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Homophobe Bundeswehr-Vergangenheit

LGBTI-Organisationen und Opposition loben AKK

Dass endlich die jahrzehntelange Diskriminierung Homosexueller in der Bundeswehr angegangen wird, stößt auf Zustimmung.


Von der Buhfrau zu einer engagierten Kämpferin für LGBTI-Rechte: Die Karriere von AKK gibt Rätsel auf (Bild: Screenshot ZDF)

Für ihr Engagement gegen die Diskriminierung von Schwulen und Lesben in der Bundeswehr erhält Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) Lob von LGBTI-Aktivist*innen und demokratischen Oppositionsfraktionen. Die CDU-Parteichefin, die sich in der Vergangenheit gerne mit Homosexuellenfeindlichkeit oder abwertenden Bemerkungen über Intersexuelle profiliert und sich für diese Ausbrüche nie entschuldigt hatte, wird am Donnerstagabend eine Studie (PDF) über die jahrzehntelange Diskriminierung Homosexueller vorlegen (queer.de berichtete). Außerdem plant die 58-Jährige einen Gesetzentwurf zur Entschädigung diskriminierter schwuler Soldaten und lesbischer Soldatinnen (queer.de berichtete).

"Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer setzt mit dem angekündigten Gesetz zur Rehabilitierung und Entschädigung 'unehrenhaft' entlassener Soldaten ein internationales Zeichen", erklärte Jörg Litwinschuh-Barthel, der Vorstandschef der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld. "Unsere Stiftung unterstützt sie gerne, um dieses staatliche Unrecht durch Bildung und Forschung weiter aufzuarbeiten." Als nächster Schritt auf der Agenda der Bundesregierung solle "hoffentlich bald" auch die Beschäftigung mit den Geschehnissen beim Bundesgrenzschutz (der heutigen Bundespolizei) seit 1951 sowie bei den Polizeibehörden der Länder in ihrem Umgang mit lesbischen Polizistinnen und schwulen Polizisten stehen.

Twitter / BMVg_Bundeswehr | Das Verteidigungsministerium klärt auf

"Der LSVD begrüßt es sehr, dass Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer Rehabilitierung und Entschädigung nun vorantreiben will", so Helmut Metzner, Bundesvorstandsmitglied beim Lesben- und Schwulenverband in Deutschland. Die vorgelegt Studie zeige den Handlungsbedarf auf. "Nun kommt es vor allem darauf an, dass die Betroffenen schnell und unbürokratisch rehabilitiert und entschädigt werden. Die Entschädigung darf nicht nur symbolisch sein, sondern muss einen wirksamen finanziellen Ausgleich für die vom Staat verursachten Schäden bieten."

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Bundeswehr hat "systematisch schikaniert"

Auch die demokratische Opposition begrüßte die Aufarbeitung, beklagte jedoch, dass diese schon früher hätte angegangen werden müssen. "Die Studie belegt in eindrücklicher Weise, wie die Bundeswehr homosexuelle Soldaten über Jahrzehnte systematisch schikaniert hat. "Die wissenschaftliche Aufarbeitung der Schikane ist ein wichtiger erster Schritt. Die Studie bringt Licht in ein dunkles Kapitel unserer Parlamentsarmee", erklärte Jens Brandenburg, der Sprecher für LSBTI der FDP-Bundestagsfraktion. Nun müsse die Verteidigungsministerin ihren Versprechen Taten folgen lassen.


Jens Brandenburg ist seit 2017 Abgeordneter des Deutschen Bundestages (Bild: Deutscher Bundestag / Achim Melde)

Für die Grünen ist die Initiative des Verteidigungsministeriums ein positives Zeichen: "Demokratien und Rechtsstaaten sind nicht fehlerfrei, aber sie unterscheiden sich von Unrechtsstaaten dadurch, dass sie ihre Fehler eingestehen, korrigieren und die Opfer entschädigen", so Sven Lehmann, der Sprecher für Queerpolitik, und Tobias Lindner, der Sprecher für Sicherheitspolitik, in einer gemeinsamen Erklärung. "Eine wissenschaftliche Auseinandersetzung mit mehreren Jahrzehnten menschenunwürdiger Diskriminierungspraxis der Bundeswehr sowie eine Entschuldigung dafür waren längst überfällig. Daher begrüßen wir die Studie zum Umgang mit homosexuellen Soldaten sowie die klaren Worte der Bundesverteidigungsministerin ausdrücklich." (dk)



#1 JadugharProfil
  • 17.09.2020, 20:59hHamburg
  • Man kann nur hoffen, daß AKK zur Einsicht gekommen ist, daß Diskriminierung mit schweren Folgeschäden mehr als nur eine Verletzung der Menschenwürde ist, was laut den 1. Artikel des GG ein schwerer Verstoß gegen die Menschenwürde ist.
    Offenbar hat sie ihre Hausaufgaben gemacht.
  • Antworten » | Direktlink »
#2 DramaQueen24Profil
  • 18.09.2020, 02:13hBerlin
  • Wieso loben? Diese Frau ist in der Vergangenheit so oft ins queere Fettnäpfchen getreten, dass eine gute Tat das Miese nicht aufwiegt.
  • Antworten » | Direktlink »