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Polizeibericht

Lesbisches Paar nach Kuss mit Pfefferspray besprüht

Queerfeindliche Attacke in Berlin: Ein Unbekannter pöbelte am Donnerstagabend am Strausberger Platz zwei küssende Frauen auf einer Sitzbank an und attackierte sie mit Pfefferspray und mehreren Glasflaschen.


Die Polizei in Berlin macht – anders als in vielen anderen Städten – mögliche queerfeindliche Hintergründe von Straftaten öffentlich (Bild: cocoparisienne / pixabay)

Ein Unbekannter griff am Donnerstagabend in Berlin-Friedrichshain zwei Frauen an. Das meldete die Polizei der Hauptstadt am Freitagmittag.

Nach derzeitigem Ermittlungsstand saßen eine 30- und eine 31-Jährige gegen 19.20 Uhr auf einer Bank am Strausberger Platz und küssten sich, als sie von einem Unbekannten angepöbelt worden sein sollen. Anschließend soll der Mann mit Pfefferspray in ihre Richtung gesprüht, sie jedoch verfehlt haben. Danach soll er noch mehrere Glasflaschen auf das Pärchen geworfen haben, die auf dem Boden zerschellten.

Der Angreifer konnte unerkannt flüchten

Die beiden Frauen blieben unverletzt, der mutmaßliche Täter konnte unerkannt flüchten. Der für Hasskriminalität zuständige Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt hat die weiteren Ermittlungen übernommen. Wie bei Erstmeldungen üblich, wurde der Angreifer im Polizeibericht nicht näher beschrieben.

Die Berliner Polizei macht mögliche Hassverbrechen aufgrund der sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität gezielt in Polizeimeldungen publik und meldet diese daher vergleichsweise häufig der Öffentlichkeit. Die Polizei und die Staatsanwaltschaft in Berlin haben eigene Ansprechpartner für LGBTI. (pm/cw)



#1 KirishimaAnonym
  • 18.09.2020, 14:17h
  • Gut das die beiden Frauen keine körperlichen Verletzungen davon getragen haben. Diese Homophobie ist widerlich. Steht im Grundgesetz nicht "Die Würde des Menschen ist unantastbar"? Warum raffen diese Typen das nicht?? Können die nicht lesen oder wie?
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#2 FinnAnonym
  • 19.09.2020, 08:26h
  • Antwort auf #1 von Kirishima
  • Aber auch ohne bleibende körperliche Schäden, bleiben seelische Schäden. Das weiß ich leider aus eigener Erfahrung.

    Dass der Staat de facto nichts gegen homo- und transphobe Gewalt unternimmt, obwohl man immer öfter davon hört, ist ein Skandal.

    Wenn Union und SPD das nicht hinkriegen oder es ihnen nicht wichtig genug ist (oder was auch immer der Grund ist, was aber letztlich auch egal ist), dann müssen sie halt weg aus der Regierung.

    Ich werde nie mehr Parteien wählen können, die bei sowas wegsehen und schweigen, statt endlich mal öffentlich klar Position zu zeigen und alles in ihrer Macht stehende zu tun, um für mehr Akzeptanz zu sorgen.
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#3 KumpelAnonym
  • 19.09.2020, 10:25h
  • Antwort auf #2 von Finn
  • Im Kern stimme ich Dir vollkommen zu. Aber leider gibt es nicht nur in Berlin mittlerweile zu viele durchgeknallte Deppen, die sogar meinen, das Recht auf ihrer Seite zu haben. Wichtig dabei ist jetzt, solch Typen anzuzeigen und vor Gericht zu bringen. Anders kapieren die es sonst nie. Und diese Hasswelle wird weitergeführt werden.
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#4 SlavoiAnonym
  • 19.09.2020, 11:05h
  • Antwort auf #2 von Finn
  • Inwiefern ist der Staat oder die Regierung jetzt Schuld? Sowas passiert in jedem Land. Der Staat kann die Fahndung aufnehmen, das hat er getan. Was soll jetzt noch passieren?
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#5 ColonelAnonym
  • 19.09.2020, 14:14h
  • Antwort auf #4 von Slavoi
  • Zumal die Union in Berlin ja noch nicht einmal mitregiert. Für derlei Belange ist in erster Linie die Landesregierung, in zweiter der Bezirk zuständig. Beide fest in linker Hand. Warum also das CDU-Blaming?

    Vollends verhindern wird man Verbrechen aber als Staat ohnehin nie können, das ist ein utopischer Gedankengang. Schon gar nicht mit überhöhten Strafandrohungen (was ja eigentlich eher eine Marotte der harten Rechten ist).
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#6 Girlygirl
  • 19.09.2020, 15:42h
  • Antwort auf #5 von Colonel
  • "Die Berliner Polizei macht mögliche Hassverbrechen aufgrund der sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität gezielt in Polizeimeldungen publik und meldet diese daher vergleichsweise häufig der Öffentlichkeit. Die Polizei und die Staatsanwaltschaft in Berlin haben eigene Ansprechpartner für LGBTI."

    Das "links regierte" Berlin unterstützt damit die Rechte von Opfern LGBT feindlicher Gewalt. Die CDU verschweigt LGBT Hasskriminalität lieber.
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#7 ColonelAnonym
  • 19.09.2020, 15:54h
  • Antwort auf #6 von Girlygirl
  • Bisschen arger Whataboutism, oder? Schließlich geht es hier ja explizit um einen Vorfall, der sich in Berlin zugetragen hat und das, was die CDU im Bund oder in den von ihr geführten Bundesländern tut, nicht im geringsten berührt.
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#8 Homonklin_NZAnonym
  • 20.09.2020, 07:50h
  • Manche Typen sind ohne jegliches Benehmen oder Taktbewusstsein unterwegs. Das ist lange nicht auf Deutshland begrenzt leider.
    Man hätte auch summen können, 'Love is in the ait' und sich für die beiden Frauen freuen.Wie schwer ist dies?

    Man würde gern lesen, dass bei all den Berichten über die Art Angriffe auch mal Räter gefasst und tatsächlich belehrt oder bestraft werden. Wenn es um ein erkennbar jüdisches Pärchen ginge, würde die Presse geschäftig sein.
    Sind ja 'nur' Homos, die müssen es gewohnt bleiben, oder was?

    Wieder der Aufruf an die Polizik. Wer liest das als funktional einflussreicher Politiker, wer ging je in die Politik von den Lesern, um das zu ändern?
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#9 TheDadProfil
  • 20.09.2020, 10:43hHannover
  • Antwort auf #5 von Colonel
  • ""Vollends verhindern wird man Verbrechen aber als Staat ohnehin nie können, das ist ein utopischer Gedankengang. Schon gar nicht mit überhöhten Strafandrohungen (was ja eigentlich eher eine Marotte der harten Rechten ist).""..

    Ist die Bezeichnung "harte Rechte" jetzt nicht auch schon eine Art ""CDU-Blaming"" ?

    Ob eine Strafandrohung "überhöht" wäre, darüber kann man sich gerne streiten..
    Strafen für "einfache Körperverletzung" oder auch "Beleidigung" liegen eher im unterem Bereich, Verurteilungen wegen dieser Delikte gehen dann zumeist in Geldstrafen, Geldauflagen oder Soziale Arbeitsauflagen auf..

    Schon hier kann man Deutliches erreichen wenn man sich endlich mal dazu entschlösse die vorhandenen Möglichkeiten auszunutzen, und nicht immer im "unterem Bereich des Möglichen" verharrte, sprich es bei "90 Tagesätzen" beläßt, um die Verurteilten nicht allzu viel zu belasten..

    Auch aus gesellschaftlicher Sicht spricht aber nichts dagegen eine Geldstrafe bis an die Grenze des Machbaren, nämlich 360 Tagessätze auszusprechen, was bedeutete das wenn der Verurteilte nicht zahlt, er auch 360 Tage absitzen müßte, was einen viel höheren Eindruck bei den Verurteilten hinterließe, und die Strafe dann auch Eingang in das Führungszeugnis findet, welches viele Menschen regelmäßig ihrem Arbeitgeber vorlegen müssen..

    Ob man solche Angriffe nicht doch vollends beenden kann wird auch dann auch erst noch beweisen müssen, denn bislang wurde das noch gar nicht versucht..

    Was mich dann bei solchen Informationen aus den Artikeln immer wieder aufregt :

    Die Leut rennen den ganzen Tag mit ihren Handys in der Hand herum, doch niemand macht dann mal "Selfies" von solchen Angreifer*innen..

    Leute :
    Macht Fotos !
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#10 TheDadProfil
  • 20.09.2020, 10:48hHannover
  • Antwort auf #7 von Colonel
  • ""Bisschen arger Whataboutism, oder? Schließlich geht es hier ja explizit um einen Vorfall, der sich in Berlin zugetragen hat und das, was die CDU im Bund oder in den von ihr geführten Bundesländern tut, nicht im geringsten berührt.""..

    Du kannst sicher erklären wieso es die CDU-geführten Bundesländer "nicht berührt" warum ausgerechnet und irgendwie "einzigartig" in Berlin solche Übergriffe beinahe täglich vorkommen, und in den CDU-geführten Bundesländern nicht vorkommen sollen ?

    Könnte es vielleicht daran liegen das diese CDU-geführten Bundesländer kein Interesse daran haben solche Vorkommnisse zu veröffentlichen, weil ihnen auch ein Stück weit die Sicherheit der LGBTTIQ*-Menschen unter der Bevölkerung am Arsch vorbei geht ?
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