takes aber dann bitte demnächst auch unter sämtlichen Artikeln, in denen von Gewalt gegen Homosexuelle in einem Rahmen berichtet wird, der von der jeweiligen, im entsprechenden Staat vorherrschenden Gesetzgebung gedeckt ist.

    Nicht, dass noch der Eindruck entsteht, du würdest bei Queerfeindlichkeit ganz eventuell mit zweierlei Maß messen, je nachdem, ob du dich mit der Peergroup identifizieren kannst oder nicht.

    Insbesondere im Hinblick auf die deutsche Geschichte freu ich mich drauf.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #8 springen »
#11 LorenProfil
  • 12.08.2020, 15:26hGreifswald
  • Antwort auf #8 von TheDad
  • Kamala Harris war zu jener Zeit Attorney General (erfüllte also Aufgaben, die hierzulande sowohl eine Justizministerin als auch eine Generalstaatsanwältin zu leisten hat). In besagtem Fall (Klägerin war Michelle-Lael Norsworthy) vertrat sie eine Rechtsauffassung, die vor Gericht abgeschmettert wurde. Sie legte gegen das Urteil für den Staat Einspruch ein mit der Begründung, die eingeklagten medizinischen Maßnahmen seien nicht medizinisch notwendig, sondern entsprächen nur den Wünschen der Klägerin, was nicht die Richtschnur staatlichen Handelns sein könne. Es kam schließlich zu einer Einigung, die die Rechtsauffassung von Michelle-Lael Norsworthy bestätigte.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #8 springen »
#12 Pink FlamingoAnonym
#13 goddamn liberalAnonym
#14 goddamn liberalAnonym
#15 PiakAnonym
  • 12.08.2020, 19:04h
  • Harris war unter dem Kandidatenpool meine Favoritin für die Präsidentschaftskandidatur, insofern freut mich die Nominierung. Ich hoffe sie schafft einen klaren Sieg im TV-Duell mit Pence, Biden wird es nötig haben, denn gegen Trumps dreiste Urgewalt wird er kaum bestehen.
  • Antworten » | Direktlink »
#16 dellbronx51069Anonym
#17 Ralph
  • 13.08.2020, 09:47h
  • Da werden Argumente und Vorwürfe gegen Frau Harris gesammelt, und manches davon mag auch berechtigt sein - aber was ist denn die Alternative? Der Schwulenhasser Pence. Welcher/welche Liberale soll so verrückt sein, Trump und Pence zu wählen, weil ihm Biden und Harris nicht links genug sind?
  • Antworten » | Direktlink »
#18 AnonAnonym
  • 13.08.2020, 10:34h
  • Antwort auf #17 von Ralph
  • Also sollen wir jetzt alle brav still sein und keine Kritik üben, nur weil die Alternative schlimmer ist? Wer sagt denn, dass man Biden auf keinen Fall wählen kann?

    Fühl mich gerade wieder so richtig akzeptiert in der queeren Gemeinde als trans Person. Da wird jemand, der in transphober Rechtsprechung involviert war, pauschal als LGBTI-freundlich abgestempelt, und die Kommentarspalte relativiert die Transphobie mit "aber sie hatte doch keine Wahl" und verlangt, dass man sie bloß nicht kritisieren soll. Traumhaft.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #17 springen »
#19 Ralph
  • 13.08.2020, 14:16h
  • Antwort auf #18 von Anon
  • Das ist ein Missverständnis. Michael Nava beschreibt am Ende seiner Romanserie über den schwulen Anwalt Henry Rios, wie dieser vom Gouverneur zum Richter ernannt wird. Dabei kommt auch die Frage auf, ob er in gesetzlich vorgesehenen Fällen die Todesstrafe verhängen würde. Rios erklärt, dass er die Todesstrafe ablehnt, ihm aber bewusst ist, dass er sie, wenn zwingend vorgesehen, verhängen muss, weil der Oberste Gerichtshof sie für mit der Verfassung vereinbar erklärt hat. Für ihn ist das eine Zwickmühle, der er als Richter nicht entfliehen kann. Man mag es als das Heinemann-Dilemma bezeichnen. Gustav Heinemann war der Bundesjustizminister, unter dessen Federführung der NS-Paragraph 175 durch eine abgeschwächte Fassung ersetzt wurde. Natürlich war auch die immer noch menschenrechtswidrig, aber sie befreite den Großteil der Schwulen von der Verfolgung. Auch das Schlechte kann, wenn es ein noch Schlechteres ersetzt, in seiner Wirkung erst mal ein Gutes sein. Das heißt nicht, dass man es als endgültige Lösung akzeptieren muss.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #18 springen »
#20 DasEndeallerHoffnungAnonym
  • 13.08.2020, 15:38h
  • Antwort auf #11 von Loren
  • Auch da hatte sie nicht unbedingt eine Wahl.

    Beispiel: Manuela Schwesig musste 2015 das schwarz-gelbe Betreuungsgeld vor dem Verfassungsgericht verteidigen, teilweise gegen die eigenen Argumente und das gerade weil sie Familienministerin war.

    Entsprechende Einbindungen wird es für Harris auch gegeben haben.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #11 springen »
#21 TheDadProfil
  • 15.08.2020, 10:46hHannover
  • Antwort auf #10 von Still_Ith
  • ""Nicht, dass noch der Eindruck entsteht, du würdest bei Queerfeindlichkeit ganz eventuell mit zweierlei Maß messen,""..

    Ich "messe" jeden einzelnen Menschen mit einem eigenem Mass, denn wir sind alle individuell..

    An dem Rest Deines Sarkasmus kann ich jetzt nichts finden was mit mir zu tun hätte..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #10 springen »
#22 TheDadProfil
  • 15.08.2020, 10:53hHannover
  • Antwort auf #11 von Loren
  • Es mag ja sein das es irgendwo anders ist, aber sowohl hier in der BRD als auch im US-Rechtssystem vertreten Anwälte die Auffassung desjenigen, der sie bezahlt..

    Ob das nun ein Kläger* gegen den Staat, oder der Staat selbst ist, ist dabei egal, die Auffassung des Mandanten* kommt hier zum Tragen..

    Ob Kamala Harris hier diese Auffassung teilt oder jemals geteilt, oder sie nur ihren bezahlten Job getan hat, muß man sie fragen, aber nicht einfach davon ausgehen, dies sei so, und ihr daraus dann einen Strick drehen wollen..

    Ich habe dazu keine Informationen gelesen die das belegen könnten, hier wird gemutmaßt und unterstellt allein um zu diskreditieren, und dabei gehe ich niemals mit..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #11 springen »
#23 TheDadProfil
  • 15.08.2020, 10:58hHannover
  • Antwort auf #19 von Ralph
  • Exakt so sehe ich das auch..

    ""Da wird jemand, der in transphober Rechtsprechung involviert war, pauschal als LGBTI-freundlich abgestempelt,""..

    Da steht dann offenbar ihre persönliche Haltung Kontra einer "beruflichen Auffassung", und da muß man Frau Harris wenigstens die Möglichkeit einräumen sich dazu zu erklären, denn alles andere wäre nur ein weiteres "abstempeln"..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #19 springen »

» zurück zum Artikel