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Academy Awards

Ohne Vielfalt gibt's keinen Oscar mehr!

Historische Reform in Hollywood: Die Oscar-Akademie führt Diversitätsregeln für den "Besten Film" ein – zu den Kriterien gehören auch queere Inhalte und Darsteller*innen.


Der Oscar wird in über 30 verschiedenen Kategorien vergeben. Die Preisträger*­innen erhalten eine Statuette, die einen Ritter mit einem Schwert auf einer Filmrolle darstellt (Bild: Davidlohr Bueso / flickr)

  • 9. September 2020, 03:32h 40 2 Min.

Die Oscar-Akademie will künftig durch neue Standards bei der Oscar-Vergabe mehr Inklusion und Diversität in der Top-Sparte "Bester Film" erzwingen. Wie die Academy of Motion Picture Arts and Sciences am Dienstagabend (Ortszeit) auf ihrer Homepage mitteilte, müssen Bewerber*innen für den Hauptpreis des Oscar-Wettbewerbs ab 2024 mindestens zwei von vier Vielfalts-Kriterien erfüllen, um sich zu qualifizieren.

Den Produzent*innen stehen bei dieser historischen Reform mehrere Optionen offen. Beispielsweise könnte eine Hauptrolle mit einer Person besetzt sein, die einer Minderheit angehört, etwas asiatischer oder hispanischer Abstammung ist. Als ein weiteres Kriterium führt die Filmakademie inhaltliche Aspekte an: Filmbeiträge sollten demnach ein Thema behandeln, das sich um Frauen, Minderheiten, Menschen mit Behinderungen oder "LGBTQ+" dreht. Als weitere mögliche Standards stellt der Filmverband Diversitäts-Quoten für die gesamte Rollenbesetzung oder für das Produktionsteam zur Auswahl.

Mangel an Vielfalt seit Jahren kritisiert

Die mehr als 9.000 Academy-Mitglieder bestimmen jedes Jahr die Oscar-Preisträger*innen. Der Verband setzte sich bislang traditionell aus überwiegend männlichen Mitgliedern weißer Hautfarbe zusammen. Der Mangel an Vielfalt führte in den vergangenen Jahren zu heftiger Kritik an dem Verband. So wurden Afroamerikaner*innen bei den Oscar-Nominierungen weitgehend übergangen. (cw/dpa)

-w-

#1 SchüttelNurDenKopfAnonym
  • 09.09.2020, 09:54h
  • Vor lauter Kriterien verliert eine Institution der Filmbranche ein Ziel aus den Augen: gute Filme! Wann wurde aus einem angesehenen Filmpreis so ein Mist? Demnach würden vermutlich Filme wie Herr der Ringe oder Titanic nie mehr nominiert werden, weil sie nicht divers genug sind. Dafür aber so elend langweilige Filme wie Moonlight oder Carol, bei denen ich mich frage, bleibt da überhaupt jemand im Kinosaal wach...
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#2 Prima4Anonym
  • 09.09.2020, 10:10h
  • Antwort auf #1 von SchüttelNurDenKopf
  • Also, wer es durch nur einen dieser Herr der Ringe filme geschafft hat sollte doch resistent gegen "elende Langeweile" sein.... oO

    Zum Thema: naja, hab mich jetzt nicht durch die HP gelesen, aber einen Film mit nem schwulen Hauptdarsteller zu besetzen heißt ja nicht das die Charakter dann schwul ist bzw. das der Film auch homosexualität thematisiert.....
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#3 PetterAnonym
  • 09.09.2020, 10:38h
  • Ich fordere zwar auch seit Jahren mehr Diversität im Film, finde es aber höchst bedenklich, da irgendwelche Vorschriften zu machen.

    Das klingt ja fast wie eine Checkliste, die man bei der Filmplanung berücksichtigen muss.

    Das verträgt sich auch überhaupt nicht mit der Freiheit der Kunst, wenn der Staat da Vorgaben macht. Egal in welche Richtung.
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