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Kommentare zu:
1. FC Köln weist rassistisches und homophobes Ex-Mitglied in die Schranken


#1 Peck_SEhemaliges Profil
  • 12.08.2020, 15:08h
  • Finde es bemerkenswert, dass alle, also die Zeit, Focus, Bild etc. über den Vorfall berichten und bis auf queer.de kein einziges Medium auch nur ein einziges Wort zur Anspielung auf das rosa Trikot bzw. die Homophobie verloren hat. Wiedermal sehr ernüchternd. Zeigt aber wie so oft, wie wichtig queer.de als Nachrichtenquelle für die Community ist.
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#2 WadimAnonym
  • 12.08.2020, 15:37h
  • "FC-Geschäftsführer Alexander Wehrle ergänzte gegenüber "Bild", dass die Moschee symbolisch für die "große türkische Community in Köln" stehe, in der es viele Fans gebe."-
    -seit wann sind alle Deutsch-Türken gläubig bzw. strenglgäubig?
    - seit wann wurden Moscheen und alle strenggläubigen Muslime LGBTI-freundlich?
    -seit wann wurden LGBTI in Türkei nicht mehr unterdrückt und verfolgt?

    Müssen wir, in der Regel nicht gläubig, Religiosität mit verschiedenen Aktionen fördern?
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#3 Prima4Anonym
#4 Ana NymAnonym
  • 12.08.2020, 16:21h
  • Antwort auf #2 von Wadim
  • 'In Artikel zwei der Charta heißt es:
    "Wir wollen Toleranz, Fairness, Offenheit und Respekt immer und überall." Der Artikel ist mit "Unsere Werte Levve un levve losse" (Leben und leben lassen) überschrieben.'

    Eine Moschee steht für uns, ähnlich dem Kölner Dom, nicht für (Streng-)Gläubige, sondern wird auch immer als islamisches Symbol und auch als Kulturgegenstand gesehen.

    Sind Kölner Dom und alle "strenggläubigen" Christen LGBTIQ+ - freundlich?
    -> Wenn sie die Charta nicht akzeptieren wollen, will der 1. FC Köln sie auch nicht und verabschiedet sie flux mit "Ihre Kündigung bestätigen wir gerne..."

    Was hat die Lage der Türkei (oder einem anderen (islamischen) Land) mit dem 1. FC Köln zu tun?
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#5 Peck_SEhemaliges Profil
  • 12.08.2020, 17:02h
  • Antwort auf #3 von Prima4
  • Pardon, hätte mich klarer ausdrücken sollen. Queer.de schrieb:

    " Offenbar mit Blick auf Homosexuelle fuhr das Ex-Mitglied fort: "Ich vermute, dass in der nächsten Saison die Trikots rosa sind. Dann wäre die Weltoffenheit perfekt."

    Was ich meinte war, dass in keinem meiner und deiner Beispiele das Wort Homosexuell vorkommt, noch ein Bezug zur Homophobie hergestellt wird. Es wird ohne Einordnung stattdessen nur der Tweet im Original wiedergegeben.
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#6 Ralph
  • 13.08.2020, 10:22h
  • Rein zur Sache: Einerseits lässt sich sagen, da soll lediglich Identität hergestellt werden zur Stadt Köln, indem man verschiedene markante Bauwerke zeigt. Andererseits kann man damit tatsächlich Menschen vor den Kopf stoßen, die weder Katholiken noch Muslime sind. Ich meine, der Zweck würde durch eine andere, religiös neutrale Darstellung auch erreicht. Und in der Tat ist die Begründung, türkische oder türkischstämmige Fans werden durch die Moschee symbolisiert, ein ebensolcher Unfug wie wenn gesagt würde, der Dom stehe für alle Nichtmuslime. Der 1. FC Köln hat offenbar noch immer nicht gemerkt, dass mehr als ein Drittel der Deutschen religionsfrei sind und auch vom Rest sich zahlreiche nicht über eine Religionszugehörigkeit definieren.
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#7 Prima4Anonym
  • 13.08.2020, 13:33h
  • Antwort auf #6 von Ralph
  • Aber der Dom und die Moschee sind nun mal markante Stellen der skyline, und genau diese ist eben das Motiv.... eine komprimierte Form der skyline mit den erkennungsmerkmalen der Stadt! Quasi das was du in jedem tourishop als Postkarte kaufen kannst...

    Verstehe (mal wieder) das Problem nicht....
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#8 Ehrliche HautAnonym
#9 Ralph
  • 13.08.2020, 14:39h
  • Übrigens handelt es sich bei dem fraglichen Bauwerk um die Zentralmoschee des türkischen Sultans Erdogan, nach dessen so berühmt gewordenen Worten die Minarette und Kuppeln der Moscheen Bajonette und Helme der türkischen Eroberer symbolisieren sollen. Es gehört dert DITIB, d.h. dem Erdogans Partei hörigen türkischen Kalifat. Diese Behörde hat gerade erst die einst größte christliche Kirche in eine Moschee umgewandelt. Wie sollte von der Kölner Moschee als Gebäude der Erdogan-Diktatur eine integrative Wirkung ausgehen? Und wie kommt der 1. FC Köln dazu, alle seine türkischen und türkischstämmigen Fans mit seiner Zuschreibung von Erdogans Protzbau als ihres Symbols zu Anhängern des Diktators Erdogan zu erklären?
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#10 Prima4Anonym
  • 13.08.2020, 14:54h
  • Antwort auf #9 von Ralph
  • Wow, da ist ja jemand richtig getriggert....

    Aus nem Aufdruck des umrisses einer skyline auf einem Trikot so ne Unterstellung gegenüber dem Verein zu kreieren ist aber schon stark bemüht.... man könnte meinen man spricht mit dem Verfasser des Briefes....!
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#11 Ralph
  • 13.08.2020, 15:09h
  • Antwort auf #10 von Prima4
  • Der 1. FC Köln unterstellt sich das selbst. Hättest Du den Artikel gelesen, wüsstest Du das. Da heißt es, die Moschee stehe für die große türkische Community. Das heißt: Für den 1. FC Köln besteht die türkische Community der Stadt ausschließlich aus Erdogan-Anhängern.
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#12 Prima4Anonym
  • 13.08.2020, 15:33h
  • Antwort auf #11 von Ralph
  • Nein, tun sie nicht.... die Moschee ist eben Bestandteil der skyline und eben jene Moschee ist eben wichtig für die türkische community...
    Das sind die Fakten, das kann man auch so sagen ! Alles andere ist bewusst feindselige Unterstellung!

    Kannst auch unterstellen der Verein wäre antisemitisch weil keine Synagoge abgebildet ist.... nur ist eben keine Stadtbildprägende Synagoge mit entsprechenden wiedererkennungswert in der skyline vorhanden!

    Aber klar,"mangelnde lesekompetenz", weil der Artikel ja so schwer zu verstehen und deine Kommentare ja so fundiert sind....
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#14 Prima4Anonym
  • 13.08.2020, 16:39h
  • Antwort auf #13 von antos
  • Guter Kommentar, aber bist du nicht der Meinung das hier etwas politisiert wird was gar nicht den Anspruch hatte.... das ganze könnte man doch auf alles münzen was die Kölner skyline zeigt, Postkarten,tassen, Reiseführer...

    das bloße abbilden eines Gebäudes zwischen anderen Gebäude die ein Stadtbild repräsentieren erscheint mir nicht Beleg genug um zu unterstellen der Verein hätte diese oder jene politische Ausrichtung.... die Kölner Skyline auf dem Trikot eines Kölner Vereins erscheint mir einfach naheliegend! Und die Moschee ist halt da....
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#15 antosProfil
#16 ursus
  • 13.08.2020, 17:48h
  • Antwort auf #13 von antos
  • Der Artikel bringt die diversen Schräglagen ganz gut auf den Punkt, finde ich.

    "Auch wenn das Gotteshaus symbolisch für die türkische Community stehen soll, ist die türkische Community diverser als nur die regierungsnahe DITIB."

    Was ich da vermisse, ist der Hinweis darauf, dass auch ohne die spezielle DITIP-Problematik dieser Moschee die Gleichsetzung "Türkische Community = Muslim_innen" unangemessen wäre.

    Die humorvoll-flapsige Haltung, mit der seitens des Vereins auf die Kündigung reagiert wurde, gefällt mir trotzdem richtig gut.
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#17 Ralph
  • 14.08.2020, 08:59h
  • Antwort auf #12 von Prima4
  • Da heißt es klar und deutlich, dass die Moschee für die türkische Community in Köln stehe. - Für andere Migranten braucht der 1. FC Köln offenbar kein Symbol. Und dass es auch Türken gibt, die sich durch Erdogans Protzbau lieber nicht repräsentiert fühlen wollen, spielt für den Verein auch keine Rolle. Und wenn Du es schon erwähnst: In der Tat gibt es für den Verein anscheinend nur Katholiken und Muslime. Die Frage, weshalb überhaupt ein Bild dieser beiden Gotteshäuser aufs Trikot muss, bleibt unbeantwortet. Der FC Bayern zeigt auf dem Trikot ja auch nicht die Frauenkirche.
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#18 antosProfil
  • 14.08.2020, 09:30hBonn
  • Antwort auf #17 von Ralph
  • >> Und wenn Du es schon erwähnst: In der Tat gibt es für den Verein anscheinend nur Katholiken und Muslime. Die Frage, weshalb überhaupt ein Bild dieser beiden Gotteshäuser aufs Trikot muss, bleibt unbeantwortet.<<

    Weil es aus Kölner Sicht gar keine Frage ist, die beantwortet werden müsste. Der Dom - das weiß hier in der Gegend jedes Kind - steht pars pro toto für Köln. Er ist geradezu Köln und hat in den Köpfen der meisten Einwohner_innen wenig bis nichts mit Katholizismus zu tun. Köln ist >die Domstadt< und wenn man den Dom von weitem aus dem Auto oder dem Flugzeug sieht, bedeutet das meist nur eins: ich komme nachhause. - Erst die abgebildete Silhouette der DITIB-Moschee gibt dem Dom wieder diese katholisch-christliche Bedeutung.
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#19 Ralph
  • 14.08.2020, 11:03h
  • Antwort auf #18 von antos
  • Dem stimme ich zu. Daraus folgt aber: Der 1. FC Köln hat aus eigener Sicht zwei Arten von Fans: einerseits Katholiken, andererseits türkische Muslime der Erdogan-Ausrichtung. Sonst keine. Die Frage, weshalb überhaupt auf einem Fußballtrikot auf einmal religiöse Symbole (und Kultgebäude sind ein sehr starkes religiöses Symbol) abgebildet werden, bleibt offen. Erdogans Moschee ist zudem auch ein sehr starkes Symbol für sein Regime. Mir scheint sich hier ein Trend fortzusetzen, der vor wenigen Jahren schon Thema öffentlicher Erregung war, als deutsche Fußballspieler sich Erdogan für ein Propagandafoto zur Verfügung stellten.
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#20 TheDadProfil
  • 15.08.2020, 11:07hHannover
  • Antwort auf #8 von Ehrliche Haut
  • ""Dumm nur das Köln so wenig religionsfreie markante Bauwerke hat""..

    Das "Problem" haben dann wohl die meisten deutschen Großstädte..

    Die Auswahl der Moschee und des Doms folgen wohl der Idee, Fan vom 1.FC zu sein ist eine Art "Religion", und man hat nach passenden Piktogrammen gesucht um das zu verdeutlichen..

    Ein Glas Kölsch und ein Döner hätten es aber sicher auch getan..

    Die Kündigung dieses Menschen aus den Reihen des Vereins sofort zu akzeptieren ist hier die Meldung, und der müssen dann auch andere Vereine folgen wenn sich ihnen Mitglieder* dazu anbieten..
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