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Fed Cup wird Billie Jean King Cup

Wichtigster Teampokal im Damentennis nach lesbischem Idol benannt

Große Ehre für ein generationenübergreifendes Tennisidol: Die ehemalige Weltranglistenerste Billie Jean King ist Namensgeberin für den bisherigen Fed Cup.


Billie Jean King gehört zu den bedeutendsten Tennisspielerinnen aller Zeiten (Bild: KingEnterprises / wikipedia)

Der bedeutendste Teamwettbewerb im Damen-Tennis heißt ab sofort Billie Jean King Cup. Der Weltverband ITF gab die Umbenennung des bisherigen Fed Cups (bis 1995: Federation Cup) nach der amerikanischen Tennis-Legende am Donnerstag bekannt. Die offen lesbische 76 Jahre alte Billie Jean King ist eine der wichtigsten Vorkämpferinnen für die Gleichberechtigung der Frauen im Tennissport.

"Billie Jean King hat Zeit ihres Lebens Barrieren eingerissen. Die Umbenennung des Turniers ist eine verdiente Ehrung für ihre zahlreichen Verdienste", sagte ITF-Präsident David Haggerty. "Ich bin zutiefst geehrt, dass die Weltmeisterschaft des Damentennis zukünftig nach mir benannt wird und nehme dies gleichzeitig als Verantwortung wahr", sagte Billie Jean King.

Direktlink | Bei der offiziellen Verkündung war auch Billie Jean King dabei

In diesem Jahr war der erstmals 1963 vergebene Frauenteampokal bereits reformiert worden. Die neue Endrunde mit zwölf Teams in Budapest war wegen der Coronakrise im April aber abgesagt worden. Das Turnier soll nun vom 13. bis 18. April 2021 in der ungarischen Hauptstadt nachgeholt werden.

Frauen bei Preisgeld nicht mehr diskriminiert

Zudem gab der Weltverband bekannt, dass das Preisgeld im Fed Cup an das im Davis Cup, dem Team-Wettbewerb der Herren, angeglichen wird. Auch bei den Damen soll es nun um ein Gesamtpreisgeld in Höhe von zwölf Millionen Pfund (13 Millionen Euro) gehen. "Mit Gleichberechtigung bei den Preisgeldern senden wir eine wirklich starke Botschaft. Und die soll jeder hören", sagte King in einem Interview des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel". "Geld ist wichtig, und Frauen müssen darauf achten. Männern wurde beigebracht, dem Geld zu folgen, Frauen nicht", sagte die Amerikanerin, die in ihrer Karriere zwölf Grand-Slam-Titel holte.

Die 1943 in Kalifornien geborene Billie Jean King gehört mit 39 Grand-Slam-Titeln zu einen der besten Tennisspielerinnen aller Zeiten. Sie hatte sich Anfang der Achtzigerjahre als erster Profi in ihrem Sport als lesbisch geoutet. Gegenwärtig lebt sie mit ihrer südafrikanischen Lebensgefährtin Ilana Kloss in New York und Chicago. Auch Kloss ist eine ehemalige Tennisspielerin, die es in den Siebzigerjahren bis auf Rang eins der Doppelweltrangliste geschafft hatte. (dpa/cw)

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Gepostet von Billie Jean King am Donnerstag, 17. September 2020
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