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Bergisch Gladbach

Jens Spahn als "schwule Sau" beschimpft

Corona-Leugner haben den Gesundheitsminister bei einem Wahlkampfauftritt bespuckt und wegen seiner sexuellen Orientierung attackiert.


Bundesgesundheitsminister Jens Spahn wird in der derzeit aufgeheizten Atmosphäre auch wegen seiner Homosexualität attackiert (Bild: BMG)

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) wollte am Samstag bei einem Wahlkampfauftritt im nordrhein-westfälischen Bergisch Gladbach mit Gegner*innen seiner Politik diskutieren – und musste sich üble, teils homophobe Beschimpfungen anhören. Wie Videos zeigen, versuchte der Christdemokrat, auf Gegendemonstrant*innen zuzugehen, um mit ihnen zu diskutieren. Ein Gespräch kam aber nicht zustande, weil Spahn von Umstehenden lautstark als "Penner" oder "Wichser" beschimpft wurde – wiederholt ist er auch als "schwule Sau" angeschrien worden. Daraufhin fuhr der Minister in seinem Dienstwagen davon. Die Polizei teilte am Montag laut WDR mit, dass Anzeige gegen einen 39-jährigen Bergisch-Gladbacher gestellt worden sei, der den Minister homosexuellenfeindlich beleidigt habe.

Twitter / DanielC_BILDde | In diesem Video sind auch "Schwule Sau"-Rufe zu hören

Gegenüber der "Rheinischen Post" sagte Spahn am Wochenende auch, dass er aus den Reihen der Demonstrantinnen und Demonstranten bespuckt worden sei. Dazu lägen aber bislang keine Erkenntnisse vor, so die Kreispolizei am Montag.

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Spahn: Dialog funktioniert nur, "wenn beide Seiten bereit sind, zuzuhören"

Spahn verteidigte seinen Versuch, mit dem grölenden Mob ins Gespräch zu kommen, denn Diskussionen gehörten zur Demokratie. Dies funktioniere aber nur, "wenn beide Seiten bereit sind, zuzuhören", so Spahn. "Aber wenn geschrien, gespuckt und gepöbelt wird, geht's halt leider nicht."

Twitter / jensspahn | Jens Spahn ruft zum Zusammenhalt auf

Derzeit reist Spahn oft durch sein Heimatbundesland, da dort in zwei Wochen Kommunalwahlen stattfinden. In Bergisch Gladbach wollte er seinen Parteifreund Christian Buchen im Wahlkampf unterstützen. Bereits bei Spahn-Auftritten am letzten Montag war es zu Zwischenfällen gekommen. So ermittelt die Polizei in Wuppertal gegen einen Mann und eine Frau, die den Dienstwagen Spahns blockiert haben sollen.

Twitter / HeikoMaas | Auch Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) kritisiert, wie mit Spahn umgegangen wurde

Spahn, der gegenwärtig einzige offen schwule Bundesminister, steht derzeit als Gesundheitsminister wegen der Corona-Politik der Bundesregierung in der Kritik. In sozialen Netzwerken empörten sich in den letzten Monaten auch Homo-Hasser*innen, weil sich Spahn erfolgreich für die Einführung eines Teil-Verbots von "Konversionstherapien" einsetzte und zuletzt Bewegung beim Blutspendeverbot für schwule und bisexuelle Männer andeutete. (dk)



#1 lucdfProfil
  • 31.08.2020, 12:25hköln
  • Das zeigt das Niveau der Koronidioten. Erbärmlich! Wenn sie mit Fakten argumentieren müssen, sind sie überfordert und zeigen ihr wahres Gesicht.
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#2 goddamn liberalAnonym
#3 Julian SAnonym
  • 31.08.2020, 12:42h
  • Es gibt halt auch in Deutschland viel Abschaum...

    Abgehängte Schwachmaten, die den Frust über ihr eigenes verpfuschtes Leben an anderen auslassen müssen.

    Sowas gehört in die geschlossene Psychiatrie.
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#4 Julian SAnonym
  • 31.08.2020, 12:49h
  • Antwort auf #1 von lucdf
  • Ja, es gibt einfach Leute, die schon so weit in ihr Parallel-Universum abgedriftet sind, dass sie Fakten und Argumenten nicht mehr zugänglich sind.

    Und selbst argumentieren können die eh nicht, dafür reichen deren kognitive Fähigkeiten nicht aus.

    Ich fürchte, die sind unrettbar verloren. Umso wichtiger ist es, dass der Staat, die Justiz und die Gesellschaft denen zeigen, dass das nicht toleriert wird und dass sie es sind, die außerhalb der Gesellschaft stehen.
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#5 FinnAnonym
  • 31.08.2020, 12:54h
  • Ich befürchte, dass die Ereignisse vom Wochenende diese Leute noch beflügelt haben.

    Wenn die die Treppe des Reichstags gestürmt bekommen und dort ihre Flaggen hissen konnten, dann gibt denen das enormen Auftrieb und das Gefühl, kurz vor ihrem Ziel zu sein.

    Dann nehmen die sich immer mehr raus - auch sowas...

    Da hat sich Deutschland am Wochenende aber auch wieder mal richtig international blamiert:

    Man wusste, dass dort Tausende rechte Demonstranten erwartet werden. Im Internet wurde sogar zu Waffengewalt aufgerufen. Und dann schützen gerade mal 3 (in Worten: drei!!!!) Polizisten das Reichstagsgebäude.

    Das ist ein Totalversagen der Verantwortlichen gewesen. Für weniger sind schon Minister zurückgetreten. Aber in Berlin scheint ja eh das Chaos zu regieren und immer mehr ein rechtsfreier Raum zu entstehen...
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#6 Ralph
  • 31.08.2020, 12:55h
  • Mit Gegnern reden wollen ist grundsätzlich gut. Aber leider gibt es welche, mit denen das einfach nicht geht. Dunja Hayali sagt heute mit Zielrichtung "anständige Demonstranten", sie sollen endlich aufhören, sich rausreden zu wollen. Recht hat sie. Niemand kann behaupten, nicht zu wissen, dass da der Abschaum des Großdeutschen Reiches auf den Straßen unterwegs ist. Wer schwarz-weiß-roten Fahnen nachläuft -egal ob er selbst keine oder eine andere hochhält-, weiß, wem er folgt. Wer Verschwörungstheoretikern Beifall klatscht, neben Reichsbürgern herläuft und AfD-Rednern als Publikum dient, ist deren Spießgeselle, bestenfalls deren nützlicher Idiot. Ich bin zwar kein Fan nationaler Symbolik, aber wenn ich sehe, wie rechtsradikaler Pöbel die Treppe zum Reichstagsgebäude hochstürmt - dann wird mir übel. Nicht auszudenken, wenn es diesen Typen gelungen wäre, in den Plenarsaal vorzudringen oder einen der Türme zu besteigen und dort an der Stelle der Bundesflagge die schwarz-weiß-rote zu hissen. An diesem Tage waren es nicht all die Tausende, die durch Berlin gezogen sind, und auch nicht die Richter am OVG Berlin, die die Demokratie gerettet haben, sondern drei Polizisten, die auf sich allein gestellt den Mob gehindert haben, das Parlament zu beschmutzen.
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#7 FinnAnonym
  • 31.08.2020, 12:58h
  • Angela Merkel:
    "Deutschland, ein Land in dem wir gut und gerne leben."

    Vielleicht für wohlhabende, heterosexuelle Weiße. Aber definitiv nicht für alle.
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#8 lucdfProfil
  • 31.08.2020, 13:18hköln
  • Antwort auf #7 von Finn
  • Ich lebe gern in Deutschland und es tut weh zu erleben, dass zu viele mit ihrer rechten Gesinnung das Land destabilisieren. Natürlich liegt in Deutschland vieles im Argen aber Chaos, rassistische Ressentiments und Populismus sind keine Alternative. (Siehe was in USA passiert, als abschreckendes Beispiel).
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#9 goddamn liberalAnonym
#10 Ralph
  • 31.08.2020, 14:14h
  • Antwort auf #9 von goddamn liberal
  • Ja, mit ihrem Gut-und-gerne-leben spricht die Kanzlerin diejenigen an, die sich eine Villa an der Alster, ein Penthouse nahe dem Brandenburger Tor oder ein Anwesen an der Auffahrt vom Nymphenburger Schloss leisten können - und den 1A-Steuerberater, der diese Leute fürs Finanzamt armrechnet.
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