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https://queer.de/?3714
  • 27. Oktober 2005 17 1 Min.

Stockholm Homosexuelle Paare können sich künftig in Schweden auch kirchlich trauen lassen. Das beschloss die Synode der Lutherischen Staatskirche am Donnerstag in Uppsala mit 160 gegen 81 Stimmen. Voraussetzung ist dabei, dass die Betroffenen ihre Partnerschaft vorher entsprechend den in Schweden seit 1994 bestehenden Regeln beim Standesamt registrieren lassen. Die anschließende Trauung soll im offiziellen kirchlichen Sprachgebrauch "Segnungsakt" heißen. Der Sprecher des Schwulenverbandes RFSL, Sören Andersson, begrüßte laut dpa die Möglichkeit zum gleichgeschlechtlichen Ja vor dem Traualtar: "Die Kirche spielt im Leben vieler Homosexueller, Bisexueller und Transsexueller eine enorm wichtige Rolle. Diese Entscheidung zeigt, dass die Kirche alle diese Menschen nicht mehr ausschließen will." Zahlreiche Pastoren haben allerdings angekündigt, dass sie gleichgeschlechtliche Trauungen verweigern wollen, dies ist ihnen möglich. Knapp 80 Prozent der neun Millionen Bürger Schwedens gehören der lutherischen Staatskirche an. (nb/pm)

-w-

#1 andyAnonym
  • 27.10.2005, 18:34h
  • hi, bravo schweden . wann kommt die kirche in deutschland zu segnungen ?
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#2 gerdAnonym
  • 27.10.2005, 18:55h
  • Diese ist eine gute Nachricht aus dem evangelisch geprägten Skandinavien.

    Während früher die Parole unter homosexuellen Menschen lautet: AUSTRETEN aus den Kirchen, da diese Institutionen einen homosexuellen Menschen "drangsalierten", lautet heute die Parole:

    EINTRETEN in die evangelischen Landeskirchen der KED und WECHSELN von der katholischen Kirche zur evangelischen Kirche.

    Auch in vielen evangelischen Landeskirchen der EKD ergingen in den vergangenen Jahren offizielle Entscheidungen zu Segnungsgottesdiensten und zur Ablehnung des Sündenbegriffs. Die Landeskirchen der EKD beurteilen heute homosexuelle Partnerschaftsbeziehungen als ethisch verantwortbar. Der Weg war lang und anstrengend für die evangelischen Kirchen, aber mittlerweile sind Erfolge in sehr vielen Landeskirchen der EKD sichtbar (wenn auch nicht überall. z.B: württembergische Landeskirche der EKD).

    Die Entscheidung aus Schweden wird den Prozess der Anerkennung in den evangelischen Landeskirchen in Deutschland stärken.

    Daher engagiert Euch und redet mit Euren evangelischen PastorInnen vor Ort.
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#3 rudolfAnonym
  • 27.10.2005, 19:44h
  • @gerd

    Du hast mal wieder recht! Wer in die evangelische Kirche (z. B. im Rheinland oder in Berlin-Brandenburg) eintritt, tritt damit nicht nur für die Freiheitsrechte schwuler Christen, sondern für die 'Freiheit eines Christenmenschen' im allgemeinen ein!

    Unseren katholischen Mitchristen müssen wir sagen. daß man kein Prophet sein muß, um vorherzusagen, daß sie zu ihren Lebzeiten keine Meinungsänderung des Lehramts gegenüber Schwulen, gegenüber Frauen im geistl. Amt etc. etc. erleben werden!
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