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Celebrate Bisexuality Day

Die Bi-Flagge weht über einer Hamburger Schule

Am 23. September findet alljährlich der Internationale Tag der Bisexualität statt – auch in Deutschland.


Die Bisexuellenflagge vor der Julius-Leber-Schule in Hamburg-Schnelsen (Bild: Bi & Friends HH)

Seit 21 Jahren gibt es den "Celebrate Bisexuality Day" am 23. September. Mit diesem Tag wollen Aktivist*innen Bisexualität als eigenständige sexuelle Orientierung sichtbar(er) machen, was laut Studien nicht nur unter Heterosexuellen, sondern auch unter biphoben Schwulen und Lesben notwendig ist (queer.de berichtete). Der Tag wurde erstmals im südafrikanischen Johannesburg bei einer Konferenz der International Lesbian and Gay Association (ILGA) begangen.

Auch in Deutschland gibt es vereinzelt Aktionen zum Bi-Tag. Die Julius-Leber-Schule in Hamburg hat etwa auf Initiative der Vielfalts-AG erreicht, dass die 1998 von Michael Page entwickelte dreifarbige Fahne vor dem Haupteingang des Gebäudes weht. Die Flagge hat zwei breite Streifen in blauer und pinker Farbe, was Hetero- und Homosexualität symbolisieren soll. In der Mitte befindet sich Lila, eine Mischung aus Blau und Pink, was Bisexualität repräsentieren soll.

Die Stadtteilschule hisst im Jahresverlauf auch weitere Flaggen zu bestimmten Anlässen, etwa zum CSD die erweiterte Regenbogenflagge mit schwarzem und braunem Streifen, die für neudeutsch BPoC (Black and People of Color) stehen, also nichtweiße Menschen. Auch zum Internationalen Frauentag oder Weltkindertag werden entsprechende Fahnen gehisst.

Twitter / HannoverCSD

Der Internationale Tag der Bisexualität soll auch auf die Straße getragen werden: Für das nächste Jahr plant Bi & Friends Hamburg eine eigene Pride-Demonstration am Tag der Bisexualität in der Hansestadt. Erstmals hatte es einen derartigen Bi-CSD 2018 in West Hollywood bei Los Angeles gegeben.

Bi & Friends HH bei LAG Queer von den Grünen und mit Farid Müller im Hamburger Rathaus Wir erfuhren einiges von Farid,...

Gepostet von Stammtisch Bi & Friends HH am Dienstag, 22. September 2020
Facebook / Stammtisch Bi & Friends HH

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Freilich ist der Internationale Tag der Bisexualität nicht der einzige Gedenktag für Menschen, die sexuelles Interesse an mehr als einem Geschlecht haben. Am 17. Mai wird der Internationale Tag gegen Homophobie, Transphobie und Biphobie begangen. Zudem gibt es seit dem 24. Mai 2015 jährlich den in Deutschland noch kaum bekannten Pansexual Visibility Day. Pansexualität ist ein neuerer Begriff als Bisexualität und bedeutet, dass eine Person nicht nur an zwei Geschlechtern interessiert ist, sondern dass das Geschlecht oder die Geschlechtsidentität des Partners oder der Partnerin schlicht keine Rolle spielt. Damit ist der Begriff inklusiver gegenüber nichtbinären Menschen. Am Pan-Tag soll die Pansexuellenflagge geschwenkt werden, eine Trikolore aus Magenta, Gelb und Cyan. Magenta repräsentiert die sexuelle Anziehungskraft derer, die dem weiblichem Spektrum zugeordnet werden, Cyan die Anziehungskraft des männlichen Spektrums und Gelb in der Mitte die sexuelle Anziehungskraft von nichtbinären Menschen. (dk)

Twitter / TheIntimology | Große Bisexuelle der Geschichte



#1 Ralph
  • 23.09.2020, 10:42h
  • Biphob... langsam krieg ich eine Phobophobie. Interessant immerhin, dass man aus dem schönen IDAHO inzwischen den Tag gegen Homo-, Trans- und Biphobie gemacht hat - wo bleiben in dieser Reihe zwischengeschlichtliche und nichtbinäre Menschen? Sind wohl der Interphobie zum Opfer gefallen. Kann man nicht endlich mal aufhören, gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit, sobald sie sich gegen LSBTI richtet, zur psychischen Störung zu verklären? Spricht etwa jemand von Rassophobie, Semitophobie oder Gynophobie usw.?
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#2 Prima4Anonym
#3 JasperAnonym
  • 23.09.2020, 11:50h
  • "Die Flagge hat zwei breite Streifen in blauer und pinker Farbe, was Hetero- und Homosexualität symbolisieren soll."

    Sorry, aber die Leute, die gegen biphobe Stereotype vorgehen, nutzen eine Flagge, die das alte Klischee "blau für Hetero-Jungs, pink für Mädchen und Schwule" reproduziert...

    Ich sehe auch als schwuler Mann Bisexualität als eigene sexuelle Identität an und habe da nichts gegen. Aber ich persönlich erlebe öfter Homophobie von Bisexuellen als umgekehrt. Wie oft habe ich mir schon anhören können, dass alle Menschen bisexuell seien und die Heteros und Homos das nur nicht anerkennen wollen. Sorry, aber ich bin wirklich nur schwul und wenn Bisexuelle das nicht kapieren, ist das deren Problem.

    Und noch schlimmer: für manche Bisexuellen ist man schon "biphob", wenn man nur schon sagt, dass man selbst wirklich nur schwul ist. Nicht ich spreche denen deren Bisexualität ab, sondern die sprechen mir meine Homosexualität ab. Nennen mich dann aber biphob, weil ich sage, dass es durchaus auch reine Homosexualität gibt (ohne deren ihre Identät abzusprechen).

    Insofern muss ich sagen: kommt mal runter. Es ist nicht jeder biphob, der nicht bi ist. Bekämpft lieber mal echte Biphobie, die in der Regel mit Homophobie und Transphobie einher geht.
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#4 BiProudAnonym
  • 23.09.2020, 18:18h
  • An den Kommentaren kann man wieder mal sehen, dass Bi-Ablehnung, -Marginalisierung und sogar offene -Feindlichkeit bei vielen Usern dieser Seite stark verbreitet ist. Was da nämlich zu lesen ist, geschieht hier regelmäßig bei allen Beiträgen zum Thema Bisexualität. Warum ist das so?
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#5 IsaakAnonym
  • 23.09.2020, 19:04h
  • Antwort auf #1 von Ralph
  • Wer redet denn von Störung? Nur weil die Wurzel 'phob' enthalten ist, wird da noch lange nichts verklärt, entscheidend ist der Verständniskontext. Das Gegenbeispiel Xenophobie wurde ja bereits gebracht.
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#6 Alexander_FAnonym
  • 23.09.2020, 22:39h
  • Antwort auf #4 von BiProud
  • Vielleicht, weil diese Beiträge ihnen den Spiegel vorhalten. Bei jedem Beitrag zu Transgender liest man in den Tageszeitungen ja auch immer irgendwen, der sagt, man müsse anerkennen, dass er ein Delphin oder ein Toaster sei.

    Es ist einfach ein Fall von "quod erat demonstrandum": die gewollte Abstreitung des Problems bestätigt es ungewollt.

    @Jasper
    Interessant, dass jemand, der ausschließlich auf klar maskuline Menschen steht Bisexuellen vorwirft, sie würden Nicht-Binäre ausschließen. Kann es sein, dass das bei dir ein Fall von Projektion ist?
    Und auch wenn nicht auszuschließen ist, dass auch Bisexuelle homophob und Deppen sein und auch Scheiße labern können, läuft es doch meist eher umgekehrt: wir Bisexuellen seien nicht "echt" und verwirrt, weil wir uns nicht entscheiden wollten, wir uns leichter tarnen könnten usw.

    Wenn ich nach dem gehen würde, was ich in der Schwulenszene erlebt und gehört habe, hätte ich auch allen Grund, mit keinem Schwulen mehr was zu tun haben zu wollen, weil "die Schwulen" mich alle für einen Lügner halten. Ich habe genau deshalb auch ziemlich lange bis zu meinem Coming-Out gebraucht, weil mir diese Szene als Alternative zur Hetenrolle lediglich die Homorolle angeboten hatte. Ich bin auch nach wie vor noch nie auf einem CSD gewesen und habe das auch nicht vor. Wenn aber irgendwo auf der Welt Schwule verfolgt werden, fühle ich mich dennoch direkt betroffen, denn ich bin mitgemeint, auch wenn du das vielleicht anders sehen magst. Ich gehe auch nicht davon aus, dass alle Menschen bisexuell seien. Und zwischenzeitlich habe ich zum Glück auch viele Schwule kennengelernt, die, mit Verlaub, nicht so einen Stuss reden wie du.
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#7 KatsukiAnonym
  • 23.09.2020, 22:44h
  • Das finde ich sehr gut. Ganz einfach, weil Bisexualität irgendwie verkannt wird. Man sagt uns (bisexuellen) ja nach, verwirrt oder gierig zu sein. Mir wurde tatsächlich schon mal gesagt, dass es Bisexualität bei Männern nicht gibt & ich einfach nur schwul bin oder das Bisexualität nicht in die LGBTQ+ Community gehört. Wofür steht denn das "B" wenn nicht für Bisexualität?? Brownies?? Brontosaurus?
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#8 ursus
#9 Alexander_FAnonym
  • 23.09.2020, 22:56h
  • Antwort auf #1 von Ralph
  • Es ist nun einmal ein Problem des allgemeinen Sprachgebrauchs, "Phobie" im Sinne einer Feindseligkeit zu verwenden. Vielleicht wäre es da doch angebrachter, die Dinge auf gut Deutsch beim Namen zu nennen, denn wenn unsere Sprache doch zu einem gut ist, dann doch dazu, das Kind beim Namen zu nennen.
    Tatsächlich sind "Schwulenhass" und "Fremdenfeindlichkeit" treffender für die jeweiligen Phänomene als "Homophobie" und "Xenophobie", und auch für die Vorurteile unsereinem gegenüber wäre mir "Bi-Feindlichkeit" auch lieber.
    Wie schließlich Morgan Freeman schon sagte: "Ich mag das Wort homophob nicht. Du hast ja schließlich keine Angst, du bist einfach nur ein Arschloch."

    Was nun die Nicht-Binären angeht: um die geht es nunmal in diesem Artikel nicht. Das heißt nicht, dass ihre Anliegen und Rechte damit unter den Tisch fallen sollen. Was du hier gebrauchst, ist nur ein wohlfeiler "Whataboutism", wohl um die Legitimität der Bisexuellenfrage anzuzweifeln.

    Wir sollten aber immerhin einmal froh sein, dass eine Schule schonmal so weit ist, dass sie den Begriff der Bisexualität überhaupt verstanden hat. Das hätte ich mir in meiner Jugend kaum träumen lassen. Außerdem wird im Artikel auch erwähnt, dass es am 24. Mai einen Pan-Tag gibt und an diesem die meiner Meinung nach auch etwas inklusivere Pan-Flagge gehisst wird. Wer lesen kann, ist klar im Vorteil.
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#10 Ralph
  • 24.09.2020, 03:50h
  • Antwort auf #2 von Prima4
  • Xenophobie ist genauso ein Unsinn. Mehr noch: Auch Fremdenfeindlichkeit ist Quatsch. Regelmäßig werden beide Begriffe verwendet, wenn gemeint ist, dass sich wer gegen Menschen wendet, die gar nicht fremd sind, z.B. deutschsprachige, in Deutschland geborene Nachfahren von Einwanderern, die sich bloß durch den Namen und/oder dunkleren Teint von anderen Deutschen unterscheiden. Dann soll man doch Rassismus sagen, wenn man Rassismus meint. Mit Recht sagte kürzlich jemand, die das immer wieder trifft ("Geh hin,wo du hergekommen bist!" - gemeint ist Afrika), dass sie aus Deutschland stammt, hier geboren ist und Afrika nie gesehen hat. Wer die immer wieder aus ihrer deutschen Heimat vertreiben will, ist nicht "fremdenfeindlich/xenophob", sondern schlicht rassistisch.
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