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Vatikan

Papst: Gott liebt Homosexuelle "so, wie sie sind"

Die Ausführungen des Katholiken-Chefs zu Homosexualität bleiben widersprüchlich: Eltern homosexueller Kinder soll Franziskus diese Woche Mut zugesprochen haben.


Papst Franziskus gilt als relativ liberal, zeigt sich aber bei der Frage des Umgangs mit Homosexuellen sehr sprunghaft (Bild: Long Thiên / flickr)

Papst Franziskus soll sich am Mittwoch bei einer Audienz mit Eltern homosexueller Kinder positiv über Schwule und Lesben geäußert haben. Laut Mara Grassi von der Elternorganisation "La Tenda di Gionata" habe der 83-Jährige am Ende der Audienz mit Vätern und Müttern gesagt, Gott und die katholische Kirche liebten homosexuelle Kinder "so, wie sie sind". Grund sei, dass auch Homosexuelle "Kinder Gottes" seien. Tonaufnahmen von diesem Gespräch gibt es keine.

Grassi übergab dem Papst ein T-Shirt in Regenbogenfarben, auf dem das Bibelzitat "In der Liebe gibt es keine Furcht" abgedruckt war. Der von der italienischen Bischofskonferenz kontrollierten Zeitung "Avvenire" sagte sie: "Ich habe dem Papst erklärt, dass wir uns glücklich schätzen, weil wir dazu gezwungen wurden, anders auf unsere Kinder zu schauen." Sie sehe jetzt "die Schönheit und Liebe Gottes" in ihrem homosexuellen Nachwuchs. Sie wolle eine Brücke zur Kirche bauen, damit diese die nicht-heterosexuellen Gläubigen nicht länger ausschließt.

Der Pontifex hat sich seit seiner Amtsübernahme im Frühjahr 2013 unterschiedlich über seine Einstellung gegenüber sexuellen und geschlechtlichen Minderheiten geäußert. Wenn es um grundsätzliche Fragen ging, zeigte er sich oft großherzig – einmal sagte er sogar, Homosexualität sei keine Sünde. Wenn aber konkrete Dinge wie kirchliche oder staatliche Eheschließungen von Schwulen und Lesben angesprochen wurden, gab er oft den kompromissloser Hardliner.

Erst Anfang dieses Jahres soll Franziskus vor amerikanischen Bischöfen bekräftigt haben, dass Homosexuelle grundsätzlich kein Recht auf Eheschließung haben sollten. Außerdem habe er vor der "Gefahr der Gender-Ideologie" gewarnt (queer.de berichtete). Zuvor hatte er bereits Homosexualität als Modeerscheinung abgetan oder ausgeführt, dass Homosexuelle grundsätzlich keine Familien bilden könnten. (dk)



#1 NixNeuesAnonym
  • 18.09.2020, 15:29h
  • Homosexuelle sind lieb, solange sie nicht homosexuell lieben. Immer das gleiche Salbadern.
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#2 ursus
  • 18.09.2020, 16:02h
  • Und anderswo rufen seine Untergebenen zu Gefängnis- und Todesstrafe auf. Dazu kein Wort.

    Was mit der geschluckten Kreide im Hals dieses verlogenen Menschen passieren möge, kann ich hier der Etikette halber nicht schreiben.
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#3 Homonklin_NZAnonym
  • 18.09.2020, 19:57h
  • Antwort auf #2 von ursus
  • Ich nehme an, dabei könnte es eventuell um eine zeitlich rasch angesetzte, recht abrupte und meist geräuschvolle Ausdehnung der Kreide gehen, die den Betreffenden kreidebleich drein blicken lässt, bevor die Ausdehnung ihr Maximum erreicht.
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#4 BaerchenProfil
  • 18.09.2020, 20:48hzuhause
  • Heute Hüh, morgen Hott, raus aus den Zuckerrüben, rein in den Kohlrabi...weiß dieser Kuttenträger überhaupt wovon er redet??? Diese Falschheit ist nicht mehr zu überbieten...
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#5 DramaQueen24Profil
  • 19.09.2020, 05:20hBerlin
  • So widersprüchlich, wie das Verhalten des Papstes zur LGBTIQ-Gemeinschaft ist, so deutlich positionieren sich einzelne Würdenträger gegen uns mit ihrem Hass, ihren Vorurteilen, und ihrer bigotten Heuchelei, indem man als Geistlicher schwul sein kann, eine heterosexuelle Beziehung mit Kindern haben kann, aber alles bitte schön im Geheimen! Und Kinderschänder in ihren Reihen? Die werden nicht angezeigt, sondern versetzt, um ungestört weitermachen zu können. Saubande, elendige!
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#6 FinnAnonym
  • 19.09.2020, 08:22h
  • Wenn die Schäfchen der Kirche in Scharen angewidert weglaufen (und damit Macht und die Einnahmen reduziert werden), müssen die wieder mal Kreide fressen, um Schlimmeres zu verhindern.

    Einen wirklichen Gesinnungswandel glaube ich denen erst, wenn den Worten auch Taten folgen.

    Wenn Gott Homosexuelle "so, wie sie sind" liebt, dann kann die Kirche ihnen ja auch die Ehe öffnen.

    Und vor allem glaube ich das erst dann, wenn der Vatikan (der durchaus die Macht dazu hat) dafür sorgt, dass die Kirche überall auf der Welt LGBTI akzeptiert und nicht nur dort, wo man ansonsten immer mehr Mitglieder verliert. Also auch in Polen, Afrika, Asien, etc.
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#7 Ralph
#8 Carsten ACAnonym
  • 19.09.2020, 09:55h
  • Antwort auf #6 von Finn
  • Wie Du schon richtig erkannt hast, ist das reines Marketing zur Schadensbegrenzung, dem keine Taten folgen. Aber auch nur dort, wo Homohass nicht mehr ankommt. Da wo das noch ankommt, hetzt die Kirche munter weiter.

    Aber selbst, wenn die sich jemals ändern würden (und das auch weltweit), dann würde das nicht all die Verbrechen, all das Leid und all die Sünde ungeschehen machen, die die über die Welt gebracht haben. Nicht nur beim Thema LGBTI, sondern auch in anderen Bereichen: von den Hexenverbrennungen, Kreuzzügen, Inquisition, etc. bis hin zu massenhaftem Kindesmissbrauch und dessen Vertuschung, dubiosen Immobiliendeals, Millionen AIDS-Toten und verhungernden AIDS-Waisen aufgrund des Kondomverbots in strenggläubigen Regionen der Dritten Welt, etc.

    Dieser menschenverachtende und unchristliche Verein hat so viel Leid und Elend verursacht, so viel Hass über die Welt gebracht und so viel Verbrechen gegen die Menschlichkeit begangen - das ist so viel, dass die das niemals und durch nichts wieder gut machen könnten...

    Das einzige, was die noch als letzten Dienst an der Menschheit tun könnten, wäre, wenn die einmal in ihrer Geschichte wirklich christlich wären, sich auflösen würden und ihr unermessliches Vermögen zur Bekämpfung von Armut, Hunger, Leid und Elend stiften würden.
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#9 KumpelAnonym
#10 kuesschen11Profil
  • 19.09.2020, 13:47hFrankfurt
  • So, so, "Gott liebt Homosexuelle, wie sie sind".

    Wenn viele Kirchengläubige als treue Schäfchen verloren gehen, sogar aus dem Verein austreten, dann wird die Heuchelei eben stärker aufgedreht. Doch Vorsicht: Zuviel Kreide zu essen, verkalkt die Stimme.

    Der Papst sollte die ganze Welt um Entschuldigung bitten, denn die Anzahl der bisherigen Opfer ist zu groß geworden.

    Wenn er so eine Gratwanderung der Umkehr gerade durchlebt, dann kann er ja mal seine Vatikan-Kollegen in Polen wegen den "LGBT-freien Zonen" öffentlich ermahnen. Doch da kommt dann wieder mal die Trennung von Kirche und Staat ganz gelegen.
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