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Parallelwelten

AfD-Politikerin hält 99,8 Prozent der Bevölkerung für hetero und weiß

Es ist ja bekannt, dass AfD-Abgeordnete manchmal in einer anderen Welt leben – wie anders, das zeigte nun die hessische Europaparlamentarierin Christine Anderson.


Christine Anderson wurde vergangenes Jahr ins Europaparlament gewählt

Im politisch-korrekten Hollywood "punktet jede Hautfarbe jenseits vom mitteleuropäischen Teint, gelebte Trans- und/oder Homosexualität müssen zu sehen sein, ebenso fremde Kulturethnien und gern auch Behinderungen". So beschreibt die 52-jährige Christine Anderson in einem am Sonntag auf Facebook und in anderen sozialen Medien veröffentlichten Eintrag die amerikanische Traumfabrik. Die 2019 ins Europaparlament gewählte AfD-Politikerin aus Limburg an der Lahn hält diese offenbar nicht ihrer Lebenswelt entsprechende Darstellung in US-Filmen für einen "Kniefall vor den geschätzten 0,2 Prozent der Bevölkerung". Nach dieser Logik sind damit 99,8 Prozent der Bevölkerung weiße Heterosexuelle ohne Behinderung.

Grund für die Aufregung: Die Oscar-Akademie hatte kürzlich bekanntgegeben, dass ab 2024 in der Top-Sparte "Bester Film" zwei von vier Vielfalts-Kriterien erfüllt werden müssen, um sich für eine mögliche Nominierung zu qualifizieren (queer.de berichtete).

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Klage über "aggressive" Minderheiten

In ihrem Wuttext schimpft Anderson nicht nur über "aggressive" Minderheiten oder empört sich über Academy-Präsident David Rubin ("seines Zeichens selbst homosexuell"), sondern macht sich generell Sorgen um die "freiheitliche Schaffenskultur". "Mitnichten wartet das Gros der Kinogänger auf Diversität oder beurteilt Werke etwa danach wie viele schwarze Trans-Personen dort auftauchen. Weder wird so die Weltbevölkerung abgebildet, noch hat die geforderte Quote von 30 Prozent queeren Darstellern etwas mit der Realität zu tun", so Anderson. Woher die offenbar in einer Parallelwelt lebende Politikerin die angebliche 30-Prozent-Forderung hat, ist indes unklar – die LGBTI-Organsiation GLAAD fordert im realen Leben, dass bis 2021 zumindest 20 Prozent der Blockbuster-Filme eine queere Figur enthalten sollten – aber nicht, dass jede dritte Figur oder jede*r dritte Schauspieler*in in jedem beliebigen Film homo-, bi- oder transsexuell sein muss.


Frau Anderson beschwert sich, dass Hollywood angeblich zu viele queere Menschen, zu viele Muslimmen und zu viele Leute in Rollstühlen zeigt

Anderson hat sich bereits mehrfach mit queerfeindlichen Äußerungen profiliert. So teilt sie gern gegen "links-grüne Ekelideologie" aus und verteidigt insbesondere die homophobe Politik Polens. Bei einer Debatte über homophobe Tendenzen innerhalb der EU behauptete sie letztes Jahr etwa, dass nur Musliminnen und Muslime homophob sein könnten, aber nicht die Bevölkerung des Alten Kontinents: "Es sind nicht die europäischen Völker, die Homosexuellen ihre Rechte absprechen. Es ist die Kultur, die wir zu Millionen nach Europa importieren und die hier ihre mörderische Homophobie ausleben", sagte sie im Parlamentsplenum (queer.de berichtete).



#1 envoyofxenAnonym
  • 15.09.2020, 16:46h
  • Bei dem Plakat kann man wieder davon ausgehen, dass die AfD sicher nicht die Rechte an den beiden Puppplayern hat und hoffen, dass diese das hier sehe. Das Tattoo des einen ist ja schon eindeutig. Problem ist nur wenn sie sich nicht outen wollen/können können sie quasi nicht gegen diese sch... Partei vorgehen :/
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#2 swimniAnonym
  • 15.09.2020, 18:51h
  • Antwort auf #1 von envoyofxen
  • der ihr sattes jahresgehalt sollte man streichen und sofort als spende nach moria senden. sie ist doch unproduktiv hoch unendlich. was kann so jemand in der eu leisten? da kann ich gleich meinen zebrafinken zur eu-wahl anmelden.
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#3 NikiAnonym
  • 15.09.2020, 19:00h
  • Die ist doch selber offensichtlich homophob. Die These, Homophobie in Europa sei "importiert" verkennt nicht nur historische Entwicklungen (viele Historiker*innen vertreten ja im Gegenteil die These, dass die Homophobie vieler postkolonialer Staaten im europäischen Kolonialismus ihren Ursprung nimmt), sondern wiederspricht ja auch ihrer eigenen politischen Position...
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#4 LösungsvorschlagAnonym
#5 abgelöstAnonym
#6 DramaQueen24Profil
  • 16.09.2020, 01:34hBerlin
  • Soso, wir sind also eine "aggressive Minderheit"? Dann ist natürlich die Alternative für Dorfdeppen die Mehrheit? Gröhlende, an Verschwörungstheorien, putinhörige Rechtsgläubige Menschen, die die Demokratie abschaffen wollen? Also, wenn das die Mehrheit wird, wandere ich wieder mal aus!
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#7 PetterAnonym
  • 16.09.2020, 08:31h
  • Realisieren diese Leute nicht, dass sie sich mit erfundenen Zahlen komplett unglaubwürdig machen?

    Oder halten die ihre Wähler für so dumm, dass diese das nicht kapieren?
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#8 Prima4Anonym
  • 16.09.2020, 09:18h
  • Ach, das is doch auch wieder nur ne gezielte Provokation um Medienpräsenz und Reaktionen zu erzwingen um sich schlussendlich also "mutwillig mißverstanden" oder also Opfer der "linksgrünen cancel culture" zu inszenieren!

    So ermüdend ey...
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#9 StreunerAnonym
  • 16.09.2020, 10:45h
  • Dass dieser Mensch zum Sprechen in der Lage ist bei so geringer geistiger Kapazität beeindruckt mich ja schon ein wenig. O.o
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#10 PerofoAnonym
  • 16.09.2020, 11:03h
  • Was für eine widerliche Person mit noch widerlicheren Ansichten und Überzeugungen.
    Gibt es im Europaparlament eigentlich Tüten, wie im Flugzeug? Wenn es einem Abgeordneten beim Zuhören übel wird......
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