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Coming-out-Probleme

Schauspieler Leroy Leone spricht über Homophobie seines Vaters

Der neue "Berlin – Tag & Nacht"-Darsteller hat den Kontakt zu seinem Rapper-Vater D-Flame abgebrochen, weil dieser seine Homosexualität nicht akzeptiert habe. D-Flame ist aus dem Bundesvision Song Contest bekannt.


Schauspieler Leroy Leone ist im wirklichen Leben ein gutmütiger Hundenarr: "Je mehr Menschen ich treffe, desto mehr mag ich meinen Hund" (Bild: Instagram / Leroy Leone)

Leroy Leone spielt seit kurzem in der RTL-Zwei-Realitysoap den Bösewicht und Geiselnehmer Marc. Der 31-Jährige spricht in sozialen Netzwerken offen über seine Homosexualität – und beklagt auch die Homophobie, die ihm im Netz entgegenschlage.

Gegenüber "Promiflash" berichtete der Schauspieler, wie schwer es für ihn gewesen sei, mit einem offenbar homophoben Vater aufzuwachsen. Er ist der Sohn von Rapper D-Flame, der Ende der Achtzigerjahre in Frankfurt Bekanntheit erlangte. 2007 nahm er für sein Heimatland Hessen am Bundesvision Song Contest teil und belegte mit "Mom Song" Rang sieben.

Direktlink | Leroy Leones Vater sing zwar in hohen Tönen über seine Mutter, seinen Sohn scheint er aber aus Homophobie nicht zu mögen

"Es gab Zeiten, da wünschte ich mir, einen Vater mit einem 'normalen' Job zu haben", so Leone. Ein Rapper mit einem schwulen Kind sei nicht respektiert worden. Schließlich habe er den Kontakt zum Vater völlig abgebrochen. "Seitdem lebe ich so, wie es mir gut tut, und genau das möchte jedem Einzelnen da draußen nur raten", so Leone.

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Leones Botschaft an Homo-Hasser*innen: "F*ck you"

Welch Schwierigkeiten er mit dem Umgang mit seiner sexuellen Orientierung hat, beschrieb Leone Mitte August auf Instagram: "Nachdem ich die Anfrage für die Rolle bei Berlin Tag und Nacht erhalten habe, war meine erste Tat, Bilder aus/von meinem Content zu löschen, in denen man davon ausgehen kann, dass ich schwul bin", schrieb er. Dann habe er aber gemerkt, dass Homo-Hasser*innen "dumme Menschen" seien, die "mit ihrer ungebildeten Meinung einem ganz kleinen unbelichteten Kreis" angehörten. Dieser Minderheit antwortete er auf Englisch mit den Worten "F*ck you". Auf Instagram sind jetzt viele Bilder mit seinem Verlobten zu sehen.

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"Ach heutzutage hat doch keiner mehr etwas gegen Homosexuelle!"… Ich wunschte es ware so Ich weiß nicht woran es liegt. An der schnellen Hassverbreitung im Netz? An der Frustration der Menschen? – Doch ist oder ware dies eine Entschuldigung dafur, daß man Homosexuelle mit einem Phadophilen vergleicht? Das man UNS den Tod wunscht? . Nachdem ich die Anfrage fur die Rolle bei Berlin Tag und Nacht erhalten habe, war meine erste Tat, Bilder aus/von meinem Content zu loschen in denen man davon ausgehen kann,das ich schwul bin. – Ja ich habe Angst davor wie die Leute reagieren sobald ich das erste Mal im TV zu sehen bin.… Aber ich habe viel mehr Wut in mir ,- Lasst es mich so erklaren: Hallo du! Du der gegen Homosexuelle etwas hat. Der Transexuelle ebenso abartig findet oder andere Lebensweisen als Krank betitelt. Ja du. Eine Frage habe ich an dich!: . Ist es nicht anstrengend sich jede fur dich ekelhafte und kranke Person beim Sex vorzustellen? Ist es nicht Mega ode andere zu beleidigen weil sie im falschen Korper geboren wurden? Ist es nicht moralisch unkorrekt, wenn du in einem Satz die Bibel oder den Koran erwahnst und gleichzeitig Menschen vorzugeben weißt was richtig oder falsch ist und sie nieder machst? Ist es nicht traurig, das sich deine Eltern sich fur dich schamen mussten? . Du! Ich hatte noch so viele Fragen an dich. Aber ich weiß, das du darauf keine Antwort hattest ausser mir den Tod zu wunschen! . Doch viel mehr ist es fur mich wichtig, mich zu bedanken bei den Menschen die nicht nur fur eine tolle Community kampfen sondern genau diesen dummen Menschen mit einem klaren Statement zeigen, dass sie mit ihrer ungebildeten Meinung zu einem ganz kleinen unbelichteten Kreis angehoren – . In diesem Sinne ein Gruß an die Minderheit: . F * C K Y O U . Und ein B I G L O V E an euch

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Instagram / _leroyleone_ | Leone beklagt in diesem Eintrag die Homophobie

Gegenüber "Promiflash" erklärte Leone auch, wie schwer es für ihn sei, einen Schurken darzustellen: "Ich bin privat ein humor- und harmoniebedürftiger Mensch, daher war es für mich in erster Linie am Anfang schwer, jemanden zu spielen, der böse ist." Inzwischen habe er aber Gefallen an seiner Rolle gefunden.


Der böse Marc (re., Leroy Leone) hat den armen Jannes (Ben Mittelstädt) entführt (Bild: RTL Zwei)

"Berlin – Tag & Nacht" läuft wochentäglich um 19.05 Uhr bei RTL Zwei. Am Mittwochabend wird bereits die 2.275. Folge gezeigt. Die Sendung ist auch im Streamingportal TVNOW zum Abruf verfügbar, Abonnentinnen und Abonnennten können sogar neue Folgen vor der TV-Ausstrahlung ansehen. (dk)



#1 PinoAnonym
  • 09.09.2020, 15:03h
  • Ich finde es traurig, dass sein Vater so ist und der Homo-Hass sogar über die Liebe zum eigenen Kind steht.

    Aber ich finde es gut, welche Konsequenzen sein Sohn daraus gezogen hat. Er muss sein eigenes Leben führen und glücklich werden. Punkt.
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#2 Prima4Anonym
  • 09.09.2020, 15:52h
  • D-Flame, shit, den Namen hab ich aber auch seit 20 Jahren nicht mehr gehört, der BuViCo Auftritt is mir damals wohl entgangen... ja, der dude war schon damals wack, wundert mich nicht, aber ey, der Typ war schon damals auch nur deswegen latent relevant weil er im schlepptau von Deluxe, Touch, Naidoo etc. bei Brothers Keepers involviert war... mir wäre auch neu das der als Musiker noch aktiv ist oO
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#3 Peck_SProfil
  • 10.09.2020, 10:42hFrankenthal
  • Da hat er ja die einzig richtige Entscheidung getroffen. Familie ist da, wo man Liebe findet. Hab mit meinem Bruder, der meine Liebe für eine psychische Krankheit hält und nicht müde wird zu erzählen, dass wir früher vergast wurden, auch seit 12 Jahren keinen Kontakt mehr. Weshalb jemanden aus einem falsch verstandenen Begriff von Familie heraus, freiwillig dazu ermächtigen, mir selbst wehtun zu können? Sei es auch nur verbal.
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