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USA

Pornostar Roman Heart gestorben

Erneut muss die amerikanische Pornoindustrie den frühen Tod eines ihrer Stars beklagen: Roman Heart wurde nur 33 Jahre alt.


Roman Heart wurde nur 33 Jahre alt

Der bekannte amerikanische Ex-Pornodarsteller Roman Heart (auch unter dem Pseudonym Linc Madison bekannt) ist bereits im letzten Jahr im Alter von nur 33 Jahren verstorben. Das teilte der gewöhnlich gut informierte Pornoblog "Queer Me Now" mit. Über die Todesursache wurde nichts bekannt.

Heart, , der 2006 als bester Newcomer mit dem Porno-Oscar "GayVN Award" ausgezeichnet worden war, war rund acht Jahre lang exklusiv für das Edel-Label Falcon tätig. Er wirkte in Chi-Chi-LaRue-Filmen wie "Super Soaked" und "Heaven to Hell" mit. Weitere Filme trugen Titel wie "The Velvet Mafia", "My Big Fucking Dick", "Face Fuckers" oder "Woodshop". In seinem mehr als 40 Filmen war er meist als Bottom zu sehen.

Laut einer von Falcon verbreiteten Legende soll der aus Seattle stammende Roman Heart an seinem 18. Geburtstag die amerikanischen Pornostudios abgeklappert haben. "Er hat mit seinem Arsch und mit seiner Geburtsurkunde gewinkt", heißt es auf der Homepage des Labels. "Roman macht Sex echt und besonders." Kaum ein anderer Pornostar sei in der zweiten Hälfte der Nullerjahre öfter auf schwulen Magazinen abgebildet worden als Heart.

Direktlink | Das Interview stammt aus dem Jahr 2011

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Heart arbeitete mit verstorbenem Erik Rhodes zusammen


Titelseite eines beliebten Schwulenmagazins aus dem Jahr 2006

Hearts erster Film war "Flesh", der von Studio 2000 im Jahr 2004 herausgebracht wurde. In diesem Klassiker wirkte auch Erik Rhodes mit, der bereits 2012 im Alter von 30 Jahren einem Herzinfarkt erlegen war (queer.de berichtete).

Mehrere andere Darsteller oder Ex-Darsteller zeigten sich in sozialen Medien entsetzt über den frühen Tod von Heart. "Ich bin schockiert. Das zerbricht mir das Herz", schrieb etwa Wolf Hudson auf Facebook. "Wir haben ungefähr zur selben Zeit in der Mitte der Nullerjahre mit Porno angefangen. Er war ein Gentleman, eine gute Seele und keck, aber trotzdem süß." (cw)

?I?m shook! This is heartbreaking. We came up around the same time in porn in the mid 2000s. He was a gentlemen, sweet...

Gepostet von Wolf Hudson am Mittwoch, 12. August 2020
Facebook / Wolf Hudson



#1 daVinci6667
  • 14.08.2020, 17:56h
  • Mal ehrlich. Fast jedem hier kommt wohl sein Bild bekannt vor.

    Einfach nur traurig wie viele auf die wir uns genüsslich einen runter holen so früh sterben.

    Jedem müsste auffallen, hier stimmt was gewaltig nicht. Ständig liest man von Suiziden, Drogen, Herzinfarkten in jungen Jahren usw. Ausbeuterischer kapitalistisches Sexbusiness schaden ihnen allen, allzu viele bezahlen es gar mit dem Tod. Das ist die Realität die wir aber eigentlich alle gar nicht hören wollen.

    Keiner von ihnen gehört zur herrschenden Klasse. Sie werden menschenverachtend als Ware behandelt statt als Menschen. Wer vorher noch keine Drogen nahm gerät in diesem Business in grosse Gefahr halt später damit anzufangen. Oder sie halten dem Druck am Set und ihrem Umfeld nicht aus. Irgendwie auch bezeichnend für eine pseudoliberale Gesellschaft und unsere Community.
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#2 IckeAnonym
  • 15.08.2020, 11:55h
  • Antwort auf #1 von daVinci6667
  • Klar kenn ich den auch, der sah schon ziemlich gut aus, auf dauer allerdings fehlte mir da das gewisse Etwas. Dennoch tragisch und ja das Geschäft ist hart, aber auch hart im Wandel. Die Studios haben kaum noch gute Leute weil die inzwischen gemerkt haben dass wenn sie guten Content liefern die Leute sie auch direkt bei Twitter/OnlyFans bezahlen. Klar mit Kameramann ist es besser, aber nicht umsonst sind diese Fakesachen von Czech Hunter beliebt. So was wird halt auch geschaut und dann kann man auch den Schritt weiter gehen und schauen was die Sexarbeiter so privat teilen.
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#3 JadugharProfil
  • 15.08.2020, 15:13hHamburg
  • Ich kenne mich in dieser Branche nicht aus und ich weiß auch nichts über die Motive jener Menschen, die in dieser Branche arbeiten und ob die vielen Berichte über die vielen jungen toten Darsteller mit den Arbeitsbedingungen in jener Branche zu tun haben oder mit den Milieu, wo diese jungen Menschen aufwachsen. Es könnte jedoch sein, daß es auch in allgemeines Syndrom unserer Gesellschaft ist, wo wir jedoch nur die Fälle wahrnehmen, wo Menschen durch ihre Arbeit öffentlich bekannt werden. In den USA gilt das Leben als besonders hart und die Berichte über jene sehr früh Verstorbenen stammen ja sehr häufig von dort.

    Ich könnte mir gut vorstellen, in solch einer Branche zu arbeiten, wenn man hier exhibitionistische Anteile ungestraft ausleben darf und somit auch einigen Menschen eine Freude bereitet. Eine solche Arbeit könnte sehr angenehm sein. Da würde ich auf den ersten Blick nichts Unangehmes in jener Branche ausmachen.

    Wenn ich mir jedoch die heutige Situation in der Gesellschaft betrachte, dann ist sie von Extremen geprägt, die vielen Menschen gegen den Strich geht. Eine von Gier geprägten Leistungsgesellschaft, die von den Menschen dauerhaft Höchstleistungen fordert, sie ausquetscht wie Zitronen und bei geringster Schwäche sie gleich wie Müll wegwirft in Form von Kündigungen. Menschen die oft ein großen Teil ihres Lebens in Bildung investiert haben, um in jener Gesellschaft mitzuhalten zu können, werden körperlich und seelisch verschlissen und unkameradschaftlich (unsozial) behandelt! Besonders junge Leute leiden daran und stranden irgendwo! Die vielen Drogentoten, Selbstmorde aber auch die Toten, die durch den Verschleiß schon sehr jung gestorben sind, nehmen wir kaum noch wahr.

    Geht man durch die Straßen, so sieht man nur noch Menschen, die durch diese Situation gesundheitlich geschädigt und verbraucht sind. Das geht quer durch alle Altersschichten. Man sieht jede Menge Gehbehinderte, Rollifahrer, Drogensüchtige, und medizingeschädigte, erschöpfte und ausgelaugte Menschen. Man hat sich an diesen Anblick gewöhnt und hält es für normal. Ärzte und Pharmazeuten haben dabei Hochkonjunktur.
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#4 andreAnonym
  • 15.08.2020, 16:11h
  • Antwort auf #2 von Icke
  • Nie gesehen den Jungen. Vielleicht liegts daran, daß er für Chi-Chi-LaRue aufgelaufen ist und somit überwiegend oder sogar immer "Safe" gef... wurde. Mich törnt so etwas ab, wenn sich der Scheinwerfer im Kondom spiegelt. Oft gesehen. Aber immerhin weiß jeder was er tut, wenn er so einen Job annimmt. Mit mindestens 18 kann man das voraussetzen. Da muß man auch nicht jammern, wie schlimm doch diese Szene ist. Die suchen das große Geld, was durchaus legitim ist, aber nur wenige schaffen es offenbar. Bedauerlich für seine Familie und Freunde, aber sonst .... ?
    Stehe vielleicht auch auf andere Typen. Deshalb ist er mir unbekannt.
    "BiLatinMen" oder "Latinboyz", ja da gehts ab. Da reichen sogar die freien 20min. Ab und zu findet man auch längere Filme, die sich durchgeschmuggelt haben. Die Geschmäcker sind eben verschieden. So solls sein.
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#5 perissoteronAnonym
  • 16.08.2020, 07:12h
  • Jau - es ist paradoxe Realität, dass xxx-Darsteller einerseits auf safe machen, und sich gleichzeitig die Gesundheit ruinieren mit diversen Mitteln. Genauso paradox wie die Tatsache, dass die meisten Gaydarsteller einen Hetero- bzw. Bi-Hintergrund haben. Davon ab, die genannten Studios mit ihren überzüchteten safer6-Muskelmänners gehen gar nicht, für mich sinds Abtörner.
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#6 svenboEhemaliges Profil
  • 16.08.2020, 08:22h
  • Find ich persönlich bedenklich, dass in den Kommentaren glasklar abschätzig über Sex mit Kondom geschrieben wird. Diverse sexuell übertragbare Krankheiten sind alles andere als besiegt, also müssen sich besonders Pornodarsteller in hohem Maße davor schützen. Da kann gar nicht genug vorab getestet werden und die Gummis sollten auch stabil sein. Ist schon eine etwas sonderbare Doppelmoral, Pornos mit Kondomen aus wechen Gründen auch immer abzulehnen, aber andererseits zu meinen, kein Darsteller würde prinzipiell zu dieser Tätigkeit gewungen werden und wüsste ja sowieso was er sich in der Branche generell zumutet. Gibt ja Kohle dafür, na toll. Also turnt nur der offensichtliche Tanz auf der Rasierklinge, dem sich quer durch die Botanik pimpernde Barebackdarsteller zumuten, so richtig an? Da würde ich nochmal drüber nachdenken, Jungs. Nö, da bin ich auf der Seite von Chi Chi und co..

    Roman Heart ist mir ein Begriff, da ich den hocherotischen Film "Getting it in the End" in meiner DVD Sammlung habe. Roman ist ein Paradebeispiel für eine hochverführerisch auftretende Muskelqueen. Vielleicht nicht ganz mein Typ, aber die Chemie zwischen ihm und seinem Filmpartner ist in benanntem Fall unglaublich intensiv gegeben. Dieser Film ist, wie gesagt, großartig. Mehr kann ich zu seiner Arbeit nicht sagen. Ich finde es extrem traurig, dass er mit nur knapp über 33 Jahren aus dem Leben geschieden ist. :( Es tut mir für ihn und seine Angehörigen sowie Freunde sehr leid.

    Die Branche wandelt sich immer mehr in die digitale Richtung, was für die Darsteller definitiv nicht positiv ist. Mir scheint es, als sei die Glamourphase der Gaypornos genauso vorüber wie die der ganz großen, hochindividuellen Hollywoodblockbuster. Inwieweit Darsteller an den nicht gerade zimperlichen Arbeitsbedingungen und an Substanzmissbrauch scheitern, steht auch noch auf einem anderen Blatt. Eine Tendenz zu immer mehr Muskelmasse ist bei vielen Darstellern zu erkennen, wenn sie längere Zeit dabei bleiben. Das könnte daran liegen, dass kleine Makel, die das Alter mit sich bringt, mit überzogenen, anabol hingezüchteten Adonismuckis ausgeglichen werden. Liest man auf Pornblogs nur kurz in die Kommentare rein, fallen einem sofort die oberflächlichen "ewww balding guys" Kommentare auf, um nur ein mögliches, besonders auffälliges Beispiel für schwule, verbale Grausamkeit zu nennen. Viele Probleme sind hausgemacht und sie haben vielfach mit lächerlichsten Eitelkeiten zu tun. :/

    Insofern sollten wir, die wir teils mit Sicherheit einem nicht zu unterschätzenden Pornokonsum frönen, mal kurz innehalten und über die verlogenen Schönheitsideale sinnieren, die wir in einem Anflug geistlosen Schubladendenkens auch gern in der Szene gegen unsere eigene Leute ausspielen. Warum wohl heizen heterolike aussehende Männer bzw. Gay4Pay Guys die Pornoverkäufe so massiv an. Das liegt an einem unterschwellig nagenden Selbsthass, den einige von uns in ihrer Teenphase aufgebaut haben, weil sie von ihren Geschlechtsgenossen gerade auf Grund ihrer Homosexualität als effeminiert und "unmännlich" gebrandmarkt wurden. Daraus resultieren, mal grenzwertig salopp gesprochen, typische "Masofaggots", die sich von besonders brachial männlich auftretenden Tops durchnudeln lassen möchten, oder genau diese Fantasie im Porno präsentiert sehen wollen und auf der anderen Seite haben wir auch die bewusste Machoattitüde einiger homosexueller Männer, für die nichts anderes in Frage kommt, als dem vermeintlich stärkeren heterosexuellen Mann in seinem omnipotent männlichen Auftreten vollumfänglich nachzueifern.

    Man könnte das noch weiter analysieren, aber das muss an dieser Stelle nicht sein. Dabei gibt es eigentlich alles - auch "Heterotunten" usw. ... ob die Darsteller nun hetero, bi oder gay sind, spielt nicht mal so die große Rolle. Stereotype Körpertypen und ultrazementierte Vorstellungen von Maskulinität sind da schon wesentlich inhärenter und substanzieller. Letztlich müssen wir einsehen, dass das Leben kein Ponyhof ist und wir allesamt mehr oder weniger dem unerbittlichen und manchmal frustrierenden, typisch menschlichen Konkurrenzkampf ausgeliefert sind und eben auch erliegen können. Toll ist es, wenn gewisse Klischees aufgeweicht werden können. Das kann durchaus sehr überraschend, erhellend und erotisch sein. Mutig ist, wer so offensichtlich an vorderster Front mit dieser etwas statischen Hydra kämpft. In gewisser Weise haben diese Männer deshalb meinen Respekt. Ich könnte ihre Herausforderungen nicht schultern.
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#7 Kritiker_inEhemaliges Profil
#8 svenboEhemaliges Profil
  • 16.08.2020, 16:04h
  • Antwort auf #7 von Kritiker_in
  • Konsens gibt es bei diesem Thema eh nicht, also wäre ich vorsichtig mit dem Andeuten eines durch Diskussion erarbeiteten Erkenntnisvorsprungs. Der ist nämlich, sachlich gesprochen, nonexistent. Es gibt heute mehr Möglichkeiten als nur das Kondom. Das macht dessen Gebrauch aber nicht weniger sinnvoll oder effektiv, schon gar nicht in der Pornobranche, in der doppelt und dreifach einfach besser hält. Wäre für mich sowieso keine "Diskussion" wert. Dazu kann man individuelle Meinungen aushalten, muss sie aber nicht gut finden.
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#9 Kritiker_inEhemaliges Profil
  • 16.08.2020, 16:19h
  • Antwort auf #8 von svenbo
  • Der Link zur Deutschen Aidshilfe ist keine Meinung, sondern enthält Fakten.

    Im übrigen bin ich kein_e Anhänger_in der Theorie, dass man jede Meinung unwidersprochen äußern können müsse. Aber ich werde mich hier bestimmt auf keinen "Meinungsstreit" einlassen.
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#10 Patroklos