Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?36858

USA

Wahlwerbung: Republikanischer Kandidat beschimpft "sozialistische Schwuchteln"

Ein Brigadegeneral will für die Republikaner in den US-Senat einziehen – mit Homosexuellenfeindlichkeit wie aus dem vergangenen Jahrhundert.


Der frühere General Donald C. Bolduc will im Herbst Wahlen gewinnen, indem er den starken Hetero markiert (Bild: Richard Bumgardner / wikipedia)

  • 18. August 2020, 13:29h 7 2 Min.

"Ich habe mein Leben nicht damit verbracht, dieses Land zu verteidigen, damit ein Haufen liberaler, sozialistischer Schwuchteln es herunterwirtschaftet." Mit diesen Worten wirbt der ehemalige Brigadegeneral Donald C. Bolduc im US-Bundesstaat New Hampshire in einem 15-sekündigen Wahlwerbespot um die Stimmen der Wählerinnen und Wähler. Der Spot läuft laut Medienberichten derzeit auch in TV-Werbeunterbrechnungen.

Der Republikaner kämpft um einen Sitz im US-Senat. Er tritt am 7. September zur innerparteilichen Vorwahl an und muss sich – sollte er diese gewinnen – am 3. November Amtisinhaberin Jeanne Shaheen von der Demokratischen Partei stellen.

Bolduc nutzte das Wort "Pansies", das eigentlich Stiefmütterchen bedeutet. Es gilt heute als etwas veraltet, aber war früher ein beliebtes Wort, um Männer mit femininen Gebaren oder männliche Homo­sexuelle zu beleidigen. In Wörterbüchern wird der Begriff als "extrem abwertend" umschrieben, wenn er auf Menschen angewandt wird.

Bolduc diente 36 Jahre lang in der US-Armee und schied erst 2017 aus dem Militär aus. Er machte sich im Wahlkampf auch gegen LGBTI-Rechte stark: So erklärte er, er glaube an die "traditionelle Ehe" und wolle außerdem Homo- und Transsexuelle nicht vor Diskriminierung schützen.

Bei den Vorwahlen gilt Bryant Messner als sein ärgster Rivale – auch er macht Stimmung gegen sexuelle und geschlechtliche Minderheiten. So bezeichnete er den Kampf für Trans-Rechte als "schrecklich".

Derzeit versucht die republikanische Führung, Stimmung gegen LGBTI zu machen, um sich die Stimmen der ultrakonservativen weißen Evangelikalen zu sichern, die bei der Präsidentenwahl 2016 den Ausschlag gegeben haben. Es gilt allerdings als unwahrscheinlich, dass Bolduc damit im gemäßigten Staat New Hampshire erfolgreich sein wird. Laut ersten Umfragen der University of New Hampshire würde er gegen die demokratische Amtsinhaberin mit rund 20 Prozentpunkten Rückstand verlieren. (dk)

-w-

#1 lucdf
  • 18.08.2020, 16:10hköln
  • Amerikanische Politiker waren fast immer niveaulos. Hier in Deutschland und Europa haben wir auch viele Flaschen aber USA schlägt Rekorde.
  • Direktlink »
#2 PetterAnonym
  • 18.08.2020, 16:52h
  • Wer so beleidigend und ordinär wird, sagt damit mehr über sich selbst aus als über andere.

    So weit sind die Republikaner unter Trump schon gesunken...
  • Direktlink »
#3 dellbronx51069Anonym
  • 18.08.2020, 18:23h
  • Mal wieder was neues aus Gottes eigener Flachzangenfabrik....
  • Direktlink »