Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?36818

Polizeibericht

Berlin: Nach homophober Beleidigung mit Reizgas besprüht

Vor der Berliner Volksbühne kam es in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag zu einem Angriff mit mutmaßlich schwulenfeindlichem Hintergrund. Der Angreifer konnte mit einem Fahrrad flüchten.


Der Tatort: Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz in Berlin-Mitte (Bild: Ansgar Koreng / flickr)

In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag soll in Berlin-Mitte ein unbekannt gebliebener Mann Personen einer Gruppe beleidigt und mit einem Reizstoff besprüht haben. Dies meldete die Polizei der Hauptstadt am Donnerstagnachmittag.

Nach den bisherigen Ermittlungen und Aussagen saßen mehrere Männer und Frauen auf den Stufen vor der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, als gegen 0.15 Uhr ein Mann mit einem Fahrrad vorbeikam, die Gruppe bepöbelt und dabei einen 20 Jahre alten Mann schwulenfeindlich beleidigt haben soll.

- Werbung - Video - Abheben und Frankreich und die Welt entdecken

Reizgas-Attacke eine Viertelstunde später

Der Unbekannte habe sich zunächst entfernt, soll dann etwa eine Viertelstunde später zurückgekommen sein und habe einen Reizstoff versprüht. Zwei Männer, 21 und 33 Jahre alt, erlitten Augen- und Atemwegsreizungen. Der Mann soll erneut mit dem Rad geflüchtet sein.

Die weiteren Ermittlungen zu der Beleidigung und der gefährlichen Körperverletzung hat – wie bei Hasskriminalität üblich – der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamtes übernommen. Nähere Angaben zum mutmaßlichen Täter wurden im Polizeibericht nicht gemacht.

Mehr LGBTI-feindliche Gewalt in Berlin erfasst

In Berlin werden immer mehr homo- und transfeindliche Angriffe erfasst. Wie das Antigewaltprojekt Maneo im Mai mitteilte, wurden ihm allein im vergangenen Jahr 559 Fälle gemeldet (queer.de berichtete). Damit erhöhte sich die Zahl um 46 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Davon richteten sich den Angaben zufolge 395 Taten gegen Schwule und männliche Bisexuelle. Hier betrug der Anstieg 38 Prozent. 83 Delikte hätten sich gegen trans Personen gerichtet und 47 gegen Lesben oder weibliche Bisexuelle, erklärte Maneo weiter.

Die Berliner Polizei macht anders als viele andere deutsche Polizeibehörden mögliche homo- oder transfeindliche Hintergründe von Straftaten gezielt in ihren Pressemitteilungen publik. Sowohl Polizei als auch Staatsanwaltschaft der Hauptstadt besitzen zudem eigene Ansprechpersonen für sexuelle und/oder geschlechtliche Minderheiten. Damit soll Homo- und Transsexuellen, die traditionell ein eher kritisches Verhältnis zur Polizei haben, das Stellen von Anzeigen nach LGBTI-feindlichen Übergriffen erleichtert werden. (cw/pm)



#1 FinnAnonym
  • 14.08.2020, 10:24h
  • Vielleicht sollten wir auch mit Pfefferspray o.ä. für unseren Schutz selbst sorgen.

    Da der Staat offenbar immer ohnmächtiger gegen Gewalt reagiert, müssen wir das vielleicht in unsere eigene Hand nehmen.
  • Antworten » | Direktlink »
#2 Pink FlamingoAnonym
  • 14.08.2020, 16:20h
  • Antwort auf #1 von Finn
  • Aber sicher doch. Keine Frage. Es REICHT!
    In diesen Fall hätte schon ein Teleskopschlagstock ausgereicht um diesen Täter daran zu hindern weiterzufahren mit dem Fahrrad. Teleskopschlagstock zwischen die Speichen und er hätte einen netten Sturz hingelegt. Und bevor mir jetzt hier jemand kommt mit, dass geht aber gar nicht. Wenn zwei Zeugen aussagen, der ist selber gestürzt, nachdem dieser uns mit Reizgas oder sonstiges angegriffen hatte, sieht es echt schlecht für ihn aus. Zudem fährt in Berlin wiedereinmal jemand mit dem Fahrrad durch die Gegend und besprüht ahnungslose Fußgänger mit einer reizenden Flüssigkeit. Vielleicht ist es ja der selbe Mann.
  • Antworten » | Direktlink »
#3 GrummelAnonym
  • 14.08.2020, 22:28h
  • Antwort auf #1 von Finn
  • Als Berliner, der die zunehmende Verrohung der Gesellschaft gerade in Berlin tagtäglich erleben darf (heute war von "Du Arschfi....", "Schwein", "sofort vergasen" mal wieder so ziemlich alles dabei), verrate ich Dir: Ich gehe seit Jahren nicht mehr ohne Reizgas und andere Utensilien aus dem Haus.
  • Antworten » | Direktlink »
#4 Pink FlamingoAnonym
  • 15.08.2020, 09:18h
  • Antwort auf #3 von Grummel
  • Hallo Berliner. Da ich ebenso aus der Haupstadt bin, muß ich Dir vollkommen zustimmen. Meine Antwort kannste ja hier nachlesen. Ich wurde 25 Jahre im Postbetrieb gemobbt, das macht einen hart oder man zerbricht daran. Ein türkischer Mitarbeiter machte sich mal auf Türkisch mit ein paar Aushilfskräften über mich lustig. Aber ich merkte es und konterte zurück, indem ich laut zu ihm sagte, Sodas alle es hören konnten: ich weiß was Du jetzt denkst. Arschficker,Arschficker. Er wurde Rot im Gesicht. Denn ich hatte ihn damit voll erwischt.
  • Antworten » | Direktlink »