Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?37059

Workshop

Hamburgs queeres Denkmal soll hohe Präsenz im Stadtbild entwickeln

Die Behörde für Kultur und Medien erarbeitet mit Vertreter*innen der queeren Community erste Konzeptideen zur Realisierung des von der neuen Stadtregierung geplanten Denkmals.


Kultursenator Carsten Brosda (SPD) will Input von LGBTI-Organisationen, um das neue Denkmal zu planen (Bild: www.sommer-in-hamburg.de / flickr)

Die Hamburger Behörde für Kultur und Medien und die Initiative "Denk-mal sexuelle und geschlechtliche Vielfalt" haben mit 70 queeren Aktivist*innen aus insgesamt 40 unterschiedlichen Organisationen der Hamburger LGBTI-Community erste Ideen zu möglichen Standorten, Zielen und Wirkung des geplanten Denkmals für queere Menschen erarbeitet. Das gab die Stadtregierung am Montag bekannt.

Die ersten Konzeptideen sehen vor, dass ein offener Ort entstehen soll, der gleichermaßen für sexuelle und geschlechtliche Vielfalt steht. Die Teilnehmenden des Workshops haben außerdem Kriterien entwickelt, die der zukünftige Standort erfüllen muss, zum Beispiel sollte er zentral in der Innenstadt liegen und eine hohe Präsenz im Stadtbild entwickeln. Im Gespräch sind unter anderem das Szeneviertel St. Georg, die HafenCity und der Jungfernstieg.

Die Stadt hatte beschlossen, im engen Austausch mit der Community einen entsprechenden Ort zu schaffen. Dieser soll im öffentlichen Stadtbild für sexuelle und geschlechtliche Vielfalt stehen und an alle Menschen erinnern, die aufgrund ihrer sexuellen und geschlechtlichen Identität verfolgt und gesellschaftlich stigmatisiert, abgelehnt und ausgegrenzt wurden. Die alte und neue rot-grüne Regierung verankerte dieses Vorhaben im Anfang Juni vorgestellten Koalitionsvertrag (queer.de berichtete).

- Werbung - Video - Abheben und Frankreich und die Welt entdecken

"Ein Ort der Begegnung"

"Mit dem Denk-Ort für sexuelle und geschlechtliche Vielfalt soll ein Ort entstehen, der den Fokus auf Diversität, Offenheit und Akzeptanz setzt und diese in die Mitte der Stadt und damit der Gesellschaft holt", erklärte Kultursenator Carsten Brosda (SPD). "Zentral gelegen, soll er ein Ort der Begegnung sein." Dass der Entstehungsprozess für das Denkmal auf breiter Beteiligung basiere, sei Voraussetzung für das Sichtbarmachen von sexueller und geschlechtlicher Vielfalt in der Gesellschaft. "Hamburg ist stolz darauf, eine weltoffene und tolerante Stadt zu sein, und das wollen wir mit dem Denk-Ort für alle und zu jeder Zeit sichtbar machen." (pm/dk)



#1 Ralph
  • 15.09.2020, 10:26h
  • Hoffen wir mal das beste. Ähnliche Denkmäler sind ja leider meist Reinfälle, man denke an den Berliner Knutschfilm im Steinblock oder die blassen Münchner Gehwegplatten zum Drübertrampeln. Den Frankfurter Engel nehme ich ausdrücklich von meiner Kritik aus.
  • Antworten » | Direktlink »
#2 ElfolfProfil
  • 15.09.2020, 10:58hHamburg
  • Wir brauchen noch ein weiteres Denkmal. Eines für arme und alte Queere Menschen. Die finden nämlich selbst hier nicht mehr statt. Die meisten Aktivisten heute haben doch im Alltag null Probleme. Wenn du in Hamburg nicht die nötigen Mittel hast, bleiben dir nur die Randbezirke, in denen man sich als Schwuler möglichst unauffällig bewegen muss, um bloß keinen zu provozieren. In Hafencity, St.Georg oder am Jungfernstieg residieren unsere wohlhabenden Kulturtunten, die sowieso Narrenfreiheit haben.
  • Antworten » | Direktlink »
#3 TheDadProfil
  • 15.09.2020, 23:05hHannover
  • Antwort auf #2 von Elfolf
  • ""In Hafencity, St.Georg oder am Jungfernstieg residieren unsere wohlhabenden Kulturtunten, die sowieso Narrenfreiheit haben.""..

    Äh ?
    Was genau spricht eigentlich gegen "Randgebiete" in den vermeintlichen "Metropolen" ?
    Wohnen denn die "wohlhabenden Kulturtunten" in Köln alle um den Alter Markt oder Heumarkt herum, die in München alle um das Sendlinger Tor ?
    Das darf doch wohl bezweifelt werden..
  • Antworten » | Direktlink »
#4 Ralph