Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?37093

Berlin

Räumung von "Liebig 34": "Bereitet euch auf Kampf vor"

Das "anarcha-queer-feministische Hausprojekt Liebig 34" steht nach einem Gerichtsentscheid vor dem Aus. Doch die Bewohner*innen wollen das nicht hinnehmen.


Gegen die Räumung gibt es schon seit längerem Proteste (Bild: Gregor Wünsch / flickr)

Die Linksaußen-Szene hat heftigen Widerstand gegen die angekündigte Räumung des Hauses "Liebig 34" in Berlin-Friedrichshain angekündigt. "Steht zusammen und bereitet euch auf den Kampf vor", hieß es am Donnerstag im Twitter-Kanal "Liebig 34 bleibt". Zuvor wurde angekündigt: "Jede Räumung hat ihren Preis" und "Lasst uns die Räumung zum Desaster machen". Im linksradikalen Internetportal Indymedia stand bereits am Mittwoch: "Wir sind wütend, aber entschlossen. Wir werden die Liebig 34 nicht ohne weiteres aufgeben."

Am Dienstag hatte der Gerichtsvollzieher den Bewohner*innen mitgeteilt, dass er am 9. Oktober um 7.00 Uhr zur Übernahme des Hauses erscheinen werde. Der Anwalt des Bewohner*innen-Vereins, Moritz Heusinger, kündigte daraufhin an: "Wir werden uns gegen den Räumungstermin juristisch wehren." Eine Räumung wäre rechtswidrig.

Twitter / liebig34bleibt

Anfang Juni hatte das Landgericht der Räumungsklage des Hausbesitzers stattgegeben (queer.de berichtete). Ende August hatte das Gericht schließlich die Herausgabe des Gebäudes und Grundstücks Liebigstraße 34/Ecke Rigaer Straße 97 angeordnet. Anwalt Heusinger sagte nun, gegen das Urteil sei Berufung beim Kammergericht eingelegt worden.

Das "anarcha-queer-feministische Hausprojekt Liebig 34" gilt zusammen mit dem nahe gelegenen Haus Rigaer Straße 94 als eines der letzten Symbole der linksautonome Szene in der Stadt. 2018 endete in der "Liebig 34" nach zehn Jahren ein Gewerbemietvertrag, den der Verein mit dem Hausbesitzer abgeschlossen hatte. Dieser hatte den Bewohnerinnen gekündigt.

Immer wieder gab es Proteste für den Erhalt von "Liebig 34", bei denen es teilweise zu Gewalt kam und die Polizei einschritt. Im Februar 2011 war das Eckhaus direkt gegenüber, Liebigstraße 14, geräumt worden, obwohl es von innen massiv verbarrikadiert war. 2.500 Polizist*innen waren bei dem stundenlangen Einsatz auf der Straße. (dpa/cw)



#1 LillyComptonAnonym
  • 17.09.2020, 19:12h
  • Mich schmerzt das sehr das zu lesen.

    Irgendwie war es für mich immer eine Bastion gegen die Gentrifizierung was den Kiez charmanter werden ließ.

    Etwas schade auch das es wohl in den Kommis nicht besonders relevant zu sein scheint.

    Ohje. Jungs, wir müssen uns nochmal über Privilegien unterhalten.

    Schade eigentlich das sich in den 1,5 Jahren anderes zu tun zu haben sich scheinbar garnichts bewegt zu haben in Richtung Solidarität.

    Wo ist eigentlich meine Lieblingslesbe in den Kommentaren? Bist du noch da?
    Falls ja, ich grüße dich und hab dich vermisst.
  • Antworten » | Direktlink »