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Neue Nadelstiche gegen trans Menschen

J.K. Rowlings neuer Roman handelt von einem "transvestitischen Serienkiller"

Die "Harry Potter"-Autorin bringt ihren Hass auf trans Menschen immer mehr in ihr literarisches Werk ein: Ein neuer Krimi argumentiert, dass man einem "Mann in einem Kleid" nie trauen dürfe.


J.K. Rowling schockierte dieses Jahr mit transphoben Äußerungen viele ihrer Fans (Bild: Screenshot NBC)

Mit ihrem am Dienstag erschienen Krimi "Troubled Blood" hat die britische Schriftstellerin J.K. Rowling einen erneuten Shitstorm ausgelöst, weil dieser als transphob kritisiert wird. Zuletzt trendete auf Twitter sogar der Hashtag #RIPJKRowling, mit dem die 55-Jährige für tot erklärt wird.

Anlass ist, dass in ihrem unter dem Pseudonym Robert Galbraith verfassten Buch ein ungelöster Fall aus dem Siebzigerjahren über einen "transvestitischen Serienkiller" behandelt wird, wie in einer Rezension im Londoner "Daily Telegraph" beschrieben wird. Das Buch aus der Reihe um Privatdetektiv Cormoran Strike ist bereits der fünfte Teil einer Krimireihe. Weiter heißt es in dem Artikel: "Man wundert sich, was Kritiker von Rowlings Haltung zu Trans-Fragen aus einem Buch machen, das die folgende Moral zu haben scheint: Traue niemals einem Mann in einem Kleid." Diese Beurteilung wiegt umso schwerer, da sie vom "Telegraph" stammt, einer ultrakonservativen Tageszeitung, die selbst gerne Stimmung gegen trans Menschen macht.

Allerdings hatte Rowling bereits in vorherigen Kriminalromanen ähnliche bedenkliche Geschichten erzählt, diese werden aber erst nach ihren offen transphoben Äußerungen thematisiert. So schrieb sie im 2014 erschienen Roman "The Silkworm" über die böse trans Frau Pippa, die sogar den Kommissar erstechen will. Dieser sagt ihr am Ende des Romans freudig, dass das Männer-Gefängnis für sie als präoperative trans Frau "kein Spaß" sein würde. Die BBC verfilmte den Roman sogar, allerdings wurde die trans Figur aus der TV-Version gestrichen.

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Heftige Auseinandersetzungen auf Twitter

Auf Twitter gibt es nun heftige Auseinandersetzungen darüber, ob die Kritik gerechtfertigt ist. Die deutsche Bloggerin und grüne Kommunalpolitikerin Julia Probst kritisierte Rowlings "Buch voller #Transfeindlichkeit" und erklärte über die Autorin: "Sie schließt also bewusst Transmenschen von der Gesellschaft aus und stellt sie als was Böses dar und sie weiß, welchen Einfluss Bücher haben können." Bei dem Hashtag #RIPJKRowling gehe es nicht darum, Rowling den Tod zu wünschen, sondern "um Distanz zu einer Autorin, die sich jeden Rest Glaubwürdigkeit in Sachen Toleranz und Akzeptanz bei ihrer Leserschaft verspielt hat".

Twitter / EinAugenschmaus

Anhänger*innen der transphoben Thesen Rowlings melden sich dagegen über den Hashtag #IStandWithJKRowling und beschuldigen trans Aktivist*innen, mit aggressiven Methoden die freie Meinungsäußerung abschaffen zu wollen. #RIPJKRowling war am Montag kurz nach seinem Auftauchen getrendet, allerdings hatten den Hashtag auch viele Menschen verwendet, um sie zu verteidigen oder sie ebenso wie das Schlagwort zu kritisieren.


Das neue Rowling-Buch wurde unter einem männlichen Pseudonym veröffentlicht

J.K. Rowling sorgt bereits seit Monaten mit transphoben Äußerungen und Thesen für Aufregung – etwa mit der Behauptung, dass trans Frauen keine echten Frauen seien (queer.de berichtete). Dafür wurde sie heftig kritisiert, unter anderem auch von Harry-Potter-Darsteller Daniel Radcliffe (queer.de berichtete). LGBTI-Aktivisten kritisierten, es sei verwerflich von der Autorin, sich mit trans Menschen ausgerechnet eine besonders gefährdete Gruppe als mutmaßliches Hassobjekt auszusuchen. So litten geschlechtliche Minderheiten mehr als andere Mitglieder der LGBTI-Community unter Ausgrenzung, was sehr häufig Depressionen und sogar zu Selbstmorversuchen zur Folge habe.

Rowling wird der Gruppe der sogenannten "trans-exclusionary radical feminists" (TERF) zugerechnet. Dabei handelt es sich um Feministinnen und Feministen, die trans Rechte ablehnen und insbesondere Stimmung gegen trans Frauen machen, die sie als verkappte Männer diffamieren.

Wie gefährlich die TERF-Bewegung ist, erklärte vergangene Woche die bisexuelle "Sex and the City"-Schauspielerin Cynthia Nixon, die selbst einen 23-jährigen trans Sohn namens Samuel hat. Die von Rowling angestoßene Debatte sei für ihn "wirklich schmerzlich" gewesen, da er in seiner Kindheit "Harry Potter" geliebt habe, so Nixon gegenüber der Londoner Tageszeitung "Independent". "Wir sind eine Harry-Potter-Familie. Das Buch schien sich für Menschen einzusetzen, die anders sind." Daher sei es "wirklich verwirrend, dass sie sich eine Gruppe von Menschen, die offensichtlich anders sind, aussucht, und ihre Existenz leugnet". (dk)



#1 agneta
  • 15.09.2020, 11:55h
  • Wer liest diesen langweiligen Quark? Er geht außerdem im Riesenozean der Kriminalgeschichten unter.
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#2 OwnenheimAnonym
  • 15.09.2020, 12:11h
  • Mich wunderts dass niemand was zu ihrem Pseudonym Robert Galbraith sagt.... googelt den mal.... Erfinder der Konversionstherapie.
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#3 Peck_SProfil
  • 15.09.2020, 12:33hFrankenthal
  • Antwort auf #2 von Ownenheim
  • Ist ja nicht wahr... Musste erstmal googlen. Ich bin dir unendlich dankbar für diesen Kommentar! Hatte keine Ahnung und hab auch nie vorher von ihm gehört. Das setzt dem ganzen ja die Krone auf. Für mich kann das kein Zufall sein, die Bücher habe ich schon länger entsorgt und fühle mich jetzt umso mehr in dieser Entscheidung bestärkt.
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#4 SarkastikerAnonym
  • 15.09.2020, 12:44h
  • Mir scheint, die gute Frau Rowling möchte unbedingt noch die letzten Reste ihrer Leserschaft mit Anstand vergraulen und in der verdienten Bedeutungslosigkeit versinken.
    Was für eine dumme Person.
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#5 FehlerAnonym
#6 Sabelmann
#7 NikiAnonym
#9 OwnenheimAnonym
  • 15.09.2020, 13:32h
  • Antwort auf #5 von Fehler
  • Naja... Das sagt sie halt. Kann man ihr glauben oder nicht. Außerdem wurde sie schon früher auf die Namensgleichheit hingewiesen, entschied sich aber trotzdem ihn weiter zu verwenden. Also kann man ihr nicht einmal Ignoranz zu gute schreiben.
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#10 Alexander_FAnonym
  • 15.09.2020, 13:42h
  • Sie kann's einfach nicht lassen. Unsere abgehalfterte Kinderbuchautorin macht jetzt wirklich endgültig den Pirincci.
    Der typische Abstieg in den Sumpf der Reaktion, wie man ihn von so vielen Gewesenen kennt. Traurig, aber nicht überraschend.
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