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Religiös motivierte Transphobie

Bremen: Evangelische Schule wollte "Dämon" von trans Schüler austreiben

Evangelische Einrichtungen in Bremen haben offenbar massive Homo- und Transphobie-Probleme: Nach dem angeklagten Hass-Pastor Olaf Latzel sorgt jetzt eine Bekenntnisschule für Schlagzeilen – die Polizei ermittelt.


Der ehemalige Schüler der Bekenntnisschule beklagt, dass er unter dem Zeichen des Kreuzes viel Leid ertragen musste (Bild: fairytaleweaver / flickr)

In Bremen gibt es erneut einen Fall von evangelisch-christlicher LGBTI-Feindlichkeit: Wie die "taz" berichtet, ermitteln Polizei und Staatsanwaltschaft wegen Verdachts auf Misshandlung Schutzbefohlener gegen die Freie Evangelische Bekenntnisschule Bremen (FEBB), weil diese 2015 einen trans Schüler nach seinem Coming-out ohne Unterlass gemobbt haben soll, so dass der Mann noch heute unter seelischen Problemen leidet. "Diese Schule hat meine Zukunft zerstört", so das Opfer, dem eine Uni-Psychologin bescheinigte, von der Schule traumatisiert worden zu sein. Er habe Jahre gebraucht, mit dem Erlebten fertig zu werden, und erst jetzt die Kraft gehabt, seine Peiniger anzuzeigen.

Der junge Mann berichtet von Psychoterror seitens der Lehrer*innen, nachdem er sich geoutet hatte. So sei er nicht mit seinem männlichen Namen und entsprechenden Personalpronomen angesprochen worden. Ihm seien sogar Fehler berechnet worden, wenn er in Klausuren diesen Namen niederschrieb. Lehrer*innen hätten außerdem Freunde des Jungen öffentlich befragt, wie sie mit ihm als Transsexuellen befreundet sein könnten. Hinter seinem Rücken hätten sich Eltern und Lehrer*innen in spirituellen Runden getroffen, um für seine "Heilung" – und gegen den "Dämon", der von ihm Besitz ergriffen habe – zu beten. Der trans Schüler soll auch unter einem Vorwand zu Gesprächen eingeladen worden sein und habe sich dann "Heilungs"-Gebete anhören müssen.

Warb Schule für "Konversionstherapien"?

Laut dem Ex-Schüler soll die Schule damals auch für "Konversionstherapien" geworben haben. Das kann nach einem Beschluss des Bundestages vom Mai diesen Jahres inzwischen bestraft werden (queer.de berichtete).

Die Schule weist hingegen jegliche Vorwürfe zurück. "Für uns als Schule spielt die sexuelle Orientierung unserer Schüler*innen keine Rolle", heißt es in einem Schreiben. Natürlich begegne man auch "transsexuellen Schüler*innen" stets mit "Respekt, Toleranz und Nächstenliebe."

CSD-Veranstalter*innen sammeln Diskriminierungserfahrungen

Anlässlich des Vorfalls bittet der örtliche CSD-Verein, dass sich Betroffene wegen Diskriminierungserfahrungen an Bremer Schulen melden sollen (siehe Aufruf). "Wir suchen Erfahrungen von (aktuellen und ehemaligen) Schüler*innen, Lehrer*innen, Schulleiter*innen, Klassenkamerad*innen, Eltern, Verwandten, Freunden und allgemein allen Menschen, die persönlich von Diskriminierungen an der Freien Evangelischen Bekenntnisschule (FEBB) oder anderen Bremer Schulen erfahren haben. Die entweder selbst betroffen sind, es waren oder es bei anderen erlebt haben", heißt es darin.

Auch in der Politik zeigte man sich schockiert über den Vorfall. "Religiöse Haltung darf kein Deckmantel für die seelische Misshandlung von Homo- oder Transsexuellen sein", erklärte etwa Miriam Strunge, bildungspolitische Sprecherin der Linksfraktion, die gemeinsam mit SPD und Grünen regiert. "Von der FEBB erwarte ich, dass sie die lückenlose Aufklärung der Vorfälle unterstützt und bei sich an der Schule einen Kulturwandel hin zur Akzeptanz geschlechtlicher Vielfalt einleitet." An keiner Schule im Land Bremen – egal ob öffentlich oder privat – dulde die Landesregierung Diskriminierung. "Die Regierungsfraktionen haben daher im Haushalt beschlossen, in allen Regionen Bremens und in Bremerhaven Antidiskriminierungsbeauftragte für die Schulen zu schaffen. Diese Stellen müssen nun zügig eingerichtet werden", so Strunge.

Die evangelikal geprägte FEBB wird von einem eingetragenen Verein betrieben und ist staatlich anerkannt – sie wird also stattlich mit Steuergeldern aller Bürger*innen ausgestattet, auch von Nichtgläubigen.

Bereits in den letzten Monaten hatte ein Homo- und Transphobieskandal innerhalb der Bremischen Landeskirche (BEK) für Schlagzeilen gesorgt: Pastor Olaf Latzel wurde wegen Volksverhetzung angeklagt, weil er CSD-Besucher als "Verbrecher" diffamiert und "gelebte Homosexualität" als "vor Gott ein Gräuel" und "todeswürdig" bezeichnet hatte. Trotzdem darf er derzeit weiterpredigen, als wäre nichts geschehen (queer.de berichtete). (dk)

Wöchentliche Umfrage

» Haben dich Lehrer*innen während deiner Schulzeit wegen deiner Homo- oder Transsexualität gemobbt?
    Ergebnis der Umfrage vom 14.09.2020 bis 21.09.2020


#1 Katrina_ReichertProfil
  • 14.09.2020, 13:25hDüsseldorf
  • "Für uns als Schule spielt die sexuelle Orientierung unserer Schüler*innen keine Rolle"
    Das ist ein de facto Schuldeingeständnis.
    Wer Geschlecht und sexuelle Orientierung in einen Topf schmeißt, braucht mir nicht erzählen, einen trans Schüler korrekt behandelt zu haben.
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#2 Peck_SEhemaliges Profil
  • 14.09.2020, 13:27h
  • Von der Kirche erwarte ich nichts anderes, ähnliche Fälle gibt es ja zuhauf und die Sprache und Ideologie ist mehr als eindeutig.

    Was mich hier bestürzt ist, dass anscheinend weder Mitschüler, Lehrer oder Eltern eingeschritten sind und es offenbar in Summe eine Übereinkunft von mehreren hundert Personen gab, dass dieser Mensch ausgegrenzt, seelisch verletzt und entmenschlicht gehört. Der Hass bekommt Oberwasser.
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#3 Das ist ReligionAnonym
  • 14.09.2020, 13:39h
  • Die Evangelen sind keinen Deut besser als die Katholen.

    Jede Religion ist im Kern ein totalitäres System, das ohne Hass, Unterdrückung und Bevormundung nicht funktionieren kann.
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#4 Der PinguinAnonym
#5 Alexander_FAnonym
  • 14.09.2020, 14:06h
  • Antwort auf #2 von Peck_S
  • Es ist tatsächlich erschreckend, aber auch kaum überraschend, dass es an einer christlichen Schule so zugeht.
    Ich bin selbst auf solchen Schulen gewesen, habe aber auch durchaus an staatlichen Schulen ein ähnliches, stillschweigendes Übereinkommen zwischen mobbenden Schülern und Lehrkräften erlebt.

    In einem muss ich dir aber widersprechen: der Hass bekommt keineswegs Oberwasser. Im Gegenteil, er verliert ihn, und schon die Tatsache, dass darüber berichtet wird und der Fall für Empörung sorgt, gibt davon Zeugnis. In meiner Jugend (um die Jahrtausendwende herum, also gar nicht so lange her) war das Oberwasser noch so hoch, dass ein solcher Fall einfach stillschweigend unter den Teppich gekehrt und keiner der Beteiligten je zur Rechenschaft gezogen wurde.

    Das sage ich keineswegs, um hier irgendwas zu relativieren. Ich bin froh darum, dass dieses Opfer Ansprechpartner gefunden hat und dass der Fall politische Rückwirkungen hat. Genau das stimmt mich aber optimistisch.
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#6 WahrheitIstRelativAnonym
  • 14.09.2020, 16:36h
  • Da braucht es keine Religion dazu. Schulen sind Ansammlungen von Menschenmassen. Jeder dritte, würde ich schätzen, hat in irgendeiner Weise traumatische Erlebnisse aus seiner Schulzeit. Ein guter Teil der Eltern, die Lehrer so unerträglich finden, weil überbesorgt oder - kritisch,sind auch Eltern, die schon selber schlechte Schulerfahrungen hatten und dies mit ihren Kindern noch einmal wiedererleben. Deshalb wird es Zeit, dass Mobbing, Diskriminierung und Gruppendynamik endlich ernster genommen werden.

    Zu idealistischen Schulen, dazu gehören auch Religiöse Schulen, kommt folgender erschwerender Faktor :
    Der Anspruch ist eine heile /bessere Welt, durch das von "besseren" Menschen entwickelte Konzept, sowie deren Fähigkeiten.
    Problem ist, dass es weder "bessere" Menschen und somit auch nicht entsprechende Konzepte gibt, und schon garnicht die EINE Wahrheit. Zahlreiche psychologische Studien haben schon bewiesen, dass es keine "besseren" Menschen gibt und wozu Menschen im Zweifelsfall in der Lage sind usw.
    Wenn also nun so eine "Gruppe" diese Ansprüche hegt, dann kommt sie unweigerlich zu der Erkenntnis, in einer Blase zu leben. Um die Ideale aber weiter hochhalten zu können, müssen dann alle blind, taub und stumm sein und - wo das nicht möglich ist - einen Buhmann finden.
    Das Ergebnis ist, dass es in einer solchen Schule dann schlimmer zugeht als anderswo. Auf dieses schlechte Klima reagieren dann die Kinder und werden auffällig. Eine Hand gibt die andere. Eltern suchen Buhmann als Grund für die Probleme, die das eigene Kind plötzlich hat. Eltern sind froh, wenn ein anderes, und nicht das eigene Kind der Buhmann ist und bestimmt keine Hilfe für andere betroffene Eltern. In unserem Fall ( Waldorfschule) hatten wir eine Lehrerin, die beschlossen hatte, dass es am einfachsten ist, sich stets auf die Seite der Mehrheit zu stellen. Dadurch hatten Kollegen den Eindruck, sie hätte diese schwierige Klasse gut im Griff, es waren ja nur ein paar Buhmänner, die nach und nach" aufgebraucht" wurden. Die "Elite" bekam das garnicht so mit...

    Ein entscheidender Punkt bei Mobbing und Diskriminierung ist, hört sich komisch an, dass der Täter "Mensch" ist! Er hat nämlich durchaus ein schlechtes Gewissen. Dies führt aber nicht zur Reue und wieder Gutmachung, sondern zu tiefenpsychologischer Verdrängung. Der Täter muss sich dann um jeden Preis beweisen, dass alles gerechtfertigt war und dann geht der Terror für das Opfer erst richtig los! Dann wird jeder Schwachpunkt genutzt und jedes Klischee hervorgekramt. Das einfachste heutzutage :Krankheiten finden! Täter-Opfer-Umkehr, dramatisiert, überspitzt. Kommt das Opfer zB aus einer armen Familie, dann ist alles, was es macht ein Hinweis für "Assi". Interpretieren kann man jede Aussage und Handlung grundsätzlich relativ, weshalb das garnicht schwer ist.

    Geredet wird ja am meisten über das Verhalten der Mitschüler, aber die sind gerade in jüngerem Alter lediglich ein Spiegel der Eltern, Lehrer und der ganzen Gesellschaft. In unserem Fall wussten die Kinder, dass sie dem Weltbild der Erwachsenen einen Gefallen tun, wenn sie ein bisschen "nachhelfen", damit das Opfer immer labiler, unbeholfen usw wird.

    Man kann sich langsam zerstören lassen oder aber sich wehren. In beiden Fällen haben die Anderen gewonnen( im Falle des sich wehren wird das Opfer zum Täter ernannt) . Das Opfer ist es, welches am Ende zum Arzt geht - nicht der Täter! Der Täter hat nur verletzt, ist aber nicht selber verletzt worden, weshalb er oft die "Ruhe in Person" ist und Zuspruch bekommt.

    Auch ist Mobbing und Diskriminierung relativ unabhängig von der Persönlichkeit des Täters. Es ist eine Dynamik, da kommt ein Stein ins Rollen. Das das Opfer oft nicht ernst genommen wird liegt auch daran, weil die Täter an anderer Stelle so "tolle emphatische Menschen" sind und diese beiden Sachen so garnicht zusammen passen.

    Helfen kann man sich selber in so einer Situation quasi nicht mehr. Man wird nur noch tollpatschig, kippt Stühle um oder fällt über die eigenen Füße im Wissen von den anderen nicht wohlwollend betrachtet zu werden. Man erahnt, wie die anderen einen sehen wollen und ertappt sich dabei, diese Wünsche zu erfüllen und fragt sich gleichzeitig, warum man das macht. Man ertappt sich bei dem Wunsch, diese "Rolle" einzunehmen - denn dann wäre "Frieden".

    In unserem Fall, vier Alptraumjahre und einen Schlaganfall meinerseits, später :
    Haben an anderer Schule festgestellt, dass das nicht unser Problem war. Kind hat sechs Einsen und ist im sozialverhalten Klassenvorbild. Auch Zuhause ein sehr angenehmes Kind, dass eher emotional reifer und verantwortungsbewusster (auch sozialkritischer) ist als Gleichaltrige. Die ganzen Krankheiten (bis hin zu Autismus) hatte er nicht und auch die empfohlene Förderschule wurde zu Recht an der neuen Schule als absolut unpassend erkannt. Er ist ein emotional sehr intelligentes Kind und hat dieses "Ungeheuer" dass in dieser Schule gewachsen war gesehen und durchschaut und mit ihm die ganze Heuchelei. Und das konnten sie an dem Kind nicht haben...

    Aber wenn ich nun seit Jahren versuche auf Mobbing und Diskriminierung aufmerksam zu machen, dann passiert garnichts. Alle dort hoffen, dass es mit dem Kind doch noch einmal Bergab geht - denn- wenn er nichts hatte, dann hätten sie was! Wie sollten die Lehrer damit umgehen? Eine Lehrerin hat es mal so versucht :
    " IST DAS NICHT SCHÖÖÖN, DASS ES IHM JETZT GUT GEHT ??" (soll heißen: Hat das schwarze Schaf zum Hirten gefunden?)
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  • Anm. d. Red.: Bitte kürzer und näher am Artikel kommentieren.
#7 JasperAnonym
  • 14.09.2020, 17:14h
  • Wenn ich mir so durchlese, was ihm dort angetan wurde, dann kann ich nur folgern, dass solche Lehrerinnen und Lehrer am besten lebenslanges Berufsverbot bekommen sollten. Die haben gezeigt, dass sie als Pädagogen völlig ungeeignet sind und in diesem Job nichts zu suchen haben.
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#8 saltgay_nlProfil
  • 15.09.2020, 08:52hZutphen
  • Ich warte jetzt noch auf die Beißreflexe der Antikirchenpsychos. Wahrscheinlich hatten sie noch keine Zeit, dann werden wir wie immer erfahren wie segensreich es ist zum Atheisten zu konvertieren.

    Grundsätzlich ist zu unterscheiden zwischen öffentlichen und privaten Schulen. Private Schulträger sind vom Unterrichtsangebot natürlich den landesrechtlichen Curricula unterworfen. Was z.B. den CDU-FDP Kaderschmieden, den Waldorfschulen, sehr schwer fällt, da sie zum Abitur von Namentanzen und Wasseresoterik auf Atomistik und Integralrechnung innerhalb kürzester Zeit umschwenken müssen. Mit Ausnahme von Nordrhein-Westfalen, wo die Witzfigur Yvonne Gebauer daran bastelt die Mathematik auf ihr eigenes geistiges Verständnis zurückzuschrauben und die vier Grundrechenarten mit Taschenrechnerbenutzung als Abituraufgaben Eingang finden.

    Das heißt also, private Schulen unterscheiden sich zunächst nicht von öffentlichen Schulen. Das erklärt auch warum diese Form von Mobbing an jeder Schule stattfinden kann. Doch unter dieser Oberfläche setzt bei bestimmten Schulträgern die Indoktrination ein. Ein Beispiel die Christopherus-Schule in Braunschweig. Ihre Klientel sind die Kinder von VW-Managern. Da schreibt doch in der von der Schule herausgegebenen Zeitung der Provinzstarjournalist Paul-Josef Raue, der nach dem Abschuss von Sergej Lochthoven die Thüringer Allgemeine übernahm, in primitivster CDU-Wahlkampfmache gegen das Übel des Mindestlohnes. Den Schülern lässt er keine Chance zu einer kritischen Reflexion der bestehenden sozialen Ungerechtigkeit, sondern preist diese. Übrigens macht derselbe in der Braunschweiger Zeitung dicke Backen, als er sich und seine Kollegen zur vierten Säule des demokratischen Rechtstaates erklärte. Er lobte sich und seine Kollegen für ihre absolut unabhängige Berichterstattung.

    Dieses Beispiel soll verdeutlichen, dass in privaten Schulen ideologische Infiltration sehr viel leichter stattfinden kann, aber das ist kein Naturgesetz. Doch die Motivation eine private Schule zu begründen ist eine elitäre. Denn wenn die Lernsituation an allen Schulen wirklich gut wäre, gäbe es den Bedarf nur innerhalb der feudalen Schicht, dem Geldadel und den vom Egoismus zerfressenen Merzanhängern.

    Genau dieses bürgerliche System der Selektion mittels Schulbildung wird auch durch erziehungsunfähige Eltern befeuert. Was not tut sind Abbau der aggressionssteigernden Bedingungen an der Schule, wie zu große Klassen, mehr Gruppenräume, differenziertes Lernen in Gruppen, gemeinsame Veranstaltungen mit Stärkung des Gemeinschaftssinnes, Vermittlung, dass eine menschliche Gesellschaft nur durch Solidarität überleben kann. Das sind übrigens im wesentlichen Forderungen, die seit 50 Jahren erhoben, jedoch nur beschwafelt werden, damit man auch weiterhin an der Bildungsrampe Kinder anerkannter wohlhabender Eltern selektieren kann und den Rest zu Hartz IV schickt.

    Schule ist Spiegelbild der Gesellschaft. Der Vorfall an der Bremer freien Schule zeigt, wie moralisch und menschlich verkommen, immer noch auf dem Niveau von 1945 verharrend, diese BRD ist.
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#9 zundermxeAnonym
  • 15.09.2020, 09:23h
  • erst die Löwen, dann die Christen...
    wäre ein möglicher Auge-um-Auge-Reflex für all diese religiösen Fanatiker*innen, die als Ergebnis moralischer Elitebildung andere Menschen geistig, seelisch und körperlich mit voller Inbrunst und Verblendung verbrennen.

    Natürlich ist das nicht wirklich ein Lösungsansatz.
    Doch dieser, als einer von zahllosen anderen, Fall zeigt, dass eine wirklich freie und tolerante Gesellschaft erst entstehen kann, wenn Religionen jedwelche Privilegien und Förderung durch den Staat verlieren. Insbesondere hinsichtlich Gesetzen und geltender Rechtsprechung muss endlich eine klare Trennung zwischen Gesellschaft und Glauben vollzogen werden.

    Glaube ist reine Privatsache und niemals irgendein Maß darüber hinaus.

    Wenn ein Tier getötet wird, ein junger Mensch verstümmelt wird, Menschen gequält und schikaniert werden, darf es rechtlich keinen Unterschied machen, ob dies aus offenem blanken Sardismus geschieht oder im Namen irgendeiner Religion - die Tat ist jeweils die eben selbe.
    Leider klingen diese Selbstverständlichkeiten in unserem ach ja so zivilisierten Deutschland (und nat leider längst nicht nur in Deutschland) immer noch wie eine Utopie.
    Na dann weiter viel Spaß beim geißeln, opfern, beschneiden und Menschen quälen im Namen des einzig wahren Glaubens derer, die Hass und Hetze leben oder geschehen lassen um ihr Paradies zu erreichen.
    Wenn überhaupt, sind wir als Menschheit betrachtet, gerade mal im frühen Jugendalter.
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#10 Ralph
  • 15.09.2020, 10:17h
  • Kann es ein, dass Bremen für Deutschland das ist, was in den USA der "Bibelgürtel" darstellt?
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