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USA

Schwule Pornos aufgetaucht: "Love Island" schmeißt Kandidaten raus

In Amerika ist ein Kandidat der heterosexuellen Dating-Reality-Show "Love Island" disqualifiziert worden, weil er seit ein paar Monaten seine Brötchen auch als schwuler Pornodarsteller verdient.


Links ist ein PR-Foto für "Love Island"-Teilnehmer Noah Purvis. Rechts wirbt "Corbin Fisher" für eine Szene, die das "erste Mal" des neuen Models "Ethan" zeigen soll (Bild: CBS / Corbin Fisher)

Noah Purvis ist vom amerikanischen Fernsehsender CBS als Kandidat der Show "Love Island" ausgeschlossen worden, nachdem im Internet Berichte über seine frühere Beschäftigung als Pornostar aufgetaucht sind – und er sich in seinen Horizontalszenen auch mit Männern vergnügt. Der 24-jährige Gesundheitsdienstleister war am vergangenen Freitag erstmals in der täglich ausgestrahlten Dating-Reality-Show aufgetaucht, war dann aber nach wenigen Folgen kommentarlos verschwunden; das irritierte viele Zuschauer*innen.

Twitter / MrFeels18 | Das "Love Island"-Publikum wunderte sich, warum Noah plötzlich weg war

Laut Republicworld.com und anderen Portalen ist der wahrscheinliche Grund die Pornovergangenheit des Kandidaten. CBS und die Produktionsfirma ITV America wollten sich nicht zu dem direkten Grund des Rausschmisses des aus Missouri stammenden Kandidaten äußern. Sie erklärten gegenüber "Entertainment Today" lediglich: "Wir wurden darauf aufmerksam gemacht, dass Kandidat Noah Purvis falsche Informationen in seinem 'Love Island'-Bewerbungsbrief gemacht hat." Dies verstoße gegen die Teilnahmevereinbarung. Er sei deshalb aus der Show entfernt worden.

Tatsächlich war CBS gründlich: Bilder und Videos, die Purvis zeigten, sind sowohl von der offiziellen Website als auch von sozialen Medien des TV-Senders gelöscht worden.

Purvis hat sich bislang noch nicht zu seinem Rausschmiss geäußert. Auf seiner Instagramseite ist der neueste Eintrag ein offizielles "Love Island"-Bild von CBS, das ihm im Gespräch mit Mitkandidatin Moira zeigt.

Seit März bei "Corbin Fisher"

Purvis tauchte mit den Pseudonym Ethan erstmals im März diesen Jahres in einem Porno des beliebten schwulen Labels "Corbin Fisher" auf. Sein letztes Video wurde erst vor wenigen Tagen auf der Seite veröffentlicht. Insgesamt sind sechs Videos von ihm erhältlich – in drei Szenen hat er Sex mit einem Mann, in zwei Szenen mit einer Frau und in einer mit sich selbst.

"Love Island" ist ein in Großbritannien entwickeltes Format, das gegenwärtig auch in einer deutschen Version auf RTL Zwei ausgestrahlt wird. Die deutsche Version (Untertitel: "Heiße Flirts & wahre Liebe") wird auf Mallorca gedreht, die amerikanische normalerweise auf den Fidschi-Inseln – in dieser Staffel wurde der Drehort aber wegen der Corona-Pandemie in ein Casino in der Spielermetropole Las Vegas verlegt. (dk)



#1 FennekAnonym
  • 22.09.2020, 12:21h
  • Was genau hat seine berufliche Tätigkeit mit der Teilnahme an einer Fernsehshow zu tun? Der tut doch nichts illegales und hat niemandem irgendeinen Schaden zugefügt.
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#2 Carsten ACAnonym
  • 22.09.2020, 12:41h
  • Antwort auf #1 von Fennek
  • Die USA sind doch so ein verlogenes Land. Haben die größte Porno-Industrie der Welt und verdienen gerne Geld damit, aber in solchen Fällen sind sie dann prüde und verlogen bis zum Geht-nicht-mehr.
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#3 Ralph
  • 22.09.2020, 13:06h
  • Wär der Typ bei der Marineinfanterie gewesen und hätte vor ein paar Jahren bei einem Einsatz im Nahen Osten Menschen getötet, würde er von den selben Fernsehgewaltigen als Held gefeiert. US-Moral halt...
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#4 MeckieAnonym
  • 22.09.2020, 14:01h
  • "Gesundheitsdienstleister" - Was für eine geistreiche, nette Umschreibung für den Job eines Pornodarstellers!!!
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#5 LesenAnonym
  • 22.09.2020, 14:08h
  • Antwort auf #1 von Fennek
  • Steht doch im Artikel, er hat gegen die Teilnahmevereinbarung mit dem Sender verstoßen, da er Informationen zurückgehalten hat. Völlig folgerichtiger Schritt, bei dem er keine Rolle spielt, ob das illegal ist/war oder nicht.
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#6 daVinci6667
  • 22.09.2020, 14:22h
  • Wir lesen auf Queer.de ständig von Suiziden schwuler Pornodarstellern. Immer und immer wieder. Schlimm.

    Ein Grund ist sicher wie mit ihnen umgegangen wird, wenn sie einer anderen Tätigkeit nachgehen wollen. Oder sie eine Beziehung mit jemandem eingehen wollen, oder sie sich eine Wohnung suchen usw. Gerade die US-amerikanische Gesellschaft ist hier brutal.

    Man lässt sie erst gar nicht, oder sie werden massiv diskriminiert oder werden sofort rausgeschmissen wie hier in diesem Beispiel, sobald man von ihrer Tätigkeit erfährt.
    Das muss aufhören!
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#7 Prima4Anonym
  • 22.09.2020, 14:46h
  • Antwort auf #6 von daVinci6667
  • Welchen ordentlichen Job willst den bekommen wenn deine Qualifikation auf Pornos beruht? Sollte sich da nicht innerhalb der Branche drum gekümmert werden dass die Leute dann nicht völlig mittellos dastehen?....
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#8 daVinci6667
  • 22.09.2020, 15:59h
  • Antwort auf #7 von Prima4
  • Es geht nicht darum ohne nötigen Qualifikationen irgendwo arbeiten zu können.

    Es darf jedoch nicht sein, wie aktuell bei Love Island (treffender wäre Hate Island) das jemand rausfliegt nur weil er früher in Pornos mitmachte.

    Viele Pornodarsteller haben einen angestammten Beruf und verdienen halt nebenbei was dazu. Gerade in den USA sind mehrere Jobs häufig und für viele notwendig um sich oder die Familie durchzubringen oder eine Behandlung zu bezahlen da sie keine Krankenversicherung haben.

    Bei Darstellern ohne Berufsausbildung könnte man sich einen Fonds vorstellen in den alle die zum Pornobusiness gehören einzahlen müssen. Keiner arbeitet dort bekanntlich bis zur Pensionierung...

    Nützt aber alles nichts wenn die dann entlassen werden sobald jemand von dieser Tätigkeit erfährt.

    Das kann ganz schnell gehen. Stell dir vor du rubbelst dir einen zum Porno und siehst plötzlich den Kollegen in Action beim ficken oder geflickt werden. Eine Charaktersau erzählt sowas weiter. Diese Möglichkeit jederzeit entdeckt zu werden, auch noch nach vielen Jahren muss sehr belastend sein.

    Es gehören halt Regelungen her die Entlassungen aus diesem Grund verhindern. Schliesslich ist das nichts illegales und nichts wofür man sich wirklich zu schämen braucht.

    Noch besser allerdings man schafft es irgendwie durchs Leben ohne Pornos zu machen oder sich zu prostituieren. Auch in Europa tun nur alle tolerant sind es aber nicht. Drüben ist es allerdings noch sehr viel schlimmer.
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#9 qwertzuiopüAnonym
  • 22.09.2020, 16:22h
  • Ich hab ja noch Hoffnung, dass der Umgang mit Pornos ehrlicher wird. Könnte gut sein, dass das kommt, nachdem inzwischen so viele Leute auf eigene Faust ihren OnlyFans betreiben, das Internet vergisst nicht.
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#10 Prima4Anonym
  • 22.09.2020, 16:32h
  • Antwort auf #8 von daVinci6667
  • da Verweis ich erstmal auf Kommentar #5.

    +

    Natürlich wird der gekickt wenn schon in der Bewerbung falsche Angaben gemacht wurden, die casten Ihre Kandidaten ja ganz bewusst zusammen, wenn er da schon falschaussagen getätigt hat kannst du - gerade als Produzent - nicht davon ausgehen das alles andere schon stimmen wird. Aber das nur zu diesem, speziellen Fall hier!

    Was deine Ausführung im allgemeinen angeht: ja, absolut, aber auch hier würde ich auch eher die Branche in der Pflicht sehen ihre Darsteller eben auch soweit zu briefen und zu unterstützen.... das Internet ist nicht erst seit gestern da und zumindest jeder der heute in die Industrie einsteigt ist mit dem Medium und seiner Reichweite groß geworden! Außerdem war und ist die Pornoindustrie schon immer Vorreiter gewesen wenn es um die Nutzung neuer Verbreitungsmöglichkeiten geht, die wissen also besser als alle anderen was auf Ihre Darsteller zukommt! Aber klar, das würde Geld kosten und der nächste hübsche 18jährige steht ja schon bereit, also next....
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