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Als Uni-Kanzler suspendiert

Homo-Hasser Jerry Falwell Jr. soll Ehefrau beim Sex mit Poolboy zugeschaut haben

Der Prediger und Uni-Kanzler Jerry Falwell Jr. präsentierte sich gerne als Saubermann, wenn er über Homosexuelle herzog. Doch jetzt geht es ihm wegen seines Lebenswandels offenbar an den Kragen.


Jerry Falwell Jr. (li.) hat es offenbar genossen, wenn er Sex zwischen seiner Frau und Poolboy Giancarlo Granda (re.) anschauen konnte (Bild: Screenshot ABC / Facebook)

Mit Jerry Falwell Jr. gerät einer der prominentesten Vertreter der religiösen Rechten und einer der größten Unterstützer von US-Präsident Donald Trump ins Wanken: Der homophobe Chef der evangelikalen Liberty University in Lynchburg (US-Bundesstaat Virginia) war Anfang des Monats in die Kritik geraten, nachdem er auf Instagram ein Bild veröffentlicht hatte, das den Baptistenpfarrer mit geöffneter Hose und einer fremden Frau im Arm zeigt. Das Bild hat er inzwischen gelöscht. Seither lässt er sein Amt als Unikanzler ruhen.

Nun ist auch ein Sexskandal an die Öffentlichkeit gekommen, in dem er mit seiner Frau und einem Poolboy die Hauptrolle spielt. Am Montag gab seine Uni bekannt, dass er deshalb zurückgetreten sei – wenige Stunden später zog er den Rücktritt aber über seinen Anwalt wieder zurück. Seine Zukunft an der Eliteschmiede der Evangelikalen ist damit völlig unklar.

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Beziehung mit Poolboy von 2012 bis 2018

Die Sex-Geschichte um Falwell hat alle pikanten Details, damit daraus ein Hollywood-Drama oder eine Hollywood-Komödie werden kann: Demnach sollen Falwell und seine Frau den inzwischen 29-jährigen Giancarlo Granda 2012 kennengelernt haben, als dieser als Poolboy in einem Hotel in Miami Beach arbeitete. Daraus soll sich eine Beziehung entwickelt haben, die bis 2018 andauerte. Gegenüber Reuters erklärte Granda: "Zwischen [Falwells Ehefrau] Becki und mir hat sich eine intime Beziehung entwickelt und Jerry hat es genossen, uns aus der Ecke des Zimmers zuzuschauen."

Twitter / samted25 | Falwell Jr. hat den Lover seiner Frau sogar dem US-Präsidenten vorgestellt

Dabei ist Falwells Liberty University, mit 100.000 Studierenden eine der größten christlichen Hochschulen der Welt, wegen ihres strikten Moralkodexes berüchtigt. Studentinnen und Studenten müssen etwa im Vorfeld ein Dokument unterzeichnen, wonach sie niemals vorehelichen oder gleichgeschlechtlichen Sex haben dürfen – nicht einmal außerhalb des Campus. Homosexuelle Ex-Studierende berichten darüber hinaus immer wieder über Mobbing und Einschüchterung.

Derzeit gibt es noch weitere Enthüllungen: So sollen laut einem weiteren Reuters-Bericht kompromittierende persönliche Bilder von Falwell existieren, die von Anwalt Michael Cohen aus dem Verkehr gezogen worden seien. Reuters bezeichnet diese Bilder als "rassig". Pikant an dieser Sache: Cohen war auch der persönliche Anwalt von Donald Trump, der Ende 2018 wegen Steuerhinterziehung und Falschaussagen vor dem Kongress zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren verurteilt wurde.

Falwells Vater outete Tinky Winky

Die Hochschule war von seinem ebenfalls sehr homophoben Vater Jerry Falwell Sr. gegründet worden, der 2007 gestorben ist (queer.de berichtete). Berüchtigt wurde Falwell Sr. insbesondere, weil er 1999 die Teletubby-Figur Tinky Winky als schwul geoutet hatte (queer.de berichtete). Das führte dazu, dass die lila Figur aus der BBC-Kinderserie tatsächlich zum Kultstar in der queeren US-Szene wurde und bei vielen CSDs und Drag-Shows Personen in Tinky-Winky-Kostümen feierten.

Falwell gilt auch als einer der begeistertsten Unterstützer von US-Präsident Donald Trump. Bereits früh in seinem Vorwahlkampf machte der Universitätskanzler 2016 seine Unterstützung für Trump öffentlich und machte den von vielen Republikanern damals als Witzkandidaten angesehenen New Yorker Reality-Moderator damit zu einem ernstzunehmenden Anwärter auf die Nominierung. Zum Dank soll Trump Falwell nach seinem Wahlsieg sogar das Bundesbildungsministerium angeboten haben. Falwell erklärte jedoch, er habe abgelehnt, weil er nicht mit seiner Familie nach Washington D.C. umziehen wollte. (dk)



#1 NullAnonym
  • 25.08.2020, 17:22h
  • Dabei ist die ganze Sache an sich TOTAL harmlos (unter der Annahme, dass alles einvernehmlich geschah). Sex ist GUT! Auch ein Dreier mit Zugucken ist sicher toll, wenn man drauf steht und alle einverstanden sind. Die Hölle machen diese Leute sich und allen anderen selber. Es gibt keinen Gott, keinen Teufel, nur den ganz normal-primitiven menschlichen Wahnsinn und hier sehen wir einen absoluten Meister dieses Fachs. Wir könnten auch einfach nur alle freundlich zueinander sein und Spaß haben, aber nein, das geht ja nicht, weil Fantasiewesen X (an das man in Wirklichkeit nur solange glaubt, wie es den eigenen doppelmoralischen Vorstellungen entspricht) könnte ja was dagegen haben. Zumindest bei den anderen...
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