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Polizeibericht

Nach homofeindlicher Beleidigung mit Glasflasche am Kopf verletzt

In Berlin-Kreuzberg kam es am frühen Samstagmorgen zu einem Angriff mit schwulenfeindlichem Hintergrund. Das 39-jährige Opfer erlitt eine Kopfplatzwunde.


Der Vorfall ereignete sich auf der Oranienstraße (Bild: Alper Çuğun / flickr)

Bei einer gefährlichen Körperverletzung am Samstagfrüh in Berlin-Kreuzberg erlitt ein 39-Jähriger eine Kopfplatzwunde. Dies meldete die Polizei der Hauptstadt am Nachmittag,

Nach den ersten Erkenntnissen lief der Mann in Begleitung von zwei weiteren Zeugen gegen 5 Uhr auf dem Gehweg der Oranienstraße entlang. Hierbei soll er von einem entgegenkommenden Paar schwulenfeindlich beleidigt worden sein. Aus dem anschließenden Streitgespräch heraus soll er unvermittelt von dem unbekannten Mann mit einer Glasflasche auf den Kopf geschlagen worden sein.

Das Pärchen flüchtete unerkannt in Richtung Kottbusser Tor. Der 39-Jährige erlitt eine Kopfplatzwunde, die vor Ort von alarmierten Rettungskräften behandelt werden musste. Eine ärztliche Behandlung in einem Krankenhaus lehnte der Geschlagene jedoch ab. Die weiteren Ermittlungen hat – wie bei Hasskriminalität üblich – der polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt Berlin übernommen. Nähere Angaben zum Angreifer und seiner Begleitung wurden im Polizeibericht nicht gemacht.

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Mehr LGBTI-feindliche Gewalt in Berlin erfasst

In Berlin werden immer mehr homo- und transfeindliche Angriffe erfasst. Wie das Antigewaltprojekt Maneo im Mai mitteilte, wurden ihm allein im vergangenen Jahr 559 Fälle gemeldet (queer.de berichtete). Damit erhöhte sich die Zahl um 46 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Davon richteten sich den Angaben zufolge 395 Taten gegen Schwule und männliche Bisexuelle. Hier betrug der Anstieg 38 Prozent. 83 Delikte hätten sich gegen trans Personen gerichtet und 47 gegen Lesben oder weibliche Bisexuelle, erklärte Maneo weiter.

Die Berliner Polizei macht anders als viele andere deutsche Polizeibehörden mögliche homo- oder transfeindliche Hintergründe von Straftaten gezielt in ihren Pressemitteilungen publik. Sowohl Polizei als auch Staatsanwaltschaft der Hauptstadt besitzen zudem eigene Ansprechpersonen für sexuelle und/oder geschlechtliche Minderheiten. Damit soll Homo- und Transsexuellen, die traditionell ein eher kritisches Verhältnis zur Polizei haben, das Stellen von Anzeigen nach LGBTI-feindlichen Übergriffen erleichtert werden. (cw/pm)



#1 FinnAnonym
  • 31.08.2020, 12:56h
  • Aber wie pflegt Angela Merkel immer gebetsmühlenartig ihr Mantra zu wiederholen, in der Hoffnung, dass es wahr wird, wenn man es nur oft genug wiederholt:

    "Deutschland, ein Land in dem wir gut und gerne leben."

    Wann wacht die Frau endlich aus ihrem Koma auf und kommt in der Realität an? Oder gilt das ganz bewusst nicht für LGBTI, für Leute mit anderer Hautfarbe, für Geringverdiener und Arbeitslose, etc.?
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