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Joe Exotic fleht Trump um Hilfe an

Tiger King: "Ich wurde vom Gefängnispersonal sexuell missbraucht"

In einem Bettelbrief appelliert der schwule Star der Netflix-Serie an Donald Trump, ihn auf freien Fuß zu setzen.


Joe Exotic musste den überraschenden Erfolg der Dokumentation "Großkatzen und ihre Raubtiere" hinter Gittern verfolgen (Bild: Netflix)
  • 8. September 2020, 14:34h, noch kein Kommentar

Der 57-jährige Reality-TV-Star Joseph Allen Maldonado-Passage ("Joe Exotic") hat laut dem Klatschportal TMZ in einem 257 Seiten umfassenden Gesuch US-Präsident Donald Trump gebeten, ihn zu begnadigen. Der offen schwule Star des Netflix-Überraschungserfolges "Großkatzen und ihre Raubtiere" erklärte, er werde vom Gefängniswärtern misshandelt und werde hinter Gittern sterben. Als Grund für diese Prognose führte er mehrere Krankheiten an, etwa Blutarmut und ein Immunkrankheit. Er beharrte auch weiter darauf, unschuldig zu sein.

Exotic war im letzten Jahr zu 22 Jahren Haft verurteilt worden. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass er versucht haben soll, einen Killer auf seine Rivalin Carole Baskin anzusetzen. Außerdem habe er sich der Tierquälerei schuldig gemacht. Seine Freilassung ist derzeit für März 2037 geplant – Exotic wäre dann 74 Jahre alt. Derzeit sitzt er in einem Bundegefängnis im texanischen Fort Worth seine Strafe ab.

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#TrumpJr2024

Dem Gesuch fügte Exotic einen Brief an den Präsidentensohn Donald Trump Jr. bei. Darin hieß es: "Ich wurde vom Gefängnispersonal sexuell missbraucht, zusammengeschlagen und an meinen Stuhl gefesselt bis zu einem Punkt, an dem Haut von meinen Armen abgefallen ist." Weiter schrieb der "Tiger King": "Bitte seien seien Sie mein Held." Zudem fügte er den Hashtag #TrumpJr2024 an, also einen Hinweis auf eine Kandidatur des Präsidentensohnes bei den Präsidentschaftswahlen in vier Jahren.

In dem Gesuch setzten sich auch mehrere Anhänger*innen Exotics für den Insassen ein. Ein persönliche Empfehlungsschreiben hatte unter anderem Exotics Ehemann Dillon Passage verfasst. Der 22-Jährige argumentierte, dass Exotic ihm dabei geholfen habe, von Drogen loszukommen.

Joe Exotic war bereits im März Thema im Weißen Haus: Damals erklärte US-Präsident Donald Trump auf eine Journalistenfrage, er wolle sich den Fall ansehen und eine Begnadigung von Exotic prüfen (queer.de berichtete). Trump hat in der Frage von Begnadigungen völlig freie Hand, unabhängig von der Beweislast. Selbst nach einer Wahlniederlage Anfang November könnte Trump noch bis zum Ende seiner Amtszeit am 20. Januar 2021 jede Person begnadigen, die von einem Bundesgericht verurteilt wurde. (dk)



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