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- 24. Oktober 2005 1 Min.
London Einem Bericht der Zeitung "The Independent" zufolge droht der Labour-Regierung die erste Revolte der eigenen Abgeordneten seit Machtantritt. Unterstützt von zahlreichen Prominenten wollen viele Abgeordnete eine Ergänzung zur geplanten "Equality Bill" ins Parlament einbringen, die die Regelungen der Gesetzesvorlage auch auf die sexuelle Identität ausweitet. Die Labour-Regierung hatte zuvor jahrelang versprochen, in das Antidiskriminierungsgesetz für das Zivilrecht auch Schwule, Lesben und Transgenders aufzunehmen - in der letzten Woche das Vorhaben aber bis auf weiteres verschoben. Die "Equality Bill", die im nächsten Monat in das Unterhaus eingebracht werden soll, sollte nun nur noch für Religionsgemeinschaften gelten. Über 100 Abgeordnete, die meisten davon von Labour, haben nun eine erste Resolution für ein umfassendes Zivil-ADG unterschrieben; die Labour-Mehrheit im neuen Parlament beträgt seit der letzten Wahl nur noch 67 Sitze. Zu den prominenten Unterstützern gehören der Schauspieler Sir Ian McKellen und der Europaabgeordnete Michael Cashman. Im Arbeitsbereich gibt es in Großbritannien bereits Gesetze, die auch Lesben und Schwule vor Diskriminierung schützen. Mit der "Equality Bill" soll eine größere Kommission geschaffen werden, die mit Fördermitteln, Beratung und Information Diskriminierung bekämpfen und Diversity schaffen soll. (nb)












