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Kommentare zu:
Berlinale überwindet binäres Geschlechtermodell


#1 non-binary-friendlyAnonym
#2 Taemin
#3 ursus
  • 25.08.2020, 14:14h
  • Antwort auf #2 von Taemin
  • "dass im jährlichen Wechsel ein Mann oder eine Frau den Bären erhalten muss."

    Wenn ich es richtig verstehe, sollen die genderneutralen Preise unter anderem ermöglichen, auch die Leistungen nicht-binärer und "gender-nonkonformer" (nicht meine Formulierung, so habe ich es irgendwo gelesen) Kolleg_innen gleichberechtigt zu würdigen. Eine binäre Wechselregelung wäre da ziemlich kontraproduktiv.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #2 springen »
#4 Prima4Anonym
  • 25.08.2020, 16:34h
  • Antwort auf #3 von ursus
  • Ich verstehe Ralphs Kommentar egtl. so.... wenn jetzt zb 3 Jahre hintereinander n Mann gewinnt, was ja durchaus passieren kann, wird das System wieder kritisiert werden, auch wenn der jeweilige Gewinn gerechtfertigt war....

    Ich mein, ich finde die neue Regelung schon gut, aber was Ralph schreibt (sofern ich das richtig interpretiere) ist nicht von der Hand zu weisen...
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#5 LilieAnonym
  • 25.08.2020, 18:04h
  • Ich begrüße das sehr, auch wenn ich die Welle der Empörung bereits anrollen höre.
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#6 TheDadProfil
#7 FashionistaEhemaliges Profil
  • 25.08.2020, 19:24h
  • Finde ich total bekloppt. Überall wird um die Frauenquote gestritten, hier wird sie ohne Not abgeschafft. Für die nicht binären Schauspieler*innen könnte man besser eine eigene Preiskategorie einführen...
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#8 seb1983
  • 25.08.2020, 21:53h
  • Generell sollte nach Leistung bewertet werden,
    in einer Branche in der Frauen aber oft nur als schmückendes Beiwerk gelten sind die Folgen absehbar.
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#9 goddamn liberalAnonym
  • 26.08.2020, 07:41h
  • Antwort auf #7 von Fashionista
  • "Für die nicht binären Schauspieler*innen könnte man besser eine eigene Preiskategorie einführen..."

    Sehe ich genauso. Die Kategorie würde dann auch für nichtbinäre Rollen in Filmen sorgen.

    Gut, dass der braune Filmmann Bauer nicht mehr durch einen Preis geehrt wird.

    Das ist genauso wichtig wie gesetzlich geregelte Geschlechterparität, etwa in Parlamenten.
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#10 Prima4Anonym
#11 TheDadProfil
  • 26.08.2020, 08:31hHannover
  • Antwort auf #10 von Prima4
  • Ganz einfach..
    Wenn in mehr Kategorien Preise ausgelobt sind, etwa für die "Schwule Hauptrolle" oder die beste "Trans*-Darstellung", dann gäbe es dort auch mehr Beachtung..

    Wenn dann nur ein Film eingereicht ist, dann gewinnt dieser Film eben den Preis, und wenn kein Film eingereicht ist, dann wird der Preis eben nicht vergeben..

    Das schafft dann auch Aufmerksamkeit nicht nur innerhalb der Branche, sondern vor allem auch beim Publikum..
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#12 Prima4Anonym
  • 26.08.2020, 09:05h
  • Antwort auf #11 von TheDad
  • Und warum kann der Film dann nicht in der gesamtkategorie laufen? Wäre die Aufmerksamkeit doch auch gegeben?

    Und Filme, die ausschließlich mit Blick auf mögliche Preise produziert werden, sind in der Regel auch seelenlose machwerke....

    Ich bin da wirklich gespalten, kann irgendwie beides nachvollziehen.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #11 springen »
#13 Prima4Anonym
  • 26.08.2020, 09:09h
  • Nachtrag: Warum nicht beides?

    Es gibt Preise für Best M, Best W, Best D und dann noch den Best of winners wo eben zwischen den 3 Gewinnern die beste ausgezeichnet wird....oO

    Is aber wahrscheinlich too much..
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#14 KaiJAnonym
  • 26.08.2020, 10:18h
  • Da Geschlechtergerechtigkeit auch auf der Berlinale nicht gegeben sein wird, muss ebenfalls dort eine Kategorie für eine dritte Geschlechtsoption eingeführt werden. Alles Andere verkennt gesellschaftliche Tatsachen. Die jetzige Entscheidung forciert einen gesellschaftlichen Rückschritt.
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#15 Prima4Anonym
  • 26.08.2020, 10:35h
  • Antwort auf #14 von KaiJ
  • Aber könnte man mit der gleichen Argumentation dann nicht auch Kategorien für "weiß", "schwarz", "Rollstuhl" etc. fordern??

    Es soll ja egtl die Leistung der Person und nicht Ihre Identität ausgezeichnet worden.... ??

    Wie gesagt, bin da gespalten....
  • Antworten » | Direktlink » | zu #14 springen »
#16 IsimileAnonym
  • 26.08.2020, 13:13h
  • Antwort auf #15 von Prima4
  • Ja, eigentlich soll die Leistung ausgezeichnet werden, aber es ist doch allgemein bekannt, dass tatsächlich immer dieselben alten weißen Männer die Filmpreise an dieselben alten weißen Männer verteilen. Indem es keinen separaten Preis mehr für Schauspielerinnen gibt, wird es sehr viel unwahrscheinlicher, dass sie ausgezeichnet werden, weil es weniger Rollen für Frauen gibt, gerade in den Filmen, die üblicherweise Filmpreise bekommen.

    Ich weiß auch nicht, wie man auch anderen Gruppen (nicht-binär, nicht-weiß, ...) die ihnen zustehende Anerkennung zukommen lassen kann. Weitere Unterkategorien? Ein oder mehrere Preise für inklusive/diverse Filme? Aber eine andere benachteiligte Gruppe schlechter zu stellen, damit es Frauen so schlecht geht wie allen anderen nicht weiß/männlich/etc. finde ich nicht den richtigen Weg.
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#17 WahrheitIstRelativAnonym
  • 26.08.2020, 16:17h
  • An der Schauspielschule werden zB bei 10 freien Plätzen, 8 an Männer und 2 an Frauen vergeben, weil das der Realität der zu vergebenen Rollen später entspricht.
    Selbst wenn da später im Film mal ein sehr beeindruckender Mensch mit Down-Syndrom spielt, ein Schwarzer, ein NB oder es geht um eine schwule Rolle etc. Da sind dann die vielen überzähligen weißen cis Männer mit denen sich die Mehrheit der Männer identifiziert und für die die Mehrheit der Hetero Frauen schwärmt. Ich glaube nicht, dass das Gleichberechtigt werden würde...
  • Antworten » | Direktlink »
#18 KaiJAnonym
  • 26.08.2020, 16:55h
  • Antwort auf #15 von Prima4
  • Ich halte geschlechtliche Unterdrückung für diffiziler, zumal es das Gleichstellungsurteil zur dritten Geschlechtsoption gerade erst gegeben hat. Das zeigt auch die hier thematisierte Pathalogisierung von Geschlecht. Die Benachteiligung aufgrund von Ethnie oder Fähigkeit sind in einem schon gesellschaftlich breiter und weiter angelegten Diskussionsprozess.
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#19 TheDadProfil
  • 27.08.2020, 08:37hHannover
  • Antwort auf #12 von Prima4
  • ""Und warum kann der Film dann nicht in der gesamtkategorie laufen? Wäre die Aufmerksamkeit doch auch gegeben?""..

    Kann er, aber das ist nicht das Problem..

    Denn bislang gab es MEHRERE Preise für Schauspielerische Leistungen, demnächst soll es nur noch EINEN geben..

    ""Und Filme, die ausschließlich mit Blick auf mögliche Preise produziert werden, sind in der Regel auch seelenlose machwerke....""..

    Dazu habe ich gar nichts erwähnt..
    Denn das hat nichts damit zu tun :

    Wenn dann nur ein Film eingereicht ist, dann gewinnt dieser Film eben den Preis, und wenn kein Film eingereicht ist, dann wird der Preis eben nicht vergeben..

    Wer denkt eine Festival wie die Berlinale müsse auf jeden Fall in jeder Kategorie mit einem Film besetzt sein, der irrt einfach..

    Wenn es nur einen einzigen Film mit einer Trans*-Geschichte gibt in diesem Jahr, dann gewinnt eben dieser Film, respektive diese Darstellenden den Preis in der Kategorie "Queere Darstellung"..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #12 springen »
#20 TheDadProfil
  • 27.08.2020, 08:43hHannover
  • Antwort auf #17 von WahrheitIstRelativ
  • ""An der Schauspielschule werden zB bei 10 freien Plätzen, 8 an Männer und 2 an Frauen vergeben, weil das der Realität der zu vergebenen Rollen später entspricht.""..

    Das halte ich für sehr abenteuerlich..
    Es gibt nirgendwo Hinweise darauf, das es weniger Darstellende Frauen als Männer gäbe, und schon gar nicht über die Schauspielschulen mit einer Aufteilung von 25% gegenüber 75 Prozent..

    ""Da sind dann die vielen überzähligen weißen cis Männer mit denen sich die Mehrheit der Männer identifiziert und für die die Mehrheit der Hetero Frauen schwärmt.""..

    Ebenfalls eine abenteuerliche Einschätzung..
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#21 WahrheitIstRelativAnonym
  • 27.08.2020, 19:12h
  • Antwort auf #20 von TheDad
  • Habe an Schauspielprüfungen teilgenommen. 1000 Bewerber, 10 Plätze, davon 8 für Männer ( war, glaube ich Berlin). Als Grund dafür der Arbeitsmarkt ( Theaterrollen).

    Zu dem zweiten Punkt. Ich denke, die Filme und deren Personen mit denen sich am meisten Leute identifizieren können, sind am erfolgreichsten. Gibt es nur einen Preis für alles, könnte das sogar dazu führen, dass weniger Filme über Randgruppen/Themen gedreht werden.

    So recht erklären kann ich es auch nicht und es spielen wohl mehr als ein Faktor dabei eine Rolle, aber : Wäre Harry Potter ein Mädchen gewesen, wäre der Film kaum ernst genommen worden und schon garnicht erfolgreich. Vielleicht so auf dem Level wie " Wendy" oder "Ostwind" und wäre dann praktisch ein Film für Mädchen (und Frauen). Umgekehrt nehmen Frauen aber Filme mit Männern ernst und deshalb ist das nicht im Gleichgewicht. Für Rand Gruppen schon garnicht.
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#22 TheDadProfil
  • 28.08.2020, 19:39hHannover
  • Antwort auf #21 von WahrheitIstRelativ
  • ""Habe an Schauspielprüfungen teilgenommen. 1000 Bewerber, 10 Plätze, davon 8 für Männer ( war, glaube ich Berlin). Als Grund dafür der Arbeitsmarkt ( Theaterrollen).""..

    Kann ich nichts zu sagen, außer daß das für staatliche Schauspielschulen nicht vorstellbar ist, weil die nicht "nach dem Markt" selektieren..

    ""Zu dem zweiten Punkt. Ich denke, die Filme und deren Personen mit denen sich am meisten Leute identifizieren können, sind am erfolgreichsten. Gibt es nur einen Preis für alles, könnte das sogar dazu führen, dass weniger Filme über Randgruppen/Themen gedreht werden.""..

    Exakt das war und ist meine Befürchtung..
    Weniger Preise durch den Wegfall einer vermeintlichen Quote kann nicht der Weg hin zu mehr diversität sein..

    Setzt man sich hier mal exemplarisch mit der Entwicklung der Preise der Oscar-Verleihung auseinander, so wird gewahr, die Anzahl der Preise ist eigentlich stetig gewachsen, und wenn "besondere Umstände" vorlagen, dann wurden einige Preise in dem Jahr eben nicht vergeben..

    Das kann ein Vorbild für die Berlinale sein, denn ähnliches weiß man auch über andere Film-Preise zu berichten..
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