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Folkwang-Museum

Große Keith-Haring-Ausstellung in Essen

Tanzende Männchen und bellende Hunde: Mit eingängigen Zeichnungen wurde Keith Haring in den Achtzigerjahren weltbekannt. Das Folkwang-Museum in Essen zeigt jetzt eine große Werkschau. Sie macht deutlich, wie politisch Harings Kunst war.


Die Keith-Haring-Ausstellung kann noch bis zum ersten Advent in Essen besucht werden (Bild: Folkwang-Museum)

Dem amerikanischen Pop-Art-Künstler Keith Haring (1958-1990) widmet das Museum Folkwang in Essen von diesem Freitag an eine große Retrospektive. Gezeigt werden rund 200 Exponate, darunter Gemälde, Zeichnungen, Videoarbeiten, Skulpturen, Fotografien und Archivmaterialien. Die Schau war zuvor in Liverpool und Brüssel zu sehen. In Essen läuft sie bis zum 29. November.

Die Ausstellung thematisiert das Werk Harings vor dem Hintergrund aktueller gesellschaftlicher Veränderungen. Seine Werke und Aussagen seien auch heute noch "erstaunlich aktuell" etwa bei den Themen Rassismus oder nukleare Bedrohung, sagte Museumsdirektor Peter Gorschlüter am Donnerstag. Als Performer, Aktivist und Netzwerker habe Haring mit seinem Streben nach einer gerechteren Gesellschaft nichts an Innovation und Relevanz eingebüßt. "Keith Harings expansiver Drang zur Kunst machte vor nichts Halt: Motorhauben, Häuserfassaden, U-Bahn-Stationen, Mode, Alltagsprodukte, menschliche Körper und vieles mehr dienten ihm, um seine so fantasievollen wie politischen Botschaften in die Welt zu tragen", so Gorschlüter.

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Aids-Ausstellung "Rettet die Liebe!" wird parallel gezeigt

Parallel zeigt das Museum die Ausstellung "Rettet die Liebe! Internationale Plakate gegen Aids" mit 180 Plakaten. Haring hatte sich sehr für die Enttabuisierung der Immunschwächekrankheit eingesetzt.


Auch kontroverse Werbung wie die von Benetton aus dem Jahr 1993 ist in der Ausstellung zu sehen (Bild: Oliviero Toscani / VG Bild-Kunst, Bonn 2020)

1989 machte Haring seine Homosexualität öffentlich. Bereits zuvor hatte er mit fröhlichen und affirmativen homoerotischen Werken das Thema behandelt. Angesichts seiner eigenen HIV-Infektion wurde er zum Ende seines Lebens in seiner Bildsprache immer drastischer. 1990 starb er an den Folgen seiner HIV-Infektion. Er wurde nur 31 Jahre alt. (dpa/cw)