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USA

Orgasmus bei Prostata-Untersuchung: Homo-Hasser schießt auf Urologen

Homophobie kann gefährlich sein, besonders in Ländern mit laxen Waffengesetzen: Das musste ein amerikanischer Urologe erfahren.


Bei solchen Vorgängen sollten Urologen in homophoben Gegenden besser schusswaffensichere Westen tragen

Ein Autoverkäufer aus Jacksonville im Sonnenstaat Florida ist auf der Flucht, weil er letzten Monat einen Arzt nach einer Prostata-Operation angeschossen hat. Der 56-jährige Milo J. soll laut US-Medienberichten am 22. August dem Urologen Dr. Herald Smith Jr. zwei Mal in die Brust geschossen haben. Der Arzt überlebte und soll sich inzwischen wieder vollständig von der Verletzung erholt haben. J. ist seither untergetaucht.

Grund für die Tat soll die Homophobie des Autoverkäufers sein. Er soll während der Untersuchung einen Orgasmus bekommen haben, was laut Urologen bei derartigen Check-ups immer wieder vorkommt – die Prostata gilt schließlich als männlicher G-Spot (queer.de berichtete).

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"Er hat Homosexuelle gehasst"

"Er hat Homosexuelle gehasst, aber gleich schießen?", erklärte die 29-jährige Freundin des Flüchtigen. "Ich hätte mir aber nie vorstellen können, dass er so weit geht." Ein Kollege des Autoverkäufers ergänzte: "Er zwingt Leute, 'No-Homo' zu sagen, wenn sie mit ihm in Kontakt kommen. Selbst wenn sie nur versehentlich seine Hand streifen, weil sie ihm etwas reichen."

Dr. Smith beschrieb, wie aggressiv der Patient nach der Behandlung gewesen sei: "Ein Orgasmus hat für ihn bedeutet, dass etwas Sexuelles passiert ist", so Smith. Dabei habe er schon seit 30 Jahren derartige Untersuchungen durchgeführt – und es sei immer wieder mal zu einem Orgasmus gekommen.

Milo J. habe nach der Behandlung einen Entschuldigung verlangt, berichtete Dr. Smith – der Urologe habe den Patienten daraufhin beruhigen wollen und ihm erzählt, dass dies eine natürliche Reaktion des Körpers gewesen sei, die nichts direkt mit Sexualität zu tun habe. Diese Erklärung habe der homophobe Patient aber nicht akzeptiert, eine Waffe gezogen und zwei Mal aus kurzer Entfernung geschossen. Danach sei er geflüchtet – und soll seither nicht mehr gesehen worden sein.

Gesetzliche Krankenkassen in Deutschland zahlen Männern ab 45 Jahren eine Prostata-Untersuchung. Dieser Test ist eine wichtige Vorsorgeuntersuchung, um Prostatakrebs, die häufigste Krebserkrankung unter Männern, rechtzeitig feststellen zu können. (cw)



#1 GreenbasicAnonym
#2 KurobaAnonym
  • 17.09.2020, 14:52h
  • Antwort auf #1 von Greenbasic
  • Nein sind sie eben nicht immer.
    Es ist vollkommen normal einen Orgasmus bei dieser Untersuchung zu bekommen, das hat doch der Arzt bestätigt.

    Können wir endlich mal aufhören die Homophobie immer in unserer Community zu suchen? Er ist homophob? Muss Schwul sein.
    Damit wollt ihr die Homophoben da treffen wo es ihnen wehtut und baut Homosexualität wieder zu einer Beleidigung aus.

    Das macht uns nicht besser als die, die uns diskreditieren.
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#3 JustJoeAnonym
  • 17.09.2020, 15:05h
  • Antwort auf #2 von Kuroba
  • super gesagt!! Das seh ich ziemlich ähnlich. Sicherlich entsteht aus verdrängtem Begehren auch manchmal Wut und damit Hass. Aber ich weigere mich entschieden, das als Regel oder auch nur als gehäuft vorkommend anzusehen. Lasst die Verantwortung bei den Leuten: Hass ist auch eine Entscheidung
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#4 MazekosProfil
  • 17.09.2020, 15:08hDresden
  • Antwort auf #1 von Greenbasic
  • Naja, wenn du bei einer Prostata Untersuchung eine Erektion oder sogar einen Orgasmus bekommst hat es ja grundsätzlich erstmal nichts damit zu tun ob du schwul bist oder nicht. Auch bei Heterosexuellen Männern ist die Prostata nicht weniger empfindlich als bei Homosexuellen. Es geht eher um die Vorurteile und Klischees, dass alles was mit Anal zu tun hat direkt "schwul" sein muss. Im Grunde ist es da bei Männern wie bei Frauen: jeder hat die Veranlagung durch so etwas stimuliert zu werden (Männer durch das vorhanden sein der Prostata eigentlich umso mehr) ,aber einige mögen es und andere halt nicht. Bei Männern, oder zumindest bei "verklemmten" Schwulen und welchen die offenbar nur unzureichende Aufklärung erfahren haben führt sowas dann im schlimmsten Fall zu so einer Situation wie hier. Zum Glück geht es dem Arzt wieder besser, es hätte auch ganz anders kommen können, und das nur weil jemand nicht weiß wie eine Prostata funktioniert.
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#5 Girlygirl
  • 17.09.2020, 15:11h
  • Antwort auf #2 von Kuroba
  • Ganz genau! Außerdem gibt so ein Denken auch indirekt uns Homosexuellen Schuld an Homophobie. Mit dieser Begründung könnten ja nie Heterosexuelle homophob sein, weil Homophobe ja insgeheim selbst schwul/lesbisch seien. Es gibt zahlreiche Gründe für Homophobie, unterdrückte homosexuelle Gefühle gehören meist nicht dazu.
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#6 Sarkast
  • 17.09.2020, 15:12h
  • Antwort auf #1 von Greenbasic
  • Es kann aber auch sein, dass er nur rein körperlich auf die Stimulation reagiert hat. Prostatauntersuchung -> Nervenstimulation -> Orgasmus.
    Ich hatte auch schon öfters beim Urologen körperliche Reaktionen OHNE Lust zu empfinden.
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#7 Roman BolligerAnonym
  • 17.09.2020, 15:25h
  • Antwort auf #2 von Kuroba
  • Ich bin mit Dir nicht einverstanden.

    Klar ist dieser Mann homophob, keine Diskussion.

    Wenn die Homophobie aber wo weit geht, dass er Leute zwingt, die zufällig seine Hand berühren, "no homo" zu sagen, dann ist das klar mehr als einfach Homophobie.
    Dieser Mann hat offensichtlich die allergrösste Angst, als homosexuell gelesen zu werden. Das passiert, wenn Jemand mit seiner sexuellen Orientierung sehr unsicher ist und davon ausgeht, dass sie von seinem gewohnten (wohl auch schwulenfeindlichen) Umfeld als schlecht und falsch taxiert wird.
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#8 daVinci6667
  • 17.09.2020, 15:37h
  • Da könnte sich der eine oder andere doch glatt fragen was er falsch macht, wenn er durch dieses kurze Abtasten keinen Orgasmus kriegt...

    Ich tippe mal, dazu muss man schon ziemlich unterversorgt sein. Wenn lange gar nichts lief brauchts halt wenig Stimuli. Kann mir nicht vorstellen dass dies wirklich oft vorkommt.
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#9 Prima4Anonym
  • 17.09.2020, 15:44h
  • Antwort auf #7 von Roman Bolliger
  • Ja, oder er ist ein religiöser Fanatiker oder er ist Alex Jones Anhänger oder kindheitstrauma etc....

    Aus dem Artikel lässt sich nichts herleiten auf was seine Homophobie beruht.... aber sämtliche möglichen trigger haben gemein das sie weder seine Tat noch seine Homophobie rechtfertigen.
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#10 daVinci6667
  • 17.09.2020, 15:46h
  • Antwort auf #1 von Greenbasic
  • Das hab ich auch sofort gedacht.

    Zwar gibt es auch echte Heten, vor allem wenn sie sehr religiös sind, die uns hassen können. Doch aus eigener Erfahrung ist es leider so, wer am heftigsten auf dem Schulhof auf den Schwuli einschlägt, entpuppt sich später oft auch als schwul. Dabei hätte man damals gerade gegenseitige Solidarität gebraucht.

    Wer sich seiner eigenen sexuellen Orientierung sicher ist hasst in aller Regel keine Schwulen. Das sind alles unsichere labile Typen.
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