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"Verdammt angsteinflößend"

François Arnaud outet sich als bisexuell

Der "Borgias"- und "Schitt's Creek"-Darsteller spricht erstmals über seine sexuelle Orientierung.


François Arnaud spielte unter anderem den Freund von David Rose (Dan Levy) in der Kultsitcom "Schitt's Creek" (Bild: Instagram / François Arnaud)

Der frankokanadische Schauspieler François Arnaud hat sich in mehreren Beiträgen auf "Instagram Stories" als bisexuell geoutet. Darin beschreibt der 35-Jährige, wie schwer ein Coming-out immer noch für bisexuelle Männer sei.

Er habe in der Vergangenheit "die Annahme anderer Menschen, dass ich hetero bin, einfach unkorrigiert gelassen", so Arnaud. Das habe sich einfacher angefühlt, weil es "verdammt angsteinflößend ist, seine Privilegierung [als Heterosexueller] aufzugeben". Er fuhr fort: "Aber hier liegt das Problem: Schweigen wirkt sich perverserweise so aus, dass es Klischees verstärkt. Bi-Jungs werden so unsichtbar gemacht. Viele Leute denken, dass es uns nicht gibt. Es ist arbeitsintensiv, Bisexualität anzuerkennen, ohne dass man sich endlos erklärt."

Weiter erklärte Arnaud, dass die Etikette Bisexualität "nicht perfekt" sei. "Aber ich habe mich immer als bisexuell verstanden. Ich war nie verwirrt und wollte auch nicht zeigen, dass ich trendig bin. Ich bin auch nicht illoyal. Und ich schäme mich nicht."

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Bearded boys.

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Instagram / francoisarnaud | Das Titel dieses Bildes lautet laut François Arnaud "bärtige Jungs"

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Anlass für das Coming-out war der "Bisexual Awareness Day", der in Nordamerika inzwischen als Bi-Woche gefeiert wird. Auch in Deutschland gibt es vereinzelt Aktionen zum 1999 erstmals begangenen Tag der Bisexualität (queer.de berichtete).

Arnaud ist aus vielen nordamerikanischen TV- und Filmproduktionen bekannt. Seine erste größere Filmrolle hatte er in der kanadischen Produktion "J'ai tué ma mère" (auch bekannt als "I Killed My Mother"), dem Regiedebüt des offen schwulen Filmemachers Xavier Dolan. Darin spielte er Antonin, den schwulen Freund der Hauptfigur Hubert (Dolan). In der im ZDF ausgestrahlten 29-teiligen Historienserie "Die Borgias" stellte er mit Cesare Borgia eine der Hauptfiguren dar. Er war auch in acht Folgen der Amazon-Prime-Serie "UnREAL" dabei – hier spielte er Tommy Castelli, einen ruchlosen heterosexuellen Produzenten. Außerdem war er Gaststar in einer Folge der am vergangenen Sonntag mit Emmys überschütteten queeren Sitcom "Schitt's Creek". Er stellte Sebastien Raine dar, den Ex-Freund des pansexuellen David Rose (Dan Levy) dar. (dk)

Direktlink | Ausschnitte aus mehreren Filmen mit François Arnaud



#1 TonikAnonym
#2 Prima4Anonym
#3 LarsAnonym
  • 23.09.2020, 14:00h
  • Der Regenbogen erscheint zwar gestreift, aber die Übergänge sind fließend.

    Ein Problem beim Outing ist ja immer die Festlegung per Ausschlussverfahren. Damit nehmen sowohl Heteros als auch Homosexuelle ungewollt eine Antiposition ein und machen es den Bisexuellen schwer, weil diese eben keine Ausschlusskriterien haben.

    In einer aufgeklärten Gesellschaft ist der Informationswert von Outings irgendwie geringer geworden. Ich wüsste nicht, welchen Mehrwert mit die Information gibt, dass ein Künstler bisexuell empfindet. (Viele Künstler können sich eh in alle Geschlechter hineinversetzen).

    Interessanter wäre für mich die Beantwortung der Proust´schen Fragen:
    - Welche Eigenschaften schätzen Sie an einem Mann am meisten?
    - Welche Eigenschaften schätzen Sie an einer Frau am meisten?

    Aus der ähnlichen oder verschiedenen Beantwortung dieser Fragen würde man wirklich etwas über die Persönlichkeit erfahren, dass über eine bloße starre Etikettierung hinausgeht.
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#4 FennekAnonym
  • 23.09.2020, 14:26h
  • Schön, dass er die Kraft zum Outing gefunden hat. Ist besser für ihn als irgendwelche Selbstverleugnung.
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