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Aufstieg

Harald Christ soll FDP-Schatzmeister werden

Der offen schwule frühere sozialdemokratische Schatten-Wirtschaftsminister ist inzwischen zur FDP übergelaufen – und erhält nach weniger als einem halben Jahr mit liberalem Parteibuch einen führenden Job.


Harald Christ soll liberaler Kassenwart werden (Bild: Sabine Grotheus / wikipedia)

Das FDP-Präsidium hat am Montag in Berlin den Unternehmer und Selfmademillionär Harald Christ für das Amt des FDP-Bundesschatzmeisters nominiert. Parteichef Christian Lindner hatte den 48-Jährigen als Nachfolger von Hermann Otto Solms vorgeschlagen. Die Personalentscheidung soll beim Bundesparteitag in Berlin abgesegnet werden, der für Mitte September geplant ist.

Christ ist ein erfolgreicher Unternehmer, der vor drei Jahren sogar den ersten Platz der ersten Liste von "Deutschlands Top 10 geouteten Führungskräfte" einnahm (queer.de berichtete). Er arbeitete unter anderem als Vorstandsvorsitzender der Postbank Finanzberatung AG und der ERGO Beratung und Vertrieb AG. Heute ist er Inhaber der Berliner Kommunikationsberatung Christ & Company.

Dr. Hermann Otto Solms hat sich um die Partei verdient gemacht und hinterlässt große Fußstapfen. Ich danke dem...

Gepostet von Harald Christ am Montag, 17. August 2020
Facebook / Harald Christ

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Bis Ende 2019 Sozialdemokrat

Bis Dezember 2019 war Christ SPD-Mitglied. In der Partei kam er 2009 ins Rampenlicht, als der damalige Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier Christ in sein Wahlkampfteam holte – und ihn als möglichen Bundesfinanzminister vorschlug (queer.de berichtete). Nach der verheerenden Wahlniederlage der SPD zog sich Christ wieder aus dem Führungszirkel zurück.

Christ hat aus seiner Zeit als Sozialdemokrat bereits Erfahrungen, Parteigelder zu managen: Er arbeitete sowohl in der Hamburger als auch später in der Berliner SPD als Landesschatzmeister.

Seinen Parteiaustritt nach 31 Jahren in der SPD begründete Christ mit einem angeblichen Linksruck der Partei, nachdem Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans zu den neuen Parteivorsitzenden gewählt worden waren. Im März gab er bekannt, dass er in die FDP eingetreten sei. Strategisch könnte die Personalie Christ laut politischen Analysten ein Zeichen für sozialliberale Projekte sein – zuletzt hatte die FDP vor fast 40 Jahren auf Bundesebene mit der SPD koaliert.

In sozialen Netzwerken stichelt Christ allerdings auch gerne gegen seine Ex-Parteifreunde. So schrieb er vergangene Woche nach der Ernennung von Bundesfinanzminister und Vizekanzler Olaf Scholz zum SPD-Spitzenkandidaten: "Die Kür von Olaf Scholz wäre ein gutes Zeichen, wenn hinter dem Kandidaten nicht eine Partei stünde, die so ziemlich alles linker machen will als ihr Frontmann – und die Bundesrepublik unter einer Rot-Rot-Grünen Abrissregierung sehen will." Gleichzeitig erklärte er, dass er sich "keinen geeigneteren Kanzlerkandidaten der SPD" vorstellen könne. (dk)

Wie das aber mit den Grün-Rot-Roten Träumen von Esken & Walter-Borjans zusammenpasst, wird spannend werden. Es braucht eine starke FDP um das zu verhindern!

Gepostet von Harald Christ am Montag, 10. August 2020
Facebook / Harald Christ



#1 Peck_SProfil
  • 18.08.2020, 12:56hFrankenthal
  • Wenn man ein bißchen Selbstachtung hätte, würde man mit Sicherheit nicht zur FDP wechseln, wo Hr. Lindner gerade die komplette Führungsetage ausgetauscht hat, um sie mit gehorsamen Lindner Fanboys und -girls zu besetzen. Begründung: er hatte sich mehr Unterstützung erwartet. Wenn ich Linda Teuteberg gewesen wäre hätte ich auch nicht Beifall geklatscht. Weder beim belarussischen Konsulschmusen, noch beim Nichtmasketragen und vor allem nicht beim unsäglichen Geschwurbel und Drumrumgerede, als Kemmerich bis zum Schulterblatt in Bernd Höckes Rektum versunken ist.
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#2 KölnfischAnonym
  • 18.08.2020, 20:05h
  • "...Heute ist er Inhaber der Berliner Kommunikationsberatung Christ & Company..."
    Somit kommt die FDP bei kommenden Wahlkämpfen an Gratis-Beratungen hinsichtlich Vorstellung und Darstellung der FDP-Politikziele. Und mit diesem Schatzmeisternamen gibt's auch gleich die Sollkoalitionsstelle zu CDU/CSU.
    FDP - F.D.P. - Die Liberalen - Partei der
    Besserverdienenden
    Meine Stimme bekommt diese Partei nach wir vor unter gar keinen Umständen.
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#3 gifiAnonym
  • 19.08.2020, 10:43h
  • Da kann sich die SPD auf die Schulter klopfen, wenn sie einen vertrieben hat, der mit der Kemmerich-Partei sympathisieren.
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#4 Julian SAnonym
  • 19.08.2020, 10:50h
  • Antwort auf #3 von gifi
  • Dafür hat die SPD jetzt einen Kanzlerkandidaten, der es veranlasst hat, dass Verdächtige mit Brechmittel traktiert werden, obwohl das bis zum Tod führen kann (und auch schon hat), als Folter gilt und vom Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte geächtet wird.

    Siehe z.B. hier:

    taz.de/Brechmitteleinsatz-in-Hamburg/!5143440/

    Aber das wundert mich nicht, dass die SPD einen Folter-Fan zum Kanzlerkandidaten macht. Passt ins Bild dessen, was aus dieser Partei geworden ist.
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