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Kommentare zu:
Friedrich Merz bringt Homosexualität und Kindesmissbrauch in Zusammenhang


#1 Felix-BaerlinAnonym
  • 21.09.2020, 14:08h
  • In der Pressekonferenz des Bundesgesundheitsmisters wurde Minister Jens Spahn am Ende von der BILD-Zeitung gefragt, was er zu Merz Äußerung sagt. Spahn antwortete: Wenn jemand im Zusammenhang mit Homosexualität zuerst den Zusammenhang mit Gesetzen und Pädophilie herstellt, dann müssen Sie dazu Herrn Merz fragen.
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#2 Felix-BaerlinAnonym
  • 21.09.2020, 14:21h
  • Da stelle ich mir als Dystropie für den Herbst 2021 vor: kein Impfstoff gegen Corona wirkt und der Altherrenwitze-Macher Christian Lindner ist Minister unter einem erzkatholischen Bundeskanzler Fritze Merz. Hallelujah!
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#3 Taemin
  • 21.09.2020, 14:24h
  • 1. Die sexuelle Orientierung ist nicht privat und geht die Öffentlichkeit sehr wohl etwas an. Jeder Mann und jede Frau, der/die mit Ehefrau oder Ehemann öffentlich auftritt, drängt ob gewollt oder nicht die eigene sexuelle Orientierung zur Kenntnisnahme auf. Kein sachlicher Grund kann rechtfertigen, von Schwulen und Lesben insoweit eine Zurückhaltung zu verlangen, die Heten nicht angesonnen wird. Im Übrigen war bzw. ist noch immer die sexuelle Orientierung Voraussetzung bestimmter gesetzlicher Regelungen. So hing an ihr noch vor wenigen Jahren vielfach die Höhe des Erwerbseinkommens und der Umfang der Alters- sowie insbesondere der Hinterbliebenenversorgung. Noch heute entscheidet sich im Kindschaftsrecht daran, ob Eltern kraft Gesetzes schon bei der Geburt anerkannt sind oder erst ein unständliches Adoptionsverfahren durchlaufen müssen. Bei der Steuererklärung werden verheiratete Schwule/Lesben auf andere Weise erfasst als verheiratete Hetero-Paare. Noch bis vor drei Jahren bestand ein Eheschließungsverbot. Der selbe F. Merz, der die sexuelle Orientierung jetzt zur Privatsache erklärt, fand sie noch vor drei Jahren so wenig privat, dass er den Familienstand daran knüpfte.

    2. Der zweite Teil der Aussage mag harmlos und allgemeingültig klingen. Es kommt hier aber auf den Zusammenhang an. Mit sexueller Orientierung ist in diesem Interview die Homosexualität gemeint, denn danach wurde Merz gefragt. Dass ihm dabei zuallererst Kriminalität und vor allem sexueller Missbrauch von Kindern einfallen, ist einfach nur widerlich.

    3. Der ursprünglich von Adenauer auf seinen Außenminister v. Brentano gemünzte "Witz" unterstellt, dass jeder Schwule unausgesetzt hinter jedem anderen Mann zwecks sexueller Belästigung her sei. Unter heterosexuellem Vorzeichen ist dieser "Witz" undenkbar. Er dient daher der Beleidigung aller Schwulen.

    Ich dachte, Merz habe sich geläutert, als er erklärte, gegen die Ehe keine Einwände mehr zu haben. Ich habe mich geirrt. Er versucht, im Kampf um den Parteivorsitz und die Kanzlerkandidatur genau jenen trüben braunen Haufen für sich zu gewinnen, den bisher AKK mit inhaltsgleichen Fäkalien (schwule Kinderschänder und dreckige Zoten) bedient hat.
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#4 Taemin
  • 21.09.2020, 14:30h
  • Anmerkung: Ich vergaß, darauf hinzuweisen, dass Merz die Strafbarkeit von Vergewaltigung in der Ehe als "Entwertung der Ehe" abgelehnt hatte. Wenn er jetzt davon redet, Sexualität sei innerhalb der Gesetze begrenzt auszuüben, vergisst er, dass er selbst eine Gesetzeslage befürwortet hat, in der Vergewaltung einer Frau durch den eigenen Ehemann erlaubt war.
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#5 PiepmatzAnonym
  • 21.09.2020, 14:41h
  • "Die Frage der sexuellen Orientierung geht die Öffentlichkeit nichts an."

    Es sei denn, man will eine ganz bestimmte sexuelle Orientierung in Gesetzen und Parteiprogrammen mit größter ideologischer Verbissenheit privilegieren und mit Homophobie Wahlkampf betreiben.

    Das ist dann was anderes.

    Das Geschwätz von der angeblichen Privatsache sollte schon immer nur das eigene Monopol über die öffentliche Diskussion absichern.
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#6 Kritiker_inEhemaliges Profil
  • 21.09.2020, 14:42h
  • Antwort auf #2 von Felix-Baerlin
  • Leider sind Dystopien schon des öfteren zu grausamer Realität geworden.

    Übrigens sind queere Wähler_innen nicht willenloses Stimmvieh. Jede Person trägt mit Verantwortung und kann dazu mithelfen, dieses oder ein ähnliches Schreckensszenario zu verhindern.

    In diesem Zusammenhang ist CDU, CSU, FDP oder gar AfD zu wählen, mit Sicherheit absolut nicht hilfreich.

    (Nein, diesmal zitiere ich Brecht nicht. Man darf ihn sich aber gerne dazudenken!)
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#7 Homonklin_NZAnonym
  • 21.09.2020, 14:43h
  • Dieser Typ ist auch ansonsten kein herausragender Menschenfreund, sondern eher Freund des Geldes. Solange er sich als Heterosexueller nicht kleinen Mädchen nähert, soll er leben, wie er es für angemessen hält. In Schnöselfeld im Lande Ignoranzia.

    Der erhält Kanzlerchancen?
    Weia. Hoffentlich muss ich nie mehr zurück.
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#8 Homophobes MusterAnonym
  • 21.09.2020, 15:06h
  • Wieso wird bei Homosexualität immer sowas gesagt wie "Solange OK, solange die sich nicht an Kinder ranmachen."?

    So, als wären Homosexuelle übermäßig oft Kinderschänder.

    Wieso heißt es nie: "Ich habe nichts gegen Heterosexuelle, solange die sich nicht an Kinder ran machen." Denn Pädophilie hat eben nichts mit Homosexualität zu tun, sondern betrifft Jungen und Mädchen gleichermaßen.

    Entweder sind solche Aussagen einfach nur persönliche Dummheit oder es ist bewusste Taktik, weil man weiß, dass das Wohl von Kindern (zu Recht) sehr stark emotionalisiert.

    Dabei sind auch Homosexuelle von Kindesmissbrauch angewidert.

    Das ist ein Zeichen, dass Herr Merz vielleicht Kreide fressen mag, letztendlich seine Homophobie aber nicht abgestellt hat, sondern immer noch so tief davon durchzogen ist, dass er vermutlich nicht mal merkt, wie homophob solche Aussagen sind.

    Wieso macht Herr Merz diese Aussagen nicht über die katholische Kirche: "Ich habe nichts gegen Priester, solange sie keine Kinder missbrauchen."? Empirisch betrachtet würde diese Aussage viel treffender sein.
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#9 KumpelAnonym
  • 21.09.2020, 15:14h
  • Antwort auf #7 von Homonklin_NZ
  • Wieder einmal voll auf den Punkt gebracht. Mir graut jetzt schon davor, sollte dieses A....loch Bundeskanzler werden.
    Ich habe seit kurzem eine Kinderbetreuung übernommen. Eine sehr sympathische alleinerziehende Mutter von zwei Söhnen im Alter von 8 und 11 Jahren bat mich darum, nachdem ich zuerst bereitwillig ihre zwei Hunde tageweise in Pflege nahm. Sie ist beruflich sehr eingebunden. Nach einigen Wochen sagte ich ihr, wir müssen mal ernsthaft miteinander reden. Ich fing damit an anzudeuten, dass an mir weniger der richtige hetero Mann anzusehen sei und schon machte sie mir klar, sie habe überhaupt kein Problem mit meiner Veranlagung. Auch sagte ich ihr daraufhin, ihre Kinder sind gut bei mir aufgehoben. Damit war sofort das Thema vom Tisch. Jetzt ist alles geklärt und mir fällt ein Stein vom Herzen. Es hätte ja auch ganz anders kommen können.
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#10 Wahre GesinnungAnonym
  • 21.09.2020, 15:26h
  • Da kann Herr Merz sich noch so oft homofreundlich zeigen, um seine Karrierechancen nicht zu gefährden. Aber in solchen Momenten zeigt er dann doch seine wahre Gesinnung.
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#11 FrageAnonym
  • 21.09.2020, 15:31h
  • Antwort auf #8 von Homophobes Muster
  • ...........
    Wieso heißt es nie: "Ich habe nichts gegen Heterosexuelle, solange die sich nicht an Kinder ran machen." Denn Pädophilie hat eben nichts mit Homosexualität zu tun, sondern betrifft Jungen und Mädchen gleichermaßen.
    .............

    Ja, ich frage mich, ob für Herrn Merz gegengeschlechtlicher Kindesmissbrauch weniger schlimm ist oder wieso bezieht er sich nur auf gleichgeschlechtlichen Kindesmissbrauch? Statt das generell zu verurteilen ohne dass mit anderen Dingen zu vermischen.
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#12 Prima4Anonym
  • 21.09.2020, 15:48h
  • Hab ich was verpasst, war der Herr nicht schon immer Panne... ? Ich sags seit Jahren, dem seine Karriere wird 100 pro irgendwann im Dschungelcamp oder Big Brother enden...
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#13 KumpelAnonym
  • 21.09.2020, 15:50h
  • Antwort auf #11 von Frage
  • Mittlerweile weiß es jeder halbwegs intelligente Mensch welch Personenkreis sich an Mädchen und Jungen sexuell vergeht und sie missbraucht. Das solch eine Person wie dieser CDUler sich im Jahr 2020 noch erdreistet solch Behauptungen aufzustellen, ist ein blanker Hohn für all diejenigen Wähler und Wählerinnen, die hoffentlich gemerkt haben, welch Geistes Kind doch CDU/CSU doch sind. Und so was will Bundeskanzler werden. Einfach nur zum Gruseln. Mir wird speiübel dabei.
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#14 Ach jaAnonym
  • 21.09.2020, 15:56h
  • Antwort auf #6 von Kritiker_in
  • "In diesem Zusammenhang ist CDU, CSU, FDP oder gar AfD zu wählen, mit Sicherheit absolut nicht hilfreich."

    Das trifft absolut zu.
    Zu Bedenken ist:
    Nicht nur in diesem Zusammenhang ist die Wahl der genannten Parteien für den überwältigenden Teil der bundesrepublikanischen Bevölkerung kontraproduktiv.
    Leider zeigen die Wahlergebnisse, dass sich viel zu wenige Menschen ernsthaft Gedanken darüber zu machen scheinen, was die Folgen einer solchen Wahlentscheidung im Einzelnen für Ihr und user Aller Leben bedeutet.
    Darum ist meine Hoffnung gering, dass LGBTI* da im Wesentlichen anders reagieren. Leider.

    Über Herrn Merz und seine widerlichen selbstgefälligen Ansichten bzgl. Homosexualität, aber auch zu sozialen Fragen, lohne es sich kaum zu sprechen.
    Der Mann ist und war immer eine großmäulige Luftnummer.
    Zum Glück halte ich sein selbstgestecktes Ziel doch noch Kanzler zu werden, eher für unwahrscheinlich zu erreichen.
    Da wird dann eher der Söder lauern....
    Meiner unbedeutenden Meinung nach, kaum ein geringeres Großmaul, aber dem obrigkeitshörigen Wahlvolk wahrscheinlich eher zu vermitteln als Merz.
    Ob das von Vorteil ist? ......
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#15 ursus
#16 Ach jaAnonym
  • 21.09.2020, 17:05h
  • Antwort auf #15 von ursus
  • Das wird wohl nie geschehen.
    Eine Partei wie die CDU/CSU würde sich damit ad absurdum führen.
    Sehr schade aber, dass echter Säkularismus auch den anderen Parteien...vielleicht noch am Ehesten der Linken....nicht in den Genen liegt.
    Es wäre ein anderes und besseres Deutschland ohne diese staatliche Hofierung dieser Religionsgemeinschaften.
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#17 KatsukiAnonym
  • 21.09.2020, 17:08h
  • Wer meint "Homosexuell zu ist okay, solange sie sich nicht an Kinder ranmachen." ist schlichtweg bek.loppt. Warum sagt das niemand über Heteto's? Schließlich waren Epstein, Trump & andere Gäste auf Epsteins Pädo-Insel Hetero.
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#18 Alexander_FAnonym
  • 21.09.2020, 18:40h
  • Ein abgehalfterter, aus der Versenkung geholter Kandidat einer durch Byzantinismus und Stagnation abgewirtschafteten Partei gibt ein Interview für ein Medium, das alle journalistischen Standards und Ethik hinter sich gelassen hat und gibt dabei uralte Hassklischees aus der Adenauer'schen Mottenkist zum Besten.

    Immerhin eines muss man sagen: das Bild ist absolut stimmig.
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#19 ursus
  • 21.09.2020, 19:40h
  • Antwort auf #16 von Ach ja
  • "Sehr schade aber, dass echter Säkularismus auch den anderen Parteien...vielleicht noch am Ehesten der Linken....nicht in den Genen liegt."

    Vollkommen richtig, danke für die Ergänzung.

    Ich vermute, dass wir Wählenden auch leider nicht genug Druck auf die Parteien ausüben, in dieser Richtung tätig zu werden. Die scheinen fest davon überzeugt, leichter religiöse Wähler_innen zu verlieren als religionsfreie. Dass muss sich ändern!
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#20 Homonklin_NZAnonym
  • 21.09.2020, 20:28h
  • Antwort auf #11 von Frage
  • Er hat nicht "gleichgeschlechtlichen Kindesmissbrauch" erwähnt, das wäre eine Form von Pädophilie. Er hat Homosexualität damit in Zusammenhang gesetzt. Leider ist dieser Irrglaube ganz gern unter Leuten umher, die Glaube Wissen vorziehen.
    Die beharren auch gern weiter auf altertümlich fantastischen Ideen und beziehen sich auf fragwürdige Studien, die oft um Dekaden überholt sind, oder aus mysteriösen Quellen kommen. Forscht man genauer nach, sind es oft religiös motivierte Autoren.
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#21 gastAnonym
  • 22.09.2020, 11:49h
  • Es ist doch schön wenn Politiker ihr Herz so offen auf der Zunge tragen. Bei anderen politischen Parteien muss man etwa eine Legisl. Periode warten bis sich die "Früchte" zeigen.
    Wer diese Parteien dann dennoch wählt ist selber schuld. Geliefert wie bestellt!
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#22 BarcaProfil
  • 22.09.2020, 18:45hPlön
  • Genau so beschämend, wie die Äußerung von Merz ist die Tatsache, dass der BILD-"Journalist" nicht direkt geschaltet und nachgefasst hat.
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#23 Der gute MichelAnonym
  • 23.09.2020, 01:58h
  • Ich bin mir nicht so sicher, ob Herr Merz tatsächlich Kindesmissbrauch im sexuellen Sinne gemeint hat (Sex mit Kindern). Für mich klingt es eher so, als wolle er generell keine Kinder mit dem Thema "Homosexualität" konfrontiert sehen. Beispielsweise, wenn es in Lehrplänen auftaucht oder wenn Homosexuelle sich öffentlich zeigen/küssen, und dergleichen.

    Für mich klingt es so, als wolle er sagen: "Was Erwachsene sich an Abartigkeiten rausnehmen, ist von mir aus Privatsache, aber Kinder sollten das nicht mitbekommen."

    Deswegen belässt er es nicht bei seiner Aussage, es müsse alles im Rahmen der Gesetze bleiben. Dies würde Kindesmissbrauch ohnehin ausschließen. Sondern er geht darüber hinaus, indem er gleich im nächsten Satz anfügt, zusätzlich (!) sollten Kinder davon verschont werden. Es ist ein Appell, Kinder nicht in die schmuddelige Erwachsenenwelt hineinzuziehen. Für ihn ist Homosexualität nicht eine Form der Sexualität, sondern eine Form der Perversion.
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