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Sexuelle Belästigung

Anthony Rapp verklagt Kevin Spacey

Der "Star Trek: Discovery"-Darsteller hatte vor drei Jahren die ersten Vorwürfe gegen den Schauspieler erhoben – und den Skandal um den zweifachen Oscarpreisträger damit ans Laufen gebracht.


Kevin Spacey (li.) soll Mitte der Achtzigerjahren versucht haben, den damals 14-jährigen Anthony Rapp sexuell zu missbrauchen (Bild: Youtube/Kevin Spacey / CBS All Access)

Anthony Rapp und ein weiterer Mann haben am Mittwoch Klage wegen sexueller Belästigung gegen den früheren "House of Cards"-Darsteller Kevin Spacey vor dem Zivilgericht "New York State Supreme Court" im Stadtbezirk Manhattan eingereicht.

In der unbezifferten Schadensersatzklage wiederholt Rapp die Vorwürfe gegen Spacey, die er erstmals 2017 öffentlich erhoben hatte. Demnach habe sich Spacey 1986 auf einer Party im Osten von Manhattan betrunken auf ein Bett gelegt und sei dann auf ihn geklettert. Rapp betonte, er habe jedoch rechtzeitig flüchten können. Er war zu dem Zeitpunkt 14 Jahre alt; Spacey, damals noch ein wenig bekannter Broadway-Schauspieler, 26 Jahre. Rapp erklärte, er habe unter dem Übergriff lange Zeit seelisch gelitten.

Der zweite Kläger wurde nur mit den Initialien C.D. identifiziert. Er behauptet, er habe Spacey in den Achtzigerjahren als Teenager beim Schauspielunterricht kennengelernt. Spacey habe ihn dann in seine Wohnung eingeladen und sei mehrfach sexuell intim geworden. Bei seinem letzten Besuch habe Spacey versucht, ihn sexuell zu nötigen.

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Erste Vorwürfe 2017

Die Spacey-Affäre kam mit Beginn der #MeToo-Debatte ins Rollen – und beendete die bislang außergewöhnliche Schauspielkarriere des zweifachen Oscarpreisträgers ("Die üblichen Verdächtigen", "American Beauty") über Nacht. Der heute 61-Jährige hatte nach den ersten Vorwürfen von Rapp im Herbst 2017 eine umstrittene Stellungnahme veröffentlicht, in der dieser sich für die möglicherweise begangene Tat entschuldigte und sich als schwul outete (queer.de berichtete).

Inzwischen hat sich Spacey fast vollständig aus der Öffentlichkeit zurückgezogen – nur noch selten tritt er auf, etwa im Frühjahr virtuell bei einem Münchner Gründertreffen (queer.de berichtete). Netflix ließ ihn in der Erfolgsserie "House of Cards" nicht nur den Serientod sterben, sondern hält auch den abgedrehten Spacey-Film "Gore" über das Leben von Gore Vidal unter Verschluss. In Ridley Scotts ebenfalls abgedrehten Film "Alles Geld der Welt" wurde der Schauspieler nach dem Bekanntwerden des Skandals kurzerhand durch Christopher Plummer ersetzt.

Anders als Harvey Weinstein wurde Spacey allerdings nie wegen sexueller Übergriffe verurteilt. Vergangenes Jahr stellte etwa die Staatsanwaltschaft in Massachusetts ein Verfahren unter mysteriösen Umständen ein (queer.de berichtete). (dk)



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#1 KenshiroProfil
  • 10.09.2020, 20:13hBerlin
  • Ohne den Fall bewerten zu wollen. Mir persönlich fällt es sehr schwer mit Athony Rapp zu sympathisieren, da er mit Andy Dick so eng befreundet ist einer Person die wegen sexuellen Übergriffe verurteilt wurde. Ausserdem war einige seiner Forderung wärend der notwendigen Me too Debatte einfach reisserisch und unfair.
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#2 KumpelAnonym
#3 CalvinAnonym
#4 zundermxeAnonym
  • 11.09.2020, 11:06h
  • Antwort auf #3 von Calvin
  • Ohne alle Details zu kennen, kann ich mich den bisherigen Kommentaren nur anschließen.
    Wieso erst jetzt in Mitte 2020 die Anzeige, wenn er 2017 die Vorwürfe erstmals öffentlich erhoben hat?!
    Mit seiner medialen Selbstdarstellung wirkt er selbst dem möglichen Argument entgegen, dass er ggf die Zeit gebraucht hätte um Kraft dafür zu sammeln.
    MMn geht es hier neben eventuellen finanziellen Interessen eher um die Währung der medialen Aufmerksamkeit.
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#5 Dont_talk_aboutProfil
#6 OnyxAnonym
  • 13.09.2020, 23:11h
  • Wirkt auf mich irgendwie total lächerlich...
    Was erwarten Anthony Rapp und der andere Mann denn?Selbst wenn die Vorwürfe stimmen sollten,haben sie überhaupt keine Beweise dafür.Glauben die wirklich,dass Kevin's Anwälte ihm dazu raten,den beiden trotzdem Schmerzensgeld zu zahlen und sich damit selber schuldig zu sprechen?Kein Anwalt der Welt würde das,ohne irgendwelche Beweise,befürworten.
    Ich kann mir auch nicht vorstellen,dass irgendein Richter nur aufgrund von zwei Aussagen über irgendwelche Vorfälle jemanden zu Schmerzensgeld verdonnert.
    Also was erhoffen die sich jetzt?
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