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TV-Pläne

Lagerfelds Leben wird zur Miniserie

Das Leben des Anfang 2019 verstorbenen schwulen Modegottes soll ins deutsche Fernsehen kommen.


Karl Lagerfeld bei einem Auftritt im Jahr 2011 (Bild: OFFICIAL LEWEB PHOTOS / flickr)

  • 22. September 2020, 15:27h, noch kein Kommentar

Die Berliner Produktionsfirma Ziegler Film will das Leben des vor anderthalb Jahren an Prostatakrebs verstorbenen Karl Lagerfeld in einer "High-End-Miniserie" verfilmen. Verantwortlich für das Projekt soll laut "Teleschau" die 76-jährige Produzentin Regina Ziegler ("Weissensee", "Mordkommission Istanbul", "Ich war noch niemals in New York") sein.

Im Zentrum der Handlung sollen die beruflichen Anfänge von Lagerfeld als Assistent von Pierre Balmain in Paris stehen. Auch Lagerfeld Freundschaft und spätere Rivalität mit Yves Saint-Laurent und seine langjährige Liebesbeziehung mit Jacques de Bascher (1951-1989) sollen in der Serie dargestellt werden. Das Drehbuch stammt aus der Feder des 52-jährigen Alexander M. Rümelin ("Lindenberg! Mach dein Ding", "Winnetou – Das Geheimnis vom Silbersee"). Noch ist unklar, in welchem Fernsehsender bzw. welchem Streamingportal die Serie gezeigt werden soll.

Lagerfeld-Biografie erschienen

Erst kürzlich ist die Biografie "Karl Lagerfeld – Ein Deutscher in Paris" von Alfons Kaiser erschienen. Darin wird auch beschrieben, wie er sich bereits in jungen Jahren von anderen abgehoben hatte – und wie er von Mitschüler*innen und Lehrer*innen wegen seiner affektierten Art gehänselt worden sei. In dem Buch heißt es unter anderem: "Einmal sammelten Schüler und Lehrer angeblich sogar Geld, um ihn zum Friseur zu schicken. Man muss sich das vorstellen: Ein Schüler wird sogar von Lehrern gehänselt, wird wegen seiner Haare bloßgestellt, wird mit kollektivem Druck zum Friseur geschickt, vermutlich unter Gejohle, muss von Größeren bewacht werden, damit ihm nichts geschieht."

Seine sexuelle Orientierung habe er bereits früh entdeckt – seine Eltern seien aber nicht homophob gewesen, obgleich er einer Zeit aufwuchs, in der in Deutschland jedes Jahr tausenden Schwulen wegen ihrer Homosexualität nach Paragraf 175 der Prozess gemacht wurde. In der Biografie heißt es etwa: "Schon mit elf Jahren habe er seine Mutter gefragt, was Homosexualität sei, sagte er einmal. Ihre Antwort: 'Es gibt Leute, die sind so, und Leute, die sind so.'" (cw)