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Queere Jecken

Corona: KG Regenbogen sagt Karnevals-Session ab

Der schwul-lesbische Düsseldorfer Karnevalsverein verzichtet auf alle Auftritte und Veranstaltungen in der anstehenden fünften Jahreszeit.


Wagen der KG Regenbogen beim Düsseldorfer CSD 2016 (Bild: nb)

  • 3. September 2020, 20:13h, noch kein Kommentar

In der aktuellen Debatte um Corona-Auswirkungen auf die Karnevalssession 2020/2021 hat in der Hochburg Düsseldorf der erste Verein sämtliche Veranstaltungen und die Teilnahme bei einem möglichen Rosenmontagszug abgesagt: In Anbetracht der Corona-Pandemie sei eine "reibungslose und für alle Beteiligten zufriedenstellende und ohne gesundheitliche Risiken verbundene Session" nicht durchzuführen, teilte die Karnevalsgesellschaft (KG) Regenbogen am Donnerstag mit.

Am Vortag hatte der Dachverband der Düsseldorfer Karnevalisten noch verkündet, dass man am traditionellen sogenannten Hoppeditz-Erwachen am 11. November festhalten wolle. Die Veranstaltung werde aber komplett ohne Alkoholausschank stattfinden. Die Kür des Prinzenpaars hingegen werde vom November auf den Januar verschoben. Für den Rosenmontag wünschte sich das Comitee Düsseldorfer Carneval klare Vorgaben der Landesregierung.

Auf die will die KG Regenbogen – nach eigenen Angaben mit 560 Mitgliedern einer der drei größten Karnevalsvereine der Stadt – nicht warten. Der schwul-lesbische Karnevalsverein teilte mit, dass er sich sowohl von allen Auftritten zurückziehe, nicht am Rosenmontagszug 2021 teilnehmen werde und alle Veranstaltungen streiche. Der Verein benannte dazu den Närrischen Frühschoppen, das Richtfest, den "Böser Hupen Ball", die eigene Sitzungsparty und "Tunte Lauf", die populäre Benefiz-Veranstaltung für die Aids-Hilfe.

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"Karneval läuft nicht weg"

Der im Jahr 2020 gegründete Verein benennt praktische organisatorische Gründe für den Beschluss, aber auch die möglichen Gesundheitsrisiken für Vereinsmitglieder, Beteiligte und Gäste. "Wir wollen keine Panik schüren, aber mit Vernunft agieren. Den Schwächeren gilt dabei unser Hauptaugenmerk. Schwache zu schützen und mitzuhelfen, dass Infektionsketten nicht entstehen, muss auch unser gemeinsames Ziel sein. In diesem Sinne heißt es, für sich selbst und andere Verantwortung zu übernehmen und seine Bedürfnisse als Verein zurückzustellen und das Wohl aller Menschen im Blick zu behalten. Karneval läuft uns nicht weg."

In diesem Frühjahr hatte die Session unter dem Motto "Wir feiern das Leben" gestanden. "Bis sich Normalität wieder einstellt, müssen wir uns alle weiterhin in Geduld üben. Wir hoffen das Beste und sind uns sicher, dass wir diese Zeit gemeinsam überstehen werden und bald wieder ausgiebig, unbeschwert und ohne gesundheitliches Risiko Karneval feiern", so der Verein.

In Düsseldorf waren zuletzt die für August geplanten Eurogames komplett abgesagt worden (queer.de berichtete). Der vom regulären Frühjahrtermin zum geplanten Eurogames-Wochenende verschobene CSD fand schließlich Ende Juni als Fahrrad-Demo statt. (dpa/nb)