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Evangelische Homophobie

Olaf Latzel kehrt an die Kanzel zurück

Der "Hetzprediger von der Weser" darf nach seinem Urlaub wieder predigen, will sich aber laut der evangelischen Kirche in Bremen mäßigen.


Pastor Olaf Latzel darf wieder predigen, für wie verachtenswert er sexuelle Minderheiten hält

In der St. Martinikirche in Bremen wird Hass auf Homosexuelle wieder großgeschrieben: Nach seinem Urlaub darf der evangelische Pfarrer Olaf Latzel erneut in seiner Gemeinde predigen. Das sei am Dienstag bei einem Gespräch am Sitz der Bremischen Evangelischen Kirche beschlossen worden, meldete das RB-Magazin "buten un binnen".

Die Landeskirche habe ferner mitgeteilt, dass sich Latzel gegenüber einem Kirchenausschuss zu einer "Mäßigung im Rahmen seines Verkündigungsauftrags verpflichtet" habe. Über den weiteren Inhalt des Gesprächs sei Vertraulichkeit vereinbart worden.

Diszinplinarverfahren und Anklage gegen Latzel

Die Landeskirche hatte im Mai ein Disziplinarverfahren gegen den erzkonservativen Pastor eingeleitet, nachdem zwei Wochen zuvor der Staatsschutz Ermittlungen wegen Volksverhetzung aufgenommen hatte. Anlass dafür war, dass der 52-Jährige bei einem "Eheseminar" gegen sexuelle und geschlechtliche Minderheiten polemisiert hatte – Homosexualität hatte er unter anderem als "todeswürdig" bezeichnet (queer.de berichtete).

Anfang Juli erhob die Staatsanwaltschaft Bremen Anklage gegen Latzel (queer.de berichtete). Ein Amtsgericht wird nun voraussichtlich im September entscheiden, ob ein Hauptverfahren eröffnet wird.

Nach der Anklageerhebung schickte die Kirche Latzel zunächst einmal in den Sommerurlaub (queer.de berichtete).

Eine auch von der evangelischen Mitarbeitendenvertretung geforderte Suspendierung des Pastors wurde dagegen abgelehnt. Man wolle erst das Strafverfahren abwarten – so lange bleibe das Disziplinarverfahren ausgesetzt.

Latzel ist Chef einer von 61 Kirchengemeinden der Bremischen Evangelischen Kirche. Er war nicht nur wegen wiederholter Ausbrüche gegen Homosexuelle in die Schlagzeilen geraten, sondern auch wegen antiislamischen und frauenfeindlichen Äußerungen. Die "Frankfurter Rundschau" bezeichnete ihn deshalb als "Hetzprediger von der Weser". (dk)



#1 RetroGayProfil
  • 18.08.2020, 16:58hDortmund
  • Latzel hat sich zu einer "Mäßigung im Rahmen seines Verkündigungsauftrags verpflichtet"

    "Über den weiteren Inhalt des Gesprächs sei Vertraulichkeit vereinbart worden...."

    ICH KOTZ´ IM STRAHL!!!!
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#2 PetterAnonym
#3 Peck_SProfil
  • 18.08.2020, 17:14hFrankenthal
  • Wenn ich nicht so weit weg wohnen würde, würde ich mal eine Aktion starten und inmitten seines Geschwafels den Gottesdienst mit Bannern, Megaphon und Regenbogenkonfetti sprengen.
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#4 FliegenAnonym
#5 bastapapsta
  • 18.08.2020, 17:43h
  • Das ist ein Armutszeugnis, dass man diesem Hassprediger von Seiten der evangelischen Kirche wieder / weiterhin eine Bühne bietet. Man hätte ihn bis zur Klärung der im Raum stehendenTatbestände mindestens weiter beurlauben sollen. Meiner Einschätzung nach hat er von der Botschaft Jesu nichts verstanden. Von den vor Ort befindlichen kõnnte vielleicht vor der Kirche, parallel zum Gottesdienst jeden Sonntag eine Demo organisiert werden. Vielleicht könnte so auf die evangelische Kirche in der Angelegenheit Druck ausgeübt werden.
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#6 Alexander_FAnonym
  • 18.08.2020, 18:21h
  • "Die Landeskirche habe ferner mitgeteilt, dass sich Latzel gegenüber einem Kirchenausschuss zu einer "Mäßigung im Rahmen seines Verkündigungsauftrags verpflichtet" habe. Über den weiteren Inhalt des Gesprächs sei Vertraulichkeit vereinbart worden."

    Will heißen: "Ole, altes Haus, bin ja bei dir, aber das darfste doch nicht so laut sagen. Willst ja schließlich auch die Kohle von den ungläubigen Schwuchteln oder? Da dürfen die das doch nicht gleich merken, dass wir die eigentlich umlegen wollen."

    Eine Reaktion, wie sie so recht zu dieser Räuberbande passt, die sich je nach politischer Wetterlage mal ein braunes, mal ein rotes und mal ein grünes Fähnchen aufpflanzte, solange sie nur irgendwie an der Macht bleiben und den Leuten das Geld aus der Tasche ziehen konnte.

    Und merke: all das dürfen alle Steuerzahlenden in Deutschland mitfinanzieren, selbst dann, wenn sie aus der Kirche austreten (auch wenn das den Betrag sichtlich reduziert und es deshalb empfehlenswert ist).
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#7 KaiJAnonym
  • 18.08.2020, 18:37h
  • Spätestens nach einer Anklageerhebung dürfte für eine jede Kirche ein Latzel auf der Kanzel nichts zu suchen haben.
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#8 daVinci6667
  • 18.08.2020, 18:47h
  • Er muss sich also mässigen, darf aber weiter diskriminieren. Wie muss man sich das Im Detail vorstellen? Welche Formulierungen werden denn noch erlaubt sein? Viel Arbeit für Kommunikationsexperten.

    Wir habens so oder so verstanden.

    WIR TRETEN ALLE SOFORT AUS!
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#9 Carsten ACAnonym
  • 18.08.2020, 19:06h
  • War doch klar, dass die Kirche den trotz seiner Aussagen wieder auf die Kanzel lässt...

    Immer dieselbe Masche:
    zuerst tut man betroffen, aber sobald ein wenig Zeit vergangen ist, geht es weiter wie vorher und es gibt keine Konsequenzen.

    Die Evangelen sind keinen Deut besser als die Katholen...
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#10 LedErich