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München

Gerhard Meir gestorben

Der schwule Starfriseur aus München wurde tot in seiner Wohnung aufgefunden. Er war unter anderem für die Frisur der "Punkerfürstin" Thurn und Taxis verantwortlich, bevor diese ihre Homophobie entdeckte.


Gerhard Meir in einem Interview mit einem Münchner Privatsender (Bild: Screenshot muenchen.tv)

Gerhard Meir ist im Alter von 65 Jahren gestorben. Der offen schwule Münchner Promifriseur sei am Freitag tot in seiner Wohnung gefunden worden, sagte seine Managerin Elisabeth Platzer der Deutschen Presse-Agentur. Er habe noch am Donnerstag in seinem Salon gearbeitet. Die Ursache seines Todes blieb erst einmal unklar. Zuvor hatte die "Münchner Abendzeitung" über den Tod berichtet.

Meir hatte ein schillerndes Leben geführt, zahlreiche Prominente frisiert und war auf diversen roten Teppichen und Charity-Veranstaltungen unterwegs gewesen. Unter anderem war er in den Achtzigerjahren für die Punk-Frisuren der damals für ihr exzessives Partyleben bekannten Gloria Fürstin von Thurn und Taxis bekannt – die Fürstin hat ihr Image inzwischen geändert und profiliert sich mit Konservatismus und homosexuellenfeindlichen Äußerungen.

Aber auch anderen Promis verhalf Meir zu Berichterstattung in der Yellow Press: Eisschnelllauf-Olympiasiegerin und -Weltmeisterin Claudia Pechstein verpasste er 2004 pinke Strähnen. Aber auch in der ARD-Talkshow "Sabine Christiansen" diskutierte er im Jahr 2008 mal in einer Runde zum Motto "Rauchen auf der Kippe?".

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Verpartnerung ging in die Brüche

2007 hatte sich Meir mit seinem rund 13 Jahre jüngeren Partner und Kollegen Peter Safarik verpartnert. "Ich hatte drei große Lieben, aber jetzt bin ich angekommen", sagte er später der "Bunten". Sein Partner sei das Schönste, "was mir von oben geschenkt wurde". Doch die Beziehung ging in die Brüche. Der "Bild" sagte Meir 2018 über die Liebe: "Das Thema ist abgehakt. Ich möchte keinen Mann mehr. Eine Beziehung ist mir zu kompliziert geworden, viel zu anstrengend. Ich bin gern allein."

2010 berichtete Meir auch darüber, dass er wegen seiner Homosexualität von seinem strenggläubigen Bruder verstoßen worden war: "Der wollte nicht mehr mit mir an einem Tisch sitzen. Er hat mir gesagt, dass schwul zu sein nicht gottgewollt ist und dass ich mich deswegen direkt vor dem Höllentor befinde", so Meir gegenüber dem "Focus". Vor dessen Tod sei es nicht mehr zu einer Aussöhnung gekommen, "aber ich habe für ihn eine schöne Messe lesen lassen". (dpa/cw)

Direktlink | Interview vom November 2019



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#1 Patroklos
#2 Ralph
  • 12.09.2020, 14:00h
  • Der Tagespresse entnehme ich, dass er bis zuletzt Glorias Hoffriseur gewesen sei. Falls das stimmt, kommentiert es sich selbst.
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#3 stromboliProfil
  • 13.09.2020, 00:46hberlin
  • Antwort auf #2 von Ralph
  • na zumindest war er im "nachtreten geübt :
    "". Vor dessen Tod sei es nicht mehr zu einer Aussöhnung gekommen, "aber ich habe für ihn eine schöne Messe lesen lassen"".

    Da zeigt sich ein fünkchen schwarzer humor.
    Oder irre ich?
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#4 RidikülAnonym
  • 13.09.2020, 01:05h
  • Antwort auf #2 von Ralph
  • Einer, der einer aggtessiv Schwule hassenden Kleinadeligen die Haare schön macht, ist kein selbstbewusster Schwuler, sondern ein homophiler Hofnarr.

    Und ein Star ist diese Hasserin maximal im provinziellen München.
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#5 Ralph
  • 13.09.2020, 10:44h
  • Antwort auf #4 von Ridikül
  • Das sind so die Berufe, in denen Schwule sogar von den größten Hassern toleriert werden... Friseur, Kosmetiker, Schneider, Modeschöpfer usw., alle, die an Frauen rumfummeln, ohne was von ihnen zu wollen - sozusagen die Eunuchen der Schickimickiwelt.
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#6 stromboliProfil