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- 27. Oktober 2005 1 Min.
Stockholm Homosexuelle Paare können sich künftig in Schweden auch kirchlich trauen lassen. Das beschloss die Synode der Lutherischen Staatskirche am Donnerstag in Uppsala mit 160 gegen 81 Stimmen. Voraussetzung ist dabei, dass die Betroffenen ihre Partnerschaft vorher entsprechend den in Schweden seit 1994 bestehenden Regeln beim Standesamt registrieren lassen. Die anschließende Trauung soll im offiziellen kirchlichen Sprachgebrauch "Segnungsakt" heißen. Der Sprecher des Schwulenverbandes RFSL, Sören Andersson, begrüßte laut dpa die Möglichkeit zum gleichgeschlechtlichen Ja vor dem Traualtar: "Die Kirche spielt im Leben vieler Homosexueller, Bisexueller und Transsexueller eine enorm wichtige Rolle. Diese Entscheidung zeigt, dass die Kirche alle diese Menschen nicht mehr ausschließen will." Zahlreiche Pastoren haben allerdings angekündigt, dass sie gleichgeschlechtliche Trauungen verweigern wollen, dies ist ihnen möglich. Knapp 80 Prozent der neun Millionen Bürger Schwedens gehören der lutherischen Staatskirche an. (nb/pm)
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