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Heimkino

Tanzen. Küssen. Vögeln.

Der Spielfilm "Five Dances" dürfte (nicht nur) Tanz-Fans begeistern: Im Mittelpunkt steht das naive Landei Chris, das in die Großstadt kommt, um seinen Traum als Tänzer zu verwirklichen – und dabei seinen ersten schwulen Sex erlebt. Jetzt im Salzgeber Club!


Konkurrenzkampf, erotische Spannung und körperliche Anstrengung steigern sich in "Five Dances" zu einer aufgeheizten Choreografie (Bild: Edition Salzgeber)
  • Von Dieter Oßwald
    10. September 2020, 04:22h, noch kein Kommentar

Mit einem intensiven Solo-Training vor dem großen Spiegel beginnt das Drama. Nach dem Vorspann kommt der junge Chip, ein Landei aus Kansas, zu einer fünfköpfigen Tanz-Truppe in New York. Den Platz verdankt er einem Stipendium, finanzklamm wie er ist, kann er sich keine Wohnung leisten und muss die Nächte im Tanzstudio verbringen.

Zum Glück hat Tänzerin Katie Mitleid und lässt ihn für ein paar Tage ihrem Apartment wohnen. Während die ersten Schritte auf dem Tanzboden viel versprechend verlaufen, hat Chip chronisch Ärger mit seiner alkoholkranken Mutter, die ständig anruft und seine Rückkehr fordert: "Dein Vater hätte nicht gewollt, was du dort tust!", gehört zu ihren gerne wiederholten Vorwürfen.

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Tanzpartner Theo baggert Chip erfolgreich an


Poster zum Film: "Fives Dances" läuft ab 10. September 2020 als VoD im Salzgeber Club

Während der Probe zu einem Pas de deux wittert der schwer verknallte Theo seine Chance und will seinem Tanzpartner noch näherkommen als vorgesehen. Die plötzliche Anmache verwirrt das naive Landei. "Du magst es doch!", rechtfertigt Theo seine Zudringlichkeit. "Nein!", weist Chip ihn ab – um eine Minute später sich doch den Zungenkuss gefallen zu lassen und sich auszuziehen, zumindest das Shirt, bevor er panisch flieht.

Am Morgen danach tanzt sich Chip erst einmal die Verwirrung von der Seele. Doch dieser Theo geht ihm nicht aus dem Kopf. Als die beiden Jungs am Abend allein im Tanzsaal sind, ist der 18-Jährige so aufgeregt wie neugierig. Theo lässt spontan seine Hülle fallen und bei Chip fallen prompt alle Hemmungen. Für Regisseur und Autor Alan Brown die beste Gelegenheit, auch diese Sex-Sequenzen nach einer Choreografie zu inszenieren.

Intimes Kammerspiel ohne viel Worte

Das Drehbuch von Brown passt auf den bekannten Bierdeckel, was zählt sind die Tanzsequenzen, die er so eindrucksvoll wie effizient zu inszenieren versteht. Viele Worte zwischen den Akteuren werden in diesem intimen Kammerspiel nicht gewechselt, ihre Ausdrucksweise liegt vorzugsweise in der Bewegung. Für die Stimmigkeit sorgt Choreograf Jonah Bokaer, ein regelmäßiger Mitarbeiter von Robert Wilson. Für die passende Stimmung tragen die melancholischen Songs von Scott Matthew bei.

Mit der quirligen Intensität und enormen Emotionalität von "Als wir tanzten" kann es dieses US-Drama aus dem Jahr 2013 zwar nicht aufnehmen – Tanz-Fans dürften gleichwohl allemal auf ihre Unterhaltungskosten kommen.

Vimeo / Salzgeber Club | Trailer zu "Five Dances" und Möglichkeit, den Film direkt anzuschauen

Infos zum Film

Five Dances. Drama. USA 2013. Regie: Alan Brown. Darsteller: Ryan Steele, Reed Luplau, Catherine Miller, Kimiye Corwin, Luke Murphy. Laufzeit: 83 Minuten. Sprache: englische Originalfassung. Untertitel: Deutsch (optional). FSK 12. Verleih: Edition Salzgeber. Ab 10. September 2020 im Salzgeber Club als Video on Demand
Galerie:
Five Dances
10 Bilder