Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?36966

Die Homophobie des HC Strache

Ibiza-Video: "Niemand hier mag Homosexuelle"

Neue Details aus dem sogenannten Ibiza-Video zeigen, dass Ex-Vizekanzler Heinz-Christian Strache aus seiner Abneigung gegenüber Schwulen und Lesben kein Geheimnis macht – und gen Osten schielt.


Der frühere Politstar HC Strache ist nach der Veröffentlichung des Ibiza-Videos tief gefallen (Bild: Gregor Tatschl / flickr)

Die Wiener Tageszeitung "Kurier" hat Abschriften aus dem im Mai 2019 aufgenommenen Ibiza-Video veröffentlicht, in dem auch die Homophobie der Beteiligten zum Ausdruck kommt. So sei man sich gleich zu Beginn des Treffens einig gewesen, dass von den Anwesenden "niemand hier Homosexuelle mag", heißt es in einem am Dienstag veröffentlichten Bericht. Dieser konkrete Satz stamme vom ebenfalls anwesenden Detektiv Julian H.

Bei dem Treffen auf der spanischen Urlaubsinsel waren als prominenteste Vertreter der damalige FPÖ-Chef und Vizekanzler Heinz-Christian Strache und der damalige FPÖ-Fraktionschef Johann Gudenus anwesend gewesen. Das Video hatte vergangenes Jahr für einen Riesenskandal in der Alpenrepublik gesorgt und das Ende der Regierung von christsozialer ÖVP und rechtspopulistischer FPÖ besiegelt. Inzwischen koaliert die ÖVP mit den Grünen (queer.de berichtete). In dem Video, von dem bislang nur vier Minuten veröffentlicht worden sind, war zu sehen, wie Strache mit einer vermeintlichen russischen Investorin über möglicherweise illegale Parteispenden und andere Formen der Einflussnahme spricht.

- Werbung - Video - Abheben und Frankreich und die Welt entdecken

Strache: "Ich will so eine Rolle wie Orbán"

Der "Kurier" konnte nun offenbar das gesamte siebenstündige Video einsehen und veröffentlichte einige weitere Details – etwa, dass sich Strache Richtung Osten orientieren wollte. Als Vorbild nannte er den ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán, der sein Land mit harter Hand regiert und offen homophob ist (queer.de berichtete). "Ich will so eine Rolle wie Orbán", wird Strache zitiert. Sein damaliger Parteifreund Gudenus antwortete: "Der Orbán rockt das Land." Strache lobte insbesondere die Medienlandschaft in Ungarn – das Land steht international in der Kritik, weil das Orbán-Regime den öffentlich-rechtlichen Rundfunk auf Regierungskurs gebracht hat und regimekritische Medien zur Schließung zwang.


Ministerpräsidenten Viktor Orbán ist ein Vorbild für Strache (Bild: European People's Party / flickr)

Gegen "dekadente westliche EU"

Strache ergänzte, er wolle Österreich in die "Visegrád-Gruppe" führen. Der Gruppe gehören derzeit die eher autoritären EU-Länder Polen, Tschechien, Slowakei und Ungarn an. So könne man ein "Gegengewicht zu dieser dekadenten westlichen EU" sein.

In dem Video macht Strache auch aus seiner Bewunderung für den serbischen Parlamentsabgeordneten und Homo-Hasser Dragan Marković kein Geheimnis ("geilen Typ"). Marković war 2011 wegen diskriminierender Äußerungen gegen Homosexuelle von einem Gericht verurteilt worden (queer.de berichtete). Letztes Jahr sorgte der sozialdemokratische Wiener Bürgermeister für einen Skandal, als er Marković eine Ehrenmedaille überreichte (queer.de berichtete).

Homosexualität für Strache eine "Krankheit"

Die negative Haltung Straches zu Schwulen und Lesben ist kein Geheimnis: In seiner Zeit als FPÖ-Chef bezeichnete er Homosexualität als "Krankheit" oder warf Homo-Aktivist*innen vor, die "Pädophilen-Lobby" zu unterstützen.

Inzwischen ist Strache aus der FPÖ ausgeschlossen worden und hat seine eigene Partei gegründet – diese trägt den Namen "Team HC Strache – Allianz für Österreich". Bislang verfügt die Partei aber nur über vier Mandate im Wiener Landtag, alle Mandate stammen von FPÖ-Überläufern. Laut Umfragen liegt die neue Partei um vier Prozent – also genau auf der Höhe der gegenwärtigen Sperrklausel für den Einzug in den Nationalrat. (dk)



#1 swimniAnonym
  • 02.09.2020, 17:26h
  • wichtig ist zu wissen, dass es auch in der cdu bewunderer orbans und straches gibt, aber feige wie sie sind, bisher nur leise!!!
  • Antworten » | Direktlink »
#2 gayflecktarnhoseProfil
  • 02.09.2020, 17:36hBremen
  • Hallo,
    wenn man solche Kommentare oder Berichte liest
    muss man sich doch Fragen wie es angehen konnte, dass solche homophoben Politiker überhaupt Minister einer Regierung wurden, aber er hat ja schon dort gezeigt welch geistes Kind er ist.
    Ausserdem zeigt es mal wieder was man von vielen
    Parteien zu erwarten hat.
  • Antworten » | Direktlink »
#3 Peck_SProfil
#4 gayflecktarnhoseProfil
#5 Izuku MidoriyaAnonym
  • 02.09.2020, 19:51h
  • Wenn er Orban so mag & ihm die EU zu dekadent ist, dann soll er aus Österreich auswandern & zusammen mit Orban aus der EU verschwinden. Es kotzt mich dermaßen an, wenn die LGBT+ Community oder irgendeine andere Minderheit leidet, weil irgendein A*sch gef*cktes Suppenhuhn was gegen und hat. (Sry für die Ausdrucksweise, aber ich bin's echt leid.)
  • Antworten » | Direktlink »
#6 Izuku MidoriyaAnonym
#7 Felix-BaerlinAnonym
  • 02.09.2020, 20:40h
  • Rassismus und Homophobie sind nachgewiesenermaßen sehr nah bei einander.

    Dass Österreich seit Jahren nach rechts driftet, ist keine Überraschung mehr. Ich möchte hier daran erinnern, dass die heftigsten homofeindlichen Social-media-Feldzüge wie kath.net aus Österreich stammen. Zuletzt hat nur noch diesen Rang Russland mit seinen gesteuerten deutschsprachigen Propagandisten abgelaufen.
  • Antworten » | Direktlink »
#8 Sabelmann
  • 02.09.2020, 23:53h
  • Antwort auf #7 von Felix-Baerlin
  • Wir haben in Wien im Novemeber Landtagswahlen! Das ist zwar nicht aussergewöhnlich ,ausser dass dieser Ungustl (könnt Euch jedwede andere Bezeichnung dazu ausdenken) Strache , Chancen hat in den Landtag einziehen zu können!
    Seine Anhänger erinnern mich irgendwie an Trumpisten! Der kann auch machen was er will seine Leute bleiben ihm treu!
  • Antworten » | Direktlink »
#9 mesonightAnonym
  • 03.09.2020, 08:22h
  • Spätestens nach dem Video ist doch wirklich jedem bewusst, was der Typ für eine Lachnummer ist, der darf gern weiter in seiner kleinen Welt leben und uns weiterhin amüsieren.
  • Antworten » | Direktlink »
#10 SolanaceaeAnonym
  • 03.09.2020, 09:15h
  • Antwort auf #2 von gayflecktarnhose
  • Wundert dich das wirklich? Der CIS Hetero Gesellschaft ist es schlicht weg egal ob jemand uns LGBT hasst oder nicht. Und selbst befreundete Menschen von mir die schon sexuelle Begegnungen mit beiden geschlechtern hatten ist es nicht wichtig was in z.B. Polen ab geht. Obwohl alle meine Freunde und bekannte eine Trans Person kennen ist es denen egal ob wir die gleichen Rechte haben oder nicht. Ihnen ist es egal ob irgendjemand mich hasst. Wie oft kommen gespräche wie "Oh, Polen ist echt toll. Oder Oh, wie schön ist Russland. Oder so andere Länder, bei denen ich mir nicht sicher bin, ob ich da Lebend wieder zurück komme. Aber denen ist es egal. Und diese Menschen betrachten mich als Freundin.

    Den Menschen die nicht diskriminiert werden ist sowas vollkommen egal. Selbst wenn sie Menschen kennen, die diskriminiert werden. "Aber die Grünen oder die Linken sind doch auch nicht wählbar. Dann lieber die CDU. Die haben wenigstens ein stabiles Programm". Und wenn ich sie auf menschenrecht hinweise, und da druaf, wie es Unserer Community ergeht, kommt nur ein "Ja aber so ist es eben".

    Daher ist es ja auch so enorm wichtig jeglichen Schutz in die Verfassung zu integrieren der nur irgendwie geht. Denn den Menschen auf der Straße sind wir scheiss egal.
  • Antworten » | Direktlink »