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Kommentare zu:
Erster Auftritt des Teams Biden/Harris mit LGBTI-Themen


#1 Ralph
  • 13.08.2020, 14:43h
  • Die US-Politik ist voll von Hochschulabsolventen und Millionären. Grotesk, das jetzt ausgerechnet Frau Harris vorzuhalten. - Glaubt übrigens irgendjemand, die große Zahl von Juristen im Bundestag spiegele die Gesellschaft wider?
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#2 LunaAnonym
  • 13.08.2020, 14:52h
  • Sie hat trans Menschen im Gefängnis Behandlungen verwehrt mit der Begründung "Ich habe nur geltendes Recht durchgesetzt und meinen Job gemacht"
    Dachte eigentlich die Argumentation ist nach dem Nürnberger Prozessen keine gute Ausrede mehr..
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#3 Ralph
  • 13.08.2020, 15:06h
  • Antwort auf #2 von Luna
  • Erst mal: Die Verweigerung der staatlichen Finanzierung geschlechtsangleichender Operationen darf nicht mit millionenfachem Massenmord auf die selbe Stufe gestellt werden. Und jetzt zum Inhalt: Tut mir leid, aber so funktioniert kein Staat der Welt, nicht mal eine liberale Demokratie. Beamte und Richter haben bestehende Gesetze anzuwenden, nicht nach persönlicher Auffassung zur Sache zu entscheiden. Nur offen menschenrechtswidrige Gesetze sind nicht zu vollziehen, weshalb z.B. die Anwendung des § 175 immer ein Verbrechen war. Das gilt aber nicht für jedes Gesetz, das als ungerecht empfunden wird. Frau Harris gibt an, sie habe zwar gesetzmäßig entschieden, sich aber für eine Gesetzesänderung eingesetzt. Diese Aussage wurde nach meiner Kenntnis bisher nicht widerlegt.
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#4 Peck_SEhemaliges Profil
  • 13.08.2020, 15:59h
  • Nur weil man mal LGBT namentlich erwähnt hat, ist das jetzt das hoffnungsschwangere Dreamteam der US-amerikanischen Politik? Hilfe! Mal das Fenster öffnen und aus dem eigenen Mikrokosmos in die große Realität hinausblicken.

    Sobald die USA die Genfer Konvention anerkannt, die Todesstrafe abgeschafft, Folterungen und Inhaftierungen ohne Anklage oder Rechtsbeistand in Guantanamo beendet haben, die CIA aufgehört hat, nach Gutdünken Länder zu destabillisieren oder in länderübergreifenden Operationen Politiker ermorden zu lassen, analog zu "Project Fubelt" oder "Operation Condor", keine völkerrechtswidrigen Angriffskriege mehr geführt werden und der größte Terrorismusfinanzier des Erdballs, Saudi Arabien nicht mehr politisch und finanziell unterstützt wird, bin ich bereit mir über so Belanglosigkeiten Gedanken zu machen, wie ob Biden besser 60 statt 70 Jahre alt wäre, die Stellvertreterin besser Latina statt Afroamerikanerin und wie sehr es den hunderttausenden Opfern der durch den Westen mitgetragenen "Sandkastenspiele" hilft, ob oder wer im Wahlkampf LGBT erwähnt und in Deutschland darüber diskutiert wird.
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#5 Peck_SEhemaliges Profil
  • 13.08.2020, 17:10h
  • Antwort auf #4 von Peck_S
  • Einordnung:

    Biden hat die Todesstrafe 1994 auf die Bundesebene ausgeweitet!
    Biden hat nach dem 11. September den Irakkrieg unterstützt, weil die Beweislast ja erdrückend war. Wir alle erinnern uns noch an die beeindruckenden ZEICHNUNGEN von Saddams chemischem Waffenarsenal auf der Sicherheitskonferenz und den überwältigenden Demokratisierungsprozess, der danach kam. Nämlich als ISIS das Vakuum gefüllt hat.
    Biden war Vize als Obama Guantanamo nach großer Ankündigung NICHT geschlossen, stattdessen aber Todeslisten erstellt hat, mit Personen die mit Dronen überall auf der Welt ermordet werden dürfen. Ohne Anklage versteht sich und ohne Prozess. Kinder oder andere Weichziele die beim Bombenabwurf zufällig in der Nähe sind, sind eben Kollateralschäden. Im Übrigen gabs trotz Foltern und dem Dronenterror den Friedensnobelpreis. Darf man nicht vergessen!
    Biden hat als Eddy Snowden der Welt die kriminelle Machenschaften der CIA offenbarte, verschiedenen Ländern gedroht, ihm kein Asyl zu gewähren.
    Biden ist nicht erst diese Woche oder während den Floydriots mit rassistischen Äußerungen aufgefallen, sondern hat schon vor Jahrzehnten mit Rassenprofis, LGBT- und Frauenfeinden im Senat gemeinsame Sache gemacht.
    Aber wer kann ihm dass denn nach all der Zeit vorwerfen, die Kamala ist ja jetzt an Bord. Frau und auch noch schwarz. Dass hätte man früher als Ablassschein bezeichnet.
    Und jetzt bekomme ich nach nahezu 20 Jahren bewaffnetem Konflikt in Afganistan, der übrigens mehr zivile als militärische Opfer gefordert hat erklärt, dass die Taliban zurück am Tisch und die Freilassung ihrer radikalsten Kämpfer ein wundervoller Auftakt zur Befriedung des Landes sind.

    Wer sich da über die Erwähnung von LGBT auf einer Veranstaltung freut oder sogar aufgrunddessen Hoffnungen in den Mann projeziert ...
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#6 Anonyma
  • 13.08.2020, 18:55h
  • Antwort auf #3 von Ralph
  • "Die Verweigerung der staatlichen Finanzierung geschlechtsangleichender Operationen [...]"

    Es ging im Fall Norsworthy vs. Beard nicht um die "Finanzierung geschlechtsangleichender Operationen", sondern darum, dass der Staat Kalifornien einer Gefängnisinsassin eine medizinisch notwendige Behandlung verweigert hat.

    "Beamte und Richter haben bestehende Gesetze anzuwenden, nicht nach persönlicher Auffassung zur Sache zu entscheiden."

    Die von Kamala Harris als Attorney General verteidigte rechtswidrige(!) Entscheidung der kalifornischen Strafvollzugsbehörde, Michelle-Lael Norsworthy die geschlechtsangleichende Operation zu verweigern, basierte aber gerade nicht auf bestehenden Gesetzen, sondern auf der "persönlichen Auffassung" eines sogenannten "Sachverständigen", der mit dieser Auffassung offen gegen gültige medizinische Standards verstieß.

    "Nur offen menschenrechtswidrige Gesetze sind nicht zu vollziehen, weshalb z.B. die Anwendung des § 175 immer ein Verbrechen war. Das gilt aber nicht für jedes Gesetz, das als ungerecht empfunden wird."

    Dann ist es also nicht offen menschenrechtswidrig und kein Verbrechen, Strafgefangenen medizinisch notwendige Behandlungen zu verweigern? Stattdessen ist es also etwas, "das als ungerecht empfunden wird"? Das sind wirklich sehr "interessante", vor allem aber extrem gruselige Ansichten, die Du hier vertrittst...

    Der vollständige Fall zum Nachlesen:

    transgenderlawcenter.org/norsworthy-v-beard
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#7 ursus
#8 Anonyma
  • 13.08.2020, 20:16h
  • Antwort auf #7 von ursus
  • Es gibt auch noch einen sehr lesenswerten Artikel des Anwalts Chase Strangio (der auch in Disclosure zu sehen war, falls Du Dich erinnerst) über Kamala Harris:

    www.out.com/news-opinion/2019/2/04/kamala-harris-lgbtq-trans
    -prison


    Zum Fall Norsworthy vs. Beard schreibt er dort:

    >In the case of Norsworthy v. Beard, Michelle Norsworthy, a trans woman incarcerated in California state prison, sued the state for denying her medically necessary surgical treatment for her diagnosed gender dysphoria. As attorney general, Harris defended California's denial of treatment. Not only did the state employ an "expert" who categorically opposes the medical standard of care for transgender prisoners, but under Harris's leadership not only defended the denial of care in court in the face of Ms. Norsworthy's escalating distress and suicidality but then continued to appeal decisions in her favor.

    In a brief signed by Harris, the state argued that the denial was warranted because any "disappointment" Ms. Norsworthy might feel at the denial could be assuaged with psychotherapy. In essence, Harris argued in court that this medical treatment was about a frivolous choice and that trans prisoners can go get therapy instead of the treatment they need. It is cruel, dangerous and unacceptable. Harris's office went even further arguing that the state would be harmed if forced to treat Ms. Norsworthy because, among other things, her medical care would "present serious safety and administrative concerns." Harris here signs off on the idea that merely treating a transgender prisoner with dignity and consistent with constitutional standards would somehow harm others and the interests of the state. She made these arguments in 2015.<

    Wer so argumentiert, wie es Harris in diesem Fall offenbar getan (oder zumindest abgesegnet) hat, handelt meiner Ansicht nach nicht bloß aus einer beruflichen Pflicht heraus. Deshalb teile ich die abschließende Einschätzung von Chase Strangio voll und ganz: "For now, I am going to trust that Harris's past tells us exactly what we need to know about her future. And that scares me."
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#9 ursus
#10 ursus
  • 14.08.2020, 01:20h
  • Antwort auf #1 von Ralph
  • "Die US-Politik ist voll von Hochschulabsolventen und Millionären. Grotesk, das jetzt ausgerechnet Frau Harris vorzuhalten."

    Ich vermute mal, es gibt eine große Sehnsucht danach, eine Person wählen zu können, die man für vollständig integer hält und in der man sich auch irgendwie selbst repräsentiert sehen kann. Es ist völlig richtig, dass das amerikanische Wahlsystem letzteres geradezu systematisch ausschließt, indem es eigentlich nur sehr Privilegierten und Reichen die Kandidatur ermöglicht, das ist also Harris wirklich nicht persönlich vorzuwerfen.

    Der Unterschied zu Politiker_innen wie Trump, Biden oder auch Clinton ist vielleicht, dass Harris tatsächlich unter dem Vorzeichen "verkauft" wird, nicht nur die Interessen von Marginalisierten zu vertreten, sondern selbst zu ihnen zu gehören. Ich finde es nicht verwunderlich, wenn jetzt schon gewisse Zweifel an der Überzeugungskraft dieser Strategie aufkommen und deswegen bei ihr auch andere Argumente in der Kritik eine Rolle spielen als bei anderen Politiker_innen.
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#11 DramaQueen24Profil
  • 14.08.2020, 05:01hBerlin
  • Ich habe zu ihr gemischte Gefühle. Sie ist mir für eine Demokratin zu konservativ, zu mainstreammäßig. Ich verstehe, warum Biden sie gewählt hat, aber mir wäre eine linke Afroamerikanerin lieber gewesen.
    Und, dass Frauenfeind Trump gegen sie hetzt, war zu erwarten!
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#12 DramaQueen24Profil
#13 DramaQueen24Profil
  • 14.08.2020, 05:10hBerlin
  • Antwort auf #3 von Ralph
  • Ich kenne die kalifornische Gesetzgebung im Fall von transsexuellen Gefängnisinsassen von damals nicht, aber in einigen anderen Staaten (New York und Massachusetts zum Beispiel) wird es vom Staat bezahlt, sobald bestimmte Kriterien erfüllt sind.
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#14 DramaQueen24Profil
#15 DramaQueen24Profil
  • 14.08.2020, 05:15hBerlin
  • Antwort auf #4 von Peck_S
  • Was Du da forderst, ist unsinnig! Zum einen, weil JEDER Staat das Recht hat, seine eigenen Regeln festzusetzen, und zum anderen, weil es die Aufgabe jedes Geheimdienstes in der Welt ist, im Interesse des eigenen Landes zu handeln (ob richtig oder falsch sei mal dahingestellt), und dazu gehört auch, Einfluss auf andere Länder mit nachrichtendienstlichen Mitteln zu nehmen.
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#16 DramaQueen24Profil
  • 14.08.2020, 05:22hBerlin
  • Antwort auf #5 von Peck_S
  • Du wirst in den USA wenige Politiker treffen, die kein Dreck am Stecken haben, sowohl, was ihr Privatleben angeht, als auch ihre politischen Entscheidungen.
    Zu Snowden: Aus Sicht der US-Regierung hat er Landesverrat begangen, weil er alles öffentlich machte. Und muss aus Sicht der USA verfolgt und vor Gericht gestellt werden.
    Zur Todesstrafe: Ein heikles Thema in den USA. Es gibt Befürworter, Gegner, und Menschen wie ich, die es differenzierter sehen.
    Zu Drohnenangriffen und Tötungen:
    Die USA sehen es als ihr Recht an, diejenigen zu töten, die verantwortlich für amerikanische Tote sind. Auch Israel denkt so. Ich erinnere nur an "Davids Schwert" ein Codename für eine Operation des Mossads, wonach die Verantwortlichen für das Münchner Olympiaattentat getötet wurden.
    Es ist schwierig bis unmöglich, diese Mörder zu entführen und in die USA zu schaffen, darum ist eine Tötung durch Drohnen oder Sprengstoff effektiver.
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#17 DramaQueen24Profil
  • 14.08.2020, 05:26hBerlin
  • Antwort auf #8 von Anonyma
  • Es hängt mehr als nur die OP für eine transsexuelle Gefangene daran. Sie war im Männerknast. Würde sie operiert, müsste sie in den Frauenknast, und würde bis dahin von männlichen Mitgefangenen (falls das nicht schon passiert ist) Opfer von Vergewaltigungen.
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#18 NachfrageAnonym
#19 Ralph
#20 FinnAnonym
  • 14.08.2020, 10:33h
  • Biden und Harris sind sicher nicht mein persönliches Dreamteam.

    Aber besser als nochmal 4 Jahre Trump sind sie allemal.

    Nicht auszumalen, was passiert, wenn Trump nochmal siegen würde und dann in den nächsten 4 Jahren im Supreme Court jemand sterben würde und er den noch mehr nach seinem Willen besetzen kann.

    Dann wären die USA nicht nur die nächsten 4 Jahre, sondern die nächsten Jahrzehnte von Trumps Gesinnung dominiert.
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#21 MariposaAnonym
#22 Peck_SEhemaliges Profil
  • 14.08.2020, 10:40h
  • Antwort auf #16 von DramaQueen24
  • Da weis ich gar nicht wo anzufangen. Vielleicht stelle ich erstmal klar, dass ich mit ekelhafter Doppelmoral nichts anfangen kann und universale Menschenrechte für mich nicht verhandelbar sind und diese auch niemals als "Regeln" bezeichnen werde, die sich Staaten aussuchen.

    Ich kann man nicht über Kadyrow auslassen, dass er LGBT foltert und tötet, aber
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#23 Ralph
  • 14.08.2020, 10:54h
  • Dinge ändern sich nur, weil Menschen ihre Sicht auf sie neu bewerten. Frau Harris nahm jenen Fall mit der Transfrau im Gefängnis zum Anlass, ihre Sicht zu überdenken und sich für eine Änderung der Vorschrift einzusetzen. Diese Wandlung in ihrer Einstellung und ihrem Verhalten ist manchen Leuten hier egal. Sie hacken bis in alle Ewigkeit lieber darauf herum, dass sie sich früher an von ihr zwingend zu vertretende Vorgaben gehalten hatte. Mit gleichem "Recht" kann man Barack Obama vorwerfen, dass er Gegner der Eheöffnung gewesen war, ehe auch er seine Sicht überdachte und zum Befürworter wurde. Glücklich jene unfehlbaren Übermenschen hier, die schon immer alles richtig gemacht haben und und sich nie korrigieren mussten.
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#24 Peck_SEhemaliges Profil
  • 14.08.2020, 11:17h
  • Antwort auf #22 von Peck_S
  • ...über die usamerikanische Folter hinwegsehen, weil die zum geilen Westen gehören und (nur) Moslems und (Untermenschen) aus dem Osten gefoltert werden. Ich mache keine Unterschiede zwischen Menschen. Und anzunehmen, dass in Guantanamo ausschließlich Verbrecher einsitzen ist einfach naiv. Ich empfehle Roger Willemsens Hier spricht Guantanamo.

    Außerdem sprach ich von "analog "Project Fubelt" oder "Operation Condor"". Da ging es nicht um Drogenbarone oder Terroristen, sondern linke Politiker. Keine mordenden Kommunisten oder fleischgewordene Stalinkopien, sondern Menschen wie Salvador Allende und Geistesgenossen überall in Latein- und Südamerika. Was zur Folge hatte, dass man zur Interessenswahrung auch Militärdiktaturen ala Argentienen unterstützt hat, die ihre politischen Gegner und unliebsamen Menschenrechtsaktivisten ja bekanntlich aus dem Flugzeug warfen. Inwiefern die unrechtsstaatliche Ermordung von Menschen durch den Mossad da jetzt legitimieren sollen, dass die USA auch unrechtsstaatlich Menschen ermorden dürfen ist mir ehrlich gesagt ein Rätsel.

    Auch ist mir nicht bekannt, dass es bisher Bomben und Raketen gibt, die einen einzigen Menschen töten und umherstehende Menschen verschont. Das ist Mord und nichts anderes. Und um das klar zu sagen: ein Wesenszug des Rechtsstaates ist es, dass jede Person ein Menschenrecht auf einen fairen unabhängigen Gerichtsprozess mit Rechtsbeistand hat.

    Das Maß an moralischer Verkommenheit werde ich hoffentlich nie erreichen, dass ich diese Taten in irgendeiner Weise rechtfertigen werde um gleichzeitig auf queer.de über Menschenrechte zu philospohieren.
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#25 Anonyma
  • 14.08.2020, 11:31h
  • Antwort auf #17 von DramaQueen24
  • "Sie war im Männerknast. Würde sie operiert, müsste sie in den Frauenknast, [...]"

    Dann können wir uns ja auch denken, was Harris in ihrer Argumentation mit "serious safety and administrative concerns" meinte... Es ging dann wohl vor allem darum, zu verhindern, dass eine trans Frau aus dem Männergefängnis ins Frauengefängnis verlegt werden muss.
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#26 Anonyma
#27 Anonyma
  • 14.08.2020, 14:36h
  • Antwort auf #23 von Ralph
  • "Dinge ändern sich nur, weil Menschen ihre Sicht auf sie neu bewerten. Frau Harris nahm jenen Fall mit der Transfrau im Gefängnis zum Anlass, ihre Sicht zu überdenken und sich für eine Änderung der Vorschrift einzusetzen."

    Kamala Harris wird hoffentlich noch zahlreiche Gelegenheiten bekommen, ihre geänderte Sicht wirklich unter Beweis zu stellen. Die Änderung von Vorschriften, nachdem man gerade erst vor Gericht einen Präzedenzfall verloren hat, reicht da für mich noch nicht aus. Wir bezeichnen ja schließlich auch Horst Seehofer nicht als total LGBTIQ-freundlich, bloß weil er auf Geheiß des Bundesverfassungsgerichts die dritte Option eingeführt hat...

    "Sie hacken bis in alle Ewigkeit lieber darauf herum, dass sie sich früher an von ihr zwingend zu vertretende Vorgaben gehalten hatte."

    Es ist beinahe schon drollig, wie Du berechtigte Kritik immer wieder zu diffamieren versuchst: Mal ist es "Geschrei", dann ist es "Kultivieren von Hass und Aggression", jetzt ist es "Herumhacken"... Irgendwann wird das aber ehrlich gesagt auch mal langweilig. *gähn*
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#28 Ralph
#29 Ralph
  • 14.08.2020, 17:31h
  • Antwort auf #26 von Anonyma
  • Danke. Interessant zu lesen. Ich glaube allerdings trotzdem, dass wir uns freuen sollten, wenn jemand anderen Sinnes geworden ist anlässlich einer solchen Auseinandersetzung, siehe mein Beitrag # 23, statt bis in alle Ewigkeit Klage gegen sie zu führen, dass sie sich vorher mal anders verhalten hat.
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#30 ursus
  • 14.08.2020, 18:01h
  • Antwort auf #29 von Ralph
  • Ich erkenne nicht, dass jemand Harris' Verhalten "bis in alle Ewigkeit" ihr vorwerfen möchte, sondern nur, dass der etwas abstrakte und teils falsch kolportierte Vorwurf anhand von ein paar Fakten konkretisiert wird. Mir hat das, wie ich ja schon schrieb, dabei geholfen, diesen Vorwurf (so hoffe ich) realistischer einordnen zu können.

    Was den Umgang mit diesem Vorwurf angeht: Wir sind es doch alle von tausend Beispielen her gewohnt und sind es müde, uns queerfreundliche Lippenbekenntnisse anzuhören, denen entweder nichts folgt oder die sogar mit einer queerfeindlichen Praxis kontrastieren. Ich finde es nicht so ungewöhnlich oder unverständlich, auch im Falle Harris erst einmal zu prüfen, wie ihre politische Praxis bisher aussah. Natürlich sollten wir alle hoffen, dass Harris von jetzt an wirklich eine vorbildliche Queerpolitik betreibt, in der auch trans Interessen ausnahmsweise mal nicht außen vor bleiben. Angesichts der gerade erwähnten Erfahrungen mit Politiker_innen gerade der höchsten Ebenen finde ich eine gewisse Skepsis aber sehr nachvollziehbar.

    Gerade die Kritik kann und sollte Harrris dazu motivieren, jetzt zu beweisen, dass ihren Worten auch Taten folgen. Wer berechtigte Kritik zu früh mit einem "Schwamm drüber" abtut, signalisiert möglicherweise zu leichtfertig eine Haltung des politischen Verzeihens, den sich gerade trans Menschen derzeit einfach nicht leisten können.
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#31 daVinci6667
  • 14.08.2020, 18:17h
  • Ich kann mir nicht helfen. Zum zweiten Mal trauere ich Sanders nach. Erst haben die Dems vor vier Jahren den fatalen Fehler gemacht Hillary vorzuziehen. Das Resultat kennen wir alle. Dieses Mal nun Biden statt Sanders. Wieder falsche Entscheidung.

    Heute konnte man in schweizer Zeitungen lesen dass vor vier Jahren über 10% der Sanders Anhänger aus Wut und Enttäuschung tatsächlich Trump gewählt haben. Die Dems sind eben genauso heillos miteinander zerstritten wie die Reps.

    Wir können nur noch hoffen dass es nicht wieder der völlig durchgeknallte Narzisst wird. Kommt der irgendwie erneut an die Macht (gewählt wurde er schon letztes Mal nicht, Hillary hatte über 3000000 mehr Stimmen) wars das wohl endgültig mit der amerikanischen Demokratie. Und nein, das ist keine Übertreibung.
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#32 Ralph
  • 15.08.2020, 10:58h
  • Antwort auf #30 von ursus
  • Kann ich alles nachvollziehen. Was ich hingegen nicht nachvollziehen kann, ist, dass Personen, die den umgekehrten Weg gehen, also vom Befürworter von LSBTI-Rechten zum Gegner, nicht mindestens ebenso scharf kritisiert werden. Wenn ich mir anschaue, wie wenig Widerhall Robert Habecks jüngster Entwurf einer Neufassung von Art. 3 GG gefunden hat, in der er sexuelle Orientierung und Geschlechtsidentität unter Aufgabe der vorherigen Position der Grünen aufgibt, dann wundert mich das schon.
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#33 TheDadProfil
  • 15.08.2020, 11:22hHannover
  • Antwort auf #2 von Luna
  • ""Sie hat trans Menschen im Gefängnis Behandlungen verwehrt mit der Begründung "Ich habe nur geltendes Recht durchgesetzt und meinen Job gemacht" ""..

    Das Recht welches sie verteidigt hat, und für das sie ihren Job gemacht hat, hat die Nürnberger Prozesse überhaupt erst ermöglicht..

    Und noch gibt es einen Unterschied darin, ob man seinen Job für eine Demokratie macht, oder für eine Diktatur..
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#34 TheDadProfil
  • 15.08.2020, 11:39hHannover
  • Antwort auf #6 von Anonyma
  • Frau Harris hatte einen Job zu erfüllen..

    Nehmen wir mal an, sie hätte sich geweigert ihn zu tun als angestellte Staatsanwältin des Staates, oder wenn es ihr in diesem Prozess überhaupt möglich gewesen wäre, ihre persönliche Einstellung zur Sache durchgesetzt..

    Wie lange hätte sie diesen Job noch gehabt ?

    Du argumentierst ZU RECHT aus Deiner persönlichen Sicht im Sinne der Strafgefangenen, der man medizinische Behandlungen verweigert hat, vergisst dabei aber einfach mal so, das Angestellte des Staates nach Handlungsvorgaben agieren die der Staat festgelegt hat..

    Ob diese Handlungsvorgaben den Bürger*innen des Staates dienen steht dabei aber eben nicht zur Debatte, und damit ergibt sich auch kein Vorwurf NUR gegen Frau Harris, sondern wenn, dann gegen ALLE Angestellten des Staates, die das Recht durchsetzen müssen welches der Staat durchgesetzt sehen will..

    Zu denken das Menschen wie Frau Harris in ihren Jobs der Position wären im Sinne einer trans*-Befreiung agieren könnten ist bestenfalls naiv..

    Die Argumentation ist damit asymetrisch..

    Man kann sie fragen warum sie diesen Job gemacht hat, und nachfolgend sicher auch, was sie dafür getan hat damit sich diese gesetzlichen Vorgaben ändern, was ja dann auch bekannt ist..

    Ihr einen Vorwurf daraus zu machen in der Vergangenheit einen Job erledigt zu haben der aus HEUTIGER Sicht kontraproduktiv ist, ist aber nichts weiter als das Suhlen in der Opferrolle, dem wir alle in verschiedenen Situationen gerne mal nachhängen..

    Die Handlungen der Vergangenheit kann man nämlich nicht mit den Informationen bewerten die uns dafür Heute zur Verfügung stehen, denn das führt nur zu einem "hätte, wäre, würde", und damit zu einer Art "alternativen Realität", die es aber eben nicht gibt..

    Es macht dann ach keinen Sinn sich Gedanken darum zu machen ob die Welt anders aussehen würde, wenn es Hitler nicht an die Macht geschafft hätte, denn das werden wir niemals erfahren..

    So ist es dann auch hier..
    Frau Harris hat eine Job erledigt, und jedes "was wäre wenn" hat nichts damit zu tun daß die Welt so ist, wie sie ist..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #6 springen »
#35 TheDadProfil
  • 15.08.2020, 11:48hHannover
  • Antwort auf #30 von ursus
  • ""Ich erkenne nicht, dass jemand Harris' Verhalten "bis in alle Ewigkeit" ihr vorwerfen möchte, sondern nur, dass der etwas abstrakte und teils falsch kolportierte Vorwurf anhand von ein paar Fakten konkretisiert wird.""..

    In einigen Kommentaren klingt hier der Ansatz durch :
    "lgbt-freundlich ? die war schon immer feindlich, und daran hat sich nichts geändert"..

    Dem muß man genauso entschieden entgegentreten wie der Auffassung sie wäre ein unbeschriebenes Blatt..

    Denn bei allem Verständnis für die Sache, aber man kann ihr nicht mit dem Vorwurf kommen sie hätte eine "persönliche Auffassung zur Sache" vertreten um ihr dann vorzuwerfen sie hätte diese persönliche Auffassung weder bearbeitet, noch verändert, und sei damit immer noch auf der Seite einer vermuteten Gegnerschaft..

    Die hier durchklingende Beschreibung des "sie war so, sie ist immer noch so" ist weder belegt, noch halte ich sie nach dem derzeitigem Stand der Informationen überhaupt für belegbar..
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#36 FalconAnonym
  • 15.08.2020, 12:38h
  • Antwort auf #34 von TheDad
  • "...Handlungsvorgaben...die der Staat festgelegt hat...die das Recht durchsetzen müssen welches der Staat durchgesetzt sehen will...gesetzlichen Vorgaben..."

    Sie hat eben nicht nach "gesetzlichen Vorgaben" gehandelt, sondern versucht, sie mit einer transfeindlichen Argumentation eines "Experten", der alle medizinischen Standards leugnete, zu unterlaufen.
    Das Gericht hat dann auch deutlich festgestellt, dass sie gegen(!) "gesetzliche Vorgaben" in ihrer Funktion als attorney general verstossen hat.

    Ins Deutsche übersetztes Zitat aus dem Urteil: Der Antragstellerin sind unverzüglich und so schnell wie möglich operative Massnahmen zu ermöglichen.

    Informiere Dich doch einfach mal vorab mit Hilfe der hier verlinkten Informationen, anstatt mit Ignoranz zu beeindrucken und "gesetzliche Vorgaben" herbeizureden, an die Harris sich angeblich halten musste und die es so garnicht gab. Das Urteil zu lesen, wäre ein Anfang.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #34 springen »
#37 TheDadProfil
  • 15.08.2020, 13:03hHannover
  • Antwort auf #36 von Falcon
  • ""Sie hat eben nicht nach "gesetzlichen Vorgaben" gehandelt""..

    Die Auffassung des Gerichtes widerspricht der Auffassung des Gesetzgebers..
    Das ist NICHT gleichbedeutend damit, es handelte sich bei der Vertreterin des Staates um ihre eigene Auffassung, ihre persönliche Auffassung..

    Wie in einem Artikel dann solche Formulierungen auftauchen, die den Eindruck erwecken sollen es sei so, das überprüfe man Anhand dessen, wer und wann den Artikel verfasst hat, und welchen Zwecken dieser dienen sollte..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #36 springen »
#38 Anonyma
  • 15.08.2020, 15:06h
  • Antwort auf #34 von TheDad
  • "Frau Harris hatte einen Job zu erfüllen.."

    Und die Art und Weise, WIE sie diesen Job erfüllt hat, wird von mir und anderen kritisiert. Warum ist das in Deinen Augen ein Problem? Darf man neuerdings nicht mehr kritisieren, wie jemand ein politisches(!) Amt ausfüllt? Ja genau, Du hast richtig gelesen: Attorney General ist ein politisches Amt, denn ein Attorney General wird in Kalifornien von den Bürger:Innen GEWÄHLT!

    "Wie lange hätte sie diesen Job noch gehabt ?"

    Bis zum Ende der laufenden Amtszeit, denn das Amt des Attorney General ist in Kalifornien auf maximal 2 Amtszeiten mit je 4 Jahren Dauer beschränkt und Kamala Harris befand sich bereits in ihrer zweiten Amtszeit.

    Es tut mir wirklich leid, aber wenn Dir nicht mal diese Basics bekannt sind, dann werden wir hier keine brauchbare Diskussion führen können. Bitte informiere Dich zukünftig doch zumindest mal über die absolut notwendigsten Grundlagen, bevor Du in eine solche Diskussion einsteigst.

    "Man kann sie fragen warum sie diesen Job gemacht hat, und nachfolgend sicher auch, was sie dafür getan hat damit sich diese gesetzlichen Vorgaben ändern, was ja dann auch bekannt ist.."

    Genau das wurde mit wenig befriedigendem Ergebnis getan:

    www.washingtonblade.com/2019/01/21/harris-takes-full-respons
    ibility-for-briefs-against-surgery-for-trans-inmates/


    Man wird sehen, wie sich Kamala Harris schlägt, wenn sie (hoffentlich!) die Gelegenheit dazu bekommt. Bis dahin bleibe ich erstmal skeptisch. Und ich kann beim besten Willen nicht erkennen, warum das irgendwie schlimm sein sollte.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #34 springen »
#39 FalconAnonym
  • 15.08.2020, 15:16h
  • Antwort auf #37 von TheDad
  • "Die Auffassung des Gerichtes widerspricht der Auffassung des Gesetzgebers.."

    Du hast es immer noch nicht verstanden. Es ging nicht um "Auffassungen eines Gesetzgebers". Es ging überhaupt nicht um "Gesetze" oder "gesetzliche Vorgaben".
    Es ging um die Verweigerung einer notwendigen medizinischen Behandlung.

    Medizinische Behandlung ist immer durch Standards definiert. Das gilt für die Behandlung von Herzinfarktpatienten genauso, wie für die Behandlung einer Grippe. Die notwendigen medizinischen Behandlungen dürfen auch Menschen im Strafvollzug nicht vorenthalten werden.
    Die notwendigen medizinischen Behandlungen von trans Menschen sind in den Standards Of Care definiert.

    Frau Harris versuchte Michelle-Lael Norsworthy die notwendige medizinische Behandlung zu verweigern, indem sie durch einen externen "Sachverständigen" die medizinische Notwendigkeit einer Genitalangleichung zu einem "frivolen Wunsch" von Norsworthy umdeutete und die Ansicht vertrat, die "Enttäuschung" von Norsworthy über die Verweigerung dieser Behandlung könne mit (lebenslanger) Psychotherapie "behandelt" werden. Diese Sichtweise entspricht der Sichtweise auf trans Menschen aus den 60er Jahren und ignoriert die heute und zum Zeitpunkt der Entscheidung gültigen Standards Of Care.

    Es ging hier zu keiner Zeit um Gesetze", "gesetzliche Vorgaben" oder "gesetzliche Auffassungen". Es ging um die Verweigerung von notwendiger medizinischer Behandlung. Das wurde vom Gericht als (vorhersehbar) rechtwidrig verurteilt. Die Antragsgegnerin, verantwortlich attorney general Kamala Harris, wurde dazu verurteilt, den Zugang zu medizinisch notwendigen Behandlungen "unverzüglich und so schnell wie möglich" für Norsworthy zuzulassen.

    Die Informationen dazu wurden hier bereits früh verlinkt. Ich kopiere sie noch einmal hier hin.

    transgenderlawcenter.org/wp-content/uploads/2014/12/First-Am
    ended-Complaint.pdf


    transgenderlawcenter.org/wp-content/uploads/2015/04/Norswort
    hy-Order-on-PI.pdf


    transgenderlawcenter.org/wp-content/uploads/2014/12/Norswort
    hy-MTD-Order1.pdf


    Du bist nicht informiert. Deinem Diskussionsansatz fehlt jede Grundlage. Bitte lesen und fehlendes Wissen nachholen.
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#40 TheDadProfil
  • 17.08.2020, 08:25hHannover
  • Antwort auf #38 von Anonyma
  • ""Und die Art und Weise, WIE sie diesen Job erfüllt hat, wird von mir und anderen kritisiert.""..

    Zu Recht..
    Daran besteht kein Zweifel..

    Aber die Kritik darf dann nicht den Eindruck erwecken, den es hier erweckt, und der dann lautet :
    Sie war in einer Position gegen Trans*Rechte, und das ist sie Heute noch..
    (so der Tenor einiger Kommentare auch in dem anderem Thread zu ihr)

    Sie hatte einen Job der sie in eine Position brachte gegen Trans*Rechte zu agieren..

    Ob das ihrer persönlichen Haltung zur Sache entsprach, was man aufgrund ihres Einsatzes zur Abschaffung von entsprechenden Gesetzen anzweifeln darf, und ob sie diese Haltung immer noch vertritt, das kann man sie fragen, das muß man sie auf dem kommendem Nominierungs-Parteitag fragen, und dann abhängig von ihrer Antwort dazu eine Einordnung vornehmen..

    Aber eine Vorverurteilung allein anhand der Vergangenheit, und ohne die Betrachtung der Jetztzeit bleibt nichts weiter als eine "politische Demontage" eines Menschen der wahrscheinlich die beste Möglichkeit für die Gleichstellung&Gleichberechtigung der US-Amerikanischen Gesellschaft seit den Obamas bietet..
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#41 TheDadProfil
  • 17.08.2020, 08:33hHannover
  • Antwort auf #39 von Falcon
  • ""Du hast es immer noch nicht verstanden. Es ging nicht um "Auffassungen eines Gesetzgebers". Es ging überhaupt nicht um "Gesetze" oder "gesetzliche Vorgaben".
    Es ging um die Verweigerung einer notwendigen medizinischen Behandlung.""..

    Es ging NUR um die Auffassungen des Gesetzgebers dazu..
    Mrs.Harris vertrat als Anwältin den Staat, der nicht bereit ist für Insassen in Gefängnissen mehr zu tun als unbedingt notwendig..

    Ob das nun wie in diesem Fall eine GA-OP sei sollte, oder im Zweifel eine Herztransplantation für einen zu mehrfacher Lebenslänglicher Haft verurteilten Gewalttäter ist dabei unerheblich, der Staat will an allem sparen..

    Diese Auffassung vertrat sie also als Auftrag ihres Arbeitgebers..

    Ihr diese Auffassung persönlich anzulasten trifft das bestehende Problem der Handlungsvorgaben der Staaten nicht einmal im Ansatz, denn es gilt nicht die Angestellten der Staaten zu kritisieren, sondern die Staaten wegen ihres Umganges mit den Menschenrechten ihrer Bürger*innen !

    Daher ist die Kritik die hier geübt wird, und die ich für berechtigt halte, zwar gut und wichtig, sie trifft aber mit Mrs.Harris als Angestellte Beamtin des Staates das falsche Ziel !
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#42 FalconAnonym
  • 17.08.2020, 12:39h
  • Antwort auf #41 von TheDad
  • "Mrs.Harris vertrat als Anwältin den Staat, der nicht bereit ist für Insassen in Gefängnissen mehr zu tun als unbedingt notwendig.."

    Entschuldige mal bitte, aber Du hast Dich immer noch nicht über den Vorgang informiert, obwohl er mehrmals verlinkt wurde. Wichtig ist hier, welcher Argumentation und Strategie sie sich bediente, um die medizinische Behandlung von Michelle-Lael Norsworthy, die zum Zeitpunkt der Klage bereits einer seit 20 Jahren(!) andauernden Psychotherapie unterworfen war, als "medizinisch nicht notwendig" zu erklären, indem sie Genitalangleichungen zu einem "frivolen Wunsch" erklären liess. Als Politikerin(!). Leider wird das wiederholt von Dir ignoriert. Genau das ist aber Gegenstand der Kritik an Harris und Grund der zukünftigen Skepsis an ihrer Person.

    "Diese Auffassung vertrat sie also als Auftrag ihres Arbeitgebers...denn es gilt nicht die Angestellten der Staaten zu kritisieren, sondern die Staaten wegen ihres Umganges mit den Menschenrechten ihrer Bürger*innen !"

    Das Amt des Attorney General ist in Kalifornien ein politisches Amt. Sie wird von den Bürger*innen gewählt. Harris ist Politikerin(!) - nicht "Angestellte des Staates".
    Dir fehlen hier einfachste Grundlagen, was umso verwunderlicher ist, da sie Dir bereits vermittelt wurden.
    Du kritisierst Seehofer doch auch für seine Arbeit als Politiker(!). Würdest Du hier auf die Idee kommen, dass man ihn nicht kritisieren darf, weil er als "Angestellter des Staates" nur den "Auftrag seines Arbeitgebers" umsetzt?

    Sie wurde somit als Politikerin wegen des "Umganges mit den Menschenrechten ihrer Bürger*innen" kritisiert. Was Du forderst, ist genau das, was bereits geschehen ist. Das ist ja eben genau der Vorgang, um den es geht.
    Bis heute hat sie nur unbefriedigende Einlassungen als Politikerin(!) zu dieser Kritik an ihr gebracht. Warum diese Einlassungen problematisch sind, ist in den verlinkten Quellen ebenfalls erklärt. Die Skepsis an ihr ist begründet.

    Es tut mir leid, aber ich werde hier nicht Tage damit zubringen, exklusiv für Dich einen ganzen Vorgang nachzuarbeiten, den man einfach lesen kann.
    Du hat Dich nicht mit dem Vorgang immer noch nicht befasst. Auch scheinen Dich einfachste Informationen nicht zu erreichen, z.B. was das Amt eines Attorney General überhaupt ist.
    Ich bitte Dich daher jetzt mittlerweile zum 3. mal in Folge, Dich bitte in den Vorgang und U.S.-Verhältnisse einzuarbeiten.
    So kann eine Diskussion nicht erfolgreich sein. Sie muss scheitern. Eine Diskussion braucht Grundlagen, sonst ist es keine.
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#43 FalconAnonym
  • 17.08.2020, 12:52h
  • Antwort auf #41 von TheDad
  • "Daher ist die Kritik die hier geübt wird, und die ich für berechtigt halte, zwar gut und wichtig, sie trifft aber mit Mrs.Harris als Angestellte Beamtin des Staates das falsche Ziel !"

    Noch einmal mit aller geduldigen Deutlichkeit:

    Das Amt des Attorney General ist ein Politisches. Ein Attorney General wird von den Bürger*innen gewählt. Harris war und ist Politikerin. Sie wurde als Politikerin für ihre politische Arbeit kritisiert. Es traf genau das "richtige Ziel".

    Harris ist weder "Angestellte" noch "Beamtin". In den USA gibt es überhaupt keine Beamte in diesem Sinne. Die Vorstellung von Staatlichkeit ist dort eine völlig andere.

    Dein Ansatz zur Diskussion entbehrt, wie ich bereits in meinem ersten post sagte, jeder Grundlage.
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#44 Anonyma
  • 17.08.2020, 17:54h
  • Antwort auf #40 von TheDad
  • Tut mir leid, lieber TheDad, aber ich sehe in einer weiteren Diskussion hier einfach keinen Sinn. Deine Antworten an Falcon und mich zeigen, dass Du trotz der umfangreichen Informationen, die Dir hier zur Verfügung gestellt wurden, lieber weiterhin an Deiner irrigen Ansicht, Harris wäre eine "angestellte Beamtin des Staates" gewesen, die lediglich "im Auftrag ihres Arbeitgebers" gehandelt hat, festhalten und damit vollständig an der Sache vorbei argumentieren möchtest. Das ist Dein gutes Recht und das kannst Du auch gerne tun, aber erwarte bitte nicht, dass ich mich an diesem abwegigen Unterfangen noch weiter beteilige.
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#45 TheDadProfil
  • 18.08.2020, 08:46hHannover
  • Antwort auf #42 von Falcon
  • ""Entschuldige mal bitte, aber Du hast Dich immer noch nicht über den Vorgang informiert, obwohl er mehrmals verlinkt wurde. Wichtig ist hier, welcher Argumentation und Strategie sie sich bediente""..

    Die Argumentation war die Gleiche wie sie sie bei einer Herztransplantation eines anderen* Gefangenen* angeführt hätte !

    Der Staat will diese Kosten nicht tragen !

    Das Recht auf eine GA-OP ist ein Menschenrecht..

    Das Recht auf Überleben aber auch !

    Wer hier mit einer "Schieflage" argumentiert, und dabei missachtet das Mrs.Harris einen "staatlichen Auftrag" zu erledigen hatte, und unterschwellig die Behauptung aufstellt, dies sei ihre "persönliche Haltung" gewesen, kann man hier immer noch lesen !

    Im Grundsatz werden nämlich nicht nur Trans*-Menschen in Knästen die Menschenrechte sehr stark eingeschränkt, sondern ALLEN Insassen* solcher Gefängnisse !

    Aber hier werden Unterschiede "gedacht" die bei Licht betrachtet ALLE Gefangenen* betreffen, zumal wenn es um den Zugang zu medizinischen Leistungen geht..

    Dort kann man sicher ausführlich darüber streiten ob ein Staat das Recht hat Gefangene* in Haftanstalten medizinisch schlechter zu versorgen als den Durchschnitts-US-Amerikaner, und wird an vielen Stellen der möglichen Forderungen schon am US-Krankenkassen-System scheitern, welches vollständig anders arbeitet als etwa bei uns..

    Vergleichbar ist hier sogar die "Anordnung" (denn das ist keine gesetzliche Grundlage !) von Trump künftig keine Trans*-Menschen in die Streitkräfte aufzunehmen, weil diese ja angeblich die Medizin-Kosten der Streitkräfte über Gebühr belasten würden, und Trans*-Menschen damit teilweise der Zugang zu guter medizinischer Versorgung genommen wird..

    Hat aber ein US-Bürger grundsätzlich ein Recht darauf bei den Streitkräften (egal ob als Soldat oder als Zivil-Angestellter) zu arbeiten, oder ist auch dieser Arbeitgeber in seiner Ressource der Masse Beschäftigter begrenzt ?

    Was nichts daran ändert das allen Trans*-Menschen die dort arbeiten einen ungehinderten Zugang zu medizinischen Leistungen haben müssen, aber eben nicht alle Trans*-Menschen einen ungehinderten Zugang zu den Streitkräften erreichen können..

    Da muß man schon fernab seiner persönlichen Einstellung, und auch seinen persönlichen Bedürfnissen argumentieren, denn Menschenrechte erreicht man nicht indem man sich allein auf Einzelschicksale beruft, der Staat muß und will eine "generelle Regelung" schaffen die "möglichst allen" dienlich ist..

    Bisweilen scheint hier sogar die Argumentation durch, dieser Frau sei die GA-OP nur deshalb verweigert worden weil sie im Knast sitzt, in allen anderen Bereichen der US-Gesellschaft hätte sie ja "ungehinderten Zugang" dazu..

    Wer die US-Gesellschaft ein bisschen kennt, weiß wie falsch dieses Argument ist..
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#46 TheDadProfil
  • 18.08.2020, 08:50hHannover
  • Antwort auf #43 von Falcon
  • Sie ist eine "gewählte Beamtin"..

    Grad so wie eine "gewählte Standesbeamtin" in einem anderem Staat, oder ein Sheriff, der seinen Job nicht auf der Polizeischule gelernt hat..

    Und deshalb folgt sie sowohl politischen Vorgaben als auch Gesetzen, denn ihr Job als Staatsanwältin ist NICHT vergleichbar mit dem eines einfachen Abgeordnetem* in einem Parlament..
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