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Comedy-Serie
Warum wir Cameron besonders vermissen werden
Ab 17. September läuft auf Sky die elfte und leider letzte Staffel von "Modern Family". Ein nostalgischer Rückblick auf unsere vier Lieblingsfiguren.

Der heterosexuelle Schauspieler Eric Stonestreet verkörpert in "Modern Family" den wunderbar queeren Cameron Tucker (Bild: abc)
- Von Aliki Nassoufis, dpa
12. September 2020, 05:40h 2 Min.
Rund elf Jahre ist es her, dass die erste Folge von "Modern Family" zu sehen war. Ein herrlich-schräges Comedy-Konzept um eine bunt zusammengewürfelte Patchworkfamilie. Nun, mit Staffel elf, ist Schluss: Die letzten Folgen sind bei uns ab 17. September auf Sky zu sehen. Ein guter Anlass, um einige der grandiosen Charaktere zu würdigen. Einfach ist das zwar nicht, immerhin ist allein schon Jay Pritchett (Ed O'Neill aus "Eine schrecklich nette Familie") als Familien-Patriarch hervorragend. Ebenso seine deutlich jüngere, sehr temperamentvolle Neu-Ehefrau Gloria. Hier nun aber vier unserer anderen Lieblingsfiguren:
Phil Dunphy: An Jays Schwiegersohn mussten sich einige wohl etwas gewöhnen. Doch Phil gehört ohne Zweifel zu den Highlights der Serie. Der Mann von Claire (Jays Tochter) ist schließlich der Inbegriff eines Mannes, der sein inneres Kind nie verloren hat. Auch wenn es manchmal daneben geht, ist er immer neugierig, schnell zu begeistern und mit vollem Einsatz dabei. Gutmütig, nerdig und auf coole Weise uncool.
Lily Tucker-Pritchett: Jays schwuler Sohn Mitchell und sein Partner Cameron adoptieren gleich in Staffel eins Lily. Diese vietnamesische Adoptivtochter mag anfangs noch sehr klein sein, stiehlt den anderen Familienmitgliedern mit ihrer vorlauten Art aber schnell die Show. Sie wächst zu einem sehr selbstbewussten Mädchen mit einem Faible für Sarkasmus heran, das seine Eltern so manches Mal zur Verzweiflung treibt.
Cameron Tucker: Er liebt Musicals und das ganz, ganz große Drama – vor allem Lilys Vater Cameron hat damit zu kämpfen, dass er nun nicht mehr immer im Mittelpunkt steht. Doch er kann auch über sich selbst lachen und verzeiht allen anderen schnell ihre Fehltritte. Auch deswegen ist Cameron so liebenswürdig.
Manny Delgado: Glorias Sohn aus einer früheren Beziehung ist aus seiner Zeit gefallen: Der Schüler liebt Anzüge und Krawatten und fühlt sich eher zu älteren Frauen hingezogen. Rebellion und wilde Partynächte? Fehlanzeige. Stattdessen verstört er mit seinem distinguierten Auftreten so manches Mal seine Umgebung.
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11 Staffeln sind definitiv zu viel für eine Serie. Ich kenne keine einzige Serie, die so lange ein konstent hohes Niveau halten kann.
Insofern ist es gut, dass die Serie jetzt beendet wird, wo sie zumindest noch passabel (wenn auch nicht mehr so gut wie anfangs ist) und dass man nicht noch weiter macht, bevor wirklich niemand es mehr sehen will und es richtig schlecht würde.