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US-Wahlkampf

Biden verurteilt "LGBT-freie Zonen"

Bei Twitter kritisiert der US-Präsidentschaftsbewerber die Lage in Polen. Zugleich verspricht er eine Aufhebung des vom Amtsinhaber beschlossenen Trans-Verbots im Militär.


Umfragen sehen Biden bei der Wahl am 3. November vorne (Bild: joebiden / instagram)

Der demokratische US-Präsidentschaftskandidat Joe Biden hat sich ausdrücklich hinter sexuelle Minderheiten gestellt. Die Rechte von LGBTQ+ seien Menschenrechte, schrieb Biden am Montag auf Twitter. "Und 'LGBT-freie Zonen' haben keinen Platz in der EU oder irgendwo in der Welt", so Biden weiter.

Auch wenn er das Land nicht ausdrücklich nannte, war dies eine klare Anspielung auf Polen. In dem EU-Mitgliedsstaat haben über 100 Städte, Gemeinden und Kreise, überwiegend im Süden und Osten des Landes, seit dem letzten Sommer unterschiedliche Resolutionen gegen eine angebliche "LGBT-Ideologie" oder für vermeintliche Familienwerte verabschiedet. Darin verpflichten sie einige von ihnen etwa, keine "Homo-Propaganda" an Schulen zu akzeptieren.

Twitter / JoeBiden

Biden hatte zu seinem Kommentar bei Twitter einen Artikel zu einer Rede von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen vom letzten Mittwoch verlinkt. Die CDU-Politikerin hatte zu dem Thema unter anderem gesagt: "Ich möchte ganz deutlich sein: LGBTQI-freie Zonen sind Zonen, die frei von Menschlichkeit sind. Sie haben keinen Platz in unserer Union" (queer.de berichtete).

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Biden stellt sich hinter queere Soldat*innen

Bereits am Sonntag hatte Biden einen Gastkommentar im US-Online-Magazin LGBTQ Nation veröffentlicht, in dem sich der 77-Jährige für die Aufhebung des Verbotes von trans Personen im US-Militär einsetzt. Präsident Donald Trump hatte einen entsprechenden Schritt im Sommer 2017 überraschend auf Twitter angekündigt und dann durchgesetzt (queer.de berichtete).

Damit stoppte Trump eine von der Vorgängerregierung von Präsident Barack Obama erlassene Aufhebung des Verbots vor dem Inkrafttreten. Sein damaliger Vize Joe Biden erinnerte nun daran, wie die Regierung vor neun Jahren bereits das Verbot von offen homosexuellen Soldat*innen beendet hatte. Er sei stolz gewesen, zusammen mit den Mitstreitenden "diese diskriminierende Politik" beendet zu haben. "Und ich bin bis heute stolz darauf, mit der LGBTQ+- Community in ihrem unermüdlichen Streben nach Gleichberechtigung und Menschenrechten zusammenzuarbeiten", so Biden.

Der Kandidat versprach, als Amtsinhaber das Verteidigungsministerium anzuweisen, "es trans Mitgliedern der Streitkräfte zu ermöglichen, offen zu dienen, die erforderliche medizinische Behandlung zu erhalten und frei von Diskriminierung zu sein". Anders als Trump, der gefallene Armeeangehörige als "Verlierer" und "Trottel" bezeichne, werde er immer auf der Seite "amerikanischer Helden" stehen und ihre Opfer würdigen – "immer, egal wer sie sind oder wen sie lieben". (cw/dpa)



#1 FinnAnonym
  • 22.09.2020, 10:26h
  • Wir können nur hoffen, dass Biden die Wahl gewinnt. Nicht nur, weil Polen gerne in Richtung USA schielt, wenn sie sich wieder mal mit der EU anlegen.

    Aber wenn Trump jetzt noch einen Richter in den Supreme Court bestimmen kann, wird es Biden mit einigen seiner Reformvorhaben sehr schwer haben.
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